Fridolfing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fridolfing
Fridolfing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fridolfing hervorgehoben

Koordinaten: 48° 0′ N, 12° 50′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 388 m ü. NHN
Fläche: 44,23 km2
Einwohner: 4401 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83413
Vorwahl: 08684
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 118
Gemeindegliederung: 66 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hadrianstraße 28
83413 Fridolfing
Website: www.fridolfing.de
Bürgermeister: Johann Schild[2] (SPD)
Lage der Gemeinde Fridolfing im Landkreis Traunstein
ChiemseeLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis RosenheimLandkreis AltöttingLandkreis Mühldorf am InnWaginger SeeWonnebergWaging am SeeVachendorfUnterwössenÜbersee (Chiemgau)TrostbergTraunsteinTraunreutTittmoningTaching am SeeTachertingSurbergStaudach-EgerndachSiegsdorfSeeon-SeebruckSchnaitseeSchlechingRuhpoldingReit im WinklPittenhartPetting (Gemeinde)PallingObingNußdorf (Chiemgau)MarquartsteinKirchanschöringKienberg (Oberbayern)InzellGrassauGrabenstättFridolfingEngelsbergChiemingBergen (Chiemgau)Altenmarkt an der AlzÖsterreichÖsterreichÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Fridolfing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und liegt im Salzachtal.

Unter den 66 Gemeindeteilen befinden sich auch Pietling und Götzing. Die Gemeinde ist Mitglied in der Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein.

Fridolfing gehört – neben Tittmoning, Kirchanschöring und Taching am See – zur Interkommunalen Kooperation Salzachtal.[3] Dabei handelt es sich um eine von 21 bundesweiten Modellregionen, die im Rahmen des Wettbewerbs zum Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge – ein Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) innerhalb der ländlichen Infrastruktur – vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMBVS) ausgewählt wurden.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Nordosten des Rupertiwinkels und gehört somit zum Alpenvorland. Die wasserreiche Gemeinde ist neben zahlreichen kleineren Bächen und Stillgewässern von der Salzach, Götzinger Ache und dem Fridolfinger See geprägt. Fridolfing liegt an der Bundesstraße 20. Im Norden ist in 8 km die Stadt Tittmoning und in 24 km die Stadt Burghausen zu erreichen. Nach Südosten entlang der Bundesstraße 20 ist in 12 km Entfernung die Stadt Laufen an der Salzach und in 25 km die Stadt Freilassing zu erreichen. Nach Südwesten hin liegt Markt Waging am See etwa 12 km entfernt und weiter über die St2105 kann die Stadt Traunstein in ca. 25 km Entfernung erreicht werden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 66 amtlich benannten Gemeindeteile sind:[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fridolfing 1907

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Breves Notitiae aus der Zeit von 792 bis 798 n. Chr. ist der Ortsteil Pietling zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Fridolfing selbst ist in einer Urkunde von König Heinrich IV. aus dem Jahr 1077 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. König Heinrich IV. löst in dieser Urkunde das Kloster Frauenchiemsee nach 15 Jahren aus dem Besitz des Erzbischofs von Salzburg und stellt dieses wieder als Reichskloster her. Frauenchiemsee besaß in Fridolfing einige Güter, weshalb der Ort in der Urkunde erscheint. Nach der Einrichtung des Erzstiftes Salzburg als territoriales Herrschaftsgebiet im 13. und 14. Jahrhundert wurde Fridolfing Sitz des Schergenamts Fridolfing und blieb als solches bis zur Auflösung der fürsterzbischöflichen Landesherrschaft 1803 bestehen. Fridolfing kam nach der Säkularisation wie der gesamte Rupertiwinkel 1810 zu Bayern und wurde 1818 eine politische Gemeinde.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alois Rehrl, „Strom-Pionier“ von Fridolfing

Alois Rehrl (1827–1900) übernahm 1849 im Alter von 22 Jahren im Ortsteil Strohhof die Obermühle, die aus einer Landwirtschaft, einer Mühle und einem kleinen Sägewerk bestand.

Er war von 1877 bis 1881 Abgeordneter des Bayerischen Landtags. Im Jahre 1889 baute er für das gesamte Anwesen ein kleines Elektrizitätswerk. Vier Jahres später, im Jahr 1893, ließ er an einem Mühlenanwesen im Ortsteil Dietwies ein Elektrizitätswerk errichten. Die Kapazität des E-Werks reichte für die Stromversorgung des ganzen Dorfes. Von ihm wurde ein Leitungsnetz von Dietwies in das Dorf Fridolfing gelegt. Bereits 1894 wurden 34 Anwesen in Fridolfing mit elektrischen Strom versorgt. Ihm ist es zu verdanken, dass Fridolfing bereits früh in den Genuss der damals äußerst modernen Elektrifizierung kam. Um die Leistungen von Alois Rehrl zur erstmalige Stromversorgung Fridolfings zu würdigen, wurde nach ihm in Fridolfing eine Straße benannt.[5]

Alois-Rehrl-Straße in Fridolfing

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie von Heinrich Himmler (dem späteren SS-Führer) verbrachte des Öfteren Urlaub in Fridolfing. Dabei lernte er auch Alois Rehrl (* 1890 bis 1948) kennen. Zu ihm stand er lange Jahre in einem freundschaftlichen Verhältnis. Ab dem 1. September 1920 absolvierte Himmler während seines Landwirtschaftsstudiums ein einjähriges Praktikum auf dem Rehrlhof im Ortsteil Strohof. Im Jahr 1933 wurde Alois Rehrl Mitglied der NSDAP- und später auch Angehöriger der SS.

Zum Rehrlhof (ehemalige „Obermühle“, von den Bürgern Fridolfings als "Rehrlmühle" bezeichnet) gehörte unter anderem neben dem landwirtschaftlichen Betrieb auch eine Mühle und ein Sägewerk. Als im Jahre 1943 ein Mitarbeiter des Sägewerks stirbt, hilft Himmler seinem langjährigen Freund und schickt ihm aus dem Konzentrationslager Dachau den Strafgefangenen Arno Salomon als Ersatz. Vom 23. November 1943 bis 30. Mai 1944 wurde Salomon offiziell in das „Außenlager Fridolfing“ abkommandiert. Es wird vermutet, dass der Begriff „Außenlager“ von Himmler aus organisatorischen Gründen verwendet wurde, um die Überstellung überhaupt möglich zu machen. Somit führte das Konzentrationslager Dachau offiziell in Fridolfing ein Außenlager.[6]

Als zwei Söhne von Alois Rehrl im Krieg gefallen waren, schickte Himmler noch vier weitere weibliche Häftlinge, um am Betrieb zu helfen[7].

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Pietling eingegliedert.[8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 3016 Einwohner
  • 1970: 3147 Einwohner
  • 1987: 3326 Einwohner
  • 1991: 3680 Einwohner
  • 1995: 3809 Einwohner
  • 2000: 4007 Einwohner
  • 2005: 4148 Einwohner
  • 2010: 4094 Einwohner
  • 2015: 4147 Einwohner

Den größten Bevölkerungsanstieg verzeichnete Fridolfing infolge des Zweiten Weltkrieges, als man auf dem Gemeindegebiet knapp 1000 Heimatvertriebene dauerhaft aufnahm.

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3.387 auf 4.349 um 962 Einwohner bzw. um 28,4 %.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Fridolfing ist überwiegend römisch-katholisch geprägt. Als Pfarrei kann Fridolfing seit dem 11. Jahrhundert nachgewiesen werden. Zahlreiche katholische Bauwerke prägen das Bild der Gemeinde, darunter:

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Schild (SPD). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Eugen Stadler (Freie Wählergemeinschaft) und am 15. März 2020 mit 90,83 % der Stimmen für weitere sechs Jahre bestätigt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahlen seit 2008 führten zu folgenden Stimmenanteilen und Sitzverteilungen:

Partei/Liste 2020[9] 2014 2008
% Sitze Sitze Sitze
CSU 35,6 6 6 5
SPD 15,5 2 2 6
Freie Wähler Gemeinschaft 29,1 5 5 4
Ökologische Liste/GRÜNE 19,9 3 3
Ökologische Liste Fridolfing 1
Gesamt 100 16 16 16

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Fridolfing
Blasonierung: „In Gold aus einem gesenkten Wellenbalken wachsend ein rot gezungter schwarzer Löwe aus einem blauen Wellenbalken.“[10]

Fridolfing geriet nach dem Aussterben der Grafen von Lebenau im Jahre 1229 in den Einflussbereich des Erzbischofs von Salzburg, der sein weltliches Territorium bis 1328 ganz vom Herzogtum Baiern lösen konnte. Bis zum Jahre 1803 gehörte Fridolfing zum weltlichen Herrschaftsgebiet des Erzbischofs bzw. des Fürsterzbischofs von Salzburg. Dies wird im Gemeindewappen durch den Salzburger Löwen symbolisiert. Der Wellenbalken weist darauf hin, dass die Salzach seit dem Jahr 1816 die Grenze zwischen Bayern und Österreich bildete.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick in das Salzachtal nach Fridolfing

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 1111 und im Bereich Handel und Verkehr 70 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen lag dieser Wert bei 237 Personen.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1265. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zu ihnen zählen neben kleineren Handwerksbetrieben auch eine ganze Anzahl an Industriebetrieben (z. B. Hermann Otto GmbH (Otto-Chemie) und die Rosenberger Hochfrequenztechnik). 2007 befanden sich in der Gemeinde 410 gemeldete Gewerbetreibende (Stand 30. Juni).

Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fremdenverkehr spielen nur eine kleinere Rolle. Im Jahr 1999 bestanden 153 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2941 ha, davon waren 1611 ha Ackerfläche und 1324 ha Dauergrünfläche. Hinzu kommen 881 ha Waldfläche, welche mit kleineren Ausnahmen, vor allem den Auen der Salzach und Götzinger Ache, forstwirtschaftlich genutzt werden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fridolfing liegt an der Bundesstraße 20.
In der Ortschaft Götzing befindet sich der Fridolfinger Bahnhof an der Bahnstrecke Mühldorf–Freilassing.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kranken- und Pflegeeinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Salzachklinik wurde schon 1885 erbaut und umfasst in ihrem Leistungsspektrum eine Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, eine Fachabteilung für innere Medizin und die Physiotherapie.
  • Alten- und Pflegeheim Haus Sonnenschein

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volksschule Salzachtal (mit M-Zug) mit Sitz in Fridolfing (dazu gehören auch die Volksschule Salzachtal in Tittmoning und die Volksschule Salzachtal in Kirchanschöring)
  • Kindergärten: katholischer Kindergarten Achenstraße, gemeindlicher Kindergarten Graspoint
  • Katholische öffentliche Bücherei
  • Volkshochschule Fridolfing (Zweigstelle der VHS Traunstein)
  • Musikschule Fridolfing (Zweigstelle der Stadt Trostberg)

Freizeit- und Sportanlagen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fridolfinger See als beliebter Badesee mit moderner Infrastruktur
  • Neun-Loch Golfplatz Anthal
  • Sportgelände Laufener Straße
    • Vier Fußballplätze
    • Vier Tennisplätze
    • Reitsportanlage
    • Stockbahnen und eine Weitschußstockbahn
    • Skaterplatz
  • Vier Anlagen für Sportschützen

Freiwillige Hilfsorganisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Fridolfing
  • Freiwillige Feuerwehr Pietling
  • BRK Ortsgruppe Fridolfing
  • BRK Wasserwacht Ortsgruppe Fridolfing

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Südostbayerische Rundschau ist Amtsblatt der Gemeinde Fridolfing

Von der Gemeinde wird die Fridolfinger Gemeindezeitung herausgegeben, welche über lokale Themen berichtet.

Fridolfing liegt im Gebiet der Zeitschrift Salzachbrücke, welche sich im ehemaligen Salzburg-Gau mit den Themen Wirtschafts- und Gewerbebetriebe, sowie soziale Kommunikation befasst.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simon Spannbrucker in Bronze als Prediger auf einem Brunnen in Fridolfing
Ehrenbürger der Gemeinde Fridolfing
Name Ernennungsjahr
Hochwürden Stefan Glonner 1893
Karl Theodor Kruis 1949
Hochwürden August Wittig 1957
Hans Mayer 1958
Klement Kiermaier 1961
Eugen Rosner 1965
Sebastian Röckenwagner 1970
Hochwürden Walter Votknecht 1980
Richard Kiermaier 1982
Erw. Sr. Mericiana Meyer 1985
Hans Rosenberger sen. (* 9. Oktober 1922 in Burgrain, Bayern; † 25. September 2007 in Traunstein, Bayern) 1998
Hochwürden Bernhard Lammerding[11] 2009
Schwester Maria Canisia Jahn[12] 2011

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der bayrische Edelmann Izo, Stammvater der Eyczinger gründete um 600 nach Christus die Ortschaft Eizing im südwestlichen Gebiet der heutigen Gemeinde.
  • Simon Spannbrucker, aus Klebham bei Fridolfing, war Präfekt des Knabenseminars in Freising und zusammen mit dem späteren Ehrenbürger und damaligen Pfarrer von Fridolfing Stephan Glonner maßgeblich für den Bau der jetzigen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt verantwortlich. Zusammen mit seinen Schwestern stiftete er das Grundstück, sowie beachtliche Geldsummen.
  • Georg Bachmayer, SS-Hauptsturmführer und der I. Schutzhaftlagerführer des KZ Mauthausen, wurde hier 1913 geboren.
  • Der Präsident des Landesamts für Vermessung und Geoinformation (LVG) in München Klement Aringer ist in Fridolfing geboren und aufgewachsen.
  • Die Brüder Guido und Martin Fuchs, Mitglieder der Rockband Die Springer, stammen aus Fridolfing.

