Wonneberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wonneberg
Wonneberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wonneberg hervorgehoben

Koordinaten: 47° 54′ N, 12° 43′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Verwaltungs­gemeinschaft: Waging am See
Höhe: 575 m ü. NHN
Fläche: 18 km2
Einwohner: 1570 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83379
Vorwahl: 08681
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 165
Gemeindegliederung: 50 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Salzburger Straße 1
83329 Waging am See
Website: www.wonneberg.de
Bürgermeister: Martin Fenninger (Freie Bürgerliste)
Lage der Gemeinde Wonneberg im Landkreis Traunstein
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Über dieses Bild
St. Leonhard am Wonneberg

Wonneberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptort der Gemeinde Wonneberg ist das Pfarrdorf St. Leonhard am Wonneberg. Die Gemeinde hat insgesamt 50 Ortsteile, jedoch keinen Ortsteil Wonneberg.[2]

Es gibt nur die Gemarkung Wonneberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste schriftliche Beleg für den Namen Wonneberg findet sich im Jahr 1000 als in uuagingariorum monte (auf dem Waginger Berg). Das Gebiet der kleinen Landgemeinde im Rupertiwinkel war von 1275 bis 1810 zum Erzstift Salzburg gehörig und kam dann zu Bayern. Im Jahre 1496 wurde im Auftrag des Salzburger Erzbischofs Leonhard von Keutschach die gotische, dem Hl. Leonhard geweihte, stattliche Kirche gebaut. Die Gemälde in dem bemerkenswerten Flügelaltar sind eine Schenkung der Laufener Schiffergilde. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. Wonneberg kam 1972 nach der Auflösung des Landkreises Laufen zum Landkreis Traunstein. Im Jahre 1978 wurde sie Teil einer Verwaltungsgemeinschaft.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.179 auf 1.547 um 368 Einwohner bzw. um 31,2 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeinderat gehören zwölf Mitglieder an. Seit 1. Mai 2020 verteilen sich die Mandate wie folgt:

  • Freie Bürgerliste: 5 Sitze (45,32 %)
  • Aktive Wonneberger: 4 Sitze (32,20 %)
  • Überparteiliche Wählergruppe: 3 Sitze (22,48 %)

Gegenüber 2014 konnte die Freie Bürgerliste ihre Sitze verteidigen, die Überparteiliche Wählergruppe verlor einen Sitz an die Aktiven Wonneberger. Die Wahlbeteiligung betrug 72,3 %.

Bürgermeister ist Martin Fenninger (Freie Bürgerliste), der bei der Kommunalwahl 2014 mit 66,3 % der abgegebenen Stimmen gewählt und am 15. März 2020 mit 92,1 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt wurde.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Schwarz und Gold über einem Dreiberg mit verwechselten Farben, dem eine dem unteren Schildrand folgende Kette in verwechselten Farbe aufliegt; vorne eine silberne Steckrübe mit goldenen Blättern, hinten ein wachsender, rot bewehrter schwarzer Löwe.“ Die gleichzeitig genehmigte gelb-schwarze Gemeindeflagge wird nicht verwendet.[3]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kindergarten mit 50 Plätzen werden 42 Kinder von insgesamt fünf Personen betreut. In der Volksschule werden 131 Kinder in sechs Klassen von insgesamt sieben Lehrkräften unterrichtet.

Tradition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebendig ist der Leonhardiritt, eine uralte Wallfahrt zu Pferd, zur spätgotischen Wallfahrtskirche zum Hl. Leonhard am Wonneberg. Bevor Leonhardi-Wallfahrten unter dem Jahr durch die Amtskirche 1881 untersagt wurden, suchten Pfarrwallfahrten aus den umliegenden Gemeinden Schutz und Hilfe beim Viehpatron auf dem Wonneberg. In dieser religiösen Tradition steht bis heute der Leonhardi-Ritt, der jedes Jahr am 6. November bzw. am Sonntag davor oder danach begangen wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Wonneberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 6. Januar 2018.
  3. Eintrag zu Wonneberg auf der Seite kommunalflaggen.eu

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wonneberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien