Corinna Harrer

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Corinna Harrer (links) bei den Halleneuropameisterschaften 2013

Corinna Harrer (* 19. Januar 1991 in Regensburg) ist eine deutsche Leichtathletin, die vor allem im Mittelstreckenlauf erfolgreich ist.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harrer errang ihre ersten Titel 2007 und 2008 als Deutsche B-Jugendmeisterin im 400-Meter-Lauf, bevor sie sich auf längere Distanzen konzentrierte. 2009 wurde sie Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterin im 800-Meter-Lauf. Im selben Jahr gewann sie bei den Leichtathletik-Junioreneuropameisterschaften in Novi Sad überraschend die Silbermedaille auf dieser Strecke. Bei den Leichtathletik-Juniorenweltmeisterschaften 2010 in Moncton belegte sie den sechsten Platz. Außerdem führte sie die deutschen Juniorinnen bei der Crosslauf-Europameisterschaften als Fünfte der Einzelwertung zur Silbermedaille in der Mannschaftswertung.

Bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften 2011 in Leipzig wurde Harrer Zweite im 3000-Meter-Lauf. Zu ihrer stärksten Disziplin entwickelte sich aber in dieser Saison der 1500-Meter-Lauf. Bei den U23-Leichtathletik-Europameisterschaften in Ostrava errang sie die Bronzemedaille auf dieser Strecke. Im Vorlauf erreichte sie mit 4:08,94 min eine neue persönliche Bestleistung. Kurz darauf gewann sie bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel ihren ersten nationalen Titel in der Hauptklasse. Eine Woche später steigerte sie ihre 1500-Meter-Bestleistung in Gent auf 4:08,63 min. Ihre Vielseitigkeit stellte sie Ende 2011 bei den Crosslauf-Europameisterschaften erneut unter Beweis, als sie im U23-Rennen der Frauen als Dritte der Einzelwertung die Mannschaft zur Silbermedaille führte.

Bei den Olympischen Spielen 2012

2012 wurde Harrer deutsche Meisterin über 3000 Meter in der Halle und über 1500 Meter im Freien. Bei der Golden Gala in Rom absolvierte sie ihren ersten Start in der IAAF Diamond League und belegte im 1500-Meter-Lauf mit persönlicher Bestleistung von 4:04,30 min den fünften Platz. Über dieselbe Distanz wurde sie bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki Neunte. Die nachträgliche Disqualifikation von drei Athletinnen wegen Dopingvergehen führte zum späteren Aufrücken auf den sechsten Platz. Als Teilnehmerin bei den Olympischen Spielen in London wurde sie im ersten Halbfinale über 1500 Meter mit 4:05,70 min Siebte und verpasste nur um 0,23 s das Finale. Wie sich später herausstellte, waren in ihrem Halbfinale Jekaterina Kostezkaja und Aslı Çakır Alptekin gedopt, so dass Harrer um die Endlaufteilnahme gebracht wurde.[1]

2013 siegte Harrer bei den Deutschen Hallenmeisterschaften über 3000 Meter. Eine Woche später gewann sie über die gleiche Distanz bei den Halleneuropameisterschaften in Göteborg Silber. Am 7. Juli 2013 gewann sie in Ulm zum dritten Mal den deutschen Meistertitel über 1500 Meter im Freien. 2014 wurde sie erstmals Deutsche Meisterin über 10.000 Meter. Dabei besiegte sie im Endspurt die siebenmalige Titelträgerin Sabrina Mockenhaupt.[2] Aufgrund einer Stressfraktur im rechten Mittelfuß konnte sie nicht an den Leichtathletik-Europameisterschaften 2014 in Zürich teilnehmen.[3]

An den Deutschen Hallenmeisterschaften 2015 nahm Harrer nicht teil. Dafür errang sie drei Wochen später den Titel der Deutschen Meisterin im Crosslauf.

Die 1,66 m große und 56 kg schwere Athletin startet für die LG Telis Finanz Regensburg, wo sie unter Kurt Ring und Doris Scheck trainiert.

Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009
2010
2011
2012
2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Corinna Harrer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harrers Welt ist „nicht mehr normal“ mittelbayerische.de 25. August 2015
  2. Richard Ringer und Corinna Harrer Deutsche Meister Runner's World, abgerufen am 7. Mai 2014.
  3. EM-Aus für Corinna Harrer LG Telis Finanz Regensburg, abgerufen am 13. August 2014.