Brohl-Lützing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Brohl-Lützing
Brohl-Lützing
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Brohl-Lützing hervorgehoben
Koordinaten: 50° 29′ N, 7° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Bad Breisig
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 9,23 km2
Einwohner: 2492 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56656
Vorwahlen: 02633, 02636Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 014
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bachstraße 11
53498 Bad Breisig
Webpräsenz: www.bad-breisig.de
Ortsbürgermeister: Michael Richard Schäfer
Lage der Ortsgemeinde Brohl-Lützing im Landkreis Ahrweiler
RemagenGrafschaft (Rheinland)Bad Neuenahr-AhrweilerSinzigBad BreisigBrohl-LützingGönnersdorf (bei Bad Breisig)Waldorf (Rheinland-Pfalz)BurgbrohlWassenachGleesNiederzissenWehr (Eifel)GalenbergOberzissenBrenkKönigsfeld (Eifel)SchalkenbachDedenbachNiederdürenbachOberdürenbachWeibern (Eifel)KempenichHohenleimbachSpessart (Brohltal)HeckenbachKesselingKalenborn (bei Altenahr)Berg (bei Ahrweiler)KirchsahrLind (bei Altenahr)RechDernauMayschoßAltenahrAhrbrückHönningenKaltenbornAdenauHerschbroichMeuspathLeimbach (bei Adenau)DümpelfeldNürburg (Gemeinde)Müllenbach (bei Adenau)QuiddelbachHümmelOhlenhardWershofenArembergWiesemscheidKottenbornWimbachHonerathBauler (Landkreis Ahrweiler)SenscheidPomsterDankerathTrierscheidBarweilerReifferscheidSierscheidHarscheid (bei Adenau)DorselHoffeld (Eifel)WirftRodderMüschEichenbachAntweilerFuchshofenWinnerathInsulSchuld (Ahr)Nordrhein-WestfalenLandkreis NeuwiedLandkreis VulkaneifelLandkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild
Blick über den Ortsteil Brohl im Rheintal
Blick auf den Ortsteil Niederlützingen oberhalb des Rheintals

Brohl-Lützing ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Breisig an. Brohl-Lützing ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in die beiden Ortsteile Brohl und Niederlützingen. Zum Ortsteil Brohl gehört auch der Wohnplatz Schloß Augustaburg, zum Ortsteil Niederlützingen die Wohnplätze Auf dem Eichholz, Haus Drei Birken, Haus Netz, Netzermühle, Schweppenburg, Waldesruh und Zerwasmühle.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde entstand am 7. November 1970 durch Zusammenschluss in Form einer Neubildung aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Brohl (damals 2.017 Einwohner) und Niederlützingen (955 Einwohner). Der Gemeindename Brohl-Lützing wurde am 1. Februar 1971 verliehen.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Brohl-Lützing bezogen auf das Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 1.014
1835 1.409
1871 1.430
1905 2.546
1939 2.617
1950 2.949
Jahr Einwohner
1961 2.968
1970 2.958
1987 2.609
1997 2.636
2005 2.670
2017 2.492

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Brohl-Lützing besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG WGR Gesamt
2014 9 7 16 Sitze
2009 3 9 8 20 Sitze
2004 5 11 4 20 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt von Gold und Schwarz, oben ein schwarzer, goldbewehrter und goldgezungter wachsender Löwe, unten zwei silberbespitze rote schräggekreuzte Pfeile, bewinkelt von sechs, oben und unten von je einer, vorne und hinten pfahlweise von je zwei goldenen Kugeln.“

Wappenbedeutung: Der obere Schildteil zeigt in Gold den schwarzen Löwen von Jülich, dessen Herzöge das Vogtrecht in Brohl („Breisiger Ländchen“) seit dem Spätmittelalter ausübten, der untere Teil ist das alte Siegel von Breisig (als Wappen: „In Silber zwei blaubespitzte gekreuzte rote Pfeile, bewinkelt von sechs, oben und unten von je einer, vorne und hinten balkenweise von je zwei blauen Kugeln.“), das auch Teil des Wappens des Reichsstiftes Essen ist (dort: „In Silber zwei schwarze gekreuzte Pfeile, bewinkelt oben von einem schwarzen Halbmond, unten von einer, vorne und hinten pfahlweise von je zwei ebensolchen Kugeln.“), dem Brohl mit Breisig per Schenkung von der Zeit der Äbtissin Mathilde (971–1011) an bis 1794 angehörte.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenfenster von 1681 der ehemaligen Kapelle St. Johannes der Täufer in Brohl mit den Namen ihrer Stifter, heute in der gleichnamigen Pfarrkirche als "Stifterfenster" museal gezeigt [6]. Foto: Resi Schwerter
  • Kirchengemeinden: St. Johannes der Täufer in Brohl (r. k.) und St. Lambertus in Niederlützingen (r. k.), ein gemeinsamer Pastor, der auch für die Filialgemeinde in Oberlützingen (Gemeinde Burgbrohl) zuständig ist; die evangelischen Mitbürger gehören zu der Gemeinde, die in Bad Breisig beheimatet ist
  • Kindergärten: zwei; ein kirchlicher in Brohl, ein kommunaler in Niederlützingen

Leo-Stausberg-Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Halbtagsgrundschule in Brohl (Leo-Stausberg-Schule) werden 78 Kinder in 5 Klassen betreut (Oktober 2009). Das Einzugsgebiet umfasst die Orte Brohl (Rhein) und Lützing.

Die Geschichte der Schule beginnt 1923 mit Grundsteinlegung für das Gebäude der Volksschule Brohl am jetzigen Standort. Mit dem Bau der Turnhalle auf dem Schulhof wurde die Schule 1972 erweitert. Durch die Schulreform von 1973 erfolgte die Umordnung in eine ein- bzw. zweizügige Grundschule, die dann 1976 mit der Grundschule Niederlützingen zusammengelegt wurde. Ihren heutigen Namen erhielt die Schule erst 1993 anlässlich des 70. Schuljubiläums in Erinnerung an Leo Stausberg (1901 – 1968), Rektor u. a. dieser Schule, Bürgermeister und Heimatforscher [7]. Im Jahre 1997 wurde die Schule dann durch die Errichtung des Anbaus erneut erweitert. Weiterhin besteht ein Schullandheim.

Touristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brohl-Lützing – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018, S. 6 (PDF; 2,2 MB).
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 173 (PDF; 2,6 MB). i Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Leo Stausberg ’’Ländchen Breisig und Fürstentum Essen, eine heimatgeschichtliche Studie’’, Amtsverwaltung Bad Niederbreisig, 1963, wo sich auf Seite 93 unten folgender Text findet: 1912 wurde die Kapelle abgerissen. Übrig blieb ein kleines Buntfenster, jetzt in der Pfarrkirche. Es enthält neben der Jahreszahl 1681 die Namen der 19 Bürger und Familienväter, die das Kapellchen erbauten: Heinrich Büntgen, Peter Wengter, Dederich Müller, Adam Kly, Anton Bohr, Wilhelm Büntgen, Georg Bentz, Caspar Stein, Paulus Raubach, Peter Stenz, Cressant Georgen, Wilhelm Coll, Joannes Coll, Mattheis Müller, Wendel Nonn, Heinrich Morshausen, Theis Kly, Hermen Nonn, Wilhelm Nonn.
  7. Leo Stausberg ’’Ländchen Breisig und Fürstentum Essen, eine heimatgeschichtliche Studie’’, Amtsverwaltung Bad Niederbreisig , 1963
  8. Wanderwege. Brohler Kulturverein Aalschokker Katharina e. V., abgerufen am 19. März 2018.