Güttenbach

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Marktgemeinde
Güttenbach
Pinkovac
Wappen Österreichkarte
Wappen von Güttenbach Pinkovac
Güttenbach (Österreich)
Güttenbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 15,89 km²
Koordinaten: 47° 10′ N, 16° 17′ OKoordinaten: 47° 9′ 35″ N, 16° 17′ 20″ O
Höhe: 263 m ü. A.
Einwohner: 880 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 55 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7536
Vorwahl: 03327
Gemeindekennziffer: 1 04 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
7536 Güttenbach
Pinkovac
Website: www.guettenbach.at
Politik
Bürgermeister: Leo Radakovits (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(15 Mitglieder)
10
5
10 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Güttenbach
Pinkovac im Bezirk Güssing
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

[[Vorlage:Bilderwunsch/code!/C:47.159722222222,16.288888888889!/D:typische Gesamtansicht der Gemeinde Güttenbach
Pinkovac!/|BW]]

Güttenbach ist eine Marktgemeinde mit 880 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich. Der kroatische Ortsname der Gemeinde ist Pinkovac, der slowenische Name Pinkovec, Pinkovci, der ungarische Name Pinkóc.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südburgenland im nördlichen Teil des Bezirks Güssing. Güttenbach ist die einzige Ortschaft in der Gemeinde. Weitere Orte sind Kulovits-Häuser und Meierhof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Güttenbach wurden über 200 Silber-Münzen vom Velemer-Typ aufgefunden, die chronologisch in die Zeit der Boier-Einfälle datiert werden. Ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. (der Frühlatènezeit) wanderten die Boier aus ihren ursprünglichen Siedlungsgebieten zwischen Rhein, Main und Donau nach Süden und Südosten. Den Typus-Namen haben die Münzen vom Fund 1899 im nahegelegenen Velem (ungarisches Komitat Vas), der rund 60 Münzen enthielt. Bei den Münzen von Güttenbach ist noch teilweise eine Überprägung von norischen Münzen feststellbar. Ob der Schatzfund eine Deponierung aus kultischen Gründen oder ein Versteck in Kriegszeiten war, kann heute nicht mehr sicher festgestellt werden.[1]

Rund 80 % der Einwohner gehören der kroatischen Volksgruppe des Burgenlandes an, die seit rund 450 Jahren diesen Raum bevölkert. Güttenbach ist keine kroatische Neuansiedlung, der 1427 erstmals urkundliche erwähnte, damals deutsch-ungarische Ort wurde im 16. Jahrhundert von den Kroaten bevölkert und später assimiliert. Der Ort war ab dem Jahr 1524 Teil der Besitzungen der Adelsfamilie Batthyány und gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pinkócz verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Güttenbach seit 1986.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Güttenbach
  • Katholische Pfarrkirche Güttenbach hl. Joseph
  • Das Kastell ist ein villenartiger Bau, der Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Vor dem Kastellgelände steht eine moderne Kapelle.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
63,42
(-1,04)
36,58
(+1,04)


Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 15 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[2] 2012[3] 2007[4] 2002[5] 1997[5]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 475 63,42 10 497 64,46 10 499 68,83 11 466 63,40 10 466 67,73 11
SPÖ 274 36,58 5 274 35,54 5 226 31,17 4 269 36,60 5 189 27,47 4
FPÖ nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 33 4,80 0
Wahlberechtigte 882 889 883 861 822
Wahlbeteiligung 89,80 % 92,80 % 88,45 % 91,87 % 92,09 %

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Bürgermeister Leo Radakovits (ÖVP) und Vizebürgermeister Helmut Kovacsits (SPÖ) gehören weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Heinz Jandrisics (ÖVP), Friedrich Schuch (ÖVP) und Katharina Schuh (ÖVP) dem Gemeindevorstand an.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Leo Radakovits (ÖVP). Der studierte Betriebswirtschafter übernahm 1982 den Posten des Amtsleiters der Gemeinde. 1987 wurde er erstmals in den Gemeinderat gewählt und stieg bereits 1992 zum Bürgermeister auf. In der Zeit zwischen 2005 und 2015 war Radakovits Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag.[7]

Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 wurde Radakovits von 66,58 % in seinem Amt bestätigt. An das Rekordergebnis von 1997, als er 83,96 % der Stimmen erhielt,[5] kam er aber nicht heran. Mitbewerber war, wie schon 2012, Vizebürgermeister Helmut Kovacsits (SPÖ), der auf 33,42 % kam.[2] Kovacsits wurde vom Gemeinderat neuerlich zum Vizebürgermeister gewählt.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Güttenbach COA.png Das Gemeindewappen wurde am 14. Juni 1987 verliehen.

Blasonierung: „In Blau aus dem mit einem blauen Wellenbalken belegten, goldenen Schildfuß wachsend eine dreitürmige, mit einem golden vergitterten schwarzen Rundfenster versehene, goldene Kirche, begleitet von zwölf goldenen Schneckenwirbeln im Halbkreis.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Güttenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 702 f.
  2. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Güttenbach 2017 (abgerufen am 22. Jänner 2018)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Güttenbach 2012 (abgerufen am 22. Jänner 2018)
  4. Land Burgenland: Wahlergebnis Güttenbach 2007 (abgerufen am 22. Jänner 2018)
  5. a b c Land Burgenland: Wahlergebnis Güttenbach 2002 (abgerufen am 22. Jänner 2018)
  6. a b Marktgemeinde Güttenbach: Gemeinderat (abgerufen am 22. Jänner 2018)
  7. Gemeindebund.at: Leo Radakovits tritt nicht mehr für den Landtag an (Meldung vom 31. März 2015; abgerufen am 15. April 2019)