Ottnang am Hausruck

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Ottnang am Hausruck
Wappen Österreichkarte
Wappen von Ottnang am Hausruck
Ottnang am Hausruck (Österreich)
Ottnang am Hausruck
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Hauptort: Ottnang
Fläche: 30,28 km²
Koordinaten: 48° 6′ N, 13° 40′ OKoordinaten: 48° 5′ 44″ N, 13° 39′ 41″ O
Höhe: 554 m ü. A.
Einwohner: 3.963 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 4901
Vorwahl: 07676
Gemeindekennziffer: 4 17 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 16
4901 Ottnang am Hausruck
Website: www.ottnang.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Neuhofer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
9
8
6
2
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Ottnang am Hausruck im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Ottnang am Hausruck im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Ottnang am Hausruck ist eine Marktgemeinde im Bezirk Vöcklabruck im oberösterreichischen Hausruckviertel mit 3963 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottnang am Hausruck liegt auf 554 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,8 km, von West nach Ost 7,7 km. Die Gesamtfläche beträgt 30,3 km². 32,6 % der Fläche sind bewaldet, 57,6 % sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achleithen, Bergern, Bruckmühl, Bärnthal, Deisenham, Englfing, Gatterlacken, Grub, Grünbach, Hagleithen, Hausruckedt, Holzham, Holzleithen, Hub, Kronabitten, Gartenstraße, Kropfling, Laah, Mansing, Mitterarming, Niederpuchheim, Oberkienberg, Obermühlau, Ottnang, Plötzenedt, Rackering, Redl, Roithing, Schachen bei Furtpoint, Schlag, Simmering, Stockedt, Thomasroith, Untermühlau, Vorderarming, Vornwald, Walding, Wassenbrunn, Wiesing.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ottnang ist eine regionale Zeitspanne im Tertiär benannt, das Ottnangium, auch als Ottnang-Stufe oder Ottnangien bezeichnet, gelegentlich verkürzt zu Ottnang. Das Ottnangium ist eine regionale chronostratigraphische Stufe des Miozäns (Neogen) im zentralen Paratethys-Bereich. Ausschlaggebend für die Namensgebung dieser geologische Stufe sind Gesteine, die in Ottnang und Umgebung auftreten und gut dort erforscht werden konnten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 3743 Einwohner, 2001 dann 3745 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Auf dem Schloss Oberbergham in der Ortschaft Plötzenedt war vom 17. bis zum 19. Jahrhundert der österreichische Zweig des Adelsgeschlechts der Pflachern ansässig.

Während der Napoleonischen Kriege war Ottnang mehrfach besetzt.

Während der Februarkämpfe 1934 kam es in der Ortschaft Thomasroith zu bewaffneten Auseinandersetzungen.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Die Gemeinde war bis Ende 2004 Teil des Gerichtsbezirks Schwanenstadt und wurde per 1. Jänner 2005 Teil des Gerichtsbezirks Vöcklabruck.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Zwischen grünen, gezähnten Flanken in Silber ein schwarzer, aufgerichteter Bär mit roter Zunge und roten Krallen, der in der linken Tatze eine schwarze, rot leuchtende Grubenlampe hält. Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün.

Das Gemeindewappen wurde 1971 verliehen. Der Bär verweist auf die Ortschaft Bärnthal, die Grubenlampe auf den ehemaligen Braunkohleabbau in Thomasroith.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister
  • bis 2015 Josef Senzenberger (SPÖ)
  • seit 2015 Friedrich Neuhofer (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ottnang am Hausruck
  • Pfarrkirche Bruckmühl
  • Pfarrkirche Ottnang am Hausruck
  • Der Südfeldstollen in Thomasroith wurde als Schaustollen vom Bergknappenverein Thomasroith eingerichtet und erinnert an die rund 250 Jahre Braunkohle-Bergbau im Hausruckgebiet - u. a. auch in Thomasroith, wo einst die Bergdirektion stand.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottnang ist als Zentrum für den Holztreppenbau bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich aus der ehemaligen Zimmerei Weidinger das heute noch bestehende Unternehmen Holztreppen Weidinger. Anfang der 1970er Jahre machten sich einige Mitarbeiter dieses Unternehmens selbständig und gründeten „Hausjell, Purrer & Stockinger Holztreppenbau“.

Söhne und Töchter der Marktgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Haas, genannt Schmidtofferl (* um 1817), Anführer einer Abspaltung der Sekte der Pöschlianer
  • Gustav Ehart (1876–1968), Eisenbahner und sozialdemokratischer Abgeordneter zum OÖ. Landtag
  • Josef Skrabal (1892–1934), Kämpfer im Österreichischen Bürgerkrieg 1934
  • Maria Enser (1900–1989), SPÖ-Abgeordnete zum Nationalrat
  • Alois Kaltenbrunner (1901–1966), SPÖ-Abgeordneter zum OÖ.-Landtag
  • Wilhelm Remplbauer (1933–1992), SPÖ-Abgeordneter zum Nationalrat
  • Barbara Prammer (1954–2014), Politikerin (SPÖ), 2006–2014 Präsidentin des Nationalrats
  • Marianne Gesswagner (* 1977), Sängerin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ottnang am Hausruck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (3. Nachtrag). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1973, S. 13 (PDF)