Aham

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aham (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aham
Aham
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aham hervorgehoben
Koordinaten: 48° 32′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Verwaltungs­gemeinschaft: Gerzen
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 38 km²
Einwohner: 1958 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84168
Vorwahl: 08744
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 112
Gemeindegliederung: 72 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: VG Gerzen
Rathausplatz 1
84175 Gerzen
Webpräsenz: www.gerzen.de
Bürgermeister: Jens Herrnreiter (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Aham im Landkreis Landshut
Adlkofen Aham Altdorf Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg Buch a.Erlbach Eching Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth Geisenhausen Gerzen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg a.d.Laaber Schalkham Tiefenbach Velden Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weng Wörth a.d.Isar Wurmsham Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild
Die Filialkirche St. Ägidius

Aham ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerzen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aham liegt im Tal der Vils etwa 25 km östlich von Landshut, 16 km südlich von Dingolfing und 12 km nordöstlich von Vilsbiburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Aham gehören 72 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Aham, Loizenkirchen und Neuhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchdorf Aham erfuhr ca. 1125 eine erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Aheheim. Dieser Siedlungsname weist auf ein fließendes Gewässer, Ahe, hin und bedeutet damit so viel wie „Heimstatt am Fluss“. Ursprünglich lag an diesem Ort die wenigstens bis 1579 belegte Burg Ahaim. Aham gehörte den Grafen von Lerchenfeld. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Aham war. 1833 kaufte Maximilian Graf von Montgelas, der einst mächtige Minister König Max I., die ehemalige Hofmark, deren Schloss sich bis 2009 im Besitz der Familie befand. Montgelas selbst wurde nach seinem Tod 1838 in der Gruft von Schloss Aham beigesetzt. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Aham entstand am 1. April 1971 im Zuge der Gemeindegebietsreform durch den Zusammenschluss der Gemeinden Aham, Loizenkirchen und Neuhausen.[3]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand Einwohner
31. Dezember 1960 1706
31. Dezember 1970 1640
31. Dezember 1980 1711
31. Dezember 1990 1877
31. Dezember 2000 1965
31. Dezember 2005 1941
Stand Einwohner
31. Dezember 2006 1902
31. Dezember 2007 1905
31. Dezember 2008 1892
31. Dezember 2009 1892
31. Dezember 2010 1906
31. Dezember 2011 1911
Stand Einwohner
31. Dezember 2012 1895
31. Dezember 2013 1884
31. Dezember 2014 1899
31. Dezember 2015 1958
Altersstruktur der Bevölkerung Ahams gemäß Zensus 2011.
Alter Einwohner nach Alter[4]
jünger als 18 17,8 %
18 bis 29 15,1 %
30 bis 49 26,8 %
50 bis 64 21,8 %
älter als 65 18,5 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[5][6]
Wahlbeteiligung: 74,1 %
(2008: 67,7 %)
 %
50
40
30
20
10
0
47,1 %
34,7 %
18,1 %
BL c
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+15,0 %p
-6,0 %p
-9,0 %p
BL c
Anmerkungen:
c Bürgerliste
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten dann noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum begangen.[7]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 787.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 98.000 €.

Die Gemeinde Aham ist Mitglied in folgenden Zweckverbänden[8]:

  • Gewässerunterhaltungszweckverband Landshut-Kelheim-Dingolfing-Landau
  • Regionaler Planungsverband Landshut
  • Schulverband Gerzen
  • Zweckverband Kinderbildung und Betreuung Aham-Gerzen-Schalkham
  • Zweckverband zur Wasserversorgung Mittlere Vils

Aham gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Gerzen.

Verwaltungsgemeinschaft Gerzen
Gemeinde Wappen Fläche
km²
Einwohner
31. Dezember 2013
EW-Dichte
EW je km²
Höhe
über NN
Aham Wappen von Aham.png 000000000000038.000000000038 000000000001958.00000000001.958 000000000000052.000000000052 000000000000420.0000000000420
Gerzen Wappen Gerzen (Landshut).svg 000000000000017.000000000017 000000000001824.00000000001.824 000000000000107.0000000000107 000000000000433.0000000000433
Kröning Kroening wappen.png 000000000000039.610000000039,61 000000000002011.00000000002.011 000000000000051.000000000051 000000000000458.0000000000458
Schalkham Wappen von Schalkham.png 000000000000022.710000000022,71 000000000000860.0000000000860 000000000000038.000000000038 000000000000430.0000000000430

Die Verwaltungsgemeinschaft erbringt 301 verschiedene behördliche Leistungen.[9]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2014 bekleidete dieses Amt Elisabeth Kobold (CSU). Sie wurde bei den Kommunalwahlen 2008 in ihrem Amt bestätigt[10]. Bei den Kommunalwahlen am 16. März 2014 wurde Jens Herrnreiter (Freie Wähler) als Nachfolger gewählt.[6]

Ehemalige Bürgermeister:

