Christoph 62

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Christoph 62
D-HYAK

Christoph 62

Luftrettungszentrum Daten
Betreiber: ADAC Luftrettung
(bis 03/2012: Elbe Helicopter)
Hubschraubertyp: MBB/Kawasaki BK 117 bis Ende Mai 2017, seit Juni 2017 Airbus H145
Inbetriebnahme: 1. September 1998
Standort: LRZ Bautzen am dortigen Flugplatz
Einsatzbereitschaft: rund um die Uhr einsatzbereit; mit Bergetau
Besonderheiten: Kooperation mit Bergwacht in der Sächsischen Schweiz
Koordinaten: 51° 6′ 58″ N, 14° 18′ 42,5″ OKoordinaten: 51° 6′ 58″ N, 14° 18′ 42,5″ O
Besatzung
Pilot: ADAC Luftrettung, München
Arzt: Städtische Kliniken Dresden
Rettungsassistent: Städtische Kliniken Dresden
Berufsfeuerwehr Dresden
DRK Bautzen

Christoph 62 ist der Funkrufname des Rettungshubschraubers des ADAC, der für die Luftrettung in Ostsachsen zur Verfügung gestellt wurde.

Station, Einsatz und Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hubschrauber ist im Luftrettungszentrum Bautzen auf dem Flugplatz Bautzen stationiert. Er ist täglich rund um die Uhr in Einsatzbereitschaft. Er wird von der Leitstelle Hoyerswerda zu Rettungseinsätzen mit Notarztindikation alarmiert, wenn ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) nicht rechtzeitig zur Verfügung steht oder die Art der Verletzung den Transport eines Patienten mittels Hubschrauber erforderlich macht.

Bei seinen Einsätzen ist Christoph 62 mit einem Piloten der ADAC Luftrettung, einem Notarzt der Städtischen Kliniken Dresden und einem Rettungsassistenten der Städtischen Kliniken Dresden, Berufsfeuerwehr Dresden oder des DRK Bautzen besetzt. Dabei arbeiten grundsätzlich fünf feste Piloten, rund zehn Notärzte und sieben Rettungsassistenten im Wechsel, um eine ständige Alarmbereitschaft zu garantieren. Die Rettungsassistenten gehören zur Hubschrauberbesatzung (HEMS Crew Member) und unterstützen den Piloten im Bereich der Kommunikation und Navigation, während der Notarzt juristisch gesehen ein Passagier ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Luftrettungsstandort Bautzen am Flugplatz Bautzen wurde am 1. September 1998 in Betrieb genommen.

Zu Beginn des Jahres 1998 erteilte das Sächsische Staatsministerium des Inneren der Elbe Helicopter GmbH & Co. KG den Auftrag, den Stationsstandort Dresden durch ein neues Luftrettungszentrum in Bautzen zu ersetzen. Zunächst wurde der Betrieb mit Primär- und Sekundärflügen in der Landespolizeischule Sachsen aufgenommen. Da die meisten Verlegungsflüge bisher von Dresden aus geführt wurden, war der Standort in Bautzen lange Zeit umstritten. Diese Zweifel konnten durch die Einsatzzahl von 239 Primäreinsätzen im ersten Jahr in Bautzen beseitigt werden.

Am 1. September 2000 wurde das seit 1999 gebaute neue Luftrettungszentrum in Betrieb genommen. Nach der Übernahme der Elbe Helicopter durch den ADAC im Jahr 2002 wurden auch das gesamte Personal und die Hubschrauber MBB/Kawasaki BK 117 und Bo 105 übernommen.

Seit 2002 werden auch Bergrettungseinsätze mit Fixtau in der Sächsischen Schweiz und im Zittauer Gebirge durchgeführt. Dabei kam der Rettungshubschrauber im Jahr 2003 zwölfmal zum Einsatz. 2002 unterstützte der Christoph 62 dann auch die Dresdner Rettungsteams beim Hochwassereinsatz. Zum 1. April 2012 übernahm die ADAC Luftrettung den Betrieb von der Elbe Helicopter.

Einsatzstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Einsätze 851 868 824 841 845 888 925 938 974 1007 1097 1040 1060 1259

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Christoph geht auf den heiligen Christophorus zurück, den Schutzpatron der Autofahrer. Nach ihm tragen alle deutschen Rettungshubschrauber den BOS-Funk-Rufnamen Christoph, gefolgt von einer Nummer bei Rettungshubschraubern und einer Bezeichnung zum Standort bei Intensivtransporthubschraubern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christoph 62 (air ambulance) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien