Kumhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Kumhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kumhausen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 30′ N, 12° 10′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 418 m ü. NHN
Fläche: 37,04 km2
Einwohner: 5524 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 149 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84036
Vorwahlen: 0871, 08743, 08705, 08707
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 146
Gemeindegliederung: 49 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
84036 Kumhausen
Website: www.kumhausen.de
Erster Bürgermeister: Thomas Huber (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Kumhausen im Landkreis Landshut
AdlkofenAhamAltdorfAltfraunhofenBaierbachBayerbach bei ErgoldsbachBodenkirchenBruckbergBuch a.ErlbachEchingErgoldingErgoldsbachEssenbachFurthGeisenhausenGerzenHohenthannKröningKumhausenNeufahrnNeufraunhofenNiederaichbachObersüßbachPfeffenhausenPostauRottenburg a.d.LaaberSchalkhamTiefenbachVeldenVilsbiburgVilsheimWeihmichlWengWörth a.d.IsarWurmshamLandshutLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis ErdingLandkreis FreisingLandkreis KelheimLandkreis Mühldorf am InnLandkreis RegensburgLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild

Kumhausen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt unmittelbar südlich der Stadt Landshut, an dessen Stadtgebiet sich die Gemeinde nahtlos anschließt. Somit stellt Kumhausen eine Trabantengemeinde zum benachbarten Landshut dar.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 49 Gemeindeteile:[2][3]

Es gibt die Gemarkungen Götzdorf, Hohenegglkofen, Niederkam, Obergangkofen und Windten.

Das Rathaus von Kumhausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Eisenbahnbauarbeiten wurden Spuren 3000 Jahre alter Keltensiedlungen entdeckt.

„Chughenhusen“ wird zwischen 1161 und 1171 in den Traditionen des Kollegiatstifts Moosburg erstmals erwähnt. Der Name bedeutet vermutlich „Haus des Cogo“. Über „Kugenhusen“ und „Kugnhausn“ entwickelte sich der Ortsname bis 1819 zu „Kumhausen“. Auch die übrigen Ortsnamen des Gemeindegebietes sind fast alle aus Personennamen hergeleitet. Als älteste Kirche wurde 842 die von Preisenberg erwähnt. Die Pfarrkirche Grammelkam, die späteren Pfarrkirchen von Hohenegglkofen und Obergangkofen sowie die Filialkirche Götzdorf wurden 1315 erstmals genannt. Der Hof Kumhausen unterstand im 13. Jahrhundert dem Schergenamt Helmsdorf. 1338 finden sich je ein Hof in „Kugenhausen“, „Kugenperg“, „Chupfmül“, „Preisenperg“ und „Romelkeim“ im Besitz der wittelsbacher Herzöge, dem „Ambt Herding“ zugehörig.[4] Das Gemeindegebiet war fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägt. Nur in Kumhausen wurden seit dem 15. Jahrhundert Ziegelsteine gebrannt. Der städtische Ziegelmeister von Landshut bezahlte laut Rechnungsbüchern wiederholt Geld für Ziegelsteine zum Bau der Martinskirche aus den „Ziegelstädten zu Perg und Kumhausen“.

Kumhausen gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern. Der heutige Gemeindeteil Obergangkofen bildete eine Hofmark die zuletzt den Freiherren v. Edlmar und anschließend den Walser von Syrenburg gehörte. Hohenegglkofen lag im Landgericht Teisbach. Mit den Gemeindeedikten von 1808 und 1818 entstanden mehrere politische Gemeinden auf dem heutigen Gemeindegebiet. Der Ort Kumhausen gehörte dabei der Gemeinde Niederkam an.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindeangehörigen sind mehrheitlich katholisch. Für das Gemeindegebiet besteht der Pfarrverband Kumhausen, der dem Dekanat Landshut der Erzdiözese München und Freising angehört. Eine weitere Vereinigung mit der benachbarten Pfarrei St. Margaret-Achdorf, Dekanat Landshut erzbischöflichen Anteils, wurde nach etwas über ein Jahr dauerndem Vorlauf zum 1. Mai 2014 mit der Gründung des „Pfarrverbandes Achdorf-Kumhausen“ formell vollzogen. Pfarrer ist Alexander Blei.[5] Die Umgruppierung ins Dekanat Landshut ist ebenfalls vorgesehen.[6]