Amtszeit Bürgermeister
bis 2014 Elisabeth Kobold
ab 2014 Jens Herrnreiter

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 12 Personen. Nach der Kommunalwahl 2014 (zum Vergleich: Kommunalwahl 2008) sind darunter neun (elf) Männer und drei (eine) Frauen.[5][6] Die Wahl führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

Bei der Gemeinderatswahl waren 1.574 (1.552) Bürger stimmberechtigt. 1.166 (1.051) davon haben als Wähler teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 74,1 (67,6) Prozent entspricht. 1.143 (1.021) gültige und 23 (30) ungültige Stimmen wurden abgegeben.[5][6]

Die nächsten Kommunalwahlen finden 2020 statt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die spätgotische Filialkirche St. Ägidius der Pfarrei Loizenkirchen aus dem 15. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil verändert. Einige Grabmäler stammen aus dem 16./17. Jahrhundert.

Das mittelalterliche Wasserschloss wurde im 16. bis 18. Jahrhundert umgestaltet. Es befand sich seit 1833 im Besitz der Grafen von Montgelas und war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Im Jahr 2009 wurde es verkauft, nach der Komplettsanierung wird es nun seit dem 1. Januar 2012 als Gaststätte genutzt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Aham

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der im produzierenden Gewerbe 117 und im Bereich Handel und Verkehr zwölf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 27 am Arbeitsort Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 641. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe.

In Folge einer entsprechenden Bewertung der Wirtschaftskraft der Gemeinde Aham sind die Schlüsselzuweisungen von 519.352 Euro im Jahr 2015 um 24 Prozent auf 394.564 Euro für das Jahr 2016 zurückgegangen.[11]

Schlüsselzuweisungen
in Euro[11]
Zuweisungen an Jahr
2015 2016
Gemeinde Aham 519.352 394.564

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft gab es 1998 neun sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Zudem bestanden im Jahr 1999 100 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.684 ha. Davon waren 2.206 ha Ackerfläche und 477 ha Dauergrünfläche.

Die Viehwirtschaft hat in der Gemeinde Aham einen starken Anteil an der landwirtschaftlichen Produktion. 1999 hatten Schweine- und Rinderhaltung noch vergleichbare Größenordernungen. 1999 bis 2010 entwickelte sich die Haltung von Rindern mit minus 9,65&Prozent rückläufig, während der Bestand an Schweinen um 57 Prozent zulegte. Allerdings hat der Anteil des Milchviehs leicht zugenommen. Auch der Anteil an Hühnern bzw. Schafen nahm um 62 Prozent bzw. 162 Prozent zu.

Viehbestand auf dem Gemeindegebiet Aham[12]
Tierart Anzahl
1999 2010
Rinder 5.752 5.197
Milchkühe
(bereits in der Gesamtzahl der Rinder enthalten)
771 811
Schweine insgesamt 6.557 10.323
Hühner insgesamt 36.862 59.831
Schafe 282 738

Wohnen und Bauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodenrichtwerte 2011/2012[13]
Ortsteil Wohnbauflächen
ausgewiesene
Baugebiete
unbeplanter
Innenbereich
ausgewiesene
gewerbliche
Bauflächen
Ackerland
Aham 80 € 80 € 35 € 5,50 €
Loizenkirchen 80 € 80 € 35 € 5,50 €

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 46 Kindergartenplätze mit 57 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 4 Lehrern und 113 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek: Suchergebnis Aham. Online auf bayerische-landesbibliothek-online.de. Abgerufen am 22. Mai 2014.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 585.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Aham (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de. Abgerufen am 26. April 2014.
  5. a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Ergebnisse für einzelne Gemeinden, Landkreise, Regierungsbezirke und Bayern. – 2008. Online auf statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 2. April 2014.
  6. a b c d Verwaltungsgemeinschaft Gerzen/Gemeinde Aham: Kommunalwahlen 2014 16. März 2014 – Zusammenstellung der Ergebnisse der Bürgermeisterwahl und der Gemeinderatswahl. PDF. Online auf gerzen.de, abgerufen am 2. April 2014
  7. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 – 2006.
  8. Bayerischer Behördenwegweiser – Aham: Mitgliedschaften in Zweckverbänden. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 28. Juli 2015.
  9. Bayerischer Behördenwegweiser – Verwaltungsgemeinschaft Gerzen: Verwaltungsgemeinschaft Gerzen. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 28. Juli 2015.
  10. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Erste Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden. Online auf statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 2. April 2014
  11. a b Landshuter Zeitung: Vitaminspritze für finanzschwache Kommunen, 12. Dezember 2015.
  12. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2013 – Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für die Gemeinde Aham 09 274 112. PDF. Online auf www.statistik.bayern.de. Abgerufen am 29. August 2015.
  13. Landratsamt Landshut (Gutachterausschuss): Aufstellung der Bodenrichtwerte für die Kalenderjahre 2011 und 2012. Online auf landkreis-landshut.de. Abgerufen am 16. Dezember 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aham – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien