Chorvátsky Grob

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Chorvátsky Grob
Wappen Karte
Wappen von Chorvátsky Grob
Chorvátsky Grob (Slowakei)
Chorvátsky Grob
Chorvátsky Grob
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Bratislavský kraj
Okres: Senec
Region: Bratislava
Fläche: 15,119 km²
Einwohner: 4.794 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 317 Einwohner je km²
Höhe: 141 m n.m.
Postleitzahl: 900 25
Telefonvorwahl: 0 2
Geographische Lage: 48° 14′ N, 17° 17′ OKoordinaten: 48° 13′ 39″ N, 17° 17′ 27″ O
Kfz-Kennzeichen: SC
Kód obce: 507911
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2014)
Bürgermeister: Radovan Benčík
Adresse: Obecný úrad Chorvátsky Grob
Námestie Josipa Andriča 17
900 25 Chorvátsky Grob
Webpräsenz: www.chorvatskygrob.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Chorvátsky Grob (bis 1948 slowakisch „Horvatský Grob“; deutsch Kroatisch-Eisgrub, ungarisch Horvátgurab, kroatisch Hrvatski Grob) ist eine Gemeinde in der Slowakei mit 4794 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2014) und ein Vorort von Bratislava.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude des Gemeindeamtes

Die Gemeinde befindet sich im slowakischen Donautiefland, begrenzt im Westen und Nordwesten durch das Feuchtgebiet Šúr und zugleich durch den Verlauf des Flüsschens Čierna voda. Die höchste Erhebung ist die Šalaperská hora östlich des Hauptortes mit 174 m n.m. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 140 m n.m. und ist 11 Kilometer von Senec sowie etwa 15 Kilometer (Ortsteil Čierna Voda) beziehungsweise 18 Kilometer (Hauptort) vom Stadtzentrum Bratislavas entfernt.

Neben dem Hauptort werden zum Gemeindegebiet auch Čierna Voda (deutsch Schwarzwasser) und der Landwirtschaftshof Triblavina gezählt.

Nachbargemeinden sind Slovenský Grob im Norden, Veľký Biel im Osten, Bernolákovo im Süden, Ivanka pri Dunaji im Südwesten, Bratislava (Stadtteil Vajnory) im Westen und Svätý Jur im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westansicht der Dorfkirche

Chorvátsky Grob wurde 1214 zum ersten Mal als Monar erwähnt und war damals für Schmuckherstellung bekannt. Nach dem Mongoleneinfall im Jahr 1241 wanderte ein Teil der Bevölkerung aus und Monar war im 14. Jahrhundert kaum bewohnt. Ein Teil der verlassenen Höfe wurde von deutschen „Gästen“ genommen; aus dieser Zeit ist der Name Aysgruab überliefert.

Die namensgebenden Kroaten kamen gegen 1550 aus dem Gebiet zwischen Sisak und Hrvatska Kostajnica, da sie vor den Truppen des expandierenden Osmanischen Reiches flohen. Zum Beispiel ließ der Graf Illésházy kroatische Kolonisten niederlassen. Die eingewanderten Einwohner waren als Landwirte und Winzer beschäftigt, andererseits waren sie auch Holzhauer, Maler und Sticker. Die kroatische Sprache hat bis zum 20. Jahrhundert dominiert.

Bei der Volkszählung von 2001 erklärten sich allerdings nur 10 von 1587 Einwohnern als Kroaten, jedoch 1546 als Slowaken. Seit dem Jahr 2000 verzeichnet die Gemeinde ein rasches Bevölkerungswachstum. Der Hauptteil davon entfällt auf zahlreiche Wohnhausneubauten, insbesondere im Ortsteil Čierna Voda; somit wird Chorvátsky Grob zur Vorstadtgemeinde von Bratislava.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Chorvátsky Grob 3.789 Einwohner, davon 3.526 Slowaken, 34 Magyaren, 31 Kroaten, 26 Tschechen, acht Deutsche und fünf Polen. 38 Einwohner gaben eine andere Ethnie an und 121 Einwohner machten keine Angabe zur Ethnie.

2.327 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, 122 Einwohner zur Evangelischen Kirche A. B., 24 Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche, 15 Einwohner zur orthodoxen Kirche, 14 Einwohner zur reformierten Kirche, 10 Einwohner zur Brüderkirche, jeweils neun Einwohner zu den Baptisten und zur Pfingstbewegung und fünf Einwohner zu den Zeugen Jehovas; insgesamt 45 Einwohner bekannten sich zu einer anderen Konfession. 945 Einwohner waren konfessionslos und bei 264 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[1]

Bauwerke und Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • römisch-katholische Kirche aus dem Jahr 1589
  • Kapelle aus dem 17. Jahrhundert.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferdinand Takáč (1920–2013), slowakischer Priester und Schriftsteller kroatischer Herkunft

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chorvátsky Grob – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien