Air Dolomiti

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Air Dolomiti S.p.A. Linee Aeree Regionali Europee
Logo der Air Dolomiti
Embraer 195 der Air Dolomiti
IATA-Code: EN
ICAO-Code: DLA
Rufzeichen: DOLOMITI
Gründung: 1987
Sitz: Verona, ItalienItalien Italien
Drehkreuz:

Flughafen München

Heimatflughafen:

Flughafen Verona

Unternehmensform: S.p.A.
IATA-Prefixcode: 101
Vielfliegerprogramm: Miles & More
Flottenstärke: 11
Ziele: national und international
Website: www.airdolomiti.de

Air Dolomiti ist eine italienische Regionalfluggesellschaft mit Sitz in Verona und Basis auf dem Flughafen Verona. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Lufthansa sowie Teil des Verbundes Lufthansa Regional.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bombardier Dash 8Q-300 der Air Dolomiti im Jahr 1993

Air Dolomiti wurde 1987 durch den Eisen- und Stahlkonzern Gruppo Leali in Triest gegründet, ihr Name ist von den Dolomiten abgeleitet. Im Januar 1991 startete die Fluggesellschaft mit einer Bombardier Dash 8Q-300 regionale Flüge von Triest nach Genua und 1992 internationale Flüge von Verona, Venedig und Bari nach München, Lugano und Barcelona. 1994 ersetzen fünf ATR 42-300 die drei Dash 8 und es wurden Kooperationsabkommen mit Lufthansa und Crossair geschlossen. Im Herbst 1995 kam die erste ATR 42-500, ab 1998 die erste ATR 72 und später mit der Fokker 100 das erste Strahlflugzeug zur Flotte.

Im September 1999 erwarb Lufthansa 26 Prozent des Aktienkapitals der Fluggesellschaft, im Juni 2001 folgte der Börsengang und im April 2003 stockte Lufthansa ihren Anteil zunächst auf 51,9 %, im November 2003 dann auf 100 % auf, womit Air Dolomiti Teil der Lufthansa Group wurde.

Im April 2004 erhielt Air Dolomiti ihre erste ATR 72-500 und am 27. Januar 2009 ihre erste Embraer 195, die die zwischenzeitlich eingesetzten BAe 146-300 ersetzten.[1] Im Dezember 2012 wurde berichtet, dass Air Dolomiti plane, die bis dato elf ATR 72-500 durch weitere fünf Embraer 195 zu ersetzen.[2]

Im Mai 2013 stellte Air Dolomiti mit der Route VeronaWien ihre einzige Verbindung nach Österreich ein.[3] Flüge in die Schweiz wurden bereits zuvor aufgegeben. Grund hierfür sowie für die sukzessive Einstellung einiger weiterer Strecken und dadurch letztendlich der Konzentration auf den Standort München ist die Ausmusterung der Turboprops innerhalb der Lufthansa Group.[4]

Am 26. Oktober 2013 führte Air Dolomiti schließlich zwischen München und Triest ihren letzten Flug mit einer Turboprop-Maschine durch. Die verbliebenen ATR 72-500 wurden ausgemustert.[5]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Air Dolomiti führt von ihrem Drehkreuz in München Flüge zu Zielen in Italien durch. Dabei werden einige Routen unter eigenem Namen vermarktet während andere als Teil von Lufthansa Regional durchgeführt werden.[6]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige ATR 72-500 der Air Dolomiti

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Mai 2017 besteht die Flotte der Air Dolomiti aus elf Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 6,4 Jahren:[7]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen Sitzplätze[8]
Embraer 195 11 I-ADJS in 25 Jahre-Sonderbemalung 120

Alle Flugzeuge der Gesellschaft sind als Hommage an die Stadt Verona und ihr antikes Amphitheater Arena di Verona nach Opern berühmter italienischer Komponisten benannt.[9]

Ehemalige Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Vergangenheit setzte Air Dolomiti unter anderem flogende Flugzeugtypen ein:[10]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Air Dolomiti verzeichnet in ihrer Geschichte drei Zwischenfälle:[11]

  • Am 24. August 2008 kam es auf dem Rollfeld des Flughafens München zu einem Fahrwerksbrand bei einer ATR 72-500 (Luftfahrzeugkennzeichen I-ADLM) der bereits Startfreigabe erteilt worden war. Um die Kollision mit einem sich im Landeanflug befindlichen Flugzeug zu verhindern, wurde die Maschine zum Abbruch des Starts und sofortigen Verlassen der Startbahn aufgefordert. Die ATR 72-500 parkte auf dem Rollhalt B14, wo die Besatzung eine erhöhte Bremsentemperatur feststellte. Die Passagiere wurden evakuiert und der Brand gelöscht. Ursachen des Brandes waren ein gerissener und zwei deformierte Bremszylinder am inneren Rad des linken Fahrwerks. Diese Beschädigungen gingen auf Überhitzung zurück.[12]
  • Am 17. Mai 2012 musste eine ATR 72-500 (Luftfahrzeugkennzeichen I-ADCD) auf dem Flughafen München notlanden. Ungefähr 15 Minuten nach dem Start um 13:34 Uhr bildete sich Rauch in der Kabine des Flugzeugs. Kurz vor der Landung kam es zu einer Feuerwarnmeldung für das rechte Triebwerk, welches daraufhin abgeschaltet wurde. Nachdem die Maschine aufgesetzt hatte, kam sie aufgrund einer Blockade der Seitenrudersteuerung von der Landebahn ab, rutschte 90 Meter über eine Wiese und kam ca. 60 Meter vor dem Zaun des Flughafengeländes mit beschädigtem Bugfahrwerk zum Stehen. Die an Bord befindlichen 62 Personen, davon vier Crewmitglieder, wurden evakuiert. Fünf Passagiere wurden leicht verletzt; einige klagten über Kreislaufprobleme. Die betroffene Landebahn musste eine Stunde komplett gesperrt werden, es kam zu Verspätungen, Umleitungen und mehreren Flugstreichungen.[13][14]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Air Dolomiti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Generationswechsel zum Jubiläum - Air Dolomiti übernimmt erste Embraer 195. In: FlugRevue. April 2009, S. 26–29.
  2. Nachrichten aus aller Welt. airliners.de, 14. Dezember 2012, abgerufen am 16. Dezember 2012.
  3. airliners.de – Air Dolomiti streicht Flüge zwischen Verona und Wien, 24. Mai 2013
  4. airliners.de – Air Dolomiti streicht letzte Verbindung nach Frankfurt, 11. September 2013
  5. austrianaviation.net – Lufthansa: Letzter Propellerflug, 25. Oktober 2013
  6. airdolomiti.de – Flüge nach Italien abgerufen am 22. Mai 2017
  7. ch-aviationAir Dolomiti (englisch), abgerufen am 22. Mai 2017
  8. lufthansa.com – Sitzpläne und technische Daten unserer Flotte abgerufen am 22. Mai 2017
  9. Taufnamen der Lufthansa Regional. Abgerufen am 13. März 2016.
  10. Air Dolomiti Fleet Details and History. In: planespotters.net. Abgerufen am 22. Mai 2017 (englisch).
  11. Daten über die Fluggesellschaft Air Dolomiti im Aviation Safety Network
  12. Kostrzewa: Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), Aktenzeichen: AX003-08 v. 6. August 2015. BFU, 6. August 2015, abgerufen am 6. April 2016.
  13. Simon Hradecky: Accident: Dolomiti AT72 at Munich on May 17th 2012, smoke in cockpit, engine problem, runway excursion on landing. In: The Aviation Herald. 18. Mai 2012, abgerufen am 12. März 2016.
  14. Zwischenbericht. In: Bulletin Mai 2012. BFU, 2012, S. 48-55, abgerufen am 20. März 2016 (PDF).