Schnaitsee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schnaitsee
Schnaitsee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schnaitsee hervorgehoben
Koordinaten: 48° 4′ N, 12° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 652.5 m ü. NHN
Fläche: 61,15 km2
Einwohner: 3557 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83530
Vorwahl: 08074
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 142
Gemeindegliederung: 118 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 4–5
83530 Schnaitsee
Webpräsenz: www.schnaitsee.de
Bürgermeister: Thomas Schmidinger (CSU / FW)
Lage der Gemeinde Schnaitsee im Landkreis Traunstein
ChiemseeLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis RosenheimLandkreis AltöttingLandkreis Mühldorf am InnWaginger SeeWonnebergWaging am SeeVachendorfUnterwössenÜbersee (Chiemgau)TrostbergTraunsteinTraunreutTittmoningTaching am SeeTachertingSurbergStaudach-EgerndachSiegsdorfSeeon-SeebruckSchnaitseeSchlechingRuhpoldingReit im WinklPittenhartPetting (Gemeinde)PallingObingNußdorf (Chiemgau)MarquartsteinKirchanschöringKienberg (Oberbayern)InzellGrassauGrabenstättFridolfingEngelsbergChiemingBergen (Chiemgau)Altenmarkt an der AlzÖsterreichÖsterreichÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Blick auf den Ortsteil Berg

Schnaitsee ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnaitsee liegt im etwa 35 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Traunstein im äußersten Nordwesten des Landkreises. Die nächstgelegene Stadt ist das 15 km entfernte Wasserburg am Inn im Landkreis Rosenheim.

Der Hauptort liegt auf einem Moränenhügel. Der Ortsteil Obernhof ist mit 653 Metern die höchstgelegene Ortschaft im bayerischen Voralpenland.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 118 Ortsteile[3]:

Schnaitsee, Harpfing und Waldhausen sind hierbei die größeren Ortschaften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Schnaitsee bedeutet „Grenzsee“ und kommt wohl von der Lage des Dorfes zwischen den ehemaligen Grafschaften Kling und Trostberg.[4] Laut anderen Quellen steht der Name für Schneid (= Wasserscheide), bezogen auf die Moorseen an der Wasserscheide unterhalb des Ortes.

Ein Münzfund aus der römischen Kaiserzeit sowie der Grabstein eines Römers aus Juvavum (Salzburg) in der Kirche von Titlmoos zeugen von der Anwesenheit der Römer in der Gegend. Der Stein trägt die Inschrift „Et Lucius Virius Maximinianus, Decurio. Aedilis Curalis civitatis Juvavenis et Viria Moderata et sibi fecerunt.

Schnaitsee wird erstmals 924 im „Codex Odalberti“ erwähnt. Im Jahr 950 war Schnaitsee (Sneideseo) Sitz eines Grafen Sighard, der verwandt mit den Karolingern war.

Bei der Gebietsreform wurde Schnaitsee am 1. Januar 1978 um das Gebiet der früher selbständigen Gemeinden Kirchstätt und Waldhausen vergrößert.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1431 von Konrad Pürkhel erbaute Marienkirche mit Doppelzwiebel in Schnaitsee
  • Magdalenenkirche in Kirchstätt
  • Kirche St. Martin in Waldhausen
  • Fernmeldeturm Schnaitsee
  • Ebenfalls in Garting befinden sich die im Jahr 1995 als die ersten in Bayern errichteten Windenergieanlagen. Insgesamt befinden sich im Moment drei Windkraftanlagen im Gemeindegebiet, davon stehen zwei in Garting und die neueste in Edenhub.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schnaitsee ermöglicht durch seine hohe Lage im oberbayerischen Voralpenland am Südhang bei gutem Wetter einen hervorragenden Panoramablick über das Voralpenland mit dem Chiemsee und die ostbayerische Alpenkette. Seit Sommer 2007 gibt es einen Aussichtsturm neben dem Fernsehturm in Garting.
  • Der Weitsee, von den Einheimischen auch als Schnaitseer See bezeichnet, befindet sich südlich des Dorfes am Fuß des Hanges. Der fischreiche Weitsee ist der größte See der in einem Schutzgebiet gelegenen Schnaitseer Seenplatte, die aus mehreren Moorseen besteht (darunter, von West nach Ost, Allerdinger See, Kratzsee, Weitsee, Scheibelsee, Schillinger See), und dient als Badegelegenheit.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Schnaitsee: Gemeinde Schnaitsee - Aus der Geschichte von Schnaitsee. Abgerufen am 30. November 2017.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111109/170445&attr=OBJ&val=568
  4. Michael Braun: Beiträge zur Geschichte der Pfarrei Schnaitsee. Selbstverlag, Reichertshausen a. d. Ilm 1928, S. 14.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 593.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schnaitsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien