Emerkingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Emerkingen
Emerkingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Emerkingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 13′ N, 9° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 531 m ü. NHN
Fläche: 7,4 km2
Einwohner: 822 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89607
Vorwahl: 07393
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 036
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstraße 23
89607 Emerkingen
Webpräsenz: www.emerkingen.de
Bürgermeister: Paul Burger
Lage der Gemeinde Emerkingen im Alb-Donau-Kreis
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Über dieses Bild
Dorfmitte mit Kirche und Römerturm

Emerkingen ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emerkingen liegt auf einer Anhöhe am Südrand des Donautals, etwa 35 km südwestlich von Ulm.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Munderkingen, im Osten an Unterstadion, im Süden an Oberstadion und Unterwachingen sowie im Westen an Hausen am Bussen. (alle Alb-Donau-Kreis).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Römerzeit befand sich auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde ein Kohortenkastell nebst zugehörigem Vicus. Das Kastell befand sich rund 600 Meter nordnordwestlich des späteren Ortes. Es entstand um 45 n. Chr., wurde vermutlich nach den Wirren des Jahres 69 n. Chr. verstärkt und ausgebaut und bestand bis etwa 85 n. Chr. Nördlich und westlich dieses Lagers entstand ein Dorf (vicus), dessen lateinischer Name unbekannt ist und das wesentlich länger bestand als das Lager. Von der Mitte des 1. bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. wurde hier außerdem eine Ziegelei betrieben. Siehe auch separaten Artikel Kastell Emerkingen.

Etwa einen halben Kilometer südlich davon, an der Stelle der Ortsmitte von Emerkingen, entwickelte sich später eine alemannische Siedlung, von der ein merowingerzeitliches Gräberfeld zeugt. Bereits im Jahr 805 wurde Emerkingen in der latinisierten Form „in Antarmarhingas“ in einer Schenkungsurkunde der Grafen Chadaloh I. und Wago an das Kloster St. Gallen erstmals urkundlich erwähnt. Die älteste greifbare, althochdeutsche Namensform des Ortes lautete also Antarmarchingan oder Antarmarkingan.

Das Dorf war namensgebend für die Freiherren von Emerkingen, deren mittelalterliche Burg im Jahre 1870 bis auf den sogenannten „Römerturm“ abgebrochen wurde.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ersten Weltkrieg mussten 20 Emerkinger ihr Leben lassen, 1922 wurde ein Kriegerdenkmal angelegt. 22 Emerkinger fielen im 2. Weltkrieg, 13 wurden vermisst. Von 1949 bis 1952 fand eine Flurbereinigung statt, das Kriegerdenkmal wurde 1961 neu gestaltet. 1971 hatte Emerkingen rund 600 Einwohner, seit 1.1.1973 gehört es zum Kreis Ulm (vorher Ehingen). 2005 wurde das 1200-Jahre Jubiläum gefeiert.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. Juli 1103 wurde mit der Burgkapelle die erste Kirche im Ort geweiht. Seit dem 3. Mai 1900 ist Emerkingen Sitz eines katholischen Pfarramtes, zuvor war die Gemeinde nach Unterwachingen eingepfarrt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wahl vom 25.5.2014 besteht der Gemeinderat aus 8 Mitgliedern, 1 Frau und 7 Männer.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Brühlwiesen wurde ein Gewerbegebiet erschlossen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Römerturm befindet sich das Heimatmuseum.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emerkingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien