Königsfeld (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Königsfeld
Königsfeld (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Königsfeld hervorgehoben
Koordinaten: 50° 30′ N, 7° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Brohltal
Höhe: 272 m ü. NHN
Fläche: 7,2 km2
Einwohner: 673 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km2
Postleitzahl: 53426
Vorwahl: 02646
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 041
Adresse der Verbandsverwaltung: Kapellenstraße 12
56651 Niederzissen
Webpräsenz: www.koenigsfeld-eifel.de
Ortsbürgermeister: Hans-Josef Zipp (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Königsfeld im Landkreis Ahrweiler
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Über dieses Bild
Dorfmitte

Königsfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Brohltal an, die ihren Verwaltungssitz in Niederzissen hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königsfeld liegt im Vinxtbach-Tal. Zu Königsfeld gehören auch die Wohnplätze Landgut Leyerhof und Ölmühle.[2] Das Gemeindegebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet „Rhein-Ahr-Eifel“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königsfeld wurde am 19. Mai 992 erstmals urkundlich erwähnt, als König Otto III. seinen Getreuen, den Brüdern Sigibodo und Richwin, den Bannforst zu „Cuningesvelt“ schenkte. Am 7. Oktober 1226 übergab König Heinrich VII. dem Gerichin von Sinzige das Patronatsrecht von „Kuningsfelt“. In einer Urkunde aus dem Jahr 1276 wird der Ort „Conixfelt“ genannt. 1335 wird die Wasserburg zu „Cunisfelt“ urkundlich zum ersten Mal erwähnt.[3] 1336 bekam Königsfeld die Stadtrechte verliehen und wurde später sogar zum Hauptort der Herrschaft Königsfeld, zu dem neben Königsfeld auch Dedenbach und zeitweise auch Schalkenbach und Vinxt gehörten. Diese Herrschaft einschließlich der in Königsfeld gelegenen ehemaligen Wasserburg gehörte zunächst dem Reichsritter von der Landskron und später (um 1700) den Waldbott von Bassenheim. Die Königsfelder Schreiner Philipp Zipp und Henrich Zipp waren 1784 maßgeblich an einem Überfall auf den Ort Vinxt, der als Teil der Herrschaft Landskron durch einen Gebietstausch 1659 an das Herzogtum Jülich und als Teil dessen an Kurpfalz gekommen war, beteiligt. Der Ortsbürgermeister Hans-Josef Zipp entstammt derselben Familie Zipp.

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Verwaltung war Königsfeld Hauptort (chef-lieu) einer Mairie im Kanton Wehr, der dem Arrondissement Bonn und dem Rhein-Mosel-Departement zugeordnet war. Nach den auf dem Wiener Kongress geschlossenen Verträgen kam die Region, damit auch Königsfeld, 1815 zum Königreich Preußen. Königsfeld wurde 1816 Sitz der gleichnamigen Bürgermeisterei im Kreis Ahrweiler, der Teil des Regierungsbezirks Coblenz und von 1822 an der Rheinprovinz war. 1930 wurde der Sitz der inzwischen (1927) in „Amt“ umbenannten Bürgermeisterei nach Niederzissen verlegt.

Seit 1946 gehört die Gemeinde zum Land Rheinland-Pfalz und seit 1969 der Verbandsgemeinde Brohltal an.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Königsfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][4]

Jahr Einwohner
1815 388
1835 381
1871 437
1905 357
1939 365
1950 364
Jahr Einwohner
1961 350
1970 361
1987 477
1997 622
2005 628
2015 673

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Königsfeld besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeitiger Ortsbürgermeister ist Hans-Josef Zipp.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Nikolaus

Die Pfarrkirche St. Nikolaus mit ältesten Bauteilen aus dem 13. Jahrhundert und einem stattlichen Westturm. Im Inneren eine Madonna aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Bereits 1226 überträgt König Heinrich VII. dem Gerhard von Landskron die Patronatsrechte über Königsfeld.

In der Kirche ist ein Modell ausgestellt, das die ehemalige Stadt mit Stadtmauer und Wasserschloss (abgerissen 1830, die Steine wurden zum Bau des alten Schulgebäudes benutzt) darstellt.

Zudem sehenswert ist der geschlossene Dorfkern mit schönen Fachwerkhäusern und ein jüdischer Friedhof am Waldrand.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Königsfeld

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Kirchengemeinde Königsfeld gehören Königsfeld, Dedenbach, Schalkenbach, Vinxt und Rodder im Rheinland.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Königsfelder Umgebung eignet sich ideal zum Wandern. Die Köngsfelder Dorfmitte ist der Startpunkt einer „Keramikroute“, einem Wanderweg, der mit vielen keramischen Kunstwerken geschmückt ist und durch einen großen Teil des Vinxtbachtales führt.

Vereinsleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Leben in Königsfeld ist geprägt durch ein Angebot an Vereinen. Jung und Alt kann sich bei der DJK Königsfeld e. V. sportlich betätigen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben sich im Junggesellenverein zusammengeschlossen, der auch die jährliche Kirmes ausrichtet. Weitere bedeutende Vereine sind die Freiwillige Feuerwehr, der Schützenverein St. Hubertus, die Künnisfelder Möhnen, Os Künnisfeld, die Frauengemeinschaft, der Kirchenchor, der Handwerkerstammtisch und die Schwazz Bozze.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Königsfeld (Eifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 7 (PDF; 2,3 MB)
  3. Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier, Bischöfliches General-Vikariat, 1887, S. 389 (www.dilibri.de)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen