Geisenhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Geisenhausen
Geisenhausen
Deutschlandkarte, Position des Marktes Geisenhausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 28′ N, 12° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 62,5 km2
Einwohner: 6896 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 84144, 84137
Vorwahl: 08743
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 134
Marktgliederung: 101 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 6
84144 Geisenhausen
Webpräsenz: www.geisenhausen.de
Bürgermeister: Josef Reff (Freie Wähler)
Lage des Marktes Geisenhausen im Landkreis Landshut
Adlkofen Aham Altdorf Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg Buch a.Erlbach Eching Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth Geisenhausen Gerzen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg a.d.Laaber Schalkham Tiefenbach Velden Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weng Wörth a.d.Isar Wurmsham Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Ortsansicht von Nordwest

Geisenhausen ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Landshut.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im kleinen Vilstal, etwa zehn Kilometer südöstlich der Stadt Landshut zwischen den Städten Landshut und Vilsbiburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 101 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft wurde wohl schon im 6./7. Jahrhundert gegründet. In den Annalen des Domstifts Augsburg findet sich 980 erstmals ein Hinweis auf Gisinhusa (Haus des Giso). Das Domstift verwaltete seinen Besitz durch einen Vogt. Inhaber der Vogtei waren die Grafen von Steffling, von ihnen ging sie auf die Edlen von Haarbach über, von diesen auf die Grafen von Hals, dann auf die Grafen von Ortenburg und schließlich auf die Herren von Fraunhofen. Seit Mitte des 11. Jahrhunderts ist die Organisation der Herrschaft Geisenhausen erkennbar. Nach Gisinhusir und Gisenhuse taucht 1315 erstmals die Ortsbezeichnung Geisenhausen auf. Am 25. November 1327 wurde Geisenhausen das Marktrecht verliehen.

Bürgerhäuser am Marktplatz

Am 10. April 1383 erklärte Herzog Friedrich die Schirmvogtei über Geisenhausen, womit der Herzog als Landfriedenswahrer sein überlegenes Gerichtsrecht durchsetzte. Im Jahr 1393 überließ Hedwig von Fraunhofen die Vogtei für 10.000 Gulden den Landshuter Wittelsbachern. Diese machten aus der Vogtei des Domstifts Augsburg 1411 ein Pfleggericht, welches 16 Orte umfasste, die Niedere Gerichtsbarkeit ausübte und im kleinen, allerdings zentral gelegenen Haarbach seinen Sitz hatte. Damit war über die Ausübung der Vogtei und die Umwandlung in ein Pfleggericht die Herrschaft der Wittelsbacher etabliert worden.

16. bis 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das älteste Bild des Marktes stammt von Hans Donauer aus dem Jahr 1590. Es befindet sich im Antiquarium der Residenz München. 1605 kaufte das Stift St. Martin und Kastulus in Landshut für 17.000 Gulden vom Domstift Augsburg die Grundherrschaft über die Propstei Geisenhausen.

Während des Dreißigjährigen Krieges ging Geisenhausen, das erstmals 1547 niederbrannte, in den Jahren 1635, 1640 und 1648 in Flammen auf. Der Geisenhausener Barockdichter Andreas Mayr (1595–1675) schilderte auf drastische Weise die Zustände während des Krieges. 1649 forderte die Pest 45 Tote in Geisenhausen. Die Bürger stifteten auf St. Theobald dem heiligen Sebastian eine Pestkerze, die heute noch vorhanden ist.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wirkte in Geisenhausen Pfarrer Dr. Franz Joseph Kastner. Er belebte die Wallfahrt nach St. Theobald und ließ die Wallfahrtskirche von Grund auf renovieren. Aus eigener Kasse stiftete er im Jahr 1738 ein Krankenhaus und gründete einen Fonds zur Ausbildung junger Menschen.

Noch 1752 wurde die Geisenhausenerin Anna Amann, Geistnandl genannt, wegen Hexerei gefangen genommen und nach einem entsprechenden Prozess in Landshut enthauptet mit anschließender Verbrennung ihres Leichnams. 1760 erfolgte die Zusammenlegung der Herrschaft Geisenhausen-Haarbach mit dem Landgericht Vilsbiburg. Der Kastner von Geisenhausen verblieb im dortigen Kastenamt.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts siedelten sich in dem bis dahin überwiegend bäuerlich strukturierten Gemeinwesen zunehmend Handwerksbetriebe und Fabriken an. Im Jahr 1875 wurde die Leder- und Schäftefabrik Dräxlmaier gegründet, 1885 errichtete Jakob Zeiler eine Schäftefabrik. Um die Jahrhundertwende entstanden eine Malzfabrik und eine Ziegelei.

An der 1881 bis 1883 erbauten Bahnstrecke Neumarkt-Sankt Veit–Landshut entstand in Geisenhausen eine Bahnstation. 1894 wurde die Raiffeisenbank Geisenhausen gegründet. 1917 erhielt der Markt den elektrischen Strom. Am Rosenmontag des Jahres 1929 fand auf dem Marktplatz ein Faschingsmarkt mit Gauklern, Tanzbären, Seiltänzern, Wahrsagern und einer Tierschau statt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Folge viele Heimatvertriebene integriert wurden, brachten die folgenden Jahrzehnte auch für Geisenhausen einen spürbaren Aufschwung. 1948 wurde im ehemaligen Gasthaus Huber-Keller ein Kino eröffnet. Von 1946 bis 1954 spielten die Fußballer des TV Geisenhausen in der höchsten niederbayerischen Spielklasse. Rund um den alten Ortskern wurden neue Baugebiete erschlossen. Eine neue Kläranlage wurde 1968 gebaut, 1971 das Freibad an der Vilsbiburger Straße eröffnet.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern, die 1978 ihren Abschluss fand, wurden die Gemeinden Bergham (teilweise), Diemannskirchen, Holzhausen und Salksdorf nach Geisenhausen eingemeindet. 1981 brach im Baywa-Lagerhaus ein Großbrand aus. 1983 konnte das neue Rathaus am Marktplatz bezogen werden.

Im Jahre 1982 wurde die 1000-Jahr-Feier, im Jahre 1993 die Feier der 600 Jahre Markterhebung begangen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gemeindegebietsreform kamen am 1. Juli 1972 die Gemeinde Bergham (teilweise)[3] und am 1. Mai 1978 die Gemeinden Diemannskirchen und Salksdorf sowie große Teile der aufgelösten Gemeinde Holzhausen zu Geisenhausen.[4]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt:

Stand Einwohner
1960 4798
1970 4723
1980 4969
1990 5460
1995 5925
2000 6168
2005 6358
Stand Einwohner
2006 6328
2007 6312
2008 6379
2009 6395
2010 6435
2011 6492
2012 6550
Stand Einwohner
2013 6757
2014 6807
2015 6896

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 2094 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 43,61 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren wuchs die Einwohnerzahl um 8,98 (6,22) Prozent.

Altersstruktur der Bevölkerung Geisenhausens gemäß Zensus 2011.
Alter Einwohner nach Alter[5]
jünger als 18 19,9 %
18 bis 29 13,0 %
30 bis 49 29,1 %
50 bis 64 19,5 %
älter als 65 18,6 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[6][7]
Wahlbeteiligung: 63,91 %
(2008: 69,8 %)
 %
40
30
20
10
0
32,87 %
28,34 %
27,35 %
11,44 %
JLGd
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-6,13 %p
-1,16 %p
-4,15 %p
+11,44 %p
JLGd
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c SPD/Freie Bürgerliste (2014) bzw.
SPD/Neue Liste (2008)
d Junge Liste Geisenhausen
Der Marktplatz mit Rathaus (rechts)

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten dann noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum begangen.[8]

Die Marktgemeinde Geisenhausen ist Mitglied in folgenden Zweckverbänden[9]:

  • Gewässerunterhaltungszweckverband Landshut-Kelheim-Dingolfing-Landau
  • Regionaler Planungsverband Landshut
  • Schulverband Geisenhausen
  • Schulverband Kirchberg
  • Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern

Außerdem nimmt sie teil am Dialogforum Ost-Süd-Umfahrung Landshut.

