Taching am See

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Taching a.See
Taching am See
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Taching a.See hervorgehoben
Koordinaten: 47° 58′ N, 12° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Verwaltungs­gemeinschaft: Waging am See
Höhe: 478 m ü. NHN
Fläche: 26,77 km2
Einwohner: 2021 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83373
Vorwahlen: 08681, 08687
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 150
Gemeindegliederung: 55 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Salzburger Straße 1
83329 Waging am See
Webpräsenz: www.taching.de
Bürgermeisterin: Ursula Haas (CSU / Unabhängige Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Taching a.See im Landkreis Traunstein
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Taching am See (amtlich: Taching a.See) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See. Die Gemeinde mit den Ortsteilen Taching am See und Tengling liegt am Tachinger See. Dieser ist mit bis zu 27 Grad Celsius der wärmste See Oberbayerns.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taching liegt westlich des Tachinger Sees gegenüber Tettenhausen. Die Bezeichnung „am See“ ist dabei geographisch noch akzeptabel, obwohl durch die Tieferlegung der Achen, die dem Südende des Sees bei Petting entströmt, der Seespiegel 1867 um zwei Meter sank, so dass Taching nun etwas vom Seeufer abgerückt ist. So sind jetzt nur noch der Campingplatz mit der Strandbad-Gaststätte und den Freizeit- und Erholungsanlagen mit Strandbad und Sportplatz in unmittelbarer Seenähe. Der Ortsteil Tengling liegt nördlich des Tachinger Sees.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taching am See hat 55 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet von Taching sind merowingische Reihengräber nachgewiesen. Die ersten schriftlichen Belege aus dem 10. Jahrhundert weisen auf einen Besitz der Sieghardinger hin. Aus dieser Zeit könnte auch die Kirche mit dem Patrozinium des Hl. Petrus stammen, die bis 1896 eine Filialkirche von Waging war und dann zu einer selbständigen Pfarre erhoben wurde. Die Kirche stand in der Nähe der Burg Taching, dem Vorgängerbau des heutigen Berglerhofes.[3]

Taching am See gehörte seit 1275 zum Fürstbistum Salzburg und war Sitz einer Obmannschaft. Es fiel bei der Säkularisation (1803) an den Erzherzog Ferdinand von Toskana, 1805 (Frieden von Pressburg) an Österreich, welches es 1809/10 an Bayern abtreten musste. Selbstständige Gemeinde wurde Taching im Jahr 1818.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1972 wurde Taching Teil einer Verwaltungsgemeinschaft. Der Ort entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem bedeutenden Erholungs- und Ferienort.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Tengling eingegliedert.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mai 2008 ist Ursula Haas die Bürgermeisterin, sie wurde 2014 wiedergewählt.[5]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Tachinger See, der 3,95 km lang und bis zu 1,0 km breit ist, liegt ein Campingplatz. In der näheren Umgebung bietet sich die Möglichkeit für zahlreiche Freizeitaktivitäten: Wanderungen, Alm- u. Bergtouren, Angeln, Reiten, Bootsverleih, Golfplatz und -schule, Wintersport, Minigolf, Segel- und Surfschule, Trimmpfad, Kneippanlage, Tennisplatz, Beachvolleyball und Fußball. Nach 13-jähriger Abstinenz stellt der SV Taching seit der Saison 14/15 wieder eine eigene Herrenfußballmannschaft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helga Reindel-Schedl: Laufen an der Salzach. Die alt-salzburgischen Pflegerichte Laufen, Staufeneck, Teisendorf, Tittmoning und Waging. (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern Heft 55). Kommission für bayerische Geschichte, Verlag Michael Lassleben, München 1989, ISBN 3-7696-9940-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Taching am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111109/190030&attr=OBJ&val=574
  3. Helga Reindel-Schedl, Sitz Taching, 1989, S. 514–515.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 593.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/