Friesheim (Erftstadt)

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Die denkmalgeschützte katholische Pfarrkirche St. Martin in Friesheim

Friesheim ist ein Stadtteil von Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis mit rund 3000 Einwohnern.

Lage / Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Friesheim fließt der Rotbach, der bei Gymnich in die Erft mündet.

Friesheim liegt süd-westlich des Autobahnkreuzes Bliesheim der A 61 / A 1 / A 553 (Querspange Brühl). Wegen des vorherrschenden Süd-West-Winds ist die Autobahn trotz ihrer Nähe nur selten zu hören. Die nächsten Autobahn-Anschlussstellen sind Erftstadt an der A 1/ 61 im Norden und Weilerswist an der A 61 und Euskirchen an der A 1 Richtung Süden. Die Luxemburger Straße, die B 265, wird nach 3 km östlich von Erp und nach 4 km südlich von Lechenich bei Ahrem erreicht.

Durch die Buslinie 807 von Lechenich nach Euskirchen ist Friesheim an den überörtlichen Verkehr angeschlossen, jedoch sind Fahrten über Lechenich hinaus mit Umsteigen in andere Linienbusse verbunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Friesheim gefundene Figur einer thronenden Minerva (3. Jh.)

Vorgeschichtliche Zeit und Römische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte Friesheims geht bis in die Eisenzeit zurück. In der Latènezeit gab es in der heutigen Gemarkung Friesheims bereits eine sesshafte Bevölkerung, die ihre Toten verbrannte. Bei Friesheim wurden zwei eisenzeitliche Urnengräber mit Leichenbrand geborgen. Die in einem der Gräber befindliche 29 cm große rötlichbraune Graburne mit glatter Oberfläche und eingeritzten Verzierungen war zerbrochen. Bei Luftaufnahmen wurden westlich und südwestlich des heutigen Ortes eisenzeitliche Kreisgräber erkannt, die sich durch den Bewuchs von ihrer Umgebung unterscheiden.[1]

Auch in römischer Zeit gab es Ansiedlungen in der heutigen Gemarkung Friesheims. Die Bewohner einer Siedlung im Rotbachtal arbeiteten als Töpfer. In den 1960er und 1970er Jahren wurden dort mehrere Töpferöfen ausgegraben, die zu einem größeren Töpfereibezirk gehörten. Ein Matronenstein, der den Matronae Vanginehae (Fachinehae) geweiht war, Gräberfunde mit Grabbeigaben, Brandgräber sowie Keramiken und Ziegelreste römischer Trümmerstellen belegen mehrere Siedlungen. Sie lagen vor allem im Bereich der „Bleistraße“, die von Wichterich-Niederberg kommend an Friesheim vorbeiging und auf die Römerstraße, heute Agrippa-Straße Köln–Trier traf. Diese Fernstraße verlief in knapp 2 km Entfernung am Ort vorbei (heute als Feldweg genutzt). Bei Luftaufnahmen wurden durch Bodenverfärbungen ehemalige von den Römern an der Straße Köln-Trier zwischen Erp und Friesheim errichtete Burgi entdeckt.[2]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf die endgültige Besiedlung durch die Franken um 450 verweisen sowohl das Martinuspatrozinium der Friesheimer Kirche, die Flurbezeichnung „Am Königsacker“ sowie die Ortsbezeichnung Friesheim mit der Endung –heim.

Die Bedeutung des Namens „Friesheim“ oder „Vrisheim“ blieb bis heute ungeklärt. Eine Entwicklung des Namens aus Frigbodesheim[3] ist auszuschließen, denn dieser Ort lag im Swistgau (771 in pago Zucstachgowe und 879 in Tustensi pago), einem Gebiet zwischen Bonngau und Ahrgau,[4] Friesheim dagegen lag im Zülpichgau.

Schenkung des Grafen Emundus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emundus von Friesheim (Gedenktafel im Kölner Dom)

Um 830 schenkte Graf Emundus, ein Angehöriger der Reichsaristokratie des Karolingerreiches und Gaugraf des Kölngaus, seinen Besitz „Friesheim“ dem heiligen Petrus, dem Patron der Kölner Domkirche.[5]

Bei der von Erzbischof Gunthar als Verwalter der Güter des heiligen Petrus vorgenommenen „Güterumschreibung“ im Jahr 866[6] fiel die Villikation Friesheim dem Domkapitel zu.

Villikation des Domkapitels

Im 12. Jahrhundert bestand die Villikation Friesheim aus dem Hauptfronhof in Friesheim mit Ländereien und mehreren Fronhöfen an anderen Orten, die dem Haupthof Friesheim zugeordnet waren. Der Höfeverband Friesheim war verpflichtet, an fünf Terminen Naturalabgaben wie Getreide, Vieh, Leder aus auf dem Hof gegerbten Fellen und dort hergestellte Textilien sowie eine Geldabgabe von den auf dem Hof lebenden Hagestolzen an das Domstift in Köln zu liefern. Die Lieferungen dienten zum Lebensunterhalt der Domkanoniker, doch war ein Teil ausdrücklich für den Dompropst bestimmt, für den der Schultheiß des Höfeverbandes 18 Dienste und drei Bewirtungen zu leisten hatte. Der Haupthof (Salgut) des Domkapitels verfügte über ein Brauhaus mit Sudpfannen, die Malz und Bier herstellten. Die auf dem Hof erwirtschafteten Überschüsse wurden auf den Märkten verkauft.[7]

Zum Fronhof in Friesheim gehörte eine Kirche, die 1308 im Liber valoris als Pfarrkirche im Besitz des Kölner Dompropstes genannt wurde.[8] Der Dompropst als Pfarrer von Friesheim schlug einen Priester vor, der an seiner Stelle den Pfarrdienst übernahm.[9]

Unterherrschaft des Domkapitels

Das Domkapitel, das Friesheim als Unterherrschaft im Amte Lechenich besaß, setzte Vögte ein, die für den Schutz der Menschen zu sorgen hatten und Recht sprachen. Diesen gelang es, die ihnen verliehenen Vogteirechte und den damit verbunden Besitz und Einkünfte aus ihrer Dienstgütern an ihre Nachkommen zu vererben.

Als das Domkapitel am Ende des 14. Jahrhunderts die Vogteirechte von den Erben des verstorbenen Vogtes zurück erwarb,[10] blieb der größte Teil der vormals zur Vogtei gehörenden Güter bei den Erben der Vogtfamilie und wurde vom Dompropst an diese als Lehen vergeben.[11]

Dem Domkapitel blieb ein kleinerer Teil des Besitzes, so das 1399 noch bestehende Burghaus im Niederwich, das „alte Haus“, das der letzte Vogt besessen hatte,[12] und vier weitere Güter, mit denen ein Domkanoniker vom Dompropst belehnt wurde.[13]

Nach der Niederlegung des Vogtshauses ließ das Domkapitel 1428 ein neues Herrenhaus als Wohnsitz für Aufenthalte seiner Vertreter erbauen.[14] Die Vorburg mit den Hofländereien war der Burghof, Brügger Hof genannt, [15] dessen Einkünfte der Domkanoniker Wolter von Brüggen in der Mitte des 15. Jahrhunderts erhalten hatte.[16] Der Pächter des Burghofes war verpflichtet, für die Einwohner das Zuchtvieh zu halten.[17] Als Verwalter „Baumeister“ des Domkapitels hatte er zudem die Aufgabe, die Einkünfte des Domkapitels einzutreiben, abzuliefern und eine Rechnung aufzustellen.[18] Vor dem für die Liegenschaften zuständigen Hofgericht wurden alle grundpachtpflichtigen Güter nach dem Tode des Inhabers von seinem Nachfolger neu empfangen und eine Kurmud gezahlt.[19] Die Rechte des Domkapitels und die Pflichten der Einwohner waren in einem Weistum aufgezeichnet, das dreimal jährlich an den Hofgerichtstagen den Bewohnern vorgetragen wurde. Auch Müller und Gastwirte wurden zu den Gerichtstagen geladen, an denen ihre Maße überprüft wurden.[20]

Außer dem Hofgericht bestand ein Gericht der Unterherrschaft mit niederer und hoher Gerichtsbarkeit, das im „Dinghaus“ am Platz (heute Hubert-Vilz-Platz) tagte. Dort wurden große und kleine Vergehen verurteilt und in manchen Fällen die Todesstrafe verhängt. Kleinere Vergehen waren in der Regel Verstöße gegen die Verordnungen des Domkapitels.[21] Buschhüter achteten auf die Einhaltung der Buschordnung des Domkapitels, Verstöße wie Holzdiebstähle, Reisig sammeln an nicht erlaubten Tagen oder nicht gekennzeichnete Schweine unbeaufsichtigt von einem Hirten zur Eckernmast in den Busch zu treiben, wurden bestraft.[22][23]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorf und Niederwich

Friesheim bestand aus zwei ehemals voneinander getrennten Siedlungen, dem befestigten Ortskern und dem von diesem abseits liegenden Niederwich. Das Dorf umgaben schützende Gräben und Hecken als „Befestigungsanlagen“,[23] die mit vier Toren bzw. Pforten (Portzen) versehen waren.[24]

Der „Niederwich“ umfasste den Teil Friesheims, der außerhalb der Dorfbefestigung lag. Wohl aufgrund seiner Lage ging der größte Teil der Häuser und Hofstätten im Truchsessisch-Niederländischen Krieg unter. So wurden nach den Aufzeichnungen des Kölner Ratsherrn Hermann von Weinsberg im Jahr 1591 drei Höfe und 17 Häuser in Friesheim zerstört,[25] zu denen folgende Liegenschaften gehörten:

  • Haus und Hofgebäude des Heilig-Geist-Hauses (Hospital) in Köln[26]
  • Haus und Hof der Kölner Minoriten in der Nähe des Kölntores[27]
  • Haus und Hof der Johanniter[28]
  • Der Steprather Hof
  • Das Winrich-Kochsgut[29]
  • Das Burghaus des Domkapitels.

Das Burghaus des Domkapitels wurde nach der Zerstörung nicht wieder aufgebaut. Lediglich ein Wohnhaus für den Halfen und neue Wirtschaftsgebäude wurden errichtet. Die in den folgenden Jahrzehnten als Burg bezeichnete Vorburg wurde im 18. Jahrhundert nach dem Pächter Evert „Evertzburg“ genannt, woraus sich die in Friesheim geläufige Bezeichnung „Effertzburg“ entwickelte.

Burgen und Höfe

Befestigungen der Hofanlagen

Eine Katasterkarte von 1810 verdeutlicht, dass es in der Friesheimer Gemarkung mindestens 10 wasserumwehrte Burgen oder burgähnlich befestigte Höfe gab, deren Grabensysteme innerhalb und außerhalb der ehemaligen Dorfbefestigung lagen,[30] jedoch ist es nicht mehr möglich, die Anzahl der Burgen und Höfe, die gleichzeitig bestanden, nachzuweisen. Erbteilungen bewirkten, dass größere Höfe in mehrere Parzellen zerfielen, oder neu zusammengelegt und bebaut wurden.

Bei der auf kurfürstlichen Befehl erfolgten Vermessung des Friesheimer Grundbesitzes in Friesheim im Jahre 1661, der die anschließende steuerliche Erfassung folgte, wurden drei Adelssitze verzeichnet, die Burg des Freiherrn von Frenz, die Wymarsburg und die Burg des Freiherrn von Hocheneck. Dazu kamen mehrere Hofplätze mit größeren Ländereien ohne Hofgebäude. Zu den vier Höfen des Domkapitels gehörten der Brügger Hof und der Habbelrather Hof, die restlichen Ländereien des Kapitels waren ohne Wohngebäude.[31]

Um 1751 gab es wie 1661 drei landtagsfähige Adelssitze, die Burg genannt wurden. Zwei lagen innerhalb der Dorfbefestigung, so die Wymarsburg, vorher von Hatzfeld, und die Quentelsburg oder Weiße Burg, vorher von Frenz. Außerhalb lag im Niederwich Burg Redinghoven, der vormalige Sitz derer von Hoheneck.

Die Gebäude des Habbelrather Hofes waren 1771 niedergelegt. Eine angebliche „Schwarze Burg“ außerhalb der Dorfbefestigung gab es in Friesheim nicht. Haus und Hofgebäude des Schwarzenberger Hofs, auch Aldenrathshof oder Unkelbachshof genannt, bestanden schon 1661 nicht mehr.[32]

Außerhalb der Dorfbefestigung lag der Hof der Margarethenkapelle in Köln, der 1668 als „Weißer Hof“ bezeichnet wurde.[33] Spätestens seit Ende des 14. Jahrhunderts hatte der Vikar der Margarethenkapelle Güter in Friesheim, mit denen er vom Dompropst belehnt wurde.[34]

Das von Wassergräben umgebene Schultheißenhaus wurde in der Bevölkerung seit dem 20. Jahrhundert als „Krahesburg“ bezeichnet. Das 1727 im Barockstil errichtete Haus des Schultheißen Saur verkaufte dieser im Jahr 1763 an Schultheiß Krahe.[23][35]

Zu Friesheim gehörte auch der in etwa zwei Kilometer vom Dorf entfernt in der Nähe der Römerstraße Köln - Zülpich gelegene Hoverhof. Die im 14. Jahrhundert noch befestigte Burg (castrum vriyssheim) [36] war seit 1320 vorübergehend Offenhaus des Grafen Gerhard von Jülich,[37] nach 1358 wieder Lehen und Offenhaus des Dompropstes.[38] Nachdem im 15. Jahrhundert die Ländereien geteilt worden waren, wurden Haus und Hofgebäude niedergelegt und die verbliebenen Ländereien zusammen mit einer Burg in Friesheim, der späteren Wymarsburg, als Lehen ausgegeben.[39]

Lebensverhältnisse der Dorfbewohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltung und Gericht

Im Laufe der Zeit änderten sich Verwaltung und Rechtsprechung. Seit dem 18. Jahrhundert wurden ausgebildete Juristen als Schultheißen eingesetzt, die sowohl die Aufgaben des „Baumeisters“ übernahmen und die Rechnungen aufstellten als auch dem Gericht vorstanden und zusammen mit den Schöffen Recht sprachen.[40] Ende des 18. Jahrhunderts stand an Stelle des früheren Dinghauses ein „Rathaus mit Gefängnis“.[41]

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft bestimmte das Leben der Einwohner. Die Erträge ihrer Arbeit wurden durch Grundpacht, Zehntzahlungen und landesherrlichen Steuern oder Ernteschäden sehr gemindert.[42] Die Einwohner waren machtlos gegen die vom Rotbach verursachten riesigen Überschwemmungen, bei denen das Wasser in die Häuser und Wirtschaftsgebäude eindrang, Feldfrüchte vernichtete und große Teile der Heuernte in den an den Rotbach angrenzenden Wiesen, Benden genannt, von den Fluten mitgerissen wurden.[23]

Kriege und Brände

Die Einwohner der Unterherrschaft Friesheim hatten ähnlich wie die anderen Orte der heutigen Stadt Erftstadt im 17. und 18. Jahrhundert unter zahlreichen Truppendurchmärschen, Einquartierungen und Plünderungen stark zu leiden. Im sogenannten „Hessenkrieg“, einem Teil des Dreißigjährigen Krieges, quartierten sich 1642 bei der Belagerung Lechenichs hessische, französische und weimarsche Söldner in Friesheim ein.[43] Ähnlich war es 1673 bei der Belagerung Lechenichs durch die Kaiserlichen, als deren Befehlshaber, General Bournonville, sein Hauptquartier in Friesheim aufschlug.[44] Im Jahre 1703 wurde das Dorf von einem Trupp des Brigadiers de la Croix, einen ehemaligen Söldner, geplündert.[23]

Dazu kamen finanzielle Belastungen durch Serviceleistungen wie Fouragelieferungen, und Kontributionen für das Militär die viele Einwohner nicht aufbringen konnten.[45] Im Jahre 1675 war die Gemeinde Friesheim gezwungen, um die geforderten Kontributionen zahlen zu können, 800 Reichstaler als Erbrente aufnehmen, für die sie jährlich 40 Reichstaler zahlten.[23] Große Schäden entstanden durch französische Verbündeten des Kölner Kurfürsten Max Heinrich und seines Koadjutors Wilhelm von Fürstenberg, die 1689 bei ihrem Abzug aus dem Schloss Lechenich in Friesheim Häuser anzündeten. Neben Brandlegung in Kriegszeiten richteten Brände auch in anderen Jahren verheerende Schäden im Dorf an. So war Friesheim im 18. Jahrhundert mehrmals von großen Bränden betroffen. Bei einem Dorfbrand im Jahr 1759 brannten 17 Häuser mit den Wirtschaftsgebäuden ab.[23]

Bei einem weiteren Dorfbrand 1768 waren wieder viele Anwesen betroffen. Die Gemeinde erhielt Steuernachlass für die Dauer eines Jahres.[46]

Französische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Einmarsch der französischen Revolutionstruppen 1794 und den folgenden Jahren der Besetzung bis 1797 wurde die Friesheimer Bevölkerung wieder durch Einquartierung, Kontributionen, Hand- und Spanndienste sowie Fouragelieferungen stark belastet.[47]

Nach dem Frieden von Campo Formio im Jahr 1797 wurde 1798 bei der Aufhebung der alten Territorien und der Schaffung neuer Verwaltungsbezirke als Départements, Arrondissements und Kantone auch die Unterherrschaft des Domkapitels in Friesheim aufgehoben. Bei der Neuordnung des Gerichtswesens wurde die Gerichtszuständigkeit neu gegliedert und die kleinen Rechtsfälle Friesheims dem Friedensgericht in Lechenich zugewiesen.[48]

Nach der Änderung des Verwaltungsaufbaus unter Napoleon bildete Friesheim seit 1800 mit Borr und Niederberg eine Mairie im Kanton Lechenich.[49]

Im Jahre 1801 hatte Friesheim 184 Haushaltsvorstände. Die Einwohnerzahl betrug 825 Personen, davon waren 591 Erwachsene und 234 Kinder. 19 Bewohner waren jüdischen Glaubens. Neben den Pächtern der großen Höfe gab es 56 Landwirte, die in kleinen Familienbetrieben arbeiteten. Ein weiterer Teil der Bevölkerung bestand aus 62 Tagelöhnerfamilien. Von den drei jüdischen Familien bezeichnete sich ein Jude als Metzger, die beiden andern waren Händler. Ein jüdischer Lehrer unterrichtete die acht Kinder der Familien. In Friesheim waren um 1800 alle Einrichtungen für den täglichen Bedarf vorhanden. Außer den Gewerbetreibenden wie Bäcker und Gastwirt gab es 18 Handwerker, die auch Arbeiten in den Dörfern der Umgebung übernahmen. Eine approbierte Hebamme leistete Geburtshilfe. Den überörtlichen Bedarf deckten ferner ein Tuchwarenfabrikant und ein Branntweinbrenner.[50]

Mit dem Frieden von Lunéville vom Februar 1801 wurde die Zugehörigkeit des linken Rheinufers zum französischen Staat rechtskräftig. Junge Friesheimer Männer wurden nun als französische Bürger in die französische Armee eingezogen.[23]

1802 wurden nach dem 1801 abgeschlossenen Konkordat zwischen Napoléon Bonaparte und Papst Pius VII. Klöster und Stifte aufgehoben, ihr Besitz enteignet und in den folgenden Jahren versteigert. In Friesheim wurde infolge der Säkularisation aus dem Besitz des Domstiftes der Brüggerhof mit Haus, Gebäuden, Gärten und über 50 Hektar Ackerland als Evertzburghof 1807 in Aachen versteigert. Auch die Güter weiterer geistlicher Institutionen im Ort wurden verkauft.[51]

Preußische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter den preußischen Behörden blieben die Mairien als Bürgermeistereien und ab 1927 mit der Bezeichnung Amt weiter bestehen.

Verbesserung der Infrastruktur

Die Infrastruktur wurde seit der Mitte des 19. Jahrhunderts durch Straßenausbau, Brückenbauten und den Bau der Kreisbahn verbessert. Durch die 1854 gebauten Landstraßen Neuss -Lechenich und 1857 Lechenich -Derkum (Euskirchen) wurde der Ort besser an das überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen. 1864 erfolgte der Bau der Straße Lommersum -Niederberg –Friesheim -Ahrem –Lechenich mit Anschluss an die Straße Lechenich Derkum und 1883 schloss sich der Bau der Straße Friesheim – Erp an. Drei steinerne Brückenbauten über den Rotbach entstanden zwischen 1888 und 1891. Die Euskirchener Kreisbahnen schufen 1894/95 die Verbindung Friesheims zur Kreisstadt Euskirchen und dem Bahnhof Liblar mit Anschluss nach Köln. Der Bahnanschluss ermöglichte es, landwirtschaftliche Produkte in größeren Mengen über das nähere Umfeld des Ortes hinaus zu transportieren. 1890 wurde die Telegrafenverbindung von Lechenich nach Friesheim in Betrieb genommen, der einige Jahre später eine Postagentur angeschlossen war. Seit 1904 wurden Brunnen oder Pütze durch eine Wasserleitung ersetzt. 1911 erfolgte der öffentliche Anschluss an das elektrische Stromnetz, so dass die Häuser mit elektrischem Strom versorgt werden konnten.[23]

Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge

Durch die Anwendung von Kunstdünger seit der zweiten Jahrhunderthälfte steigerten sich die landwirtschaftlichen Erträge. Die Verbesserung wurde verstärkt durch neue Arbeitsmethoden. Durch die Flurumlegung, die 1911 begann und der nach und nach weitere folgten wurde die Zersplitterung des Ackerlandes in kleinste Parzellen beseitigt. Die größeren Parzellen waren durch ein neues Wegenetz mit modernen maschinellen Ackergeräten erreichbar und besser zu bearbeiten.[52]

Neubau der Kirche St. Martin

Glockenstuhl der Pfarrkirche St. Martin

Als die jahrhundertealte Kirche im 19. Jahrhundert immer baufälliger und gleichzeitig für die Gemeinde zu klein geworden war, wurde sie nach Plänen des Architekten August Carl Lange (1834–1884) durch einen großen Neubau im neugotischen Stil ersetzt, der seit 1878 für den Gottesdienst genutzt werden konnte und 1887 konsekriert wurde. Die Orgel aus dem Jahr 1896 stammt aus der Bonner Werkstatt Klais. Die neugotische Ausstattung ist fast vollständig erhalten mit Ausnahme der Fenster, die bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg zersprangen. Das mittlere Chorfenster mit einem Glasgemälde „Maria und Johannes unter dem Kreuz“ aus dem Jahre 1948 ist ein Werk des Künstlers Walter Benner. Die übrigen Glasfenster für Chor und Seitenschiffe wurden nach Entwürfen des Künstlers Herb Schiffer von der Firma Oidtmann hergestellt.

Aus der Vorgängerkirche stammt ein Taufstein aus dem 12. Jahrhundert mit Eckköpfen und aus Namurer Blaustein, eine silber vergoldete Turmnonstranz aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts sowie ein restauriertes Holzkreuz, ein Dreinagelkreuz aus der Zeit um 1300, das als Triumphkreuz im Chorraum hängt. Auf der Rückseite der Kreuzbalken ein weiteres Gemälde des Gekreuzigten aus späterer Zeit.[53] Drei der fünf Glocken wurden im 15. Jahrhundert (1410, 1451, 1457) gegossen.

Bei der umfassenden Restaurierung in den Jahren 1981 bis 1986 wurden zwar einige bauliche Veränderungen vorgenommen, doch dem vorhandenen Baustil angepasst, so dass die Kirche immer noch als ausgezeichnetes Beispiel einer neugotischen Kirche gilt. [54]

Hauptartikel: St. Martin (Friesheim)

Verlegung des Friedhofes

Auf Drängen der Behörde wurde der um die Kirche gelegene Kirchhof aufgegeben und 1876 ein neuer Friedhof auf einem von der Gemeinde erworbenen Grundstück am heutigen Grünen Weg/Strunkpfad angelegt. Das Hochkreuz im Zentrum des Friedhofes wurde als Grabstein für die ersten Pfarrer nach dem Bau der neuen Kirche errichtet.[23]

Die um den Friedhof verlaufende Mauer wurde bei folgenden Friedhofserweiterungen größtenteils niedergelegt. Erhalten blieb ein Stück der Mauer mit dem Eingangstor von 1876.

Schule

Schon 1637 gab es die Möglichkeit für Schulkinder, in den Wintermonaten am Unterricht des Vikars in dessen Haus teilzunehmen. Seit 1689 wurde das Schulgeld für arme Kinder aus den Einkünften der Stiftung des Domherrn Thomas von Quentel bezahlt. 1791 waren Schule und Küsterdienst getrennt, wenn auch der Vikar bei zu großer Kinderzahl mit Unterstützung des Küsters unterrichtete. In französischer Zeit war wieder ein Küsterlehrer tätig. Erst mit Einführung der allgemeinen Schulpflicht 1825 unterrichteten ausgebildete Lehrer, zunächst in einem Privathaus, seit 1835 in einem neu erbauten Schulgebäude.[23]

Erwerbstätigkeit

Bis ins 20. Jahrhundert war Friesheim ein überwiegend landwirtschaftlich ausgerichtetes Dorf. Daneben gab es auch viele Handwerksbetriebe, die auch für die umliegenden Orte arbeiteten. Ende des 19. Jahrhunderts veränderte die einsetzende Industrialisierung die Erwerbstätigkeit. Die früheren Tagelöhner verdienten nun als Arbeiter in Liblar im Braunkohletagebau oder bei der Westdeutschen Maschinenfabrik in Liblar ihren Lebensunterhalt.[52]

Friesheim in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finanzielle Not in der Weimarer Republik

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges erlitten viele Friesheimer Familien durch die Inflation Vermögensverluste. In der Weltwirtschaftskrise 1929 verloren viele Familien ihre wirtschaftliche Existenz durch Arbeitslosigkeit.[52]

Veränderungen 1933

Die meisten Friesheimer standen der katholischen Zentrumspartei nahe, doch viele Arbeitslose erhofften sich von Hitler und seiner NSDAP eine Verbesserung ihrer unverschuldeten Lage, auch patriotisch Gesinnte sympathisierten mit Hitler. Im März 1933 erreichte die NSDAP 32 % der Stimmen, wenn auch das Zentrum mit mehr als 35 % stärkste Partei blieb.[55] Eine der frühen Maßnahmen der neuen Regierung war die Umbenennung der Straße Niederweg in Adolf-Hitler-Straße.[23] Wenige Jahre, nachdem die NSDAP die Macht übernommen hatte, hatte die Partei auch in Friesheim viele Mitglieder gewonnen.

Pogrom und Vernichtung der Juden

In der Reichskristallnacht am 9. November 1938 wurden die Häuser und Wohnungen der jüdischen Familien demoliert und die 1861 erbaute Synagoge zerstört. Friesheimer Juden, denen es nicht gelungen war auszuwandern, wurden 1941 zusammen mit in Erp, Friesheim und Lechenich lebenden Juden in einem „Judenhaus“ in Friesheim zusammengefasst, 1942 deportiert und in den Vernichtungslagern umgebracht. Das war das Ende der jüdischen Gemeinde in Friesheim, die schon im 17. Jahrhundert nachweisbar ist.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bestand eine größere jüdische Gemeinde, für die 1851 ein eigener Friedhof an der Landstraße in Richtung Niederberg angelegt wurde. Er wurde bis 1942 genutzt. Im Jahr 1943 an die Gemeinde Friesheim verkauft, befindet sich der Begräbnisplatz seit 1952 im Besitz der Jewish Trust Corporation. Die Pflege übernahm 1958 die Gemeinde Friesheim, nach 1969 die Stadt Erftstadt.[56]

Kriegseinwirkungen

Im November 1943 wurden bei einem Luftangriff Menschen verletzt und getötet, Wohnhäuser beschädigt, das Herrenhaus der Weißen Burg und große Teile der Vorburg zerstört.

Der Krieg endete für Friesheim, als der Ort am 3. März 1945 von amerikanischen Soldaten eingenommen wurde.[52]

Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen 1946 blieb das Amt Friesheim weiter bestehen.

In den folgenden Jahren wurde die Infrastruktur rasch verbessert durch Straßenausbau und Asphaltierung, bessere Wasserversorgung, Kanalisation in allen Straßen und Bau einer Kläranlage. Der Dorfverschönerung dienten neu angelegte Grünanlagen.

Nach 1949 erhielt Friesheim ein Wappen, das in Anlehnung an das Friesheimer Schöffensiegel mit Bischofsstab und Petrusschlüssel gestaltet wurde.

Bei der Kommunalreform wurde Friesheim am 1. Juli 1969 als Stadtteil in die neugebildete Stadt Erftstadt eingegliedert.[57][52]

Wachstum durch Heimatvertriebene und Zugezogene

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl Friesheims durch viele Heimatvertriebene stark an. In mehreren Phasen wurden Wohnhäuser im Bereich des neuen Siedlungsareals erbaut, in dem die Gemeinde 50 Morgen Ackerland für Bauwillige zur Verfügung gestellt hatte. Dort entstand zu Beginn der 1960er Jahre die sogenannten „Siedlung“. Für die Heimatvertriebenen wurden mehrere Häuser am südlichen Dorfausgang gebaut. Auch im Zentrum des Dorfes wurden Baulücken geschlossen. Bis 1969 war die Bevölkerung auf 2013 Einwohner angewachsen.[52]

Evangelische Kirche

Durch den Zuwachs änderte sich die Bevölkerungsstruktur auch in der konfessionellen Zusammensetzung der Ortsbewohner. Für den großen Anteil evangelischer Christen in Friesheim, Heimatvertriebene und in späteren Jahren Zugezogene, die zur Kirchengemeinde Lechenich gehörten, wurde ein 1983 fertiggestelltes Gemeindezentrum errichtet.

Hauptartikel: Kirche der Versöhnung

Schulverhältnisse

Als nach dem Zweiten Weltkrieg war ein Schulneubau notwendig geworden war, wurde 1959 ein modernes Schulgebäude mit Klassenräumen, Fachräumen und Turnhalle errichtet. Bei der Schulreform 1968 wurde die Volksschule in Grundschule und Hauptschule geteilt. Die Friesheimer Grundschüler wurden der Erper Grundschule, die Hauptschüler der Lechenicher Hauptschule zugewiesen. Die Sonderschule der Stadt Erftstadt für Lernbehinderte wurde im ehemaligen Friesheimer Schulgebäude untergebracht.[52]

Veränderte Berufstätigkeit

Mit dem Anwachsen der Bevölkerung ging auch eine Veränderung des Erwerbsverhaltens einher. Die meisten Berufstätigen arbeiten heute außerhalb des Ortes vorwiegend in der nahen Großstadt Köln oder in deren Peripherie. Enormen Einfluss hatte darauf die Nutzungsmöglichkeit eines eigenen Kraftfahrzeuges. Auch die Erwerbstätigkeit der Frauen nahm rapide zu. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist drastisch gesunken. Viele der früher selbständigen Bauern wurden zu Nebenerwerbslandwirten oder gaben die Landwirtschaft auf. Heute sind nur noch wenige Prozent der in der Landwirtschaft tätig.[52]

Heutiges Ortsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die auf dem Rotbachhang in exponierter Lage errichtete neugotische Pfarrkirche St. Martin mit ihrem weithin sichtbaren Turm prägt das Ortsbild. Ähnlich prägend sind die beiden noch erhaltenen Wasserburgen, die Burg Redinghoven und die Weiße Burg. Von der „Krahesburg“, deren Wassergräben in den 1960er Jahren zugeschüttet wurden, ist das barocke Wohnhaus erhalten. In den Straßen sind noch kleine Fachwerkhäuser zu sehen, deren Fassaden vielfach verändert wurden. Einige der großen wie das Haus Fuck, das Gasthaus Pafemütz und das Pfarrhaus wurden restauriert und stehen unter Denkmalschutz. An der Rotbachbrücke steht das 1923 für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtete Kriegerdenkmal, das 1983 durch einen Gedenkstein für die Toten des Zweiten Weltkrieges ergänzt wurde und 2007 noch erweitert wurde durch eine Tafel mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges.

Friesheim hat eine gute Grundversorgung. Arzt, Zahnarzt und Apotheke sind im Ort vorhanden, ebenfalls Bankfilialen und eine Postagentur, Bäckereien und ein Lebensmittelgeschäft. Die Stadt Erftstadt unterhält im Ort eine Kindertagesstätte.

Die noch bis Ende des 20. Jahrhunderts fast jährlich auftretenden Hochwässer des Rotbaches waren für die Anlieger regelmäßig mit Schäden verbunden. Durch das 2006 fertiggestellte Hochwasserrückhaltebecken vor Niederberg wurde die Hochwassergefahr endlich gebannt.[52]

Im Süden der Ortslage befindet sich ein drei Hektar großes Gewerbegebiet, in dem einige namhafte Unternehmen ihren Firmensitz haben.

Die Vereine, die sich in der Dorfgemeinschaft zusammengeschlossen haben, tragen mit ihren Veranstaltungen zum Dorfleben bei. Fast alle Vereine haben ein Vereinshaus für Versammlungen und Festveranstaltungen. Eine Sportanlage liegt im Norden zwischen dem Rotbach und der Straße nach Lechenich.

Friesheim war bis zum 31. August 2016 auf 2957 Einwohner angewachsen. [58] Ortsbürgermeisterin ist derzeit Claudia Siebolds.

Institution Umweltzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Institution mit über die Stadtgrenzen hinausgehendem Wirkungskreis hat sich mit dem „Umweltzentrum Friesheimer Busch“ etabliert. Es ist 1998 aus einer Initiative des Umweltnetzwerkes Erftstadt auf dem Gebiet eines ehemaligen Munitionsdepots der belgische Natotruppen entstanden.[52] Dort arbeiten heute Erftstädter Umwelt- und Naturschutzverbände sowie Verbände der Entwicklungszusammenarbeit und Schulen zusammen, um die schulische und außerschulische Umweltbildung, den Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz sowie die Vorgaben der örtlichen Agenda 21 in Erftstadt umzusetzen. Mit dem Betrieb des Umweltzentrums sollen in Erftstadt und im Rhein-Erft-Kreis Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen angeregt und gefördert werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friesheim: Die Weiße Burg
Friesheim: Haus Fuck von 1608

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heidi Bormann, Cornelius Bormann: Heimat an der Erft. Die Landjuden in den Synagogengemeinden Gymnich, Friesheim und Lechenich. Kulturamt Erftstadt 1994, ISBN 3-9802650-3-X.
  • Dieter Hoffsümmer: Friesheim. In: Frank Bartsch, Dieter Hoffsümmer, Hanna Stommel: Denkmäler in Erftstadt. Erftstadt 1998–2000.
  • Olaf Kalscheuer: Elemente einer kirchlichen Ortsgeschichte von Friesheim bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. 1998.
  • Peter Simons: Friesheim (Kreis Euskirchen). Geschichte der domkapitularischen Herrschaft. Euskirchener Volksblatt, Euskirchen 1933.
  • Karl Stommel: Die französischen Einwohnerlisten aus Erftstadt. Stadt Erftstadt 1989
  • Karl Stommel, Hanna Stommel: Quellen zur Geschichte der Stadt Erftstadt. Band 1–5, Kulturamt Erftstadt 1990–1998.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Friesheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Portal: Friesheim. Bürgermeister der Stadt Erftstadt, abgerufen am 31. Oktober 2013.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernhard Schreiber: Archäologische Funde und Denkmäler des Erftstädter Raums. S. 134.
  2. Bernhard Schreiber: Archäologische Funde und Denkmäler des Erftstädter Raums. S. 134–136.
  3. Gerhard Mürkens: Die Ortsnamen des Kreises Euskirchen. Euskirchen 1958, S. 40.
  4. Hermann Aubin: Die Entstehung der Landeshoheit nach niederrheinischen Quellen. Berlin 1920, S. 16–17.
  5. Friedrich Wilhelm Oediger: Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter. Band 1, Nachdruck Düsseldorf 1978, Nr. 142a, mit Hinweis auf die Grabinschrift im Kölner Dom.
  6. Friedrich Wilhelm Oediger: Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter. Band 1, Nr. 213.
  7. Manfred Groten: Ein Urbarfragment des Domstiftes aus dem frühen 12. Jahrhundert. In: Jahrbuch des Kölner Geschichtsvereins. 70/1999, S. 5–11.
  8. Friedrich Wilhelm Oediger: Der Liber Valoris. Bonn 1967, S. 48.
  9. Historisches Archiv des Erzbistums Köln (HAEK) Dekanat Zülpich Friesheim 2; veröffentlicht in: Karl Stommel: Quellen zur Geschichte der Stadt Erftstadt. Band 4, Nr. 2614.
  10. Historisches Archiv der Stadt Köln (HAStK): Bestand Domstift, Urkunden Nr. 2/1174, 2/1175, 2/1187, 1/1202, 1/1203; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 2, Nr. 432, 442, 453 und 454.
  11. HAStK: Bestand Domstift, Akten 3C Bl. 3 ff.
  12. HAStK: Bestand Domstift, Akten 3C Bl. 2; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 1, Nr. 754.
  13. HAStK: Bestand Domstift, Akten 3C Bl. 172 und Bl. 297; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 3, Nr. 1598 und 1844.
  14. HAStK: Bestand Domstift, Akten 27D; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 2, Nr. 947.
  15. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (heute Landesarchiv NRW): Bestand Kurköln 2 1152, Bl. 225-240.
  16. HAStK: Bestand Domstift, Urkunde Nr. 3/1705; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 2, Nr. 1188.
  17. HAStK: Bestand Domstift, Urkunde Nr. 3/1876; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 2, Nr. 1335.
  18. HAStK: Bestand Domstift, Akten 27D.
  19. HAStK: Bestand Domstift, Akten 27A Bl. 3–4; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 3, Nr. 1848.
  20. HAStK: Bestand Domstift, Akten 27A.
  21. HAStK: Bestand Domstift, Akten 27D Bl. 17–37.
  22. HAStK: Bestand Domstift, Akten 27F.
  23. a b c d e f g h i j k l Peter Simons: Friesheim. Geschichte der domkapitularischen Herrschaft. S. 7–47 und 67–77.
  24. Archiv Schloss Gracht, Akte 553, Bl. 16-18; HAStK: Bestand Domstift, Akten 27C, Bl. 49-73; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 3, Nr. 1570 und 1658; Band 4: Nachtrag. Nr. 1766a.
  25. Hermann von Weinsberg: Das Buch Weinsberg. Band 4, S. 132–133.
  26. HAStK: Bestand Armenverwaltung, Urkunde Nr. 2/495.
  27. HAStK: Bestand Minoriten Depositum, Urkunde Nr. 1/66.
  28. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Bestand Herrenstrunden, Urkunde Nr. 228.
  29. HAStK: Bestand Domstift, Akten 3C und Domstift Urkunde Nr. 2/D17.
  30. Vermessungs- und Katasteramt des Rhein-Erft-Kreises, Katasterkarte des Geometers Kuckelkorn von 1810.
  31. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Bestand Kurköln 2 1152; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 4, Nr. 2563.
  32. HAStK: Bestand Domstift, Akten 27A, Bl. 8-10; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 5, Br. 2912.
  33. Pfarrarchiv St. Martin Friesheim Kirchenrechnung von 1668; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 4, Nr. 2635.
  34. HAStK: Bestand Domstift, Akten 3C Bl. 13.
  35. Peter Kraut: Lizentiat Johann Michael Krahe, Schultheiß und Baumeister. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 2008. S. 39–48.
  36. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Kurköln Kartular 3 Bl. 150.
  37. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Bestand Jülich, Urkunde Nr. 80; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 1, Nr. 241.
  38. HAStK: Bestand Domstift, Urkunde Nr. 2/1160; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 1, Nr. 422.
  39. Archiv von Kempis –Rankenberg, Bestand Burg Kendenich Urkunde Nr. 37; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 3, Nr. 1646.
  40. HAStK: Bestand Domstift, Akte 15.
  41. HAStK: Bestand Domstift, Akten 27D, Bl. 51.
  42. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Kurköln 2 1152; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 4, Nr. 2564 und 2565.
  43. L. Walram, M. Sarburg: Die heldenhafte Verteidigung von Burg und Stadt Lechenich 1642. Köln 1643.
  44. Wien, Kriegsarchiv, alte Feldakten Karton 179; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 5, Nr. 2666, nach Auszügen von Stefan Sienell.
  45. Pfarrarchiv St. Martinus Kirchenrechnungen; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 4, Nr. 2635.
  46. HAEK Dekanat Bergheim Bestand Friesheim Nr. 10; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 5, Nr. 2983.
  47. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Bestand Maas und Rhein 1904, 689; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 5, Nr. 2992 und 3035.
  48. Joseph Hansen (Hrsg.): Quellen zur Geschichte des Rheinlandes im Zeitalter der französischen Revolution 1780-1801. Band 4, Nr. 76 und 100; Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Kurköln 13 165; veröffentlicht in: Stommel: Quellen. Band 5, Nr. 3041 und 3043.
  49. Max Bär: Die Behördenverfassung der Rheinprovinz seit 1815. Bonn 1919, S. 42 ff.
  50. Karl Stommel: Die französischen Einwohnerlisten aus Erftstadt. Stadt Erftstadt 1989, S. 154–192.
  51. W. Schieder(Hrsg.): Säkularisierung und Mediatisierung in den vier rheinischen Departements, Kanton Lechenich. S. 470-472.
  52. a b c d e f g h i j Dieter Hoffsümmer: Friesheim. In: Frank Bartsch, Dieter Hoffsümmer, Hanna Stommel: Denkmäler in Erftstadt. Erftstadt 1998–2000.
  53. Ruben Meyer-Graft: Die Restaurierung des Friesheimer Kruzifixus. In: Denkmalpflege im Rheinland. 15. Jahrgang Nr. 3. Pulheim 1998, S. 123-126.
  54. Dieter Hoffsümmer: Friesheim Kapitel 7.2 Pfarrkirche St. Martin. Mit Verweis auf: A. J. Zorn: Der Architekt August Carl Lange. In: Frank Bartsch, Dieter Hoffsümmer, Hanna Stommel: Denkmäler in Erftstadt. Erftstadt 1998–2000.
  55. Gabriele Rünger: Wer wählte die NSDAP? In: Geschichte im Kreis Euskirchen. 1987, S. 124 ff.
  56. Heidi Bormann, Cornelius Bormann: Heimat an der Erft. Die Landjuden in den Synagogengemeinden Gymnich, Friesheim und Lechenich. Erftstadt 1993, S. 207–229 und 333–368.
  57. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 86.
  58. http://www.erftstadt.de/web/infos-zu-erftstadt/die-stadt-in-zahlen

Koordinaten: 50° 45′ N, 6° 47′ O