Kesseling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kesseling
Kesseling
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kesseling hervorgehoben
Koordinaten: 50° 29′ N, 7° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Altenahr
Höhe: 228 m ü. NHN
Fläche: 31,17 km2
Einwohner: 602 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km2
Postleitzahl: 53506
Vorwahl: 02647
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 039
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Roßberg 3
53505 Altenahr
Webpräsenz: www.ortsgemeinde-kesseling.de
Ortsbürgermeister: Guido Schmitz
Lage der Ortsgemeinde Kesseling im Landkreis Ahrweiler
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Über dieses Bild

Kesseling ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenahr an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kesseling liegt acht Kilometer südwestlich der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Tal des Kesselinger Bachs. Er entsteht mitten in der Ortschaft aus dem Zusammenfluss von Herschbach und Staffeler Bach und mündet vier Kilometer westlich bei Ahrbrück in die Ahr. Naturräumlich lässt sich das Gemeindegebiet dem Südlichen Ahrbergland zuordnen, das sich durch tief eingeschnittene weit verzweigte Täler kennzeichnet. Im Süden erstreckt sich das Gemeindegebiet über den Kesselinger Wald und erreicht auf dem 583 m ü. NHN hohen Hundsburgskopf seinen höchsten Bodenpunkt. Mit seinen mehr als 31 km² Fläche ist Kesseling die gebietsmäßig größte Ortsgemeinde innerhalb der Verbandsgemeinde Altenahr.

Zu Kesseling gehören die Ortsteile Kesseling, Staffel und Weidenbach sowie die Wohnplätze Thomich und Haus Sonnenhard,[2] sowie die Wüstung Kranscheid.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 762 in zwei Urkunden am 10. Juli 762[3] und am 13. August 762[4]. Dies waren Schenkungen des Frankenkönigs Pippin des Jüngeren an die Abtei Prüm. Die Klosterzelle Casleoca war maßgeblich an der Christianisierung der Ahrregion und der nördlichen Eifel beteiligt. Außerdem führten die Mönche den Weinanbau in der Region ein. Damals wird die Klosterzelle Casleoca mit einem Wald (Mellere = Mellerberg) als Besitz der Abtei genannt. Im Jahre 772 wird die Pfarrkirche St. Petrus in Kesseling erstmals erwähnt.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war die Abtei Prüm der einzige Grundherr in Kesseling, seit 1576 hatte Kurtrier die Landeshoheit.

Nach dem Einmarsch französischer Truppen, infolge der Französischen Revolution, ins Rheinland kam Kesseling zur Mairie Brück im Kanton Ahrweiler des Arrondissements Bonn (Rhein-Mosel-Departement).

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es Pläne, das Dorf für die Erweiterung des Luftwaffenübungsplatzes Ahrbrück aufzugeben. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg wurden diese Pläne aber aufgegeben.

Am 1. März 1972 wurden die beiden Gemeinden Kesseling (seinerzeit 509 Einwohner) und Staffel (213 Einwohner) zur neuen Gemeinde Kesseling zusammengeschlossen.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kesseling bezogen auf das heutige Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6][1]

Jahr Einwohner
1815 488
1835 582
1871 567
1905 601
1939 618
1950 601
Jahr Einwohner
1961 655
1970 718
1987 694
1997 659
2005 631
2016 602

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kesseling, das Dorf
Blick über Kesseling zur Kirche

Der Gemeinderat in Kesseling besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]

Wahl CDU FWG Gesamt
2014 5 7 12 Sitze
2009 4 8 12 Sitze
2004 5 7 12 Sitze
  • FWG = FWG Kesseling-Staffel-Weidenbach e. V.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landgasthof Steinerberghaus hoch über Kesseling (531 m ü. NHN)

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kesseling

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kesseling – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018, S. 6 (PDF; 2,2 MB).
  3. Regesta Imperii RI I n. 94 vom 10. Juli 762 (online; abgerufen am 30. Juli 2017).
  4. Regesta Imperii RI I n. 95 vom 13. August 762 (online; abgerufen am 30. Juli 2017).
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 182 (PDF; 2,6 MB). i Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Steinerberghaus beschert seit 100 Jahren Gipfelglück hoch über der Ahr. In: Rhein-Zeitung. 28. Februar 2011, abgerufen am 21. Oktober 2017.