Die Gemeindeverwaltung erbringt 302 verschiedene behördliche Leistungen.[9]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 20 Personen. Nach der Kommunalwahl 2014 (zum Vergleich: Kommunalwahl 2008) sind darunter (14) Männer und sechs (vier) Frauen[10][7]. Sie führte zu folgender Sitzverteilung im Marktgemeinderat:

  • CSU 7 (8) Sitze,
  • Freie Wähler 6 (6) Sitze,
  • SPD/Freie Bürgerliste 5 Sitze (als SPD/Neue Liste 6 Sitze) und
  • Junge Liste Geisenhausen 2 (0) Sitze.

Bei der Gemeinderatswahl waren 4.903 (5.228) Bürger stimmberechtigt. 3.341 (3.420) davon haben als Wähler teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 63,91 (69,8) Prozent entspricht.[10][7]

Die nächsten Kommunalwahlen finden 2020 statt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2014 bekleidete dieses Amt Robert Maier (Freie Wähler). Er wurde 2002 in dieses Amt hineingewählt.[11] Bei den Kommunalwahlen 2008 wurde er im Amt bestätigt.[12] Bei den Kommunalwahlen 2014 ergab die erste Runde keine absolute Mehrheit für einen der drei Kandidaten.[13] Am 30. März 2014 wurde dann Reff Josef (FW) in der Stichwahl zum neuen Bürgermeister gewählt.[14]

Ehemalige Bürgermeister
Amtszeit Bürgermeister
2002–2014 Robert Maier

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musical[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Förderkreis Junge Musik wurden die beiden Musicals "Eine Nacht erwacht" und "Tangerine" mit Laienbesetzung im Jungbräusaal inszeniert. "Tangerine" wurde über 150 Mal aufgeführt.

Bunkerbands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bunker unter der Mehrzweckturnhalle haben sich eine Reihe von Bands formiert, die auf zahlreichen Festivals in Bayern mitwirken, unter anderem die Elektro-Punk Band Frittenbude sowie Pandoras.box.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1978 wurde in Geisenhausen und Umgebung der Kino- und Fernsehfilm Schluchtenflitzer von Rüdiger Nüchtern gedreht. Das Freibad war 2005 Schauplatz für den Film Grenzverkehr.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Martin

Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freibad Geisenhausen

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kickboxen

2014 holten die für den KSV Geisenhausen e. V. startenden Lisa-Maria Schandl aus Günzkofen und Pauline Schlau aus Geisenhausen jeweils einen Weltmeistertitel bei den Weltmeisterschaften im Kickboxen in Rimini/Italien.[15]

Eishockey

In Geisenhausen gab es unter den Namen EC und SB Geisenhausen einen Eishockeyverein,[16] der in den Jahren 1978 bis 2001 am Spielbetrieb[17] des Bayerischen Eissportverbandes (BEV) teilnahm. Die größten Erfolge erreichte dabei die 1. Eishockeymannschaft 1978 mit der Meisterschaft in der Eishockey-Landesliga Bayern Gruppe II und den damit verbundenen Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga. Geisenhausen hat heute eine Hobbymannschaft, den EHC Geisenhausen, der in der Landshuter Eishockey-Hobby-Liga (LEHL) spielt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rosenmontagsumzug der Tollemogei
  • Haferlmarkt
  • Volksfest des Bürger- und Gewerbevereins während des Pfingstwochenendes
  • Jugendkulturfestival „Bunte Zeiten“ veranstaltet vom Landkreis Landshut
    Es fand zwischen 1999 und 2010 sieben Mal statt bevor das Projekt eingestellt wurde.[18]
  • Hallenfest der Freiwilligen Feuerwehr Markt Geisenhausen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma Pöschl Tabak, die größte Schnupftabakfirma der Welt, hat in Geisenhausen Ihren Hauptsitz.

In Folge einer entsprechenden Bewertung ihrer Wirtschaftskraft wurde der Markt Geisenhausen wie bereits im Jahr 2015 auch für das Jahr 2016 vom Freistaat Bayern keine Schlüsselzuweisungen zugeteilt.[19]

Schlüsselzuweisungen
in Euro[19]
Zuweisungen an Jahr
2015 2016 2017
Markt Geisenhausen 0 0 0[20]

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bestanden im Jahr 1999 noch 164 landwirtschaftliche Betriebe, ging deren Zahl bis 2010 auf 129 zurück.

