Albi

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Albi
Wappen von Albi
Albi (Frankreich)
Albi
Region Okzitanien
Département Tarn (Präfektur)
Arrondissement Albi
Kanton Albi-1 (Hauptort)
Albi-2 (Hauptort)
Albi-3 (Hauptort)
Albi-4 (Hauptort)
Gemeindeverband Albigeois
Koordinaten 43° 56′ N, 2° 9′ OKoordinaten: 43° 56′ N, 2° 9′ O
Höhe 130–308 m
Fläche 44,26 km2
Einwohner 49.475 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 1.118 Einw./km2
Postleitzahl 81000
INSEE-Code
Website Stadt Albi

Stadtansicht mit der Kathedrale Sainte-Cécile

Albi ist eine französische Gemeinde und die Hauptstadt des Départements Tarn in der Region Okzitanien mit 49.475 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2015). Albi ist Sitz eines katholischen Erzbischofs. 2010 wurde das Ensemble des Bischofsviertels in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Die Einwohner werden Albigenser (französisch: Albigeois) genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albi liegt rund 80 Kilometer nordöstlich von Toulouse in der Mitte Südfrankreichs. Durch Albi fließt der Fluss Tarn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits die Römer haben eine Stadt namens Civitas Albiensium angelegt. Im Jahre 843 übernahm Karl der Kahle die Herrschaft über die Stadt.

Nach Albi wird die religiöse Gemeinschaft der Katharer, die im Mittelalter schweren Verfolgungen durch die Kirche ausgesetzt war, auch Albigenser genannt. In den Albigenserkriegen zwischen 1209 und 1229 wurde Albi beinahe vollständig zerstört.

Im Jahre 1678 wurde die Stadt Sitz eines Erzbischofs, seit 1790 ist sie Präfektur des Départements Tarn. Von 1943 bis 1944 war Albi Sitz einer Garnison der Wehrmacht.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot ein goldener hersehender laufender Löwe auf einer gemauerten silbernen Zinnenmauer mit zwei offenen Rundtoren und gezogenen silbernen Gittern. Das goldene Patriarchensteckkreuz mit Kleeblattarmenden hinter der Mauer wird rechts von einem silbernen nach außen gekehrten Halbmond mit Gesicht und links von einer goldenen gesichteten Mittagssonne begleitet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Albi

Bildungsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Umkreis wird ein Großteil der Nahrungsversorgung der Stadt in Permakultur angebaut. Bis 2020 soll Albi sich durch Produkte aus einem Umkreis von 60 km komplett selbst versorgen. Damit soll die Stadt Vorbild für andere Städte in Europa sein.[1][2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für Jean-François de Lapérouse

Söhne und Töchter:

Personen mit Beziehung zur Stadt:

  • Pierre Amalric (1923–1999), französischer Augenarzt und Geschichtswissenschaftler
  • Jean-François de Lapérouse (1741–1788), Seefahrer, Weltumsegler und Geograph, im Château de Gô bei Albi geboren. In Albi ist ein Gymnasium nach ihm benannt
  • Georges Pompidou (1911–1974), Politiker und Staatspräsident; verbrachte seine Schulzeit in Albi


Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marskrater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Albi ist ein Marskrater benannt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nicolas-Marie-Joseph Chapuy: Cathédrales françaises. Vues pittoresques de la cathédrale de Albi. Paris 1829 (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Albi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Albi: Die Erste Stadt Frankreichs – Selbst: ALBI: Die erste Stadt Frankreichs – Selbstversorgung mit Lebensmitteln. In: magazine.tnn-online.net. 17. November 2016, abgerufen am 28. Juli 2018 (englisch).
  2. Re: Ackern für die Zukunft – ARTE. In: arte.tv. 18. September 2015, abgerufen am 28. Juli 2018.