Flond

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Flond
Wappen von Flond
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Surselvaw
Kreis: Ilanz
Politische Gemeinde: Mundauni2
Postleitzahl: 7137
Koordinaten: 730716 / 180923Koordinaten: 46° 46′ 0″ N, 9° 9′ 0″ O; CH1903: 730716 / 180923
Höhe: 1'072 m ü. M.
Fläche: 2,12 km²
Einwohner: 207 (31. Dezember 2007)
Einwohnerdichte: 98 Einw. pro km²
Website: www.obersaxenmundaun.swiss
Flond

Flond

Karte
Flond (Schweiz)
Flond
ww
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2009

Flond (Audio-Datei / Hörbeispiel [flɔn]?/i) war bis zum 31. Dezember 2008 eine politische Gemeinde des Kreises Ilanz im Bezirk Surselva des Schweizer Kantons Graubünden.

Per 1. Januar 2009 fusionierte Flond mit Surcuolm zur politischen Gemeinde Mundaun. Seit dem 1. Januar 2016 gehört sie zur neu gebildeten Gemeinde Obersaxen Mundaun.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Silber (Weiss) auf grünem Schildfuss eine rote Kornhiste. Für Flond lag kein brauchbares Siegelvorbild für das Wappen vor, so dass die für den Ort charakteristische Histe zum Trocknen des geernteten Getreides als Motiv verwendet wurde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf einer Terrasse auf dem Hochplateau von Obersaxen zwischen der Talsohle des Vorderrheins im Norden und dem Piz Mundaun. Vom gesamten Gemeindeareal von 209 ha sind 108 ha von Wald und Gehölz bedeckt. Weitere 85 ha sind landwirtschaftlich nutzbar und 16 ha sind Siedlungsfläche.

Frühere Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Gemeindegebiet von Flond grenzt an Ilanz, Luven, Obersaxen, Rueun und Surcuolm.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung zählte in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Ausnahme von 1860 und 1870 (Ausschlag nach oben) stets um die 190 Bewohner. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts kam es zu einer massiven Abwanderung (1900–1910: –17 %), die bis 1941 durch ein Bevölkerungswachstum teilweise wieder rückgängig gemacht wurde. Von 1941 bis 1980 kam es zu einer zweiten Abwanderungswelle (1941–1980: –38 %). Durch den Ausbau des Fremdenverkehrs konnte diese Entwicklung ins Gegenteil gekehrt werden. Seit 1970 nahm die Einwohnerzahl um 84 % zu.

Jahr 1850 1860 1900 1910 1941 1980 2004
Einwohnerzahl 192 217 193 160 179 111 205

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis heute spricht die Bevölkerung der Gemeinde noch mehrheitlich rätoromanisch im Idiom Sursilvan. Noch im 19. Jahrhundert war die Gemeinde einsprachig romanisch und blieb dies bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Amtssprache der Gemeinde war romanisch.

Traditionelle Heutrocknung vor Flond
auf Fels gebaut - Kirche Flond 1713
Sprachen in Flond
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 21 18,92 % 45 31,25 % 84 46,93 %
Rätoromanisch 88 79,28 % 78 54,17 % 91 50,84 %
Einwohner 111 100 % 144 100 % 179 100 %

1990 gaben 12 Personen Portugiesisch als ihre Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flond nahm 1526 die reformierte Lehre an. 2000 waren 70 % der Einwohner evangelisch-reformierte und 22 % römisch-katholische Christen. Daneben fanden sich 6 % Konfessionslose. 2 % der Einwohnerschaft machten keine Angaben zu ihrem Glaubensbekenntnis.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den Ende 2004 205 Bewohnern waren 199 Schweizer Bürger. Bei der letzten Volkszählung waren 177 Schweizer, darunter fünf Doppelbürger. Die wenigen Zuwanderer kamen mehrheitlich aus Dänemark.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flond ist durch den Öffentlichen Verkehr durch Postautolinien gut erschlossen (Ilanz-St.Martin und Ilanz-Surcuolm). Zwischen Ilanz und Chur kann man die Bahn, den so genannten Glacier-Express, benutzen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat, die Exekutive, setzte sich aus fünf für zwei Jahre gewählten Personen zusammen. Letzter Gemeindepräsident war Peter Inauen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Denkmalschutz steht die reformierte Dorfkirche.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]