Dana Grigorcea

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Dana Grigorcea (2013)

Dana Grigorcea (* 11. November 1979 in Bukarest, Rumänien; eigentlich Caudia Dana von Grigorcea) ist eine schweizerisch-rumänische Schriftstellerin und Philologin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dana Grigorcea studierte von 1998 bis 2002 an der Universität Bukarest an der Fakultät für Fremdsprachen und Literatur (M.A. in Deutscher und Niederländischer Philologie). Anschließend absolvierte sie ein Auslandssemester an der Universität Gent, in Belgien, und studierte Theater- und Filmregie an der Erasmus-Hochschule Brüssel. 2004 schloss sie an der Donau-Universität Krems den Masterstudiengang (M.A.) in Qualitätsjournalismus ab.

Seither arbeitete sie bei der österreichischen Tageszeitung Kurier in Wien, bei der Deutschen Welle (DW-Radio) in Bonn und beim Fernsehsender Arte in Strassburg. Sie ist Produzentin von Fernsehbeiträgen und Radiosendungen und hat als Deutschland-Korrespondentin für das rumänische Fernsehen und Radio gearbeitet. Von 2009 bis 2011 verantwortete sie den Bereich TV/Film in den Medieningenieurwissenschaften an der HTW Chur. Von 2011 bis 2013 war sie Dozentin für Film an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.

Dana Grigorcea veröffentlichte 2002 in der Zeitschrift des Rumänischen Schriftstellerverbands Reiseerzählungen aus dem Heiligen Land, wo sie ein paar Monate in einem rumänischen Frauenkloster verbracht hatte. 2011 debütierte sie mit dem Roman Baba Rada, den sie auf Deutsch verfasste. Bereits ab 2003 hatte sie begonnen, ausschließlich auf deutsch literarisch zu schreiben.

Auf Einladung von Hildegard Elisabeth Keller nahm Grigorcea am Ingeborg-Bachmann-Preis 2015 teil[1] und gewann dort den 3sat-Preis.[2][3]

Dana Grigorcea lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Perikles Monioudis, in Zürich. Sie haben eine Tochter und einen Sohn.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einmal Haare Schneiden, bitte. Bilderbuch. Baeschlin, Glarus 2018, ISBN 978-3-03893-007-5.
  • Frau Mani auf dem Nachhauseweg. Kolumnen fürs Zürcher Opernhaus-Magazin. Literatur Quickie, Hamburg 2018, ISBN 978-3-94545-344-5.
  • Der Nase nach. Duftbilderbuch. Baeschlin, Glarus 2018, ISBN 978-3-03893-000-6.
  • Die Dame mit dem maghrebinischen Hündchen. Novelle. Dörlemann, Zürich 2018, ISBN 978-3-03820-055-0. Übersetzungen: Albanisch (Botimet Menschen), Slowakisch (Inaque), Französisch (Albin Michel).
  • Mond aus!. Bilderbuch. Baeschlin, Glarus 2016, ISBN 978-3-85546-300-8.
  • Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit. Roman. Dörlemann, Zürich 2015, ISBN 978-3-03820-021-5; Ullstein, Berlin 2017. ISBN 978-3-548-28903-8; Übersetzungen: Englisch (Seagull Books), Rumänisch (Humanitas), Italienisch (Nuova Editrice Berti), Bulgarisch (Black Flamingo), Niederländisch (Atlas).
  • Baba Rada. Das Leben ist vergänglich wie die Kopfhaare. Roman. Zürich 2011; Neuausgabe: Dörlemann, Zürich 2015, ISBN 978-3-03820-024-6.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018 Anerkennungsgabe des Kantons Zürich
  • 2017 Werkjahr der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia
  • 2015 Shortlist Schweizer Buchpreis
  • 2015 Shortlist Literaturpreis des Wirtschaftskreises der deutschen Wirtschaft
  • 2015 Ehrengabe der Stadt Zürich für "Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit"
  • 2015 3sat-Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises[4]
  • 2011 Ehrengabe der Stadt Zürich
  • 2011 Ehrengabe des Kantons Zürich
  • 2011 Schweizer Literaturperle

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dana Grigorcea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivlink (Memento des Originals vom 4. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bachmannpreis.orf.at
  2. 3sat-Preis für Dana Grigorcea
  3. Bachmannpreis 2015 für Nora Gomringer (Memento des Originals vom 16. Oktober 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.klagenfurt.at. Artikel vom 5. Juli 2015, abgerufen am 16. Oktober 2015.
  4. Bachmannpreis für Nora Gomringer. In: bachmannpreis.orf.at. 5. Juli 2015, abgerufen am 28. November 2017.