Die einzelnen Pfarreien sind St. Petrus in Grammelkam, St. Ulrich in Obergangkofen und St. Johannes Baptist in Hohenegglkofen. Grammelkam hat Filialen in Preisenberg und Rammelkam; dem Pfarrsprengel gehören der Hauptort Kumhausen und der ehemalige Hauptort Niederkam an. Obergangkofen hat eine Filiale in der ehemaligen Gemeinde Götzdorf, Hohenegglkofen in Weihbüchl sowie in dem zur Gemeinde Adlkofen (deren erzbischöflichen Anteil ausmachend) gehörenden Jenkofen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern entstand am 1. Januar 1971 die heutige Gemeinde Kumhausen durch den Zusammenschluss der Gemeinden Götzdorf, Niederkam, Obergangkofen und Windten. Eher unüblicherweise wurde ein völlig neuer Gemeindesitz gewählt: das durch die Erweiterung des benachbarten Landshut, in das es nahtlos übergeht, stark angewachsene Kumhausen. Am 1. Januar 1972 kam ein Teil der aufgelösten Gemeinde Hohenegglkofen hinzu.[7] Im selben Jahr wurden Teile der ehemaligen Gemeinden Niederkam, Götzdorf und Hohenegglkofen an die Stadt Landshut abgegeben.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt:

Stand Einwohner
1960 1808
1970 2411
1980 3243
1990 3574
1995 3812
2000 4356
2005 4745
Stand Einwohner
2006 4827
2007 4953
2008 4952
2009 4932
2010 5161
2011 5106
2012 5200
Stand Einwohner
2013 5245
2014 5330
2015 5351
2016 5351
2017 5419
2018 5421

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 2578 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 92,97 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren wuchs die Einwohnerzahl um 10,86 (4,80) Prozent.

Altersstruktur der Bevölkerung Kumhausens gemäß Zensus 2011.
Alter Einwohner nach Alter[8]
jünger als 18 21,0 %
18 bis 29 12,3 %
30 bis 49 32,7 %
50 bis 64 19,3 %
älter als 65 14,7 %

Politik und Öffentliche Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2020
Wahlbeteiligung: 60,26 %
(2014: 55,15 %)
 %
50
40
30
20
10
0
49,22 %
23,54 %
23,22 %
4,03 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+12,13 %p
−9,79 %p
+2,99 %p
+4,03 %p

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Gemeinderatswahlen in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten dann noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum begangen.[9]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1,974 Mio. Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 2,03 Mio. Euro.

Mitgliedschaften in Zweckverbänden:[10]

  • Regionaler Planungsverband Landshut
  • Schulverband Geisenhausen
  • Schulverband Kronwinkl
  • Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern
  • Zweckverband Wasserversorgung Isar-Vils

Außerdem nimmt sie teil am Dialogforum Ost-Süd-Umfahrung Landshut.

Die Gemeindeverwaltung erbringt 304 verschiedene behördliche Leistungen.[10]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahlen seit 2008 ergaben folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen:

Partei/Liste 2020[11] 2014[12][13] 2008
% Sitze % Sitze % Sitze
CSU 23,54 5 33,33 7 42,9 7
Freie Wähler 49,22 10 37,09 7 34,2 5
Grüne 23,22 4 20,23 4 22,9 4
FDP 4,03 1
SPD/Bürger für Kumhausen 9,34 2
Gesamt 100 20 100 20 100 16
Wahlbeteiligung 60,26 % 55,15 % 59,5 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Thomas Huber (Freie Wähler).[14] Er wurde im Mai 2012 Nachfolger von Josef Nagl (CSU).[15]

Ehemalige Bürgermeister
Amtszeit Bürgermeister
bis 2012 Josef Nagl

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gde. Kumhausen
Blasonierung: „Über von Silber und Blau gespaltenem Fünfberg gespalten von Blau und Silber; vorne schräg gekreuzt ein silberner Kreuzstab und ein silberner Schlüssel, hinten ein schwarzer Bocksrumpf, der in den Vorderfüßen eine schwarze Hellebarde hält.“[16]

Dieses Wappen wird seit 1980. geführt.

