DFB-Pokal-Endspiel 2017

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Eintracht Frankfurt
Borussia Dortmund

Das Endspiel der Saison 2016/17 im DFB-Pokal fand am Samstag, dem 27. Mai 2017, im Olympiastadion Berlin statt. Es standen sich die beiden Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund gegenüber. Borussia Dortmund gewann dabei erstmals seit 2012 und insgesamt zum vierten Mal den DFB-Pokal.

Der Weg ins Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: DFB-Pokal 2016/17

Anmerkung: Die Ergebnisse werden jeweils aus Sicht der Finalisten angegeben.

Eintracht Frankfurt Borussia Dortmund
Gegner Ergebnis Runde Gegner Ergebnis
1. FC Magdeburg 5:4 n. E. (A) 1. Runde Eintracht Trier 3:0 (A)
FC Ingolstadt 04 4:1 n. E. (H) 2. Runde 1. FC Union Berlin 4:1 n. E. (H)
Hannover 96 2:1 (A) Achtelfinale Hertha BSC 4:3 n. E. (H)
Arminia Bielefeld 1:0 (H) Viertelfinale Sportfreunde Lotte 3:0 (A)
Borussia Mönchengladbach 8:7 n. E. (A) Halbfinale FC Bayern München 3:2 (A)

Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiedsrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Schiedsrichter für das Pokalendspiel wurde vom DFB Ende April Deniz Aytekin aus Altenberg ausgewählt. Als Begründung nannte Lutz Michael Fröhlich, Chef der DFB-Schiedsrichterkommission, die Bundesligasaison, in der Aytekin konstant gut gepfiffen habe.[1] Aytekin pfiff in der Pokalsaison 2016/17 bereits vor dem Finale Spiele beider Vereine. Er selbst bezeichnete seine Ansetzung für das Endspiel im Vorfeld als Höhepunkt seiner Karriere.[2]

An der Seite von Aytekin fungierten Christian Dietz und Eduard Beitinger als Assistenten. Vierter Offizieller war Benjamin Brand.

Halbzeitshow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Mai 2017 wurde bekannt, dass die deutsche Schlagersängerin Helene Fischer in der Halbzeitpause des Spiels vor der Haupttribüne mit einem eigens für diesen Anlass erstellten Medley aus Atemlos durch die Nacht und Herzbeben im Stadion auftreten werde.[3] Sie sang bereits bei zwei ihrer Konzerttouren im Olympiastadion. 2014 hatten Fußballfans sie schon am Brandenburger Tor bei der Ankunftsparty der deutschen Nationalmannschaft nach deren Gewinn der Weltmeisterschaft sehen können. Dennoch wurde ihr Auftritt in der Halbzeitpause kritisiert, ähnlich wie beim US-amerikanischen Super Bowl werde immer mehr die Show um den Sport herum in den Vordergrund gerückt.[4] Außerdem wurde auf den Auftritt der Sängerin Anastacia in der Halbzeit des 34. Spieltags der Fußball-Bundesliga eine Woche vor dem Pokalfinale auf dem Rasen der Münchner Allianz Arena verwiesen, der nicht gut angekommen und organisatorisch misslungen war.[5] Fischer wurde bei ihrem Auftritt vom Publikum in ungewöhnlich hoher Lautstärke und über den gesamten Zeitraum ihres Auftritts ausgepfiffen. Die ARD regelte das Pfeifkonzert wenige Sekunden nach seinem Beginn fast völlig herunter und sendete nur den Ton der Musiker, Sky blendete sich mitten in der Übertragung aus dem Auftritt aus und sendete Werbung.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Borussia Dortmund stand nach 2014, 2015 und 2016 zum vierten Mal in Folge im Endspiel. In den drei vorherigen Jahren verlor Dortmund gegen Bayern München, den VfL Wolfsburg und abermalig Bayern München. Letztmals gewonnen wurde der Wettbewerb 2012. Eintracht Frankfurt stand erstmals seit 2006, als es gegen Bayern München verlor, wieder im Finale; der letzte Frankfurter Pokalsieg gelang 1988, lag also 29 Jahre zurück.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 74. Endspiel fand zum 33. Mal in Folge im Berliner Olympiastadion statt. Der Anstoß war um 20:00 Uhr. Als im Jahr 2006 diese Uhrzeit als Anstoßzeit eingeführt wurde, stand Frankfurt ebenfalls im Pokalfinale. Das Spiel wurde in Deutschland live im Ersten im Free-TV und bei Sky Sport im Pay-TV übertragen. Beide sendeten es auch im Livestream.[6]

Am Tag des Endspiels fand wie gewöhnlich wenige Stunden zuvor im Rheinenergiestadion in Köln das DFB-Pokalfinale der Frauen statt. Der VfL Wolfsburg gewann mit 2:1 gegen den SC Sand.

Spieldaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paarung Eintracht Frankfurt Eintracht FrankfurtBorussia Dortmund Borussia Dortmund
Ergebnis 1:2 (1:1)
Datum 27. Mai 2017 um 20:00 Uhr
Stadion Olympiastadion, Berlin
Zuschauer 74.322 (ausverkauft)
Schiedsrichter Deniz Aytekin (Altenberg)
Tore Tor 0:1 Ousmane Dembélé (8.)
Tor 1:1 Ante Rebić (29.)
Tor 1:2 Pierre-Emerick Aubameyang (67., Foulelfmeter)
Eintracht Frankfurt Lukáš HrádeckýMichael Hector, David Abraham (C)Kapitän der Mannschaft, Jesús VallejoTimothy Chandler (72. Alex Meier), Slobodan Medojević (56. Taleb Tawatha), Mijat Gaćinović, Bastian OczipkaMarco Fabián (79. Danny Blum), Ante RebićHaris Seferović
Trainer: Niko Kovač (KroatienKroatien Kroatien)
Borussia Dortmund Roman BürkiMarc Bartra (76. Erik Durm), Sokratis, Marcel Schmelzer (C)Kapitän der Mannschaft (46. Gonzalo Castro) – Łukasz Piszczek, Matthias Ginter, Raphaël GuerreiroOusmane Dembélé, Shinji KagawaPierre-Emerick Aubameyang, Marco Reus (46. Christian Pulisic)
Trainer: Thomas Tuchel
Gelbe Karten Gelbe Karten Mijat Gaćinović (38.), Lukáš Hrádecký (66.), David Abraham (70.), Ante Rebić (87.) – Ousmane Dembélé (90.+4')

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schiedsrichter Deniz Aytekin pfeift DFB-Pokal-Endspiel. Sueddeutsche, 28. April 2017, abgerufen am 25. Mai 2017.
  2. Final-Schiedsrichter Aytekin: „Die Atmosphäre ist einzigartig“. DFB, 24. Mai 2017, abgerufen am 25. Mai 2017.
  3. Helene Fischer kommt zum Pokalfinale! Bild, 22. Mai 2017, abgerufen am 25. Mai 2017.
  4. Stephan Flohr: Mit Helene Fischer fällt die nächste Grenze. Die Welt, 24. Mai 2017, abgerufen am 25. Mai 2017.
  5. FC Bayern feiert: Wieviel Show darf sein? Abendzeitung München, 24. Mai 2017, abgerufen am 25. Mai 2017.
  6. Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund im DFB-Pokalfinale live im TV, Livestream und im Liveticker, eurosport.de, 27. Mai 2017