Kumhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kumhausen
Kumhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kumhausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 30′ N, 12° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 37,07 km²
Einwohner: 5351 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84036
Vorwahlen: 0871, 08743, 08705, 08707
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 146
Gemeindegliederung: 49 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
84036 Kumhausen
Webpräsenz: www.kumhausen.de
Bürgermeister: Thomas Huber
(Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Kumhausen im Landkreis Landshut
Adlkofen Aham Altdorf Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg Buch a.Erlbach Eching Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth Geisenhausen Gerzen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg a.d.Laaber Schalkham Tiefenbach Velden Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weng Wörth a.d.Isar Wurmsham Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild

Kumhausen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kumhausen liegt unmittelbar südlich der Stadt Landshut, an dessen Stadtgebiet sich die Gemeinde nahtlos anschließt. Somit stellt Kumhausen eine Trabantengemeinde zum benachbarten Landshut dar.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kumhausen hat 49 Ortsteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Götzdorf, Hohenegglkofen, Niederkam, Obergangkofen und Windten.

Das Rathaus von Kumhausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Eisenbahnbauarbeiten wurden Spuren 3000 Jahre alter Keltensiedlungen entdeckt.

„Chughenhusen“ wird zwischen 1161 und 1171 in den Traditionen des Kollegiatstifts Moosburg erstmals erwähnt. Der Name bedeutet vermutlich „Haus des Cogo“. Über „Kugenhusen“ und „Kugnhausn“ entwickelte sich der Ortsname bis 1819 zu „Kumhausen“. Auch die übrigen Ortsnamen des Gemeindegebietes sind fast alle aus Personennamen hergeleitet. Als älteste Kirche wurde 842 die von Preisenberg erwähnt. Die Pfarrkirche Grammelkam, die späteren Pfarrkirchen von Hohenegglkofen und Obergangkofen sowie die Filialkirche Götzdorf wurden 1315 erstmals genannt. Der Hof Kumhausen unterstand im 13. Jahrhundert dem Schergenamt Helmsdorf. 1338 finden sich je ein Hof in „Kugenhausen“, „Kugenperg“, „Chupfmül“, „Preisenperg“ und „Romelkeim“ im Besitz der wittelsbacher Herzöge, dem „Ambt Herding“ zugehörig.[3] Das Gemeindegebiet war fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägt. Nur in Kumhausen wurden seit dem 15. Jahrhundert Ziegelsteine gebrannt. Der städtische Ziegelmeister von Landshut bezahlte laut Rechnungsbüchern wiederholt Geld für Ziegelsteine zum Bau der Martinskirche aus den „Ziegelstädten zu Perg und Kumhausen“.

Kumhausen gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern. Der heutige Gemeindeteil Obergangkofen bildete eine Hofmark die zuletzt den Freiherren v. Edlmar und anschließend den Walser von Syrenburg gehörte. Hohenegglkofen lag im Landgericht Teisbach. Mit den Gemeindeedikten von 1808 und 1818 entstanden mehrere politische Gemeinden auf dem heutigen Gemeindegebiet. Der Ort Kumhausen gehörte dabei der Gemeinde Niederkam an. Die jetzige Gemeinde Kumhausen ist Ergebnis der noch freiwilligen Phase der Gebietsreform als sich am 1. Januar 1971 die Gemeinden Niederkam, Windten, Obergangkofen und Götzdorf zusammenschlossen. Eher unüblicherweise wurde ein völlig neuer Gemeindesitz gewählt, das durch die Erweiterung des benachbarten Landshut, in das es nahtlos übergeht, stark angewachsene Kumhausen.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindeangehörigen sind mehrheitlich katholisch. Für das Gemeindegebiet besteht der Pfarrverband Kumhausen, der gegenwärtig (2013[4]) dem Dekanat Geisenhausen der Erzdiözese München und Freising angehört. Eine weitere Vereinigung mit der benachbarten Pfarrei St. Margaret-Achdorf, Dekanat Landshut erzbischöflichen Anteils, wurde nach etwas über ein Jahr dauerndem Vorlauf zum 1. Mai 2014 mit der Gründung des „Pfarrverbandes Achdorf-Kumhausen“ formell vollzogen. Pfarrer ist Alexander Blei.[5] Die Umgruppierung ins Dekanat Landshut ist ebenfalls vorgesehen.[6]

Die einzelnen Pfarreien sind St. Petrus in Grammelkam, St. Ulrich in Obergangkofen und St. Johannes Baptist in Hohenegglkofen. Grammelkam hat Filialen in Preisenberg und Rammelkam; dem Pfarrsprengel gehören der Hauptort Kumhausen und der ehemalige Hauptort Niederkam an. Obergangkofen hat eine Filiale in der ehemaligen Gemeinde Götzdorf, Hohenegglkofen in Weihbüchl sowie in dem zur Gemeinde Adlkofen (deren erzbischöflichen Anteil ausmachend) gehörenden Jenkofen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Kumhausen entstand am 1. Januar 1971 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Götzdorf, Niederkam, Obergangkofen und Windten. Am 1. Januar 1972 kam ein Teil der aufgelösten Gemeinde Hohenegglkofen hinzu.[7] Im selben Jahr wurden Teile der ehemaligen Gemeinden Niederkam, Götzdorf und Hohenegglkofen an die Stadt Landshut abgegeben.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der letzten 50 Jahre hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt.

Stand Einwohner
31. Dezember 1960 1808
31. Dezember 1970 2411
31. Dezember 1980 3243
31. Dezember 1990 3574
31. Dezember 2000 4356
31. Dezember 2005 4745
Stand Einwohner
31. Dezember 2006 4827
31. Dezember 2007 4953
31. Dezember 2008 4952
31. Dezember 2009 4932
31. Dezember 2010 5161
31. Dezember 2011 5106
Stand Einwohner
31. Dezember 2012 5200
31. Dezember 2013 5245
31. Dezember 2014 5330
31. Dezember 2015 5351
Altersstruktur der Bevölkerung Kumhausens gemäß Zensus 2011.
Alter Einwohner nach Alter[8]
jünger als 18 21,0 %
18 bis 29 12,3 %
30 bis 49 32,7 %
50 bis 64 19,3 %
älter als 65 14,7 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[9][10]
Wahlbeteiligung: 55,15 %
(2008: 59,5 %)
 %
40
30
20
10
0
37,09 %
33,33 %
20,23 %
9,34 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+2,89 %p
-9,57 %p
-2,67 %p
+9,34 %p
Anmerkungen:
d SPD/Bürger für Kumhausen
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten dann noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum begangen.[11]

Steuereinnahmen

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1,974 Mio. Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 2,03 Mio. Euro.

Die Gemeinde Kumhausen ist Mitglied in folgenden Zweckverbänden:[12]

  • Regionaler Planungsverband Landshut
  • Schulverband Geisenhausen
  • Schulverband Kronwinkl
  • Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern
  • Zweckverband Wasserversorgung Isar-Vils

Die Gemeindeverwaltung erbringt 302 verschiedene behördliche Leistungen.[12]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 20 Personen. Das sind vier Gemeinderäte mehr als 2008. Nach der Kommunalwahl 2014 (zum Vergleich: Kommunalwahl 2008) sind darunter 15 (zehn) Männer und fünf (sechs) Frauen.[13] Sie führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

Bei der Gemeinderatswahl waren 4.051 (3.769) Bürger stimmberechtigt. 2.234 (2.243) davon haben als Wähler teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 55,15 (59,5) Prozent entspricht.[13][10]

Die nächsten Kommunalwahlen finden 2020 statt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Thomas Huber (Freie Wähler). Er wurde 2012 Nachfolger von Josef Nagl (CSU).[14]

Ehemalige Bürgermeister
Amtszeit Bürgermeister
bis 2012 Josef Nagl
seit 2012 Thomas Huber

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das seit 1980 geführte Wappen ist über einem von Silber und Blau gespaltenen Fünfberg gespalten von Blau und Silber. Vorne schräg gekreuzt befinden sich ein silberner Kreuzstab und ein silberner Schlüssel, hinten ein schwarzer Bocksrumpf, der in den Vorderfüßen eine schwarze Hellebarde hält. Der Fünfberg im Schildfuß erinnert an die Bildung der Gemeinde Kumhausen aus den fünf ehemals selbstständigen Gemeinden Niederkam, Windten, Obergangkofen, Götzdorf und Hohenegglkofen. Der Bocksrumpf mit der Hellebarde stammt aus dem Wappen der Walser, die seit 1792 Inhaber der Hofmark Obergangkofen waren. Der Kreuzstab aus dem einstigen Gemeindewappen von Hohenegglkofen verweist auf den dortigen Kirchenpatron St. Johannes. Der Schlüssel als Attribut des heiligen Petrus weist auf den Patron der Pfarrei Grammelkam hin. Die Tingierung in den wittelsbachischen Landesfarben Silber und Blau schließlich unterstreicht, dass ein Großteil des Gemeindegebiets unmittelbar den landesherrlichen Gerichten Erding, Geisenhausen und Teisbach unterstand.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • PolenPolen Polen: Seit 2003 besteht Kontakt mit der polnischen Gemeinde Tworóg in Schlesien. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung vom 13. April 2004 die Partnerschaftserklärung, welche am 1. Mai 2004 von den Bürgermeistern Josef Nagl und Andrzej Ecler unterzeichnet wurde. Ende September 2006 wurde der Partnerschaftsverein Kumhausen-Tworóg gegründet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Filialkirche Rammelkam
  • Kapelle Berndorf
  • Kapelle Mantelkam
  • Kirche in Herbesdorf
  • Kirche Maria Himmelfahrt in Götzdorf
  • Kirche Maria Himmelfahrt in Preisenberg
  • Kirche St. Benedikt in Weihbüchl
  • Kirche St. Johannes der Täufer in Hohenegglkofen
  • Pfarrkirche St. Petrus in Grammelkam
  • Pfarrkirche St. Ulrich in Obergangkofen
  • Reidel-Kapelle in Obergangkofen

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Kumhausen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 128 und im Bereich Handel und Verkehr 20 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 158 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1400. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 12 Betriebe.

In Folge einer entsprechenden Bewertung der Wirtschaftskraft der Gemeinde Kumhausen sind die Schlüsselzuweisungen von 454.760 Euro im Jahr 2015 um 7,3 Prozent auf 487.992 Euro für das Jahr 2016 gestiegen.[15]

Schlüsselzuweisungen
in Euro[15]
Zuweisungen an Jahr
2015 2016
Gemeinde Kumhausen 454.760 487.992

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 123 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Im Jahr 1999 bestanden 99 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2820 ha, davon waren 2619 ha Ackerfläche.

Breitbandausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern vom 10. Juli 2014 steht den Gemeinden ein Förderbetrag von mindestens 500.000 Euro und maximal 950.000 Euro zur Verfügung[16]; für Kumhausen beträgt dieser 860.000 Euro[17]. Im September 2015 schlossen die Gemeinden Adlkofen und Kumhausen eine Kooperationsvereinbung zum Breitbandausbau. Damit ist die Inanspruchnahme von zusätzlichen 50.000 Euro Fördermitteln möglich.[18]

Wohnen und Bauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jüngerer Zeit erfuhr vor allem Preisenberg eine starke Erweiterung.

Bodenrichtwerte 2011/2012[19]
Ortsteil Wohnbauflächen
ausgewiesene
Baugebiete
unbeplanter
Innenbereich
ausgewiesene
gewerbliche
Bauflächen
Ackerland
Kumhausen 270 € 270 € 7 €
Preisenberg 220 € 220 € 70 € 7 €
Eierkam 205 € 205 € 7 €
Obergangkofen 145 € 145 € 7 €
Grammelkam 140 € 110 € 7 €
Hachelstuhl 100 € 7 €
Götzdorf 100 € 7 €
Hohenegglkofen 110 € 110 € 7 €
Windten 100 € 7 €
Niederkam 110 € 7 €
Mantelkam 80 € 7 €
Untergangkofen 80 € 7 €

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute (Stand: 21. Februar 2014) liegt der Stromverbrauch in Kumhausen bei etwa 34.787 MWh/Jahr. Dem stehen etwa 8.264 MWh/Jahr auf dem Gebiet der Gemeinde produzierten Stromes aus regenerativen Energiequellen (erfasst über des EEG – Erneuerbare Energien Gesetz) entgegen. Damit liegt der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien bei 24 % (Zum Vergleich: Im Landkreis Landshut beträgt dieser Anteil 43 %.). Der größte Zubau fand in den Jahren 2009 bis 2012 statt.[20]

Biomasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Kumhausen gibt es keine Biomasseanlagen.[20]

Photovoltaik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast 8.264 MWh/Jahr Solarstrom werden auf dem Gebiet der Gemeinde Kumhausen mit 301 Anlagen auf Dächern von privaten wie gewerblich oder landwirtschaftlich genutzten Gebäuden produziert. Die installierte elektrische Leistung beträgt knapp 8 MWpeak.[20]

Windkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Potenzial für die Errichtung von Windkraftanlagen ist vorhanden. Mit Bescheid vom 13. Januar 2014 wurde von der Regierung von Niederbayern die Sechste Verordnung zur Änderung des Regionalplans Landshut für verbindlich erklärt, die die Verfügbarkeit von Flächen für die Windkraft regelt. Diese sieht ein Vorranggebiet aber keine Vorbehaltsgebiete für Kumhausen vor. Vorranggebiet für Windkraft ist demnach:

  • WK 52 Untergangkofen[21]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Kumhausen wurde im Juni 2015 mit der Errichtung einer Windkraftanlage begonnen. Diese hat eine Nabenhöhe von 137 Metern (Rotordurchmesser 126 Meter[22]). Sie soll Strom an die Stadtwerke Landshut liefern. Es handelt sich hier um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Landshut und dem Landkreis Landshut. Die Investitionskosten betragen 5,5 Millionen Euro.[23] Mit einem prognostizierten Ertrag zwischen 6,6 und 7 Millionen Kilowattstunden können zirka 2.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.[22] Die Anlage steht bei Weihbüchl und ist 20 Meter entfernt von der Grenze zur Stadt Landshut. Für die Aufnahme des Probebetriebs wurde der 9. September 2015 vorgesehen.[24]

Es gibt eine Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen.[25]

Wasserkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Kumhausen gibt es keine Wasserkraftanlagen.[20]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Kumhausen führt die Bundesstraße 15, welche auf dem Teilstück Landshut mit Rosenheim verbindet, und die Bundesstraße 299 von Landshut nach Altötting, die das Gemeindegebiet östlich des Ortes Kumhausen durchquert. Außerdem verläuft die Bahnstrecke Neumarkt-Sankt Veit–Landshut durch den Ort, von der sich allerdings seit der Stilllegung der Haltestelle Götzdorf kein Haltepunkt mehr innerhalb des Gemeindegebiets befindet. Die nächstgelegene Zusteigemöglichkeit stellt Landshut (Süd) dar.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 1999):

  • Kindergärten: 113 Kindergartenplätze mit 126 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 10 Lehrern und 208 Schülern

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Verbindung zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marlene Reidel, Künstlerin, lebte von 1960 bis zu ihrem Tod im Jahr 2014 in Obergangkofen
  • Rosi Steinberger, Agrarwissenschaftlerin und Politikerin, lebt seit 1995 in Kumhausen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kumhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek: bayerische-landesbibliothek-online.de Suchergebnis Kumhausen. Online auf bayerische-landesbibliothek-online.de. Abgerufen am 19. April 2014.
  3. BayHSTA München, Kurbayern Hofkammer, Conservatorium Camerale 120, Saalbuch von 1338 (bis 1377)
  4. nach der Gemeindensuchfunktion auf der Internetpräsenz der Erzdiözese München und Freising. Abgerufen am 16. Februar 2013.
  5. Kath. Pfarramt St. Margaret: Pfarrbrief - Ostern 2014. PDF. Online auf erzbistum-muenchen.de. Abgerufen am 7. Mai 2014.
  6. Erzbistum München: Strukturplan der Erzdiözese. Online auf erzbistum-muenchen.de. Abgerufen am 19. April 2014.
  7. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 508
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Kumhausen (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de. Abgerufen am 26. April 2014.
  9. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden in Bayern 2008 nach Gemeinden. Online auf wahlen.bayern.de. Abgerufen am 19. April 2014.
  10. a b Gemeinde Kumhausen: Ergebnis zur Gemeinderatswahl 2014 am 16. März 2014. Online auf kumhausen.de. Abgerufen am 19. April 2014.
  11. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 - 2006.
  12. a b Bayerischer Behördenwegweiser - Kumhausen: Mitgliedschaften in Zweckverbänden. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 28. Juli 2015.
  13. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Ergebnisse für einzelne Gemeinden, Landkreise, Regierungsbezirke und Bayern. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 19. April 2014.
  14. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Wahl der ersten Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte in Bayern. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 19. April 2014.
  15. a b Landshuter Zeitung: Vitaminspritze für finanzschwache Kommunen, 12. Dezember 2015.
  16. Bayerisches Ministerium für Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat: Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (Breitbandrichtlinie – BbR). Bekanntmachung vom 10. Juli 2014, Az.:75-O 1903-001-24929/14. PDF. Online auf schnelles-internet-in-bayern.de. Abgerufen am 28. Juli 2014.
  17. Landshuter Zeitung: Mehr Förderung für schnelles Internet, 21. Juli 2014.
  18. Landshuter Zeitung: Breitbandausbau: Gemeinden gemeinsam, 25. September 2015.
  19. Landratsamt Landshut (Gutachterausschuss): Aufstellung der Bodenrichtwerte für die Kalenderjahre 2011 und 2012. Online auf landkreis-landshut.de. Abgerufen am 20. Dezember 2014.
  20. a b c d EnergyMap.Info: Gemeinde Kumhausen. Online auf energymap.info. Abgerufen am 19. April 2014.
  21. Regionaler Planungsverband Landshut:Drucksache Nr. 2.1/25. März 2014 - Vorlage an den Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbandes Landshut - TOP 2.1: Sechste Verordnung zur Änderung des Regionalplanes Landshut; Aufstellung eines Kapitels B VI Energie/Teilbereich Wind Kenntnisnahme von der Verbindlicherklärung. PDF. Online auf region.landshut.org. Abgerufen am 18. April 2014.
  22. a b Landshut aktuell: Erste Turmteile der Windkraftanlage rollen an, 19. August 2015.
  23. Landshuter Wochenblatt: Windkraft in Landshut: Es geht los, 24. Juni 2015.
  24. Landshuter Zeitung: Wer Wind einfängt, erntet Strom, 29. August 2015.
  25. Landshuter Zeitung: Ökologie und der Infraschall, 20. September 2014.