Wappenbegründung: Der Fünfberg im Schildfuß erinnert an die Bildung der Gemeinde Kumhausen aus den fünf ehemals selbstständigen Gemeinden Niederkam, Windten, Obergangkofen, Götzdorf und Hohenegglkofen im Zuge der kommunalen Gebietsreform 1971/72. Der Bocksrumpf mit der Hellebarde entstammt dem Wappen der von Walser, seit 1792 Inhaber der Hofmark Obergangkofen (ab 1813/20 Orts- bzw. Patrimonialgericht), zu der ein Teil des heutigen Gemeindegebiets gehörte. Dieses Emblem verweist damit stellvertretend auf die historische Zugehörigkeit weiterer Orte der Gemeinde zur Adelshofmark Windten. Der Kreuzstab, Attribut des heiligen Johannes, ist aus dem Gemeindewappen der ehemaligen Gemeinde Hohenegglkofen übernommen und repräsentiert das Patrozinium der dortigen Pfarrkirche. Der Schlüssel weist als Attribut des heiligen Petrus auf den Patron der Pfarrei Grammelkam hin. Die Tingierung in den wittelsbachischen Landesfarben Silber und Blau unterstreicht die Tatsache, dass ein Großteil des Gemeindegebiets unmittelbar den landesherrlichen Gerichten Erding, Geisenhausen und Teisbach unterstand.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Polen Polen: Seit 2003 besteht Kontakt mit der polnischen Gemeinde Tworóg in Schlesien. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung vom 13. April 2004 die Partnerschaftserklärung, welche am 1. Mai 2004 von den Bürgermeistern Josef Nagl und Andrzej Ecler unterzeichnet wurde. Ende September 2006 wurde der Partnerschaftsverein Kumhausen-Tworóg gegründet.
  • Italien Italien: Am 4. Oktober 2014 wurde in Kumhausen der Partnerschaftsvertrag mit der in den Marken gelegenen italienischen Stadt Monteprandone (Provinz Ascoli Piceno) durch die Bürgermeister Thomas Huber und Stefano Stracci unterzeichnet. Von Kumhausener Seite betreut und organisiert die Arbeitsgruppe "Amici di Monteprandone" die deutsch-italienische Städtepartnerschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 128 und im Bereich Handel und Verkehr 20 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 158 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1400. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 12 Betriebe.

In Folge einer entsprechenden Bewertung der Wirtschaftskraft der Gemeinde Kumhausen sind die Schlüsselzuweisungen von 109.240 Euro im Jahr 2019 auf 0 Euro für das Jahr 2020 zurückgegangen.

Schlüsselzuweisungen
in Euro[17]
Zuweisungen an Jahr
2015 2016 2017 2018 2019 2020
Gemeinde Kumhausen 454.760 487.992[17] 348.472[18] 238.208[19] 109.240[20] 0[21]

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 123 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Im Jahr 1999 bestanden 99 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2820 ha, davon waren 2619 ha Ackerfläche.

Breitbandausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern vom 10. Juli 2014 steht den Gemeinden ein Förderbetrag von mindestens 500.000 Euro und maximal 950.000 Euro zur Verfügung;[22] für Kumhausen beträgt dieser 860.000 Euro.[23] Im September 2015 schlossen die Gemeinden Adlkofen und Kumhausen eine Kooperationsvereinbung zum Breitbandausbau. Damit ist die Inanspruchnahme von zusätzlichen 50.000 Euro Fördermitteln möglich.[24]

Wohnen und Bauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jüngerer Zeit erfuhr vor allem Preisenberg eine starke Erweiterung.

Bodenrichtwerte 2011/2012[25]
Gemeindeteil Wohnbauflächen
ausgewiesene
Baugebiete
unbeplanter
Innenbereich
ausgewiesene
gewerbliche
Bauflächen
Ackerland
Kumhausen 270 € 270 € 7 €
Preisenberg 220 € 220 € 70 € 7 €
Eierkam 205 € 205 € 7 €
Obergangkofen 145 € 145 € 7 €
Grammelkam 140 € 110 € 7 €
Hachelstuhl 100 € 7 €
Götzdorf 100 € 7 €
Hohenegglkofen 110 € 110 € 7 €
Windten 100 € 7 €
Niederkam 110 € 7 €
Mantelkam 80 € 7 €
Untergangkofen 80 € 7 €

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Februar 2014 lag der Stromverbrauch in Kumhausen bei etwa 34.787 MWh/Jahr. Dem stehen etwa 8.264 MWh/Jahr auf dem Gebiet der Gemeinde produzierten Stromes aus regenerativen Energiequellen (erfasst über das EEG – Erneuerbare Energien Gesetz) gegenüber. Damit liegt der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien bei 24 % (Zum Vergleich: Im Landkreis Landshut beträgt dieser Anteil 43 %). Der größte Zubau fand in den Jahren 2009 bis 2012 statt.[26]

Biomasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Kumhausen gibt es keine Biomasseanlagen.[26]

Photovoltaik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast 8264 MWh/Jahr Solarstrom werden auf dem Gebiet der Gemeinde mit 301 Anlagen auf Dächern von privaten wie gewerblich oder landwirtschaftlich genutzten Gebäuden produziert. Die installierte elektrische Leistung beträgt knapp 8 MWpeak.[26]

Windkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Potenzial für die Errichtung von Windkraftanlagen ist vorhanden. Mit Bescheid vom 13. Januar 2014 wurde von der Regierung von Niederbayern die Sechste Verordnung zur Änderung des Regionalplans Landshut für verbindlich erklärt, die die Verfügbarkeit von Flächen für die Windkraft regelt. Diese sieht ein Vorranggebiet aber keine Vorbehaltsgebiete für Kumhausen vor. Vorranggebiet für Windkraft ist demnach WK 52 Untergangkofen.[27]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Kumhausen wurde im Juni 2015 mit der Errichtung einer Windkraftanlage begonnen. Sie hat eine Nabenhöhe von 137 Metern (Rotordurchmesser 126 Meter[28]) und soll Elektrizität an die Stadtwerke Landshut liefern. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Landshut und dem Landkreis Landshut. Die Investitionskosten betragen 5,5 Millionen Euro.[29] Mit einem prognostizierten Ertrag zwischen 6,6 und 7 Millionen Kilowattstunden können zirka 2000 Haushalte mit Strom versorgt werden.[28] Die Anlage steht bei Weihbüchl und ist 20 Meter entfernt von der Grenze zur Stadt Landshut. Für die Aufnahme des Probebetriebs wurde der 9. September 2015 vorgesehen.[30]

Es gibt eine Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen.[31]

Wasserkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es keine Wasserkraftanlagen.[26]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Kumhausen führt die Bundesstraße 15, welche auf dem Teilstück Landshut mit Rosenheim verbindet, und die Bundesstraße 299 von Landshut nach Altötting, die das Gemeindegebiet östlich des Ortes Kumhausen durchquert. Außerdem verläuft die Bahnstrecke Neumarkt-Sankt Veit–Landshut durch den Ort, von der sich allerdings seit der Stilllegung der Haltestelle Götzdorf kein Haltepunkt mehr innerhalb des Gemeindegebiets befindet. Die nächstgelegene Zusteigemöglichkeit stellt Landshut (Süd) dar.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 113 Kindergartenplätze mit 126 Kindern
  • Volksschulen: Marlene-Reidel-Grundschule mit 10 Lehrern und 208 Schülern
  • Kinderkrippe: Kumhausener Storchennest, Eröffnung September 2008, maximal 40 Kinder in 3 Gruppen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Fürst († 2016), Altbürgermeister[32]

Persönlichkeiten mit Verbindung zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marlene Reidel (1923–2014), Künstlerin, lebte von 1960 bis zu ihrem Tod im Jahr 2014 in Obergangkofen
  • Rosi Steinberger (* 1960), Agrarwissenschaftlerin und Politikerin, Landtagsabgeordnete (Die Grünen), lebt seit 1995 in Kumhausen
  • Norbert Kraut (* 1965), Wissenschaftler und Krebsforscher, lebt seit 2008 in der Gemeinde Kumhausen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kumhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kumhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 27. April 2021.
  3. Gemeinde Kumhausen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 31. Dezember 2021.
  4. BayHSTA München, Kurbayern Hofkammer, Conservatorium Camerale 120, Saalbuch von 1338 (bis 1377)
  5. Kath. Pfarramt St. Margaret: Pfarrbrief – Ostern 2014 (Memento vom 8. Mai 2014 im Internet Archive). PDF. Online auf erzbistum-muenchen.de. Abgerufen am 7. Mai 2014.
  6. Erzbistum München: Strukturplan der Erzdiözese (Memento vom 19. April 2014 im Internet Archive). Online auf erzbistum-muenchen.de. Abgerufen am 19. April 2014.
  7. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 508.
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Kumhausen (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de. Abgerufen am 26. April 2014.
  9. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 – 2006.
  10. a b Bayerischer Behördenwegweiser – Kumhausen: Mitgliedschaften in Zweckverbänden, online auf www.verwaltungsservice.bayern.de, abgerufen am 2. November 2019.
  11. Gemeinde Kumhausen – Kommunalwahl 2020. Abgerufen am 3. Dezember 2020.
  12. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden in Bayern 2008 nach Gemeinden. Online auf wahlen.bayern.de. Abgerufen am 19. April 2014.
  13. Gemeinde Kumhausen: Ergebnis zur Gemeinderatswahl 2014 am 16. März 2014. Online auf kumhausen.de. Abgerufen am 19. April 2014.
  14. Der Gemeinderat. Gemeinde Kumhausen, abgerufen am 5. September 2020.
  15. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Wahl der ersten Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte in Bayern. Online auf statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 19. April 2014.
  16. Eintrag zum Wappen von Kumhausen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  17. a b Landshuter Zeitung: Vitaminspritze für finanzschwache Kommunen, 12. Dezember 2015
  18. Landshuter Zeitung: Schlüsselzuweisungen 2017 der Gemeinden, 17. Dezember 2016
  19. Landshuter Zeitung: Schlüsselzuweisungen 2018, 20. Januar 2018.
  20. Landshuter Zeitung: Schlüsselzuweisungen 2019, 15. Februar 2019.
  21. Landshuter Zeitung: Kräftige Finanzspritze für die Region, 13. Dezember 2019.
  22. Bayerisches Ministerium für Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat: Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (Breitbandrichtlinie – BbR). Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat vom 10. Juli 2014, Az. 75 - O 1903 - 001 - 24 929/14. Zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 29. Juli 2019 (BayMBl. Nr. 305). Auf Gesetze-Bayern.de, abgerufen am 25. Oktober 2020.
  23. Landshuter Zeitung: Mehr Förderung für schnelles Internet. 21. Juli 2014.
  24. Landshuter Zeitung: Breitbandausbau: Gemeinden gemeinsam. 25. September 2015.
  25. Landratsamt Landshut (Gutachterausschuss): Aufstellung der Bodenrichtwerte für die Kalenderjahre 2011 und 2012. Online auf landkreis-landshut.de, abgerufen am 20. Dezember 2014
  26. a b c d EnergyMap.Info: Gemeinde Kumhausen. Online auf energymap.info, abgerufen am 19. April 2014
  27. Regionaler Planungsverband Landshut:Drucksache Nr. 2.1/25. März 2014 – Vorlage an den Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbandes Landshut – TOP 2.1: Sechste Verordnung zur Änderung des Regionalplanes Landshut; Aufstellung eines Kapitels B VI Energie/Teilbereich Wind Kenntnisnahme von der Verbindlicherklärung. PDF auf region.landshut.org, abgerufen am 18. April 2014
  28. a b Landshut aktuell: Erste Turmteile der Windkraftanlage rollen an, 19. August 2015
  29. Landshuter Wochenblatt: Windkraft in Landshut: Es geht los, 24. Juni 2015
  30. Landshuter Zeitung: Wer Wind einfängt, erntet Strom, 29. August 2015
  31. Landshuter Zeitung: Ökologie und der Infraschall, 20. September 2014
  32. Landshuter Zeitung: Das vierte Quartal 2016 im Kurzüberblick – Oktober, 2. Januar 2017.