Femizid

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Kreuze in Lomas del Poleo Planta Alta (Ciudad Juárez, Mexiko) an dem Ort, an dem 1996 acht Leichen von Frauen gefunden wurden, die Opfer eines Femizids wurden

Femizid ist ein politischer Begriff, mit dem die Tötung von Frauen und Mädchen wegen ihres Geschlechts bezeichnet wird. Der Begriff fand ab den 1990er Jahren Verbreitung, zunächst in den USA. Ab den 2000er Jahren verwendeten auch lateinamerikanische Aktivisten und Feministinnen das Konzept in abgewandelter Form („Feminicido“), um die Gewalt gegen Frauen in Mittel- und Südamerika anzuprangern. Sie fassten den Feminicido als Staatsversagen auf. Ab 2009 griffen die Vereinten Nationen das Konzept auf, da die Gewalt gegen Frauen weltweit zunahm. 2015 etablierte die UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen die so genannte Femicide Watch. Sie rief alle Länder dazu auf, regelmäßig zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November statistische Berichte zum Femizid und zu dessen Strafverfolgung vorzulegen.

Geschichte und Definitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Anlehnung an lateinisch femina („Frau“) und lateinisch caedere („töten“)[1] wurde der englischsprachige Begriff femicide zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts in England erstmals geprägt.[2][3] In einem Rechtslexikon von 1848 wurde der Begriff als „die Tötung einer Frau“ („the killing of a woman“) definiert.[4][5] Der Neologismus blieb jedoch bis in die 1970er Jahre weitgehend ungenutzt und war weitgehend vergessen. Dann prägten Feministinnen den Begriff unabhängig von der alten Verwendung neu und gaben ihm eine politische, feministische Bedeutung.[6][7] 1976 gebrauchte die Soziologin Diana E. H. Russell den Begriff erstmals öffentlich beim Internationalen Tribunal zu Gewalt gegen Frauen in Brüssel.[8] Zu diesem Zeitpunkt verwendete sie ihn, wie sie später schrieb, implizit im Sinne von „von Männern verübte Hasstötungen von Frauen“ (im Original „hate killing of females perpetrated by males“).[9][10]

Doch erst Anfang der 1990er Jahre fand der Begriff Verbreitung. 1990 veröffentlichten Jane Caputi und Diana Russell den Artikel „Femicide: Speaking the Unspeakable“ in der feministischen Zeitschrift Ms., in dem sie den Amoklauf an der Polytechnischen Hochschule Montréal von 1989, bei dem der Täter gezielt Studentinnen tötete, als Femizid analysierten.[11][12] 1992 gaben Jill Radford und Diana Russell eine Aufsatzversammlung mit Beiträgen heraus, die von häuslichem Femizid in den USA über rassistische tödliche Gewalt gegen afrikanisch-amerikanische Frauen und Serienmorde an Frauen bis hin zu Hexenjagden in der Vergangenheit reichten. In der Einleitung charakterisierte Jill Radford den Begriff femicide kurz als „die misogyne Tötung von Frauen durch Männer“ (im Original „the misogynist killing of women by men“) und bezog ihn explizit auf sexuelle Gewalt.[13][14] Im gleichen Jahr veröffentlichte Karen Stout den ersten wissenschaftlichen Artikel, der die Tötung von Frauen durch ihre Partner als Femizid behandelte. Sie empfahl für die Analyse ein „ecological framework“ („ökologischen Rahmen“), das die verschiedenen Prozessebenen (Mikro-, Meso- und Makroebene) integrierte, was in der wissenschaftlichen Forschung zum Femizid vielfach aufgegriffen wurde.[15]

Ansätze zur Analyse von Femizid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Veröffentlichungen im Jahr 1992 wirkten bahnbrechend und führten dazu, dass nach diesem Jahr sich sowohl der Begriff Femizid als politisches Konzept als auch die wissenschaftliche Forschung dazu etablierten.[16] In den folgenden Jahren verwendeten Forscherinnen und Forscher fünf grundsätzlich verschiedene Ansätze, um den Femizid zu analysieren: den feministischen Ansatz, den soziologischen Ansatz, den kriminologischen Ansatz, den Menschenrechts-Ansatz und den dekolonialen Ansatz. Jeder Ansatz führte zu einer eigenen Definition des Begriffs Femizid.[17]

Feministischer Ansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Ansatz untersuchten Feministinnen die Gesellschaft als Patriarchat, in der Männern dominieren, was zur Diskriminierung von Frauen bis hin zu ihrer Tötung führt. Im Patriarchat sei die Diskriminierung von Frauen kulturell sanktioniert und in alle gesellschaftlichen Institutionen eingebettet.[18] Als Fakten wurden Fälle von Gewalt gegen Frauen, Vergewaltigung und Femizid, aber auch die ungleiche Verteilung der Beschäftigungsquote, Lohn- und Statusunterschiede zwischen den Geschlechtern und vieles mehr angeführt. Zu den wichtigen Vertreterinnen dieses Ansatzes gehören Diana Russell und Roberta Harmes, die 2001 eine weitere wichtige Aufsatzsammlung zur Femizid-Thematik vorlegten (Femicide in global perspective), in der sie die Definition des Begriffs femicide verfeinerten zur „Tötung von Frauen durch Männer, weil sie Frauen sind“ (im Original „the killing of females by males because they are female“).[19]

Wissenschaftlerinnen kritisierten am feministischen Ansatz zum einen, dass Unterschiede und Veränderungen der Geschlechterverhältnisse ausgeblendet werden. Zum anderen mache der Ansatz jede Frau unterschiedslos zu einem potenziellen Opfer und verhindere eine differenzierte Analyse, aus der Gegenmaßnahmen abgeleitet werden könnten. Die Allgemeinheit der Hypothese erschwere es zudem, das Ausmaß zu quantifizieren.[20][21][22]

Soziologischer Ansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der soziologische Ansatz fokussiert auf die Untersuchung der Umstände des Tötens von Frauen. Für diese Forschungsrichtung war 1998 eine Sonderausgabe der Zeitschrift Homicide Studies ein Wendepunkt, in der Jacquelyn Campbell und Carol Runyan Femizid neu definierten als „alle Tötungen von Frauen, ungeachtet des Motivs oder des Täterstatus“ (im Original „all killings of women, regardless of motive or perpetrator status“).[23] Im Zentrum dieser empirischen Forschung steht die Identifizierung von Kontexten, Falltypen, Täterprofilen und Mordfällen, bei denen die Geschlechterverhältnisse eine wichtige Rolle spielen, aber nicht unbedingt die einzige Erklärung sind. Es sollen unterschiedliche Fälle und Kontexte identifiziert werden, um herauszufinden, wie der gewaltsame Tod von Frauen wirksam verhindert werden kann. Der Ansatz hebt hervor, dass die sozialen Umstände von Frauen und Männern sich unterscheiden und Frauen und Männer von unterschiedlichen Tätertypen ermordet werden. Gerade die Tatsache, dass Frauen überwiegend von ihren Intimpartnern oder in einem familiären Umfeld getötet werden, was bei Männern überwiegend nicht zutrifft, macht Femizid in dieser Sichtweise zu einem sozialen Phänomen.[24]

Kriminologischer Ansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der kriminologische Ansatz behandelt Femizid als eine Untergruppe der Tötungsdelikte. Dieser Ansatz wird seit Anfang der 2000er Jahre verfolgt, vor allem in den Disziplinen Epidemiologie und öffentliche Gesundheitspflege. Für den Ansatz ist eine klare und trennscharfe Definition und Anwendung des Begriffs Femizid sekundär. Die Autorinnen und Autoren dieser Disziplin verwenden in wissenschaftlichen Veröffentlichungen oftmals die Begriffe Femizid und Tötung von Frauen synonym. Manche schränken dies auf „Tötung einer erwachsenen Frau“ ein, andere berücksichtigen nur die Tötung einer Frau durch ihren aktuellen oder ehemaligen Intimpartner. Noch andere verwenden eigene, spezifischere Begriffe wie „tödliche Gewalt in der Partnerschaft“ (im Original „lethal intimate partner violence“). Zum Teil wird der Begriff vermieden, aber inhaltlich äquivalent verwendet, wie zum Beispiel vom Handbook of European Homicide Research von 2012,[25] das „Tötungsdelikte an Frauen“ (im Original „female homicide“) analysiert. Die Studien dieses Ansatzes untersuchen detailliert Tötungen von Frauen in Bezug auf Alter, Ethnie, Staatsbürgerschaft der Opfer und Grad der gesellschaftlichen Gleichstellung. Ungeachtet der unterschiedlichen Terminologie gibt es bei den Forscherinnen und Forschern dieser Richtung den Konsens, dass nicht weniger als 50 % der Femizide von Intimpartnern durch eine Vorgeschichte häuslicher Gewalt charakterisiert sind. Die stärksten Prädiktoren für das tödliche Risiko bestehen danach auf individueller Ebene. Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter verringerten tendenziell das Risiko, doch könnte es zu Gegenreaktionen kommen, wenn Frauen beginnen, den gleichen Status wie Männer zu erreichen.[26]

Die fortschreitende Aufweichung und Verallgemeinerung der Femizid-Definition beim soziologischen und kriminologischen Ansatz wurde kritisiert, da das Konzept auf diese Weise seiner politischen Bedeutung beraubt werde.[27]

Menschenrechts-Ansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Menschenrechts-Ansatz entwickelte sich ab 1993, nachdem die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Resolution Erklärung über die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen beschlossen hatte. Die Erkenntnis, dass Femizide weltweit zunahmen und ungestraft blieben, veranlasste den Academic Council of the United Nations System (ACUNS) in Wien regelmäßig Symposien zum Thema Femizid durchzuführen. Das Ziel der Symposien war, die Mitgliedsstaaten dazu zu bewegen, institutionelle Initiativen zur Verbesserung der Femizid-Prävention und des rechtlichen Schutzes für Überlebende der Gewalt zu ergreifen. ACUNS beschreibt Femizid als weitreichendes Phänomen und zählt dazu Mord, Folter, Ehrenmord, Mitgift-bezogene Tötungen, Kindstötungen, geschlechtsbezogene pränatale Selektion, Genitalverstümmelungen und Menschenhandel.[28]

Dekolonialer Ansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der dekoloniale Ansatz analysiert Fälle von Femizid im Kontext von Kolonialherrschaft, einschließlich so genannter „Ehrenverbrechen“. Die Kriminologin Nadera Shalhoub-Kevorkian entwickelte ihn in Bezug auf den Nahen Osten und die nordafrikanischen Länder. Shalhoub-Kevorkian wies darauf hin, dass das Strafrechtssystem sowie der sozio-kulturelle Kontext in den Ländern dieser Regionen dazu beigetragen hätten, die Täter von Gewaltvergehen an Frauen nicht zu belangen, sondern stattdessen Entschuldigungen für die Taten geltend zu machen. Außerdem würden die weiblichen Opfer oftmals für die an ihnen verübten kriminellen Handlungen verantwortlich gemacht. Diese Strafrechtssysteme betrachteten an Frauen verübte Verbrechen als private statt als öffentliche Angelegenheiten, die innerfamiliär zu regeln wären. Shalhoub-Kevorkians Recherchen im Gebiet der Palästinensischen Autonomiebehörde zeigten, dass in manchen Fällen Beweise absichtlich falsch interpretiert wurden und Täter geringer bestraft wurden als eigentlich angezeigt. Die diskriminierende Rechtspraxis führte sie auf sozialen und politischen Druck zurück, der auf das Justizsystem ausgeübt würde. Dieses sollte sich mit „wichtigeren“ Themen als Ehrenverbrechen befassen. Sie schrieb: „Einer Nation unter einem politischen Banner zu dienen wird zur Lizenz für das Töten von Frauen, um die Ehre derjenigen zu schützen, die vorgeben, Teil des Kampfes gewesen zu sein.“ (im Original „Serving a nation under a political banner becomes a license to kill females, in order to preserve the honor of those who claim to have been part of the struggle.“).[29] Sie bezog sich auf das Konzept des „Diskurses der kolonialen Vorherrschaft des Westens“ von Leila Ahmed und wies darauf hin, dass „Ehrenmorde“ beispielsweise zu einem Symbol des Widerstands gegen die Kolonisatoren geworden sind.[30]

Bei der Analyse der starken Zunahme der Gewalt gegen Frauen in Ramla während der israelischen Besatzung kamen Shalhoub-Kevorkian und Suhad Daher-Nashif zu dem Schluss, dass sie weniger kulturell mit „Ehrenverbrechen“ zu erklären sind, sondern es sich um Femizide im breiteren Kontext der Kolonisierung und zunehmenden räumlichen Segregation der palästinensischen Gemeinden handeln würde.[31][30]

Shalhoub-Kevorkian hat eine erweiterte Definition des Femizids vorgeschlagen: „Femizid ist der Prozess, der zum Tod führt und eine Situation schafft, in der es für das Opfer unmöglich ist zu ‚leben‘.“ (im Original „Femicide is the process leading to death and the creation of a situation in which it is impossible for the victim to “live.”) Femizid ist nach Shalhoub-Kevorkian die Gesamtheit der hegemonialen männlich-sozialen Methoden, mit denen die Rechte, das Fähigkeitspotenzial und die Macht der Frauen, sicher zu leben, zerstört werden. Dazu gehören Missbrauch, Bedrohung, Übergriffe und Angriffe, mit denen Frauen erniedrigt und gedemütigt werden. Das führe zu ständiger Angst, Frustration, Isolation und Ausgrenzung und nehme Frauen die Kontrolle über ihr Intimleben. Aus ihrer Sicht ist Femizid kein reines Gender-Thema, sondern auch eine politische Frage.[30]

Femizid in Lateinamerika und der Begriff Feminicido[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1990er Jahren entwickelte sich in Lateinamerika eine Bewegung gegen Gewalt gegen Frauen im Zuge dessen der Begriff Feminicido geprägt wurde. Ausgangspunkt waren die Kämpfe in Mexiko, die die Opferangehörigen und Aktivistengruppen ab 1993 gegen die Frauenmorde von Ciudad Juárez, einer Stadt im Bundesstaat Chihuahua an der Grenze zu den USA, führten. Jedes Jahr wurden in dieser mexikanischen Stadt mehrere Hundert Frauen missbraucht und getötet. Die Behörden zeigten nur wenig Engagement bei der Aufklärung der Verbrechen. Nur wenige Täter wurden gefasst und verurteilt.[32]

Aktivistinnen, die ab 1993 Daten zu den Morden sammelten, veröffentlichten diese von Anfang an mit der Bezeichnung Femizid (Femicidio).[33] Doch die übliche Bezeichnung war „las muertas“ („die toten Frauen“) und bei Demonstrationen dominierte der Slogan „Ni Una Más“ („Nicht eine mehr“). Nach der Entdeckung der Leichen von acht Frauen in Ciudad Juárez im Dezember 2001, die vor ihrer Ermordung extrem missbraucht und gefoltert worden waren, wandelte sich die bis dahin nationale Kampagne gegen die Gewalt zu einer transnationalen. 300 lokale, nationale und transnationale feministische und Menschenrechts-Organisationen schlossen sich zu einem transnationalen Netzwerk zusammen. Das Netzwerk baute Beziehungen zu vielen internationalen Organisationen auf, darunter Amnesty International, dem UN-Ausschuss für die Beseitigung der Diskriminierung der Frau und die UN-Sonderberichterstatterin gegen Gewalt gegen Frauen. Zwischen 1998 und 2007 wurden mehr als 24 Berichte und insgesamt 200 Empfehlungen veröffentlicht, die Frauendiskriminierung und fehlende Gleichberechtigung als die Hauptursache der Gewalt gegen Frauen in der Region Chihuahua und das Versagen der mexikanischen Institutionen, diese zu verhindern und zu bestrafen, identifizierten.[32]

Marcela Lagarde, 2012

Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre veröffentlichten mehrere lateinamerikanische Wissenschaftlerinnen und Aktivistinnen Berichte und Artikel, die den Femizid in Lateinamerika anprangerten.[34][35][36][37] Sie übersetzten den englischen Begriff Femicide dabei mal mit Femicidio – was die direkte Übertragung wäre –, mal mit Feminicidio. Die feministische Anthropologin und Politikerin Marcela Lagarde begründete den Vorzug, den sie Feminicido gab, damit, dass Femicidio Homicidio (Mord) direkt entsprechen würde und einfach die Ermordung einer Frau bedeuten würde.[38]

2004 organisierte die Ni Una Más-Kampagne ein Tribunal zur Aufklärung über die Missachtung der Menschenrechte von Frauen in Chihuahua. Marcela Lagarde stellte dabei, Diana Russells Femizid-Konzept abwandelnd, Feminicidio als ein Staatsverbrechen dar, da der Staat Frauen nicht beschützte und keine Bedingungen schuf, um die Sicherheit von Frauen im öffentlichen und im privaten Raum sicherzustellen. Dies sei besonders gravierend, wenn der Staat seiner Pflicht nicht nachkäme, die Achtung der Gesetze zu gewährleisten.[32] Die Aktivistengruppen in Mexiko und später in ganz Lateinamerika griffen diese neue Konzeption von Feminicido begierig auf und verwendeten es als Rahmen für ihre Kampagne, in der sie das Versagen des mexikanischen Staates anprangerten. Ihr Ziel war den Staat im eigenen Land und international zu beschämen und so unter Druck zu setzen.[32][39]

Lagarde hat beklagt, dass der Begriff Feminicide oftmals nicht zutreffend, sondern für jeden Mord einer Frau verwendet wird.[40] 2014 nahm das Diccionario de la lengua española (Wörterbuch der spanischen Sprache) Feminicido mit der Erläuterung „Mord an einer Frau aufgrund ihres Geschlechts“ auf.[41] Diese Definition wurde als unzureichend kritisiert.[42] Im Dezember 2018 änderte das Wörterbuch die Erläuterung ab. Sie lautet nun „Ermordung einer Frau durch einen Mann wegen Machismo oder Frauenfeindlichkeit“.[43][44]

Engagement der Vereinten Nationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinten Nationen ernannten 1994 erstmals eine UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen, deren Ursachen und Auswirkungen. In zwei Berichten fasste die erste Sonderberichterstatterin Radhika Coomaraswamy 1995 und 2002 zusammen, dass häusliche Gewalt auf Ideologien und kulturelle Praktiken zurückzuführen sind, die einerseits Frauen auf traditionelle Rollenvorstellungen festschrieben. Andererseits würde damit Gewalt bis hin zu „Ehrenmorden“ gegen Frauen legitimiert, die sich nicht konform zu diesen traditionellen Vorstellungen verhielten.[45][46]

Rashida Manjoo, UN-Sonderberichterstatterin, 2014

Der Bericht der ab 2009 tätigen Sonderberichterstatterin Rashida Manjoo von 2012 an den UN-Menschenrechtsrat fokussierte – als erstes UN-Dokument überhaupt[47] – auf Femizid. In dem Bericht betonte Manjoo als Fazit, dass geschlechtsbezogene Tötungen von Frauen keine isolierten Phänomene seien, die plötzlich und unerwartet auftauchten. Vielmehr stellten sie das Ende einer Entwicklung von nach und nach eskalierender Gewalt dar. In dem Bericht wurde festgestellt, dass die Häufigkeit solcher Tötungen weltweit zunehme.[48]

Am 25. November 2015, anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, rief die neue Sonderberichterstatterin Dubravka Šimonovic alle Staaten dazu auf, eine Femizid-Überwachung (im Original „femicide watch“) zu etablieren. Sie schlug vor, die Femizid-Fälle nach Alter und Ethnizität der Opfer und nach Geschlecht der Täterinnen und Täter aufzuschlüsseln und auch die Täter-Opfer-Beziehungen zu erfassen. Diese Daten sollten jährlich am 25. November zusammen mit Angaben zur Verfolgung und Bestrafung der Täter veröffentlicht werden. Drei Jahre später wiederholte sie den Aufruf. Mehr als 20 Länder haben entsprechende Berichte vorgelegt, darunter Österreich und die Schweiz.[49][46][50][51] 2017 etablierte die UN die Webplattform Femicide Watch, die über Definitionen, Studien und Statistiken zum Femizid informiert.[52]

Aktivitäten in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Meilenstein für Europa im Hinblick auf Gewalt gegen Frauen war die Verabschiedung der Istanbul-Konvention (Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt) durch den Europarat 2011. Mit ihr wurden verbindliche Rechtsnormen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt geschaffen.[53] Allerdings behandelt die Istanbul-Konvention die Thematik Femizid nicht explizit.[54]

Die Europäische Union initiierte Forschungsprogramme, um ein Monitoring-System für Femizide zu entwickeln, so dass gezielt Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten, darunter insbesondere das von 2013 bis 2017 laufende Programm „Femicide across Europe“ (COST Action IS1206).[54] Dieses Programm wie auch das European Institute for Gender Equality (EIGE) verwenden jeweils zwei Femizid-Definitionen parallel: eine allgemeine Definition und eine Definition für statistische Zwecke. Die allgemeine Definition greift dabei wieder auf Diana Russells Definition zurück, wonach Femizid die Tötung von Frauen und Mädchen wegen ihres Geschlechts ist. Das EIGE beschränkt die statistische Definition von Femizid auf die Tötung einer Frau durch Intimpartner oder den Tod einer Frau aufgrund von für Frauen schädlichen Praktiken.[55][27]

Typologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mord im Haus, 1890, von Jakub Schikaneder. Schikaneder malte diese Geschichte eines Frauenmordes in den unteren Gesellschaftsschichten auf eine mehr als zwei Meter hohe und drei Meter breite Leinwand. Damit stellte er das Bild und sein Motiv von der Wichtigkeit her mit Historienbildern gleich. Diese Werke werden allgemein aufgrund ihrer unterstellten Bedeutung für die Gesellschaft großformatig ausgeführt.[56]

Wie die UN-Sonderberichterstatterin Rashida Manjoo 2012 darstellte, kann ein Femizid eine direkte oder aktive Tötung sein oder eine indirekte oder passive Tötung.[48] Zu den indirekten Tötungen gehören Todesfälle aufgrund schlecht durchgeführter oder heimlicher Abtreibungen, Müttersterblichkeit, Todesfälle durch schädliche Praktiken wie weibliche Genitalverstümmelung, Todesfälle im Zusammenhang mit Menschenhandel, Drogenhandel, organisierter Kriminalität und Bandenaktivitäten, der Tod von Mädchen oder Frauen durch Vernachlässigung, Verhungernlassen oder Misshandlung und vorsätzliche Handlungen oder Unterlassungen des Staates.

Manjoo unterteilte die direkten Tötungen nach dem Kontext der Tötung. Hierbei nannte sie Gewalt in der Partnerschaft, Zauberei/Hexerei, „Ehre“, bewaffnete Konflikte, Mitgift, geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung und ethnische und indigene Identität.[48] Die WHO unterscheidet Femizid nach Intim-Femizid, Morden im Namen der „Ehre“, Mitgift-bezogenem Femizid und Nicht-intimen Femizid.[57]

Oftmals werden Femizide nach der Beziehung zwischen Opfer und Täter unterteilt, wie beispielsweise von Diana Russell im Jahr 2008:[58]

  • Intimer Femizid oder Intim-Femizid: Tötung durch Intimpartner wie Ehemann, Lebenspartner, Freund, Sexualpartner – jeweils aktuell oder früher
  • Familiärer Femizid: Tötung durch Väter, Brüder, Stiefväter, Schwiegerväter, Schwager, andere männliche Angehörige
  • Tötung durch andere bekannte Täter, zum Beispiel männliche Freunde der Familie, männliche Autoritätsfiguren (Lehrer, Priester, Arbeitgeber), Kollegen
  • Tötung durch Fremde

Konkrete Ausprägungen des Femizids[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Physische Misshandlung bis zum Mord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Motive und Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Literatur zu dem Thema sind die Ursachen für physische und psychische Misshandlung von Frauen bis hin zu ihrer Ermordung vielschichtig. Kerry legt dem Femizid ein binäres Modell[59] zugrunde, nach dem Femizid zwei Ausgangspunkte aufweist: Ausgangspunkt eins sieht das Opfer als unterdrückte Frau, die es aufgegeben hat, sich zu emanzipieren. Ausgangspunkt zwei nimmt im Gegenteil an, dass es sich beim Täter um einen sozial unbeholfenen und abhängigen Mann handelt, welcher im Rahmen eines erweiterten Suizids erst seine emanzipierte Partnerin und dann sich selbst tötet. Gemäß Jan Kilzilhan sind Beziehungstat und Familiendrama im Gegensatz zum Ehrenmord auf den inneren Konflikt des Mannes, ausgelöst durch Eifersucht oder Verlust zurückzuführen. Bei Ehrenmördern spielt auch der soziale Konflikt, also die Gruppe, eine Rolle.[60]

In kriegerischen Auseinandersetzungen werden Frauen häufig aus strategischen Gründen misshandelt. Während des Bürgerkriegs in Guatemala wurden ganze Gemeinden als Basis der Guerilla stigmatisiert und in Massakern ausgelöscht, um die Kontinuität des Lebens in den indigenen Gemeinden zu zerstören. Während der Politik der verbrannten Erde von 1982 bis 1983 war laut der Kommission für Historische Aufklärung (CEH) die Vergewaltigung als Folter oder vor dem Mord übliche Praxis. Die Mehrzahl der Opfer waren Maya.[61] Eine Aufklärung oder gar Aufarbeitung dieser Verbrechen hat kaum stattgefunden. Nach dem Bürgerkrieg, zwischen 2001 und 2011, wurden etwa 5700 Frauen in Guatemala getötet, meist verbunden mit außergewöhnlicher Brutalität in Form von Verstümmelung, Vergewaltigung und Zerstückelung. Die Art wie die Behörden darauf reagieren, ist meist diskriminierend.[62]

Die Länder Lateinamerikas verweisen oftmals auf die durch Bürgerkriege gekennzeichnete Vergangenheit sowie die aktuell bestehenden Drogenkonflikte, um die generell hohe Gewaltbereitschaft zu erklären, die letztlich auch in der Gewalt gegen Frauen mündet (siehe Femizid in Lateinamerika). Gewaltverbrechen an Frauen werden heruntergespielt und als normal betrachtet. Genau in dieser gesellschaftlichen Toleranz und Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt an Frauen liegt Journalistinnen zufolge der Unterschied zwischen generell hoher Gewaltbereitschaft und den Ursachen für Femizid:[63]

„Entscheidende Ursache des Femizids ist das noch immer von Macho-Denken und patriarchalen Strukturen geprägte Rollenverständnis in den Gesellschaften der Region. Das Bild der Frau ist geprägt von Unterordnung und Minderwertigkeit. Wird die patriarchalische Geschlechterrolle des Mannes und die daraus resultierende Machtverteilung zwischen den Geschlechtern infrage gestellt – sei es durch emanzipatorisches Verhalten oder eine Betätigung der Frauen, die ihnen wirtschaftliche Autonomie ermöglicht – ist die Gefahr groß, dass es zu Konflikten (innerhalb der Familien) und Gewaltanwendung kommt“

Anna Schulte, Olga Burkert: [63]

„Wir glauben, dass Frauenmorde und Gewalt an Frauen Resultat der historisch ungleichen Machtverhältnisse von Männern und Frauen sind. Sie sind Teil einer patriarchalen Kultur, in der die Frauen besessen und benutzt werden“

León Satizo: Guatemaltekische Anwältin[64]

Gegenmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2007 verabschiedete die Generalversammlung der UN eine Resolution (A/RES/61/143) bzgl. der verschiedenen Manifestationen von Gewalt gegen Frauen (Violence against Women, VAW), auch um die Bemühungen im Kampf gegen den Femizid zu intensivieren.[65] Die Reports für die verschiedenen Länder dokumentieren Fortschritte in der Legislative; diese garantieren jedoch keine praktisch funktionierende Strafverfolgung und keinen (präventiven) Schutz der Frauen. So werden in den betroffenen Ländern Lateinamerikas Opfer von Gewalt häufig stigmatisiert und ausgegrenzt. Behörden dokumentieren Frauenmorde nicht oder lückenhaft, Beweise „gehen verloren“, Anzeigen werden unzureichend aufgenommen und Zeugenaussagen in Frage gestellt. Demzufolge wird ein Großteil der Täter nicht bestraft und oft nicht einmal strafrechtlich verfolgt.[63]

Im März 2013 tagten Delegierte von 193 Staaten und 6000 NGOs knapp zwei Wochen lang bei der UN-Weltfrauenkonferenz und handelten ein Vertragswerk aus. Unter anderem wurde beschlossen, zukünftig von einem Femizid zu sprechen, wenn Frauen allein wegen ihres Geschlechts ermordet werden. Das Papier verpflichtet die Staaten dazu, die Rechte von Frauen und Mädchen genauso zu schützen wie die von Männern und Jungen. Die sexuelle Selbstbestimmung aller Menschen wurde ebenso festgehalten wie das Recht auf gynäkologische Versorgung.[66]

Feministinnen und Frauenrechtsorganisationen machen seit Jahren auf die steigenden Frauenmordraten aufmerksam. So arbeiten in Zentralamerika und Mexiko viele Frauen daran, den Opfern von Gewalt eine Stimme zu geben. Sie führen Frauenmorde in unabhängigen Registern auf, begleiten die Angehörigen im Kampf mit den Behörden und versuchen, durch Proteste und Kampagnen die Gesellschaft zu sensibilisieren. Aktivistinnen und Anwältinnen sind bei ihrer Arbeit massiven Anfeindungen bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt. 2010 wurden drei Menschenrechtlerinnen aus Ciudad Juárez ermordet.[67]

Weibliche Kindstötung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine besondere Form des Femizids stellt der weibliche Infantizid dar. Neugeborene Mädchen sind global deutlich häufiger von Tötung, Aussetzung oder Vernachlässigung betroffen als Jungen. Dies ist schon für das vorchristliche Römische Reich belegt.[68]

„Zu weiblichen Infantiziden kommt es vorrangig im asiatischen Raum, wo die Praktik bereits seit Jahrtausenden verhaftet sein soll. China, Indien, Bangladesch, Nepal und Pakistan sind besonders betroffen. […] Ungewöhnlich hohe Sterberaten von weiblichen Babys wurden aber auch in Lateinamerika, namentlich in Ecuador, Mexiko, Peru und Uruguay, festgestellt. Die Methoden zur Tötung eines Neugeborenen reichen vom Entzug von Nahrung und Wasser, der Gabe von Dünger, brühend heißer Hühnersuppe, Salz oder giftigen Pflanzenextrakten bis hin zum Ersticken oder Brechen des Genicks. In Indien wird der Infantizid oftmals durch die Schwiegermütter, durch Hebammen, die von den Eltern beauftragt werden, oder im Krankenhaus ausgeführt.“

Romy Klimke[69]

In China sind über 95 % der Waisenkinder ausgesetzte Mädchen.[70]

Selektive Abtreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In zahlreichen Ländern Nordafrikas und Zentral- und Ostasiens werden Jungen gegenüber Mädchen bei Geburten bevorzugt. Seit es möglich ist, das Geschlecht durch Ultraschalluntersuchungen vor der Geburt zu bestimmen, wird in China und indischen Bundesstaaten (Punjab, Delhi, Gujarat), in Südkorea (in schwächerer Form in zahlreichen weiteren Ländern) und im Südkaukasus (Aserbaidschan, Armenien, Georgien) ein sehr starker Überhang an registrierten Geburten von Jungen gegenüber Mädchen festgestellt, der nur durch (meist illegale) gezielte Abtreibung weiblicher Föten erklärbar ist.[71][72] Dies zeigt sich in abgeschwächter Form sogar an asiatischen Einwanderern in den USA und Großbritannien gegenüber den anderen Bevölkerungsgruppen.[73][74] Der Demographieforscher Christophe Guilmoto vom Institut für Entwicklung an der Universität Paris-Decartes schätzt, dass durch selektive Abtreibungen und Kindstötungen allein in Asien 117 Millionen Frauen fehlen. Ein UN-Bericht aus dem Jahr 2010 verzeichnet 85 Millionen verhinderte Frauenleben allein in China und Indien.[75]

„Die Motive für den Mord an der ungeborenen Tochter entstammen einer sehr zeitgemäßen Einstellung – man will große Hochzeiten, große Geschenke und einen stolzen Sohn, aber keine wirtschaftlich unnütze Tochter. Über unsere Mädchen fegt ein tödlicher Tsunami, wir erleben einen ethischen Zusammenbruch unserer Gesellschaft, aber niemand regt sich auf.“

Shanta Sinha: Vorsitzende der nationalen Kommission für Kinderrechte in Indien[75]

Auf dem europäischen Kontinent ist die Abtreibung weiblicher Föten ebenfalls verbreitet. In einer Resolution des Europarats vom November 2011[76] heißt es, die „pränatale Geschlechtsselektion hat besorgniserregende Ausmaße angenommen“[77] Normalerweise kommen auf 105 Jungen 100 neugeborene Mädchen. In Albanien etwa sind es 112 Jungen.[78] Beim UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) werden die Zahlen als „erschütternd“ bezeichnet. Neben Albanien gibt es Berichte über geschlechtsspezifische Tötungen ungeborener Mädchen auch aus Bosnien, Montenegro und Kroatien.

Motive und Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christophe Guilmoto nennt als Ursache für die Abtreibung weiblicher Föten eine fast schon „archaische Einstellung“: Jungen tragen den Familiennamen weiter, Mädchen geben ihn bei der Heirat auf. In Indien hat der Mord an Töchtern auch wirtschaftliche Gründe. Schon früher war eine Tochter wegen der hohen Aussteuer eine Last; heute fallen außerdem noch Schul- und Erziehungskosten an. Aus ökonomischen Gesichtspunkten entscheiden sich immer mehr indische Ehepaare für eine Kleinfamilie. In China war durch die „Ein-Kind-Politik“ die Zahl der Kinder gesetzlich begrenzt. Viele chinesische Paare wollen in diesem Fall zumindest einen Sohn. Untersuchungen zufolge ist das Geschlechterverhältnis bei der ersten Geburt nahezu ausgeglichen (Jungen:Mädchen 1,065:1). War das erste Kind ein Mädchen, ist ein massiver Überschuss von Jungen bei der zweiten Geburt (1,494:1) festzustellen.[79] Während Abtreibungen aufgrund des Geschlechts früher jedoch noch selten waren, haben drei Dinge die Lage der schwangeren Frau vor allem in den Schwellenländern grundsätzlich verändert: das Ultraschallgerät, das Kalkül der Kleinfamilie und die Abtreibungspille. Auch wenn es in vielen Ländern illegal ist, das Geschlecht eines Ungeborenen per Ultraschall zu bestimmen, ist es trotzdem weit verbreitet.

Gegenmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regierungen in Ländern wie Indien und China haben in den 2000er Jahren Aufklärungsprogramme beschlossen; sie haben Gesetze geschaffen, die den Geschlechtermord verbieten und Ärzten für die Geschlechterbestimmung hohe Strafen androhen. Der Nutzen ist bisher jedoch gering. Laut Ostasien-Experte Georg Blume fehlt es an politischem Willen. In China ist die Nationale Planungskommission für Familie und Bevölkerung verantwortlich. Ihre Vorsitzende, Li Bin, versprach 2012, im nächsten Fünfjahresplan für ein größeres Geschlechtergleichgewicht zu sorgen. Effektive Maßnahmen wurden bislang nicht getroffen.[75] In Indien erzielte der ehemalige Gesundheitsamtsleiter des Bundesstaates Haryana, Deepak Dahiya temporäre Erfolge. Haryana ist einer der besonders patriarchalisch geprägten Bundesstaaten Nordindiens, in denen der Frauenanteil schon immer gering war. Als die indische Regierung 1996 ein neues Gesetz erließ, das die Geschlechtsbestimmung von Föten unter hohe Gefängnisstrafe stellte, griff Dahiya als Leiter des Gesundheitsamtes hart durch und brachte 30 Ärzte, die illegal Ultraschalluntersuchungen durchgeführt hatten, in den Jahren von 2001 bis 2005 vor Gericht. Die Mädchengeburten in Haryana zogen aufgrund des harten Durchgreifens an. Seit der Pensionierung von Dahiya im Jahr 2005 nahm der Femizid jedoch wieder zu.[75]

Weil Abtreibung dem Gesundheitsbereich zugeordnet wird, und nicht der Menschenrechtspolitik, gibt es derzeit in der Europäischen Union keine rechtliche Handhabe, gegen die Abtreibungspraxis bei EU-Kandidaten auf dem Balkan vorzugehen.

Die Schweizer Abgeordnete Doris Stump engagierte sich 2011 im Europarat gegen die vorgeburtliche Geschlechterselektion. In der Entschließung des Europarats aus dem Jahr 2011 rügt dieser insbesondere die vorgeburtliche Selektion nach Geschlecht in Albanien, Aserbaidschan, Armenien und Georgien.[80] Auch in Deutschland wurden Maßnahmen gegen die selektive Abtreibung von weiblichen Nachkommen getroffen. Das Gendiagnostikgesetz verbietet die Mitteilung des Geschlechtes des Embryo oder Fötus vor Ablauf der zwölften Schwangerschaftswoche.[81]

Mögliche langfristige Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Folge selektiver Abtreibungen droht nach Ansicht einiger Experten noch in diesem Jahrhundert das größte Geschlechterungleichgewicht der Menschheitsgeschichte. Demographieforscher Christopher Guilmoto nennt diese Entwicklung eine „alarmisierende Maskulinisierung“ der Welt (vergleiche Maskulinismus).[75]

Die indische Ökonomin Jayati Ghosh von der Jawaharlal Nehru University in Delhi sieht in dem langfristigen Mangel an Frauenarbeitskraft eine akute Bedrohung für das Wachstum in den dynamischsten Volkswirtschaften der Welt in Asien.[75]

Soziologen zufolge könnte der Frauenmangel eine zukünftige Ursache für soziale Gewalt und Krieg sein. Männerplus und Kapitalakkumulation können eine verstärkte Militarisierung zur Folge haben. Die Schweizer Abgeordnete im Europarat Doris Stump warnt außerdem vor einer Zunahme von Frauenhandel, Prostitution und Gewalt in Familien. Politiker in China müssen in Zukunft Wege finden, wie sich ein Sozialsystem stabilisieren lässt, in dem eine große Anzahl junger Männer ohne Aussicht auf verlässliche soziale Bindung bleiben wird. 2010 kamen auf 100 neugeborene Mädchen 118 Jungen. Aus diesem Grund werden im Jahr 2020 voraussichtlich 15 bis 20 % der Männer im heiratsfähigen Alter keine Partnerin finden. Folge dieser Entwicklung ist schon heute ein Raub von Frauen; auf Jobmessen kommt es immer wieder zu Entführungen von jungen Wanderarbeiterinnen, die später an Junggesellen verkauft werden.[82] ^

Anschlag / Attentat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewalt gegen Frauen äußert sich auch in Anschlägen, bei denen sich Täter auf die Frauen oder Mädchen in gesellschaftlichen Gruppen fokussieren.

Am 6. Dezember 1989 wurden vierzehn junge Frauen an der École polytechnique de Montréal durch Marc Lépine ermordet. Ihr Mörder hinterließ eine Nachricht, die sein Handeln durch den Hass auf die Feministinnen erklärt. Es dauerte viele Jahre, bis das Verbrechen als erster Massen-Femizid bezeichnet wurde.[83]

Beim Amoklauf von Winnenden und Wendlingen am 11. März 2009 versuchte der Täter in der Schule gezielt Frauen und Mädchen zu töten. Zu seinen Opfern gehörte ein Schüler, jedoch tötete er acht Schülerinnen und eine Lehrerin. Neun weitere Schülerinnen und eine Lehrerin wurden verletzt in Krankenhäuser eingeliefert. Ein Motiv des Täters soll Frauenhass gewesen sein.[84]

Informationssysteme zu Femizid und Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie die UN-Sonderberichterstatterin Rashida Manjoo 2012 darstellte, weisen die Informationssysteme zu Femizid noch große Schwächen auf. Die schlechte Datenqualität behindere die Analyse von Femiziden, die Entwicklung sinnvoller Präventionsstrategien und das Eintreten für eine verbesserte Politik. Die Sammlung der Daten wird durch die unterschiedlichen Definitionen und Klassifikationen, die für Femizide verwendet werden, erschwert.[48]

Eine Untersuchung der bisherigen Ansätze zur quantitativen Erfassung der Fallzahlen von Femizid in verschiedenen europäischen Ländern ergab 2018, dass diese meist auf nationalen Kriminalstatistiken beruhen und in der Regel zwischen den Ländern nicht vergleichbar waren. Zwar erfassen die meisten Staaten das Geschlecht der Opfer und/oder Täter in den Tötungsdaten, doch die Definition von Tötungsdelikten, die Kategorisierung von Tötungen und die Modalitäten der Datenerhebung unterscheiden sich erheblich. Zudem werden für die Unterkategorien das Geschlecht von Opfer und Täter oft nicht erfasst, nur für Tötungsdelikte als Ganzes. In vielen Ländern sagen die erfassten Daten nichts über die Motive der Straftaten sowie die Beziehungen zwischen Opfern und Tätern (z. B. ob die Straftat gegen einen Intimpartner begangen wurde) aus.[85] Um das Vorkommen von Femizid adäquat zu erfassen, müssen daher neben Kriminalstatistiken zusätzliche Quellen herangezogen werden. Um beurteilen zu können, ob politische Institutionen und Gesellschaften Femizide erfolgreich verhindern konnten, müssen zeit- und länderübergreifende Daten gesammelt werden.[86]

Mehrere internationalen Organisationen haben begonnen, länderübergreifende Daten zu Tötungen mit besonderer Berücksichtigung des Geschlechts des Opfers zu sammeln.[87] Die WHO stellt auf Basis nationaler Sterbestatistiken Daten zu Morden aufgeschlüsselt nach dem Geschlecht der Opfer zusammen. Da aber die Angaben zum Geschlecht der Täter oder zur Opfer-Täter-Beziehung fehlen, sind keine Rückschlüsse auf Femizid-Raten möglich.[88][89]

Eurostat stellt Statistiken der Tötungsdelikte sowie der Rechtsprechung auf Basis der Angaben der EU-Mitgliedsstaaten zusammen. Dabei werden die Opfer von Tötungsdelikten nach Alter, Geschlecht und Beziehung zum Täter oder zur Täterin erfasst. Weiterhin werden Täter und Täterinnen nach Verfahrensstufen (verdächtigt, angeklagt, verurteilt) nach Alter und Geschlecht verzeichnet. Die Daten, die auf den amtlich registrierten Straftaten beruhen, werden seit 2008 jährlich erhoben. Von den 28 EU-Mitgliedsstaaten stellen 14 Länder – darunter Deutschland –, die Daten zu Tötungsdelikten unter Angabe des Geschlechts der Opfer und der Opfer-Täter-Beziehung bereit. Weitere 14 Länder – darunter Österreich – verfügen zumindest über die Daten zum Geschlecht des Opfers. Sechs Länder können hierzu keine Angaben machen. Bei den Tätern und Täterinnen nach Verfahrensstufen können nur 5 EU-Staaten Angaben nach Geschlecht des Opfers und der Opfer-Täter-Beziehung machen. 7 Länder differenzieren hierbei zumindest nach dem Geschlecht des Opfers. 16 Staaten, darunter Deutschland und Österreich, können hierzu keine detaillierten Angaben machen.[90][91]

In dem von Marieke Liem an der niederländischen Universität Leiden koordiniertem Projekt European Homicide Monitor (EHM) werden in einer Datenbank differenzierte Daten zu Tötungsdelikten in Finnland, Schweden und den Niederlanden erfasst, wobei Informationen zu Geschlecht von Opfer wie Täter und auch Hintergrundinformationen zu den Fällen erfasst werden. Das Projekt nutzt Informationen aus den Medien, Todesfallstatistiken, Polizei- und Gerichtsstatistiken und andere verfügbare Quellen.[92][93]

Die UNODC legt seit 2011 Studien zu Tötungsdelikten weltweit vor – Global Study on Homicide 2011, 2013, 2019 –, wobei auch Daten zu geschlechtsbezogenen Tötungsdelikten ausgewiesen werden. Die Studien beruhen auf der Internationalen Klassifikation von Kriminalität für statistische Zwecke,[94] die sowohl auf Verwaltungsunterlagen als auch auf aus Umfragen gewonnenen Daten beruht. Die Klassifikation spezifiziert keine Straftaten, sondern konzentriert sich vielmehr auf die Motivation hinter der Straftat. Das heißt, der Rahmen für die Klassifizierung von Straftaten basiert auf Verhaltensbeschreibungen statt auf gesetzlichen Vorschriften. Femizid ist in dieser Klassifikation Teil des „vorsätzlichen Tötungsdelikts“. Die UNODC-Ansatz unterscheidet hierbei nach dem situativen Kontext, nach der Beziehung zwischen Opfer und Täter und nach dem Tötungsmechanismus. Der situative Kontext bezieht sich darauf, ob der Tötungsvorgang zwischen zwei Personen stattfindet, die in einer früheren Beziehung zueinander standen, oder ob ein Tötungsvorgang verwandt ist zu anderen kriminellen Aktivitäten oder ob es gesellschaftspolitischer Natur ist. Die Opfer-Täter-Beziehung zwischen Opfer und Täter wird danach differenziert, ob der Täter eine intime Beziehung zum Opfer hatte, ein Familienmitglied oder eine andere dem Opfer bekannte Person war oder ob der Täter dem Opfer unbekannt war.[95][96]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltweit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ermordung durch gegenwärtige oder ehemalige Partner wird als Intimer Femizid bezeichnet. Voruntersuchungen zu einer Studie der WHO im Jahr 2012 zeigen, dass 35 % der weltweiten Morde an Frauen von intimen Partnern begangen werden. Die Studie zeigt im Vergleich, dass nur 5 % aller Morde an Männern von ihren intimen Partnerinnen begangen werden. Alle Morde an Menschen, die durch intime Partner begangen werden, betragen etwa 15 % aller Morde. Diese Zahlen sind konservative Angaben, da die gesammelten Daten noch immer unvollständig sind.[97]

Im Jahr 2017 wurden weltweit 87.000 Frauen getötet, mehr als die Hälfte durch den Partner oder ein Familienmitglied der Frau.[98] Eine im Jahr 2018 veröffentlichte Studie der Uno-Abteilung für Drogen und Verbrechensbekämpfung (UNODC) nennt für das Jahr 2017 eine Zahl von 50.000 Frauen, die Opfer eines Femizides durch einen Partner, Ex-Partner oder anderen Familienangehörigen wurden. Von diesen Morden geschahen 20.000 in Asien, 19.000 in Afrika, 8.000 in Nord- und Südamerika, 5.000 in Europa und 300 in Ozeanien. Dabei ist Afrika mit einer Rate von 3,1 Morden auf 100.000 Frauen in der Bevölkerung die Region, in der Frauen am gefährdetsten sind und Europa mit einer Rate von 0,7 Morden auf 100.000 Frauen die Region mit der niedrigsten Rate. Nord- und Südamerika weist eine Rate von 1,6 auf, Ozeanien 1,3 und Asien 0,9.[99]

Europäische Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Europäischen Union ist Deutschland im Jahr 2018 das Land mit den meisten Femiziden gewesen, gefolgt von Frankreich. Bezogen auf die Einwohnerzahl war in demselben Zeitraum Rumänien das EU-Land mit den meisten Fällen (4,3 pro Million Einwohner), gefolgt von Ungarn (4,2 pro Million), Finnland (3,6) und Deutschland (2,3).[100] Fast die Hälfte aller Morde an Frauen in Deutschland erfolgte durch den Partner oder Ehemann der Frau.[101]

Einzelne Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschlechtsbezogene Morde werden weltweit begangen. Die Aufmerksamkeit dafür ist in der Regel gering. Insgesamt sind jedoch die Opfer von männlichen Mördern überwiegend auch Männer.[102] 80 % aller Tötungsdelikte betreffen Männer, 20 % Frauen. 36 % der getöteten Männer werden von Familienangehörigen oder Partnern oder Partnerinnen getötet, jedoch 64 % der Frauen. Bei den Frauen erfolgen 82 % dieser Morde direkt durch den Partner, sind somit intime Femizide.[99]

Berichte über Frauentötungen liegen aus folgenden Staaten vor (Auswahl; siehe auch Femizid in Lateinamerika):

  • Afghanistan: Frauen, die erlittene Vergewaltigungen thematisieren, riskieren Opfer von Ehrenmorden zu werden.[103] Eine hohe Zahl Frauen, hauptsächlich politische Aktivistinnen, wurden ermordet und die Täter nicht angeklagt.[104][102]
  • Argentinien: Die zivilgesellschaftliche Organisation La Casa del Encuentro veröffentlicht seit 2008 einmal jährlich einen Bericht zu Fällen von Femiziden als Reaktion auf fehlende öffentliche Statistiken. Im Jahr 2014 zählt sie 277 Femizide, in den Jahren zuvor waren es 255 Femizide (2013) und 295 Femizide (2012).[105] Die Bewegung Ni una menos (Nicht eine weniger) tritt öffentlich gegen den Machismus und Gewalt gegen Frauen auf.[106]
  • Australien: In einer Studie zum Femizid in Australien zwischen 1989 und 1998 wurden nachfolgende Merkmale gefunden: Frauen hatten insgesamt ein etwa halb so hohes Risiko wie Männer, durch Gewalteinwirkung getötet zu werden (in Australien etwa 126 Fälle pro Jahr). Bei 63 % der Fälle, in denen das Geschlecht des Täters ermittelt werden konnte, war es männlich. Die höchsten Opferzahlen fanden sich in der Altersklasse zwischen 21 und 23 Jahren, gefolgt von Säuglingen (unter einem Jahr). 57,6 % der Taten waren intime Femizide, 14,6 % wurden durch Fremde begangen, 16 % durch Bekannte und 11,8 % durch sonstige Familienmitglieder. Ursachen oder Auslöser waren in der Regel häusliche Konflikte. Die Tötungen fanden in Australien zum Großteil in privaten Wohnungen statt. Im Vergleich von Tätern und Opfern fand sich, dass mit zunehmendem Alter der Täter die Beziehung zum Opfer eine engere war und dass in der Regel Täter und Opfer den gleichen ethnischen Hintergrund hatten.[107]
  • Chile: Das chilenische Netzwerk gegen häusliche und sexuelle Gewalt macht Femizide öffentlich. Sie betreffen eine signifikante Anzahl an Frauen.[108]
  • China: Als Hauptgrund für selektive Abtreibungen wird die Ein-Kind-Politik und die traditionelle Rolle von männlichen Nachkommen angesehen.[75] Töchter haben als Nachwuchs keinen Wert. Die Folge ist, dass es zu wenige Mädchen gibt. Die Differenz mit 163 Millionen fehlenden Frauen in Asien entspricht bereits der Gesamtanzahl der weiblichen Bevölkerung der USA.[109]
  • Deutschland: In Deutschland erfasst das Bundeskriminalamt erst seit 2015 Statistiken zu Partnerschaftsgewalt.[110] Danach wurden 2015 insgesamt 331 Frauen Opfer von versuchtem oder vollendetem Mord oder Totschlag,[111] 2016 waren es insgesamt 357 Frauen.[112] Für den Berichtszeitraum 2017 wurde zum ersten Mal nach vollendeten und versuchten Taten unterschieden. 141 Frauen kamen danach 2017 in Deutschland durch Mord- und Totschlagsdelikte ums Leben, für die ein Partner oder Ex-Partner tatverdächtig war; weitere 223 wurden Opfer versuchten Mords oder Totschlags. Dem müssen noch die Fälle von Körperverletzung mit Todesfolge hinzugezählt werden, wenngleich diese weit weniger zahlreich sind; 2017 waren es 6.[113] Frauen werden damit in Deutschland etwa viermal so häufig Opfer von Tötungsdelikten innerhalb von Partnerschaften wie Männer. Ebenso sind Frauen etwa viermal seltener als Männer Tatverdächtige bei solchen Delikten.[111][112][113]
Partnerschaftsgewalt in Deutschland
Opferzahlen Tötungsdelikte nach Jahr und Geschlecht
Tatbestand 2015 2016 2017 2018
m w m w m w m w
Mord und Totschlag (insgesamt) 84 331 84 357 91 364 94 324
– davon vollendet k. A. 32 141 24 118
– davon versucht 59 223 70 206
Körperverletzung mit Todesfolge 2 4 2 6 2 6 2 4
Quelle: Bundeskriminalamt[111][112][113][114]
  • El Salvador: Das Land hat mit jährlich 12 Morden auf 100.000 Einwohnerinnen die höchste Frauenmordrate der Welt.[115] Insgesamt gibt es 69,2 Morde auf 100.000 Einwohner.[116]
  • Guatemala: Es geschehen noch immer brutale Frauenmorde aus Überzeugung in dem von 36 Jahren Bürgerkrieg geprägten Land.[62] Die Frauenmordrate beträgt 9,7 Morde je 100.000 Einwohnerinnen.[115] Insgesamt gibt es 38,5 Morde auf 100.000 Einwohner.[116]
  • Honduras: Frauenmorde nehmen in einigen Regionen zu. Seit dem Militärputsch 2009 findet keine Strafverfolgung statt.[117] Die Frauenmordrate beträgt 7 Morde je 100.000 Einwohnerinnen.[115] Mit 91,6 Morde auf 100.000 Einwohner hat das Land die höchste Mordrate der Welt.[116]
  • Indien: Femizide werden in allen Lebensphasen vollzogen: Abtreibungen, Kindstötungen und früher Witwenverbrennungen.[75] Zwischen 2007 und 2009 gab es über 8000 gemeldete Mitgiftmorde an Ehefrauen.[118][102] Mitgiftmorde werden durch den Central Government Act "Section 304B in The Indian Penal Code" definiert: Bei allen Frauen, die in den ersten 7 Jahren der Ehe nach einem Streit eines unnatürlichen Todes sterben, wird der Mann als Mörder angeklagt.[119] Studien zeigen, dass es nicht die Armen sind, die männliche Nachkommen selektieren und weibliche Föten gezielt abtreiben, sondern die gebildeten Schichten, obwohl dies in Indien längst verboten ist.[120]
  • Italien: Jeden 3. Tag wird in Italien eine Frau ermordet; es gibt etwa 150 Femizide (Femminicidio) pro Jahr. Offizielle Statistiken gibt es nicht, aber verschiedene unabhängige Organisationen haben Daten gesammelt.[121][122]
  • Jamaika: Die Rate der Frauenmorde ist mit 10,9 Morden auf 100.000 Einwohnerinnen die zweithöchste der Welt.[115] Insgesamt gibt es 52,2 Morde auf 100.000 Einwohner.[116]
  • Kolumbien: Politikerinnen und Frauenrechtlerinnen sind im 45 Jahre währenden Bürgerkrieg am stärksten von Femizid betroffen. Diese Verbrechen werden sowohl von der staatlichen Armee als auch den Rebellengruppen begangen.[102] Die Frauenmordrate beträgt 6,4 Morde je 100.000 Einwohnerinnen.[115] Insgesamt gibt es 33,4 Morde auf 100.000 Einwohner.[116]
  • Mexiko: Wegen der geringen Aufklärungsquote wird vermutet, dass Polizisten und Beamte höherer Verwaltungsebenen sowie eigens für die Aufklärung der Morde eingesetzte Personen in die seit zwanzig Jahren andauernde Mordserie an Frauen in Juarez im Grenzgebiet zu den USA direkt verwickelt sind.[67] Zwischen 1993 und 2009 wurden in Ciudad Juárez 740 Femizide begangen.[123][102] Die Anzahl der Femizide in Mexiko hat in den vergangenen fünf Jahren um 137 % zugenommen. 2019 wurden 976 Femizide registriert.[124] Im ersten Halbjahr des Jahres 2020 wurden 489 Frauen in Femiziden getötet, das entsprach einem Anstieg von rund 9,2 %.[125]
  • Sambia: Eine Studie untersuchte im Jahre 1995 die Strafverfahren in Fällen der Tötung angeblicher Hexen im südlichen Afrika. Sie zeigt, dass Männer in solchen Fällen zu kürzeren Haftstrafen verurteilt und wegen geringer schweren Verbrechen angeklagt werden.[126][102] Die Mordrate beträgt 38 Morde auf 100.000 Einwohner.[116]
  • Österreich: In Österreich starben 2015 insgesamt 24 Frauen durch Partnerschaftsgewalt, 2016 18, und 2017 24[127]. Das entspricht in etwa der Hälfte aller vollendeten Tötungsdelikte[128].
  • Spanien: In Spanien beschäftigt sich die zivilgesellschaftliche Organisation Otro Tiempo[129] mit dem Phänomen Feminicidio und bietet auf dem Portal Feminicidio.net zahlreiche Artikel und Nachrichten zum Thema in Spanien und in Lateinamerika. Zudem liefern sie detaillierte Statistiken zu Feminiziden in der Datenbank Geo Feminicidio, wobei dem ein relativ breites Verständnis von Feminicidio zugrunde liegt. 2014 wurden in der Datenbank Geo Feminicidio in Spanien 102 Fälle registriert, 2013 waren es 113 und 2012 zählte sie 108 Feminicidios.[130]
  • Südafrika: 2004 stellte eine Studie fest, dass durchschnittlich alle 6 Stunden eine Frau von ihrem intimen Partner getötet wurde. Frauen of Colour waren mit 18,3 Delikten je 100.000 Frauen wesentlich stärker betroffen als weiße mit 2,8.[131][102] Die Frauenmordrate beträgt 9,6 Morde je 100.000 Einwohnerinnen.[115] Insgesamt gibt es 31,8 Morde auf 100.000 Einwohner.[116] Ein Bericht aus dem Jahr 2019 spricht bereits davon, dass alle 3 Stunden eine Frau getötet wird.[132]
  • Türkei: In der Türkei wurden 474 Frauen von ihren Partnern, Ex-Partnern oder Ehemännern im Jahr 2019 ermordet. Die Initiative „Wir stoppen Frauenmorde“ kritisierte in diesem Zusammenhang, dass Richter mit Frauenmördern zu nachlässig wären. Oft würde versucht, die Schuld am Mord den Opfern anzulasten.[133]

Die durchschnittlichen jährlichen Frauenmordraten wurden für die Jahre 2004 bis 2009 festgestellt.[115] Die Mordraten wurden in den Jahren 2004 bis 2011 festgestellt. Es ist jeweils das jüngste verfügbare Jahr angegeben.[116]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alejandra Castillo Ara: Femizid: Nur ein lateinamerikanisches Phänomen? In: Franz von Liszt Institute Working Paper. Band 2018/01. Franz von Liszt Institute - Justus Liebig University Giessen, 2018, ISSN 2363-4731 (Online [PDF]).
  • J. C. Campbell u. a.: Risk Factors for Femicide in Abusive Relationships: Results From a Multisite Case Control Study. In: American Journal of Public Health. Bd. 93, Nr. 7, 2003.
  • Monika Gerstendörfer: Femizid: Tödliche Gewalt gegen Frauen. Wissenschaft & Frieden 1998-4 Dossier Nr. 30 (50 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) online
  • J. M. McFarlane u. a.: Stalking and Intimate Partner Femicide. In: Homicide Studies. Bd. 3, Nr. 4, 1999.
  • G. P. Kerry: Intimate Femicide: An Analysis Of Men Who Kill Their Partners. In: Education Wife Assault Newsletter. Bd. 9, Nr. 1, 1998
  • J. Mouzos: Femicide: An Overview of Major Findings. In: Trends and Issues in Crime and Criminal Justice. Bd. 124, 1999.
  • Jill Radford, Diana E. H. Russell (Hrsg.): Femicide. The politics of woman killing. Open University Press, Buckingham 1992, ISBN 0-335-15178-7, S. 3 (Online [PDF]).
  • I. Rummel: Frauenmorde in Guatemala. 2005. (online auf: guatemala.de), 20. Januar 2007
  • Diana E. H. Russell, Roberta A. Harmes (Hrsg.): Femicide in global perspective. Teachers College Press, New York 2001, ISBN 0-8077-4048-9.
  • P. Sharps u. a.: Paternity: Risk For Intimate Partner Femicide. 2002 online
  • Mara Hvistendahl: Das Verschwinden der Frauen. Selektive Geburtenkontrolle und die Folgen. dtv, München 2013, ISBN 978-3-423-28009-9
  • Elisabeth Kimmerle: Frauenmorde in Deutschland und Türkei: Mehr als Beziehungsdrama. Frauenmorde werden in Deutschland als Beziehungstat abgetan. Anders in der Türkei. taz, 8. März 2018 in Deutsch. Auch in Türkisch: Almanya'daki kadın cinayetleri. Erkek şiddeti her yerde. Almanya’da neredeyse her gün bir erkek, eşini veya eski partnerini öldürüyor ya da öldürme girişiminde bulunuyor. Ama bunu tartışan yok. (Print; online)
  • PATH, Intercambios, MRC, WHO (Hrsg.): Strengthening Understanding of Femicide, Using Research to Galvanize Action and Accountability, Washington, DC, Meeting April 2008. 2009 (Online [PDF]).
  • Celeste Saccomano: The causes of femicide in Latin America. Institut Barcelona d'Estudis Internacionals (IBEI), 15. September 2015 (Dissertation). Online
  • Shalva Weil, Consuelo Corradi, Marceline Naudi (Hrsg.): Femicide across Europe. Theory, research and prevention on JSTOR. Bristol University Press, 2018, ISBN 978-1-4473-4716-3, JSTOR:j.ctv8xnfq2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Femicide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oxford English Dictionary. 2. Auflage. 1989, S. 285 (englisch).
  2. John Corry: A Satirical Review of London at the Commencement of the Nineteenth Century. G. Kearsley, London 1801, S. 60 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche): „...denominated femicide; for the monster who betrays a credulous virgin, and consigns her to infamy, is in reality a most relentless murderer!“
  3. John Corry: A Satirical Review of London. 4. Auflage. Robert Dutton, London 1809, S. 49 (Online).
  4. J. J. S. Wharton: The law lexicon, or, dictionary of jurisprudence. Spettigue and Farague, London 1848, S. 251 (google.de).
  5. Rashida Manjoo: Report of the Special Rapporteur on violence against woman, its causes and consequences. (PDF,752kB) Vereinte Nationen, 23. Mai 2012, S. 28, abgerufen am 12. Mai 2013 (englisch).
  6. Celeste Saccomano: The causes of femicide in Latin America. Institut Barcelona d'Estudis Internacionals (IBEI), 15. September 2015, S. 4 (Dissertation). Online
  7. Magdalena Grzyb, Marceline Naudi, Chaime Marcuello-Servós: Femicide definitions. In: Shalva Weil, Consuelo Corradi, Marceline Naudi (Hrsg.): Femicide across Europe. Theory, research and prevention on JSTOR. 2018, ISBN 978-1-4473-4716-3, S. 17–31, 20, JSTOR:10.2307/j.ctv8xnfq2.
  8. Diana Russell, Nicole van de Ven (Hrsg.): Crimes Against Women: Proceedings of the International Tribunal. Frog in the Well, East Palo Alto, CA 1984 (alexanderstreet.com).
  9. Diana E. H. Russell: The origin and importance of the term Femicide. In: Homepage Diana E. H. Russell. 2011, abgerufen am 29. April 2020.
  10. Diana E. H. Russell: Defining Femicide. Introductory Speech presented to the United Nations Symposium on Femicide on 26. November 2012. In: Homepage Diana E. H. Russell. 26. November 2012 (Online [PDF]).
  11. Jane Caputi, Diana E. H. Russell: „Femicide“: Speaking the Unspeakable. In: Ms. Band 1, Nr. 2, September 1990, S. 34–37.
  12. Jane Caputi, Diana E. H. Russell: Femicide. Sexist Terrorism against Women. In: Jill Radford, Diana E. H. Russell (Hrsg.): Femicide. The politics of woman killing. Open University Press, Buckingham 1992, ISBN 0-335-15178-7, S. 13–21 (Online [PDF] Die Autorinnen veröffentlichten den Ms.-Artikel in überarbeiteter Form in dieser Aufsatzsammlung.).
  13. Jill Radford, Diana E. H. Russell (Hrsg.): Femicide. The politics of woman killing. Open University Press, Buckingham 1992, ISBN 0-335-15178-7, S. 3, 10 (Online [PDF]).
  14. Consuelo Corradi, Chaime Marcuello-Servós, Santiago Boira, Shalva Weil: Theories of femicide and their significance for social research. In: Current Sociology. Band 64, Nr. 7, November 2016, ISSN 0011-3921, S. 975–995, 977, doi:10.1177/0011392115622256 (Online [abgerufen am 7. Mai 2020]).
  15. Karen Stout: Intimate Femicide: An Ecological Analysis. In: The Journal of Sociology & Social Welfare. Band 19, Nr. 3, 1. September 1992, ISSN 0191-5096 (Online [abgerufen am 7. Mai 2020]).
  16. Consuelo Corradi, Chaime Marcuello-Servós, Santiago Boira, Shalva Weil: Theories of femicide and their significance for social research. In: Current Sociology. Band 64, Nr. 7, November 2016, ISSN 0011-3921, S. 975–995, 978, doi:10.1177/0011392115622256 (Online [abgerufen am 7. Mai 2020]).
  17. Consuelo Corradi, Chaime Marcuello-Servós, Santiago Boira, Shalva Weil: Theories of femicide and their significance for social research. In: Current Sociology. Band 64, Nr. 7, November 2016, ISSN 0011-3921, S. 975–995, 979, doi:10.1177/0011392115622256.
  18. Rae Taylor, Jana L. Jasinski: Femicide and the Feminist Perspective. In: Homicide Studies. Band 15, Nr. 4, November 2011, ISSN 1088-7679, S. 341–362, 342, doi:10.1177/1088767911424541 (Online [abgerufen am 7. Mai 2020]).
  19. Diana E. H. Russell, Roberta A. Harmes (Hrsg.): Femicide in global perspective. Teachers College Press, New York 2001, ISBN 0-8077-4048-9.
  20. Consuelo Corradi, Chaime Marcuello-Servós, Santiago Boira, Shalva Weil: Theories of femicide and their significance for social research. In: Current Sociology. Band 64, Nr. 7, November 2016, ISSN 0011-3921, S. 975–995, 979-980, doi:10.1177/0011392115622256.
  21. Rae Taylor, Jana L. Jasinski: Femicide and the Feminist Perspective. In: Homicide Studies. Band 15, Nr. 4, November 2011, ISSN 1088-7679, S. 341–362, 346, doi:10.1177/1088767911424541.
  22. Shelah S. Bloom: Violence against women and girls. A compendium of monitoring and evaluation indicators. MS-08-30. USAID, IGWG, Measure Foundation, 2008, S. 147 ([www.cpc.unc.edu/measure/publications/ms-08-30 Online] [abgerufen am 7. Juli 2020]).
  23. Jacquelyn Campbell, Carol W. Runyan: Femicide: Guest Editors’ Introduction. In: Homicide Studies. Band 2, Nr. 4, 1998, S. 347–352, 348.
  24. Consuelo Corradi, Chaime Marcuello-Servós, Santiago Boira, Shalva Weil: Theories of femicide and their significance for social research. In: Current Sociology. Band 64, Nr. 7, November 2016, ISSN 0011-3921, S. 975–995, 980-981, doi:10.1177/0011392115622256.
  25. Marieke C. A. Liem, William Alex Pridemore (Hrsg.): Handbook of European homicide research. Patterns, explanations, and country studies. Springer, New York 2012, ISBN 978-1-4614-0466-8.
  26. Consuelo Corradi, Chaime Marcuello-Servós, Santiago Boira, Shalva Weil: Theories of femicide and their significance for social research. In: Current Sociology. Band 64, Nr. 7, November 2016, ISSN 0011-3921, S. 975–995, 981-982, doi:10.1177/0011392115622256.
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