Markt Neuhodis

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Markt Neuhodis
Wappen von Markt Neuhodis
Markt Neuhodis (Österreich)
Markt Neuhodis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberwart
Kfz-Kennzeichen: OW
Fläche: 19,94 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 16° 24′ OKoordinaten: 47° 17′ 46″ N, 16° 23′ 44″ O
Höhe: 326 m ü. A.
Einwohner: 657 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 33 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7464
Gemeindekennziffer: 1 09 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktgemeinde Markt Neuhodis
7464 Markt Neuhodis
Website: www.markt-neuhodis.eu
Politik
Bürgermeister: Johann Wallner (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(15 Mitglieder)
8
7
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Markt Neuhodis im Bezirk Oberwart
Bad Tatzmannsdorf Badersdorf Bernstein Deutsch Schützen-Eisenberg Grafenschachen Großpetersdorf Hannersdorf Jabing Kemeten Kohfidisch Litzelsdorf Loipersdorf-Kitzladen Mariasdorf Markt Allhau Markt Neuhodis Mischendorf Neustift an der Lafnitz Oberdorf im Burgenland Oberschützen Oberwart Pinkafeld Rechnitz Riedlingsdorf Rotenturm an der Pinka Schachendorf Schandorf Stadtschlaining Unterkohlstätten Unterwart Weiden bei Rechnitz Wiesfleck Wolfau BurgenlandLage der Gemeinde Markt Neuhodis im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Markt Neuhodis ist eine Marktgemeinde mit 657 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich.

Der ungarische Name der Gemeinde ist Új-Hodász, der kroatische Name Novi Hodas. In der Gemeinde gibt es eine größere Anzahl an Angehörigen der burgenlandkroatischen Minderheit, die vorwiegend im Ortsteil Althodis (Stari Hodas) beheimatet ist.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südburgenland.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Althodis (119)
  • Markt Neuhodis (523)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Althodis und Neuhodis Markt.

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname
Althodis Óhodász Stari Hodas
Markt Neuhodis Városhodász Novi Hodas / Nimški Hodas

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Új-Hodász verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). 1971 wurde Markt Neuhodis mit Althodis zusammengelegt. Marktgemeinde ist Markt Neuhodis seit 1973.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Wallner von der SPÖ. Amtsleiter ist Reinhold Katona.

Die Mandatsverteilung (15 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 7 und ÖVP 8 Mandate.

Kirche Markt Neuhodis

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Markt Neuhodis

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Koller (* 2. Februar 1801 in Althodis; † 7. Juli 1827 mit dem Strange hingerichtet in Pinkafeld): Koller schloss sich 1822 der berüchtigten Räuberbande Stradafüßler unter ihrem Anführer Nikolaus Schmidhofer, genannt Holzknechtseppl, an und wurde unter den Räubernamen Geheimrat oder Naßl oder Kollerl zu einer lokalen Berühmtheit in der damaligen Grenzregion Steiermark, Niederösterreich und dem Burgenland. Er floh zusammen mit seinen Kumpanen in der Nacht vom 30. auf den 31. Mai 1827 aus einem provisorischen Gefängnis in Pinkafeld und erschoss dabei den Korporal der Wachmannschaft.[2] Nachdem Koller und seine Mittäter wieder eingefangen worden waren, wurde er als Deserteur von einem Militärgericht in Güns zum Tode durch den Strang verurteilt. Ihm wurden neben dem Mord beim Ausbruch noch ein weiterer Mord an einem Juden zwischen Ödenburg und Klingenbach sowie viermalige Desertion, 8 Diebstähle und 2 Raube mit einem Gesamtschaden von 901 Gulden zur Last gelegt. Seine Hinrichtung erfolgte am 7. Juli 1827 zusammen mit der von zwei weiteren Unterführern der Bande auf dem Gerichtsberg in Pinkafeld.[3]
  • Rudolf Kedl (1928 Stadt Schlaining - 1991 Markt Neuhodis), österreichischer Bildhauer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Markt Neuhodis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Joseph Michael Weinhofer: Schulprotokoll 1825-1829 (Weinhofer-Chronik), abgerufen am 24. Jänner 2014
  3. Johann Anton Laschober: Aus dem Leben eines Räuberhauptmannes aus Edlitz – unsere Heimatgemeinde Seite 945 bis 950, Edlitz 1992, Herausgeber Marktgemeinde Edlitz