Ach Gott, wie manches Herzeleid, BWV 58

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Bachkantate
Johann Sebastian Bach 1746.jpg
Ach Gott, wie manches Herzeleid
BWV: 58
Anlass: Sonntag nach Neujahr
Entstehungsjahr: 1727?
Entstehungsort: Leipzig
Gattung: Choralkantate, Dialogus
Gesangsstimmen: S, B
Instr: 2Ob Ot 2Vl Va Bc
Text
Martin Moller, Unbekannter Dichter, Martin Behm
Liste der Bachkantaten

Ach Gott, wie manches Herzeleid (BWV 58) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bachs für den Sonntag nach Neujahr.

Entstehung[Bearbeiten]

Die Kantate entstand vermutlich 1727 in Leipzig und wurde 1734 oder 1735 umgearbeitet. Die Uraufführung fiel auf den 5. Januar 1727.

Im ersten Satz wird die erste Strophe des Lieds Ach Gott, wie manches Herzeleid von Martin Moller (1587) verwendet, der letzte enthält die zweite Strophe von Martin Behms Choral O Jesu Christ, mein's Lebens Licht von 1610, der auch die Grundlage für die gleichnamige Trauerkantate (BWV 118) ist. Der Dichter der Binnensätze ist unbekannt.

Thematik[Bearbeiten]

Das Evangelium des Sonntags nach Neujahr erzählt von der Flucht der Heiligen Familie vor Herodes nach Ägypten (Mt 2,13-15 LUT). Die Kantate legt diese Geschichte als Kampf der Welt gegen den Glauben aus. Dabei wird in der Regel, analog zu anderen Dialogkantaten, der Sopran als Stimme der „gläubigen Seele“, der Bass als Stimme Gottes bzw. Christi interpretiert. Die dramatische und kontrastreiche musikalische Gestaltung Bachs stützt diese Deutung.

Besetzung[Bearbeiten]

Aufbau[Bearbeiten]

  1. Choral e Aria S, B (Ob I/II, Oc, Vl I/II, Va, Bc): Ach Gott, wie manches Herzeleid
  2. Recitativo B (Bc): Verfolgt dich gleich die arge Welt
  3. Aria S (Vs, Bc): Ich bin vergnügt in meinem Leiden
  4. Recitativo S (Bc): Kann es die Welt nicht lassen
  5. Choral e Aria S, B (Ob I/II, Oc, Vl I/II, Va, Bc): Ich hab für mir ein schwere Reis

Weblinks[Bearbeiten]