Fanny Smith

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Fanny Smith Freestyle-Skiing
Fanny Smith (März 2015)
Nation SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag 20. Mai 1992 (25 Jahre)
Geburtsort Aigle
Größe 166 cm
Gewicht 58 kg
Karriere
Disziplin Skicross
Verein SC Villars-Gryon
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Weltmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Junioren-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Bronze0 Pyeongchang 2018 Skicross
FIS Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften
0Gold0 Voss 2013 Skicross
0Bronze0 Kreischberg 2015 Skicross
0Silber0 Sierra Nevada 2017 Skicross
JuniorenweltmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Gold0 Cardrona 2010 Skicross
Platzierungen im Freestyle-Skiing-Weltcup
 Debüt im Weltcup 6. März 2008
 Weltcupsiege 13
 Gesamtweltcup 5. (2012/13, 2013/14)
 Skicross-Weltcup 1. (2012/13)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Skicross 13 12 7
letzte Änderung: 26. März 2018

Fanny Smith (* 20. Mai 1992 in Aigle) ist eine Schweizer Freestyle-Skierin. Sie ist auf die Disziplin Skicross spezialisiert. Ihre bisher grössten Erfolge sind der Weltmeistertitel 2013, Olympiabronze 2018 und der Gewinn der Disziplinenwertung in der Weltcupsaison 2012/13.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smith wuchs in Villars-sur-Ollon im Kanton Waadt auf. Sie ist die Tochter eines US-Amerikaners und einer Engländerin, die sich beide in der Schweiz einbürgern liessen.[1] Wie bei Skicrossern üblich, war sie zunächst Alpinskifahrerin. Als 13-Jährige gewann sie die Westschweizer Jugendmeisterschaft im Super-G und wurde in der Folge in den Kader des Nationalen Leistungszentrums von Swiss-Ski aufgenommen. Als sie 16 Jahre alt war, wechselte sie jedoch zur Freestyle-Disziplin Skicross, die ihr mehr zusagte.[2]

Am 6. März 2008 debütierte Smith in Grindelwald im Freestyle-Skiing-Weltcup, konnte das Rennen aber nicht beenden. Die ersten Weltcuppunkte gewann sie am 5. Januar 2009 als 19. des Rennens in St. Johann in Tirol; dies blieb ihr bestes Ergebnis in der Saison 2008/09. Erstmals unter die besten zehn fuhr sie am 21. Dezember 2009 in Innichen, wo sie den siebten Platz erreichte. Ihren ersten Podestplatz erzielte sie am 24. Januar 2010, als Zweite in Lake Placid. Smith war bei den Olympischen Winterspielen 2010 das jüngste Mitglied des Schweizer Teams; sie schied im Halbfinale aus und klassierte sich als Siebte. Die FIS zeichnete sie einen Monat später als «Rookie of the Year» aus.[3]

Ende August 2010 gewann Smith bei den Juniorenweltmeisterschaften in Cardrona die Goldmedaille. Für diesen Erfolg erhielt sie von der Stiftung Schweizer Sporthilfe die Auszeichnung als Nachwuchsathletin des Jahres 2010. Am 19. Dezember 2010 konnte sie in Innichen ihren ersten Weltcupsieg feiern. Einen Monat später wurde sie Dritte bei den Winter-X-Games 2011. Weiter gewann sie 2011 die Schweizer Meisterschaften in Arosa. Zum Auftakt der Saison 2011/12 fuhr Smith in Innichen auf den vierten Platz; sie stürzte jedoch im Finaldurchgang und zog sich einen Kreuzbandriss zu, womit die Saison für sie vorzeitig beendet war.[4]

Im ersten Rennen der darauf folgenden Saison 2012/13 fand Smith sogleich an die Weltspitze zurück, als ihr in Nakiska der zweite Weltcupsieg gelang. Mit drei weiteren Siegen und zwei dritten Plätzen übernahm sie früh die Führung in der Weltcup-Disziplinenwertung und gab diese bis Saisonende nicht mehr ab. Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Voss wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann die Goldmedaille. In der Saison 2013/14 stand Smith siebenmal auf dem Podest eines Weltcuprennens, davon dreimal als Siegerin. Die Entscheidung um den Gewinn der Disziplinenwertung fiel erst im letzten Rennen zu ihren Ungunsten, als sie die Kanadierin Marielle Thompson noch an sich vorbeiziehen lassen musste. Enttäuschend endeten für sie die Olympischen Winterspiele 2014, als sie nach einem Fahrfehler im Halbfinale ausschied und letztlich nur den achten Platz belegte.

In der Saison 2014/15 siegte Smith dreimal. Hinzu kam ein dritter Platz, was in der Disziplinenwertung für Rang drei reichte. Bei der Weltmeisterschaft 2015 in Kreischberg gewann sie die Bronzemedaille. Das Saisonfinale in Megève konnte sie wegen einer im Training erlittenen Steissbeinprellung nicht bestreiten.[5] Bei der Qualifikation zum ersten Weltcuprennen des Winters 2015/16 im Montafon stürzte Smith schwer und brach sich das Schlüsselbein, womit sie den Rest der Saison verpasste.[6] In der Saison 2016/17 gelangen ihr sieben Weltcup-Podestplätze (fünfmal Zweite, zweimal Dritte), was in der Disziplinenwertung den dritten Rang ergab. Beim Saisonabschluss, den Weltmeisterschaften 2017 in der Sierra Nevada, gewann sie die Silbermedaille.

Mitte Dezember 2017 gelang Smith nach mehr als zweieinhalb Jahren wieder ein Weltcupsieg (der insgesamt zwölfte). Im weiteren Verlauf der Saison 2017/18 kam bisher ein zweiter Platz hinzu. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang konnte sie die Bronzemedaille gewinnen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Skicross
Platz Punkte Platz Punkte
2008/09 145. 1 47. 13
2009/10 19. 34 6. 374
2010/11 9. 46 4. 504
2011/12 107. 5 27. 50
2012/13 5. 58 1. 576
2013/14 5. 66 2. 730
2014/15 8. 49 3. 539
2016/17 13. 52,54 3. 683
2017/18 8. 53,90 2. 539

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smith errang im Weltcup bisher 32 Podestplätze, davon 13 Siege:

Datum Ort Land
19. Dezember 2010 Innichen Italien
8. Dezember 2012 Nakiska Kanada
13. Dezember 2012 Telluride USA
19. Dezember 2012 Val Thorens Frankreich
17. März 2013 Åre Schweden
21. Dezember 2013 Innichen Italien
15. März 2014 Åre Schweden
16. März 2014 Åre Schweden
6. Februar 2015 Arosa Schweiz
7. Februar 2015 Arosa Schweiz
21. Februar 2015 Tegernsee Deutschland
15. Dezember 2017 Montafon Österreich
3. März 2018 Sunny Valley Russland

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cardrona 2011: 1. Skicross

X Games[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 3. Platz Winter-X-Games 2011
  • 4. Platz Winter-X-Games 2010

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2 Siege im Nor-Am Cup
  • 1 Podestplatz im Europacup
  • 5 Podestplätze im Australian New Zealand Cup, davon 3 Siege
  • 1 Sieg im South American Cup
  • Schweizer Skicross-Meistertitel 2011
  • Nachwuchsathletin des Jahres 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fanny Smith – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La force mentale à 17 ans. (Nicht mehr online verfügbar.) Le Matin, 18. Januar 2010, ehemals im Original; abgerufen am 5. Februar 2010 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/archives.lematin.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Fanny Smith. Tourismusverband Villars-Gryon, Januar 2010, abgerufen am 5. Februar 2010 (PDF, französisch).
  3. Fanny Smith ist „Rookie of the Year“. Swiss-Ski, 23. März 2010, archiviert vom Original am 27. November 2010; abgerufen am 1. Februar 2011. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swiss-ski.ch
  4. Freestyle: saison terminée pour la Vaudoise Fanny Smith. 24 heures, 18. Dezember 2011, abgerufen am 18. Dezember 2011 (französisch).
  5. Fanny Smith am Steissbein verletzt. Neue Zürcher Zeitung, 13. März 2015, abgerufen am 14. März 2015.
  6. Fanny Smith stürzt beim Weltcup-Auftakt. Neue Zürcher Zeitung, 4. Dezember 2015, abgerufen am 5. Dezember 2015.