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Maler Johann Georg Weibhauser lebte von 1844 bis zu seinem Tode 1879 in Fridolfing, wo er auch auf dem heute aufgelösten Friedhof der St. Johann Kirche die letzte Ruhe fand.
  • Fridolfing war Kernland, die Lebenau Stammsitz der Grafen von Lebenau, welche heute im südlichen Gemeindegebiet liegt.
  • Der Reichsführer SS Heinrich Himmler war während seines Landwirtschaftsstudiums in der Zeit 1920/21 Praktikant auf dem landwirtschaftlichen Anwesen und Mühlenbetrieb von Alois Rehrl in Fridolfing. Himmler pflegte auch in den folgenden Jahren Kontakt zu seinem ehemaligen Arbeitgeber und besuchte ihn nach 1933 öfters.
  • Der polnische Schauspieler, Bundesverdienstkreuzträger und langjährige Vorsitzende des Verbandes politischer Häftlinge und Gefangener in Gefängnissen und Lagern Tadeusz Sobolewicz wurde nach vierjähriger Gefangenschaft in deutschen Konzentrationslagern nach seiner Flucht auf einem Todesmarsch in der Fridolfinger Gemeinde Muttering von Bauern vor den Nationalsozialisten bis zum Eintreffen von US-Truppen im Mai 1945 versteckt.[13]

Entoloma fridolfingense[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1995 wurde mit Entoloma fridolfingense eine Pilzart aus der Gattung der Rötlinge von Machiel E. Noordeloos und Till R. Lohmeyer beschrieben, die aufgrund ihres Vorkommens auf dem Salzachdamm bei Fridolfing nach dem Ort Fridolfing benannt wurde.[14]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Blankenauer: Fridolfinger Heimatbuch
  • Matthias Blankenauer: Heimatbuch Pietling

(beide erhältlich über den Gemeindeshop im Rathaus Fridolfing oder über die Internetpräsenz der Gemeinde Fridolfing)

  • Richard Kiermaier: Fridolfinger G’schichten (Gedichtband über mehrere Jahrzehnte Fridolfinger Orts- und Heimatgeschichte)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fridolfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Fridolfinger Gemeinderat. Gemeindeverwaltung Fridolfing, abgerufen am 6. Juli 2020.
  3. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 9. September 2012 im Webarchiv archive.today)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.regionale-daseinsvorsorge.de.
  4. Gemeinde Fridolfing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  5. Heimatbuch Fridolfing (1. Auflage 2002, 547 Seiten), von Matthias Blankenauer, Herausgeber: Gemeinde Fridolfing
  6. Die Außenlager des KZ Dachau – Liste der Außenlager des KZ Dachau auf gedenkstaettenpaedagogik-bayern.de (Memento vom 27. Dezember 2003 im Internet Archive), abgerufen am 23. Februar 2009
  7. Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, ISBN 3-406-52962-3.
  8. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 511.
  9. Gemeinderat-Fridolfing. Abgerufen am 15. November 2020.
  10. Eintrag zum Wappen von Fridolfing in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  11. Fridolfing: Pfarrer Lammerding ist nun Ehrenbürger, Artikel in der Südostbayerischen Rundschau vom 5. Februar 2009@1@2Vorlage:Toter Link/www.suedostbayerische-rundschau.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , abgerufen am 23. Februar 2009
  12. Schwester Maria Canisia Jahn ist Ehrenbürgerin der Gemeinde Fridolfing, Artikel aus der Gemeinde Zeitung Fridolfing Ausgabe 3-2011, Seite 10–20, abgerufen am 20. November 2011.
  13. Tadeusz Sobolewicz: Aus der Hölle zurück: Von der Willkür des Überlebens im Konzentrationslager. Fischer, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14179-6.
  14. Machiel E. Noordeloos, Gerhard Wölfel, Manfred Enderle: Neue Entoloma-Arten aus Süddeutschland und dem Alpenraum. In: Zeitschrift für Mykologie. Band 61, Nr. 2, 1995, S. 183–196 (dgfm-ev.de).