Gampern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gampern
Wappen Österreichkarte
Wappen von Gampern
Gampern (Österreich)
Gampern
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 26,33 km²
Koordinaten: 47° 59′ N, 13° 33′ OKoordinaten: 47° 59′ 21″ N, 13° 33′ 2″ O
Höhe: 509 m ü. A.
Einwohner: 2.917 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 111 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4851
Vorwahl: 07682
Gemeindekennziffer: 4 17 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gampern 50/Hauptstraße 14
4851 Gampern
Website: www.gampern.at
Politik
Bürgermeister: Hermann Stockinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
13
8
4
13 
Insgesamt 25 Sitze
Lage der Gemeinde Gampern im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im HausruckwaldAttersee am AtterseeAttnang-PuchheimAtzbachAurach am HongarBerg im AttergauDesselbrunnFornachFrankenburg am HausruckFrankenmarktGampernInnerschwand am MondseeLenzingManningMondseeNeukirchen an der VöcklaNiederthalheimNußdorf am AtterseeOberhofen am IrrseeOberndorf bei SchwanenstadtOberwangOttnang am HausruckPfaffingPilsbachPitzenbergPöndorfPuchkirchen am TrattbergPühretRedleitenRedlhamRegauRüstorfRutzenhamSchlattSchörfling am AtterseeSchwanenstadtSeewalchen am AtterseeSt. Georgen im AttergauSt. LorenzSteinbach am AtterseeStraß im AttergauTiefgrabenTimelkamUngenachUnterach am AtterseeVöcklabruckVöcklamarktWeißenkirchen im AttergauWeyregg am AtterseeWolfsegg am HausruckZell am MoosZell am PettenfirstOberösterreichLage der Gemeinde Gampern im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ortszentrum mit der Pfarrkirche hl. Remigius
Ortszentrum mit der Pfarrkirche hl. Remigius
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gampern ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 2917 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gampern liegt auf 509 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,9 km, von West nach Ost 6,8 km. Die Gesamtfläche beträgt 26,1 km². 19,2 % der Fläche sind bewaldet, 71,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baumgarting, Bergham, Bierbaum, Egning, Fischham, Fischhamering, Gallnbrunn, Gampern, Genstetten, Hörgattern, Haunolding, Hehenberg, Koberg, Oberheikerding, Pöring, Piesdorf, Schwarzmoos, Siedling, Stötten, Stein, Unterheikerding, Viehaus, Weiterschwang, Witzling, Zeiling.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neukirchen an der Vöckla
Vöcklamarkt Nachbargemeinden Timelkam
Berg im Attergau Seewalchen am Attersee

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gampern wird zum ersten Mal um das Jahr 800 unter dem Namen Campara im Traditionsbuch von Mondsee genannt. Seit 1143 war es als Filiale von Vöcklamarkt dem Collegiat-Stift Mattsee inkorporiert, bis es 1900 eine selbständige Pfarre wurde. Dem Stift Mattsee verblieb das Patronatsrecht.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2472 Einwohner, im Jahr 2011 bereits 2701 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat insgesamt 25 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 8 SPÖ und 4 FPÖ.

Bürgermeister
  • seit ? Hermann Stockinger (ÖVP)

Seit 12. Mai 2011 hat die Gemeinde Gampern mit Hermann Krenn (SPÖ) einen Abgeordneten im oberösterreichischen Landtag und seit 29. Oktober 2013 mit Daniela Holzinger (Liste Peter Pilz) eine Abgeordnete im österreichischen Nationalrat.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen at gampern.png

Blasonierung: Zwischen goldenen Flanken in Blau ein goldener, spätgotischer Flügelaltar mit Mensa, Predella, Mittelschrein, zwei Flügeln und fünfteiligem Gesprenge. Die Gemeindefarben sind Gelb-Blau-Gelb.

Das 1974 verliehene Wappen zeigt in stilisierter Form den kunsthistorisch bedeutenden Flügelaltar der Pfarrkirche.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gampern
  • Pfarrkirche Hl. Remigius: Die zweischiffige spätgotische Hallenkirche wurde von 1480 bis 1486 gebaut. Anfang des 16. Jahrhunderts erfolgte die Errichtung des mächtigen gotischen Westturmes bis zur Dachgleich und 1890 der Ausbau auf eine Höhe von 63 m. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der Flügelaltar in der spätgotischen Pfarrkirche Gampern. Der Altar ist der drittgrößte gotische Flügelaltar in Oberösterreich, hergestellt in der Zeit von 1497 bis 1507.
  • Denkmalhof Kernstockhaus in Pöring: Ehemaliges Austraghaus des Kapeller, Rauchhaus in Blockbauweise, heute Heimatmuseum.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Bochenek: Heimatbuch Gampern. Gampern 1974. Neu: Hans Plötzeneder, Hrsg. von der Gemeinde Gampern, Mattighofen 1993.
  • Maria Magdalena Gstöttner: Vor- und Familiennamen in der oberösterreichischen Pfarre Gampern zwischen 1658 und 1710. Diplomarbeit Universität Wien, Wien September 2008 (pdf, othes.univie.ac.at)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gampern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hermann Kaser: Der Denkmalhof Kernstockhaus/Poering. München 1974. Neu hrsg. Amt der oö. Landesregierung. Red. Fritz Lichtenauer. In: Kulturbericht Oberösterreich Jg. 59, 2005, H. 7, Beilage, Linz 2005, S. 9 ff.
    Denkmalhof Kernstockhaus, ooemuseumsverbund.at
    Kernstockhaus. Eintrag im AtterWiki