Weingraben

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Weingraben
Bajngrob
Wappen Österreichkarte
Wappen von Weingraben Bajngrob
Weingraben (Österreich)
Weingraben
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 9,22 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 16° 22′ OKoordinaten: 47° 30′ 51″ N, 16° 21′ 45″ O
Höhe: 415 m ü. A.
Einwohner: 355 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 39 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7374
Vorwahl: 02617
Gemeindekennziffer: 1 08 27
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptplatz 5
7374 Weingraben
Bajngrob
Politik
Bürgermeister: Peter Kohlmann (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2017)
(11 Mitglieder)
7
4
Insgesamt 11 Sitze
Lage von Weingraben
Bajngrob im Bezirk Oberpullendorf
DeutschkreutzDraßmarktFrankenau-UnterpullendorfGroßwarasdorfHoritschonKaisersdorfKobersdorfLackenbachLackendorfLockenhausLutzmannsburgMannersdorf an der RabnitzMarkt Sankt MartinNeckenmarktNeutalNikitschOberloisdorfOberpullendorfPilgersdorfPiringsdorfRaidingRitzing (Burgenland)Steinberg-DörflStoobUnterfrauenhaidUnterrabnitz-SchwendgrabenWeingrabenWeppersdorfBurgenlandLage der Gemeinde Weingraben im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

[[Vorlage:Bilderwunsch/code!/C:47.514166666667,16.3625!/D:typische Gesamtansicht der Gemeinde Weingraben
Bajngrob!/|BW]]

Weingraben (kroatisch: Bajngrob, ungarisch: Borosd) ist eine Gemeinde mit 355 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Burgenland im Bezirk Oberpullendorf in Österreich. Die Volksgruppe der Burgenland-Kroaten macht 43 % der Bevölkerung aus. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Naturpark Landseer Berge.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weingraben (links unten) um 1880 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland an den Ausläufern der Buckligen Welt. Die Gemeindegrenze bildet im Westen die Rabnitz, im Osten der Mitteraubach. Der Ort Weingraben liegt im Süden auf einer Höhe von 415 Meter. Nach Norden steigt das Gemeindegebiet bewaldet auf 600 Meter an.

Weingraben ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 9,22 Quadratkilometer. Davon sind 31 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche und 61 Prozent sind bewaldet.[1]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markt Sankt Martin
Burgenland



Kaisersdorf
Burgenland
Kirchschlag in der Buckligen Welt Nachbargemeinden Draßmarkt
Burgenland
Draßmarkt

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Weingraben dann in der Provinz Pannonia.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Borosd verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Laut Dehio Burgenland 1976 wurde der Ort 1588 urkundlich genannt und war eine kroatische Neubesiedelung. 1976 war der Ort ein Teil der Gemeinde Kaisersdorf.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Weingraben

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,33
(−1,49)
39,67
(+1,49)

Gemeindeamt Weingraben

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 11 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[2] 2012[3] 2007[4] 2002[5] 1997[5]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
SPÖ 181 60,33 7 217 61,82 7 206 62,80 7 211 65,53 7 194 64,67 7
ÖVPA1 119 39,67 4 134 38,18 4 122 37,20 4 111 34,47 4 106 35,33 4
Wahlberechtigte 415 432 421 401 360
Wahlbeteiligung 79,52 % 87,50 % 82,90 % 91,02 % 88,89 %
A1 2017 als ÖVP-LW

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Peter Kohlmann (SPÖ). Kohlmann wurde bei der Bürgermeisterdirektwahl 2012 mit 61,10 % zum Nachfolger von Franz Hoschopf (SPÖ), der aus Altersgründen nicht mehr antrat, gewählt. Seine Mitbewerberin war Bernadette Gsertz (ÖVP), die auf 38,90 % kam.[3] Bei der Wahl am 1. Oktober 2017 wurde Kohlmann mit 72,73 % in seinem Amt bestätigt, wobei es keinen Mitbewerber gab, da die ÖVP auf die Stellung eines Kandidaten verzichtete.[2]

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Angelika Greiner (ÖVP-LW) zur Vizebürgermeisterin gewählt.[6]

Amtsleiterin ist Hedwig Pfneiszl.[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Philosoph und Autor Volker Zotz lebte und schrieb Anfang der 1990er Jahre in Weingraben.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weingraben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Weingraben, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. Oktober 2021.
  2. a b Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2017 in Weingraben. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 29. Oktober 2017, abgerufen am 17. Januar 2020.
  3. a b Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2012 in Weingraben. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 4. November 2012, abgerufen am 17. Januar 2020.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2007 in Weingraben. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2007, abgerufen am 17. Januar 2020.
  5. a b Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2002 in Weingraben. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2002, abgerufen am 17. Januar 2020.
  6. a b Bürgermeister-Zeitung: Gemeinde Weingraben (abgerufen am 3. Jänner 2017)
  7. Gerhard Ruiss: Handbuch für Autoren und Journalisten. Wien: Verlag Buchkultur 1996, ISBN 978-3-901052-23-1, S. 809 und Uwe Naumann: „Vorwort“ in Klaus Mann: Auf verlorenem Posten. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 1994, ISBN 978-3-499-12751-9, S. 558