Pfyn

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Pfyn
Wappen von Pfyn
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeld
BFS-Nr.: 4841i1f3f4
Postleitzahl: 8505
Koordinaten: 714095 / 272811Koordinaten: 47° 35′ 46″ N, 8° 57′ 21″ O; CH1903: 714095 / 272811
Höhe: 411 m ü. M.
Fläche: 13,0 km²
Einwohner: 1943 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 149 Einw. pro km²
Website: www.pfyn.ch
Karte
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Pfyn [pfiːn] ist eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name geht auf das römische ad fines ("an der Grenze", gemeint ist zwischen den Provinzen Rätien und Gallien) zurück. Die Überreste eines spätantiken Römerkastells sind noch sichtbar. Die Heerstrasse führte von Vitudurum (Oberwinterthur) über Pfyn nach Arbor felix (Arbon). Der Ort war aber bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Funde aus der Zeit um 4000 bis 3500 v. Chr., welche 1944 erstmals gemacht wurden, gaben dieser Periode den Namen Pfyner Kultur. Pfyn ist eine der ältesten Siedlungen der Ostschweiz. Da sich im römischen Kastell die zum Teil schon im 3. Jahrhundert christlich gewordenen Galloromanen zusammenfanden, hatte Pfyn auch eine der ersten Kirchen im Thurgau.

Gemeindereform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Thurgauer Gemeindereform war Pfyn eine Munizipalgemeinde bestehend aus den Ortsgemeinden Pfyn, Dettighofen und Weiningen (TG). Pfyn wurde in zwei Schritten zur heutigen politischen Gemeinde umgebaut:

  • 1995: Abtrennung der Ortsgemeinde Weiningen (TG) von der Munizipalgemeinde Pfyn. Weiningen schliesst sich mit Warth zur politischen Gemeinde Warth-Weiningen zusammen (Mutation Nr. 28f zum Amtl. Gde. Verz CH, Ausg. 1986)
  • 1998: Die Munizipalgemeinde Pfyn sowie die Ortsgemeinden Dettighofen und Pfyn vereinigen sich zur politischen Gemeinde Pfyn. (Mutation Nr. 42j zum Amtl. Gde. Verz CH, Ausg. 1986)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. März 2007 wurde Jacqueline Müller zum Gemeindeammann gewählt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Städtli mit noch sichtbaren Resten des römischen Kastells
  • Paritätische Kirche

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Pfyn wird auf dem Städtlihügel in zwei Schulhäusern unterrichtet. Die Kinder gelangen entweder über den Schülerweg, die Mühlegasse, das Bergli oder durch die Rumpelgasse zur Schulanlage. Das Schulhaus Schloss mit seinen grossen Zimmern bietet viel Platz für den Unterricht. 1993 wurde die Anlage mit dem Schulhaus Kastell erweitert. Freigelegte Mauern aus der Römerzeit blieben erhalten.

1996 wurde das Mehrklassensystem eingeführt. Seither werden die Kinder in Unterstufe (1.-3. Klasse) und Mittelstufe (4.-6. Klasse) unterrichtet. Die Turnhalle entstand 1968. Der doppelstöckige Bau wird auch von Vereinen genutzt. Im Sommer bietet sich das Frankrichli mit grosszügiger Wiese für Turnstunden und Freizeitaktivitäten an.

Pfyn gehört zum Oberstufenkreis Müllheim. Auf einem gut ausgebauten Veloweg gelangen die Sekundarschüler sicher ins Oberstufenzentrum Rietwies. Die Anlage liegt am westlichen Dorfrand von Müllheim, ca. 3 km von Pfyn entfernt.

Der Kindergarten ist im Trottegebäude im Städtli und im Kastell untergebracht.[2]

2008 wurde der neue Sportplatz Obere Wiide südlich des VSP Areals eingeweiht. Der Platz kann im Sommer wie auch im Winter genutzt werden, da der Hauptplatz mit Kunstrasen versehen ist.

Spezielles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfyn wurde für die Jahre 2011/2012 zur Kulturhauptstadt der Schweiz ausgerufen.[3]

Der Badesee unterhalb des Städtlis hat den ungewöhnlichen Namen Frankriichli.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfons Raimann, Peter Erni: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Thurgau VI. Der Bezirk Steckborn. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2001 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 98). ISBN 3-906131-02-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pfyn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerung der Gemeinden (ausgewählte Jahre) und Vorjahresveränderung 2015-2016, Kantonale Bevölkerungserhebung und Bundesamt für Statistik, Eidg. Volkszählung
  2. schulepfyn.ch: Primarschule Pfyn, abgerufen am 4. März 2011
  3. www.kulturhauptstadtderschweiz.ch abgerufen am 7. Februar 2012