Christoph München

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Christoph München
D-HDSF

Christoph München
Christoph München

Luftrettungszentrum Daten
Betreiber: DRF Luftrettung
Träger: Rettungszweckverband München
Hubschraubertyp: Airbus Helicopters H145
Ehemalige LFZ*: bis 2003: Bell 412
bis 2015: EC 145
Inbetriebnahme: 1. April 1991
Standort: Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München-Campus Großhadern,
Marchioninistr. 15,
81377 München
Einsatzbereitschaft: 24 Stunden
Besonderheiten: Restlichtverstärker-Brillen (BIV) und Wetterradar vorhanden
Koordinaten: 48° 6′ 37,8″ N, 11° 27′ 55,2″ OKoordinaten: 48° 6′ 37,8″ N, 11° 27′ 55,2″ O
Höhe: 1197 ft
Besatzung
Pilot: DRF Luftrettung
Arzt: Klinikum der LMU München-Großhadern
Rettungsassistent: ASB Regionalverband München/Oberbayern e.V.
*LFZ = Luftfahrzeuge

Christoph München ist der am Klinikum Großhadern der LMU stationierte Intensivtransporthubschrauber. Bei der Stammmaschine handelt es sich um einen Hubschrauber vom Typ Eurocopter H 145 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-HDSF. Bei Ausfall dieser Maschine z. B. für Reparaturen oder Wartungen wurde sie bis 2010 regelmäßig durch eine Bell 412 aus dem Flottenpool der HDM Luftrettung ersetzt, mittlerweile kommen als Ersatz andere EC145 der DRF Luftrettung zum Einsatz. Christoph München war 1990 der erste Intensivtransporthubschrauber in Deutschland (damals noch mit der Funkkennung "Sama 78/1") und ist einer der vier Intensivtransporthubschrauber in Bayern (neben Murnau, Nürnberg und Regensburg). Die zuständige Rettungsleitstelle ist die Integrierte Rettungsleitstelle München, Koordinationszentrale für ITH (KITH). Die Besatzung besteht aus einem bzw. nachts zwei Berufspiloten (HDM Flugservice), einem Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitäter (Arbeiter-Samariter-Bund München) und einem Notarzt mit speziellen intensivmedizinischen Kenntnissen (überwiegend Anästhesisten und Chirurgen vom Klinikum Großhadern). Im Juli 2014 wurde der weltweit erste Eurocopter EC 145 T2 an die DRF Luftrettung übergeben, welcher u. a. für die Stationierung in München zum Jahreswechsel vorgesehen ist.[1] Die Inbetriebsetzung der neuen EC 145 T2 erfolgte am 11. Februar 2015. Aus EC 145 T2 wurde vor kurzem H 145.

Einsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christoph München ist 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Für Nachtflüge können Nachtsichtgeräte eingesetzt werden, in der deutschen Luftrettung bislang eine Seltenheit.[2] Obwohl er als Intensivtransporthubschrauber konzipiert ist, nimmt er auch zunehmend Aufgaben der Primärrettung wahr. Der Anteil sog. Primäreinsätze, bei denen die Hubschrauberbesatzung einen Verletzten oder Erkrankten also bereits am Notfallort versorgte, stieg in den vergangenen Jahren auf über 40 % an. Im Jahr 2006 wurden von Christoph München erstmals über 1000 Einsätze geflogen (genau 1013; 2005: 973, 2004: 854), 2007 waren es bereits 1108. Christoph München wird überwiegend in Bayern eingesetzt, fliegt aber auch regelmäßig deutschlandweite und grenzüberschreitende Verlegungen (Norddeutschland, Österreich, Italien).

Historisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die anfängliche Funkkennung lautete "Sama (Bayern) 78/1". Sie änderte sich im Verlauf über "ITH München" zum jetzigen "Christoph München". In den 1990er Jahren wurde der Funkrufname "Christoph München" für einen Hubschrauber des ADAC verwendet, der in den Sommermonaten zusätzlich zu dem in München stationierten Primär-Rettungshubschrauber "Christoph 1" eingesetzt wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ADAC Luftrettung GmbH: ADAC-Stationsatlas »Christoph – bitte kommen!« München 2006. ISBN 3-933266-46-7

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christoph München (air ambulance) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weltweit erster Hubschrauber des Typs EC 145 T2 geht zur DRF Luftrettung. DRF Luftrettung, 31. Juli 2014; abgerufen am 20. September 2014.
  2. Christoph München fliegt mit Restlichtverstärker. rth.info; abgerufen am 8. Februar 2014.