Betriebsgrößenstruktur in der Landwirtschaft[21]
Betriebsgröße in ha Anzahl der Betriebe
1999 2010
unter 5 21 4
5 bis unter 10 16 11
10 bis unter 20 36 34
20 bis unter 50 76 59
50 oder mehr 15 21
Gesamt 164 129

Bauen und Wohnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodenrichtwerte 2011/2012[22]
Ortsteil Wohnbauflächen
ausgewiesene
Baugebiete
unbeplanter
Innenbereich
ausgewiesene
gewerbliche
Bauflächen
Ackerland
Geisenhausen 135 € 135 € 55 € 7 €
Diemannskirchen 65 € 7 €
Salksdorf 60 € 7 €
Holzhausen 50 € 7 €

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 lag der Stromverbrauch im Markt Geisenhausen bei etwa 47 MWh/Jahr. Dem standen etwa 17 MWh/Jahr auf dem Gebiet des Marktes produzierten Stromes aus regenerativen Energiequellen (erfasst über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)) entgegen. Damit liegt der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien bei 36 % (zum Vergleich: Im Landkreis Landshut beträgt dieser Anteil 43 %). Der größte Zubau fand in den Jahren 2008 bis 2012 statt.[23]

Biomasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zirka 3.936 MWh/Jahr werden in fünf Biomasseanlagen auf dem Gebiet des Marktes Geisenhausen erzeugt:[23]

  • Diemannskirchen – 30 kWelektrisch
  • Geisenhausen – 5 kWelektrisch
  • Höhenberg – 240 kWelektrisch
  • Kuglöd – 160 kWelektrisch bzw. 160 kWelektrisch

Photovoltaik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast 12.987 MWh/Jahr Solarstrom werden auf dem Gebiet des Marktes Geisenhausen mit 627 Anlagen auf Dächern von privaten wie gewerblich oder landwirtschaftlich genutzten Gebäuden produziert. Die installierte elektrische Leistung beträgt knapp 12 MWpeak.[23]

Windkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet des Marktes Geisenhausen gibt es keine Windkraftanlage.[23] Potenzial für die Errichtung von Windkraftanlagen ist vorhanden. Mit Bescheid vom 13. Januar 2014 wurde von der Regierung von Niederbayern die Sechste Verordnung zur Änderung des Regionalplans Landshut für verbindlich erklärt, die die Verfügbarkeit von Flächen für die Windkraft regelt. Diese sieht Vorranggebiete aber keine Vorbehaltsgebiete für den Markt Geisenhausen vor. Vorranggebiete für Windkraft sind demnach:

  • WK 47 Wörnstorf
  • WK 48 Schneitberg
  • WK 49 Lampeln
  • WK 50 Aukam
  • WK 51 Vorrach
  • WK 52 Untergangkofen[24]

Es gab Planungen im Bereich des WK 52 eine Windkraftanlage zu errichten. Für einen dafür im Zuge der 10-H-Regelung notwendigen Bebauungsplan gab es aber Anfang Juli 2016 keine Mehrheit im Gemeinderat.[25]

Es gibt eine Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen.[26]

Wasserkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zirka 0,07 MWh/Jahr werden in einer Wasserkraftanlage auf dem Gebiet des Marktes Geisenhausen erzeugt.[23] Die Wasserkraftanlage mit einer Leistung von 8 kWelektrisch befindet sich im Ortsteil Grabmühle.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geisenhausen liegt an der Bundesstraße 299 (Landshut-Altötting). Die geplante Bundesstraße 15n soll in südöstlicher Richtung an Geisenhausen vorbeiführen. Zur Autobahn A92 München-Deggendorf sind es etwa 20 Kilometer. Der nächste Flughafen München ist etwa 55 Kilometer entfernt. Am Bahnhof halten Züge der Bahnstrecke Neumarkt-Sankt Veit–Landshut.

Bildung und Erziehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grund- und Mittelschule St. Martin Geisenhausen[27]
  • Montessori Grund- und Hauptschule Geisenhausen[27]
  • Hort Geisenhausen
  • Kindergarten St. Martin
  • Kinderkrippe St. Martin
  • Kindergarten St. Theobald
  • Kinderkrippe St. Theobald

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter anderem gibt es einen 1983 gegründeten Kampfsportverein, der sich auf Kickboxen spezialisiert hat.[28]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Marktes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen in Verbindung mit Geisenhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Eich (* 1907; † 1972), Schriftsteller, lebte einige Jahre hier

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek: Suchergebnis Geisenhausen. Online auf bayerische-landesbibliothek-online.de. Abgerufen am 12. April 2014.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 585.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 616.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Geisenhausen, M (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de. Abgerufen am 26. April 2014.
  6. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden in Bayern 2008 nach Gemeinden. Online auf wahlen.bayern.de. Abgerufen am 23. März 2014.
  7. a b c Gemeinde Geisenhausen: Gemeinderatswahl 2014 – Vorläufiges Endergebnis. Online auf geisenhausen.de. Abgerufen am 23. März 2014.
  8. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 - 2006
  9. a b Bayerischer Behördenwegweiser – Geisenhausen: Mitgliedschaften in Zweckverbänden und Auflistung behördlicher Leistungen. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 28. Juli 2015.
  10. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Ergebnisse für einzelne Gemeinden, Landkreise, Regierungsbezirke und Bayern. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 23. März 2014.
  11. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Liste der ersten Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 23. März 2014.
  12. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Erste Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 23. März 2014.
  13. Gemeinde Geisenhausen: Bürgermeisterwahl 2014 – Vorläufiges Endergebnis. Online auf geisenhausen.de. Abgerufen am 23. März 2014.
  14. Gemeinde Geisenhausen: Geisenhausen – BGM-Wahl 2014 Stichwahl. Online auf geisenhausen.de. Abgerufen am 31. März 2014.
  15. KSV Geisenhausen e. V.: Pauline Schlau und Lisa-Maria Schandl sind Weltmeisterin 2014. Online auf www.ksv-geisenhausen.de. Abgerufen am 16. September 2014.
  16. regiowiki.pnp.de, Eishockey in Niederbayern EC Geisenhausen
  17. ref rodi-db.de, Ligenzugehörigkeit EC/SB Geisenhausen
  18. Kommunale Jugendarbeit Landkreis Landshut: Durchführung von Projekten, Events. Online auf www.kojalala.de. Abgerufen am 4. Mai. 2015.
  19. a b Landshuter Zeitung: Vitaminspritze für finanzschwache Kommunen, 12. Dezember 2015.
  20. Landshuter Zeitung: Schlüsselzuweisungen 2017 der Gemeinden, 17. Dezember 2016.
  21. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2015 – Markt Geisenhausen 09 274 134 - Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. PDF, online auf www.statistik.bayern.de, abgerufen am 02. Januar 2017.
  22. Landratsamt Landshut (Gutachterausschuss): Aufstellung der Bodenrichtwerte für die Kalenderjahre 2011 und 2012. Online auf landkreis-landshut.de. Abgerufen am 19. Dezember 2014.
  23. a b c d e EnergyMap.Info: Markt Geisenhausen. Online auf energymap.info. Abgerufen am 21. April 2014.
  24. Regionaler Planungsverband Landshut: Drucksache Nr. 2.1/25. März 2014 – Vorlage an den Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbandes Landshut – TOP 2.1: Sechste Verordnung zur Änderung des Regionalplanes Landshut; Aufstellung eines Kapitels B VI Energie/Teilbereich Wind Kenntnisnahme von der Verbindlicherklärung, PDF. Online auf region.landshut.org. Abgerufen am 21. April 2014
  25. Landshuter Zeitung: Doch kein Windrad bei Birken, 7. Juli 2016.
  26. Landshuter Zeitung: Ökologie und der Infraschall, 20. September 2014
  27. a b Markt Geisenhausen: Öffentliche Einrichtungen - Schulen, online auf www.geisenhausen.de, abgerufen am 24. Juli 2017.
  28. Homepage des KSV Geisenhausen e. V.
  29. idowa: Geisenhausen, Berlin, viertes Album: „Frittenbudes“ Spaziergang auf den Wegen des Ruhms, 25. August 2015, online auf www.idowa.de, abgerufen am 2. August 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geisenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien