Engelsberg

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Engelsberg in Bayern, für weitere Bedeutungen siehe Engelsberg (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Engelsberg
Engelsberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Engelsberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 7′ N, 12° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 517 m ü. NHN
Fläche: 34,19 km²
Einwohner: 2574 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84549
Vorwahl: 08634
Kfz-Kennzeichen: TS
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 115
Gemeindegliederung: 99 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
84549 Engelsberg
Webpräsenz: www.engelsberg-info.de
Bürgermeister: Martin Lackner (Unterst.li.Bgm.Kandidat Lackner)
Lage der Gemeinde Engelsberg im Landkreis Traunstein
Chiemsee Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Rosenheim Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn Waginger See Wonneberg Waging am See Vachendorf Unterwössen Übersee (Chiemgau) Trostberg Traunstein Traunreut Tittmoning Taching am See Tacherting Surberg Staudach-Egerndach Siegsdorf Seeon-Seebruck Schnaitsee Schleching Ruhpolding Reit im Winkl Pittenhart Petting (Gemeinde) Palling Obing Nußdorf (Chiemgau) Marquartstein Kirchanschöring Kienberg (Oberbayern) Inzell Grassau Grabenstätt Fridolfing Engelsberg Chieming Bergen (Chiemgau) Altenmarkt an der Alz Österreich Österreich ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Engelsberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein.

Engelsberg mit der Pfarrkirche St. Andreas

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engelsberg ist die nördlichste Gemeinde des Landkreises Traunstein. Sie besteht aus 99 Ortschaften, die mit 92 km Gemeindestraßen verbunden sind.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 99 Ortsteile sind[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engelsberg wurde 927/28 als „Engilmuntesperge“ in einer Tauschurkunde des Grafen Orendil erstmals genannt.[3]

Die altbayerische Adelsfamilie der Tunz (Tuntz) von Tunzenberg hatten in der Gemeinde ihren Sitz. Sie waren als herzogliche Richter und Pfleger bis in das 14. Jahrhundert nachweisbar. Auch das Kloster Baumburg hatte bis zur Säkularisation 1803 umfangreichen Zehntbesitz in Engelsberg. Engelsberg gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Trostberg des Kurfürstentums Bayern. 1818 entstand durch das Gemeindeedikt in Bayern die jetzige Gemeinde. Die über dem Alztal nahe Offenham gelegene Burg wurde um 1914 gesprengt und das Material zur Uferbefestigung bei der Alzregulierung verwendet. Der Burgstall ist noch heute erkennbar.

Ab 1539 amtierte der Salzburger Domherr Eberhard von Hirnheim hier als Pfarrer. 1547 wurde er Pfarrer in Thalgau, 1552 wählte man ihn zum Fürstbischof von Eichstätt.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Eiting und Maisenberg (beide aus dem Landkreis Mühldorf am Inn) eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1327 Einwohner
  • 1987: 1847 Einwohner
  • 2000: 2721 Einwohner
  • 2011: 2624 Einwohner
  • 2014: 2579 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.147.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 411.000 €.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 454 und im Bereich Handel und Verkehr 36 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 75 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 783. Im verarbeitenden Gewerbe gab es acht, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 97 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2316 ha, davon waren 1780 ha Ackerfläche.

Bekannt wurde die Gemeinde über Bayern hinaus durch ihre Rolle als „Energie-Pionier“, nachdem sich die Einwohner entschlossen hatten, ein Holzheizwerk zu errichten und mit Hackschnitzeln zu beheizen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/174736&attr=OBJ&val=552
  3. Gotthard Kießling, Dorit Reimann: Landkreis Traunstein. Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege. (= Denkmäler in Bayern. Band I.22). Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu 2007, ISBN 978-3-89870-364-2. S. 94
  4. Bestallungsurkunde zum Pfarrer von Engelsberg, 1539
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.
  6. http://der18er.de/archiv/gutes-klima-fuer-den-klimaschutz/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Engelsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien