Engelsberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Engelsberg
Engelsberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Engelsberg hervorgehoben

Koordinaten: 48° 7′ N, 12° 33′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 517 m ü. NHN
Fläche: 34,19 km2
Einwohner: 2561 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84549
Vorwahlen: 08634/08622/08630
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 115
Gemeindegliederung: 99 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
84549 Engelsberg
Website: www.engelsberg-info.de
Bürgermeister: Martin Lackner (Unterst.li.Bgm.Kandidat Lackner[2])
Lage der Gemeinde Engelsberg im Landkreis Traunstein
ChiemseeLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis RosenheimLandkreis AltöttingLandkreis Mühldorf am InnWaginger SeeWonnebergWaging am SeeVachendorfUnterwössenÜbersee (Chiemgau)TrostbergTraunsteinTraunreutTittmoningTaching am SeeTachertingSurbergStaudach-EgerndachSiegsdorfSeeon-SeebruckSchnaitseeSchlechingRuhpoldingReit im WinklPittenhartPetting (Gemeinde)PallingObingNußdorf (Chiemgau)MarquartsteinKirchanschöringKienberg (Oberbayern)InzellGrassauGrabenstättFridolfingEngelsbergChiemingBergen (Chiemgau)Altenmarkt an der AlzÖsterreichÖsterreichÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Engelsberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein.

Engelsberg mit der Pfarrkirche St. Andreas

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist die nördlichste Gemeinde des Landkreises Traunstein. Sie besteht aus 99 Ortschaften, die mit 92 km Gemeindestraßen verbunden sind.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 99 Ortsteile sind[3]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engelsberg wurde 927/28 als „Engilmuntesperge“ in einer Tauschurkunde des Grafen Orendil erstmals genannt.[4]

Die altbayerische Adelsfamilie der Tunz (Tuntz) von Tunzenberg hatten in der Gemeinde ihren Sitz. Sie waren als herzogliche Richter und Pfleger bis in das 14. Jahrhundert nachweisbar. Auch das Kloster Baumburg hatte bis zur Säkularisation 1803 umfangreichen Zehntbesitz in Engelsberg. Engelsberg gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Trostberg des Kurfürstentums Bayern. 1818 entstand durch das Gemeindeedikt in Bayern die jetzige Gemeinde.

Ab 1539 amtierte der Salzburger Domherr Eberhard von Hirnheim hier als Pfarrer. 1547 wurde er Pfarrer in Thalgau, 1552 wählte man ihn zum Fürstbischof von Eichstätt.[5]

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die über dem Alztal nahe Offenham gelegene Burg wurde um 1914 gesprengt und das Material zur Uferbefestigung bei der Alzregulierung verwendet. Der Burgstall ist noch heute erkennbar.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Eiting und Maisenberg (beide aus dem Landkreis Mühldorf am Inn) eingegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.923 auf 2.550 um 627 Einwohner bzw. um 32,6 %.

  • 1961: 1435 Einwohner
  • 1970: 1327 Einwohner
  • 1987: 1847 Einwohner
  • 2000: 2721 Einwohner
  • 2005: 2699 Einwohner
  • 2010: 2640 Einwohner
  • 2015: 2574 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2008 Martin Lackner. Er wurde am 15. März 2020 mit 95,82 % für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Die Gemeinderatswahl am 15. März 2020 ergab folgende Sitzverteilung:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Beschreibung des 1975 angenommenen Wappens lautet: „Geteilt; oben in Silber ein oberhalbes schwarzes Mühlrad, unten in Blau eine goldene Hauptzinne, darin ein schwarzer Dreiberg.“[7]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 760 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1065 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 305 Personen größer als die der Einpendler. 32 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 72 landwirtschaftliche Betriebe.

Bekannt wurde die Gemeinde über Bayern hinaus durch ihre Rolle als „Energie-Pionier“, nachdem sich die Einwohner entschlossen hatten, ein Holzheizwerk zu errichten und mit Hackschnitzeln zu beheizen.[8]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 gab es

  • eine Kindertageseinrichtung mit 97 genehmigten Plätzen und 85 Kindern
  • eine Volksschule mit fünf Klassen und 105 Schülern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Engelsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinde Engelsberg, abgerufen am 25. Juni 2020.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/174736&attr=OBJ&val=552
  4. Gotthard Kießling, Dorit Reimann: Landkreis Traunstein (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band I.22). Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2007, ISBN 978-3-89870-364-2. S. 94
  5. Bestallungsurkunde zum Pfarrer von Engelsberg, 1539
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.
  7. Eintrag zum Wappen von Engelsberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Archivlink (Memento des Originals vom 11. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/der18er.de