Big Driver

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Filmdaten
Deutscher TitelBig Driver
OriginaltitelBig Driver
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2014
Länge87 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieMikael Salomon
DrehbuchRichard Christian Matheson
ProduktionMichael Mahoney
MusikJeff Beal
KameraSteve Cosens
SchnittMichael Doherty
Besetzung

Big Driver ist ein US-amerikanischer Thriller des Regisseurs Mikael Salomon aus dem Jahr 2014. Er basiert auf der gleichnamigen Novelle von Stephen King. Der Fernsehfilm hatte am 18. Oktober 2014 beim US-Sender Lifetime Premiere.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tess Thorne ist eine erfolgreiche Autorin zahlreicher Kriminalromane, in denen als Protagonisten mehrere ältere Damen erscheinen, die einen „Strick-Club“ gebildet haben und gemeinsam Kriminalfälle lösen. Nach einer Lesung vor einem Fanclub in einem weit entfernten Bundesstaat fährt sie mit ihrem Auto eine alternative Route zurück, die ihr zuvor die Veranstalterin Ramona empfohlen hatte. In einer abgelegenen Gegend übersieht sie zahlreiche mit Nägeln versehene Bretter, die auf der Straße lagen. Sie kann das Fahrzeug zwar an einer verlassenen Tankstelle zum Stehen bringen, ist aber selbst nicht in der Lage, einen defekten Reifen zu tauschen. Da ihr Mobiltelefon keinen Empfang hat, ist sie überglücklich, als ein groß gewachsener Mann aus einem Pickup aussteigt und ihr zunächst scheinbar Hilfe anbietet. Allerdings zeigt er schnell sein wahres Gesicht, vergewaltigt Tess, schlägt sie bewusstlos und legt die vermeintlich Tote in einem Abwasserkanal ab.

Tess erwacht und entdeckt in dem Kanal drei weibliche Leichen. Sie ringt mit sich, ob sie den Überfall anzeigen soll oder nicht. Tess hat Sorge, dass die Öffentlichkeit ihr nicht glaubt und vielmehr vermutet, dass sie nur einen Skandal provozieren will, um den Absatz ihrer Bücher zu fördern. Sie beschließt daher, niemandem von dem Vorfall zu erzählen und lässt sich mit einem Limousinenservice nach Hause bringen. Dort angekommen sinnt sie auf Rache – unterstützt von den imaginären Damen ihres „Strick-Clubs“, mit denen sie in einen vermeintlichen Dialog tritt.

Wenige Zeit später erhält sie einen Anruf von Betsy, die als Angestellte in einer Bar in der Region arbeitet, in der der Vorfall passiert ist. Betsy fordert Tess auf, dort ihren Wagen abzuholen, den ein Bekannter dort geparkt hat. Er ist im Ort auf Grund seiner Körpergröße als „Big Driver“ bekannt. Im Gespräch mit Betsy erkennt Tess, dass auch sie Opfer von Gewalt geworden ist. Sie recherchiert weiter und erfährt, dass Ramona die Mutter des mutmaßlichen Vergewaltigers ist. Sie sucht Ramona in ihrem Haus auf, die zunächst jegliche Verbindung abstreitet. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, bei der Ramona von Tess erstochen wird. Diese wiederum findet in Ramonas Badezimmer ihre Ohrringe wieder, die ihr der Big Driver abgenommen hatte. Anschließend fährt Tess erneut in die Region, in der ihr Gewalt widerfahren ist. Sie folgt einem Pickup, von dem sie glaubt, dass der Big Driver ihn fährt. Als der Fahrer aussteigt, erschießt sie ihn. Tess muss jedoch erkennen, dass sie den kleinen Bruder des Big Drivers erschossen hat. Sie macht sich schwere Vorwürfe und fährt zum Wohnhaus des Big Drivers. Dort dringt sie in seine Wohnung ein und findet Beweise, dass der kleine Bruder in die Verbrechen verwickelt gewesen war – darunter Fotos, die er aufgenommen hatte, während Tess vom Big Driver misshandelt wurde. Dieser wiederum arbeitet in einer angrenzenden Garage. Tess schießt zwei Mal auf ihn, bis die Waffe leer ist. Anschließend verletzt sie ihn mit einem der mit Nägeln gespickten Bretter am Kopf, lädt in Ruhe die Waffe nach und erschießt ihn.

Durch einen anonymen Anruf erfährt die Polizei von den übrigen Leichen im Abflussrohr. Kurze Zeit später klingelt auch bei Tess das Telefon. Es ist Betsy, die sagt: „Ich weiß, was du getan hast“.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in Halifax, der Hauptstadt der Provinz Nova Scotia in Kanada, gedreht.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Redaktion des Online-Portals filmstarts bewertet den Film mit 2,5 von 5 möglichen Sternen. Sie lobt, dass die Produktion des auf weibliches Publikum ausgerichteten TV-Senders Lifetime ihrem Anspruch gerecht wird. Als „sympathische Anti-Heldin“ stelle sie eine „verquer-komplexe“ Person dar. Sie kritisiert gleichzeitig die vergleichsweise geringe Kreativität, mit der Salomon die Anfälle von Thess darstelle. In Summe sammele der Film jedoch auf Grund der komplexen Protagonistin Pluspunkte.[2] Die Online-Community moviepilot bewertet den Film mit 5,3 von 10 möglichen Punkten.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nominierung in der Kategorie Best Editing in Television Movie or Mini-Series für Michael Doherty beim Canadian Cinema Editors Awards 2015
  • Nominierung in der Kategorie Best Motion Picture beim Online Film & Television Association 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Big Driver. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 168476/V).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Big Driver, Kritik auf Filmstarts.de, abgerufen am 1. Januar 2020.
  3. Big Driver, Kritik auf Moviepilot.de, abgerufen am 1. Januar 2020.