Tiefgraben

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Oberösterreich. Für den Zufluss der Pegnitz in Bayern siehe Tiefgraben (Pegnitz).
Tiefgraben
Wappen von Tiefgraben
Tiefgraben (Österreich)
Tiefgraben
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 38,26 km²
Koordinaten: 47° 52′ N, 13° 22′ OKoordinaten: 47° 51′ 31″ N, 13° 21′ 46″ O
Höhe: 740 m ü. A.
Einwohner: 3.966 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 5310
Vorwahl: 06232
Gemeindekennziffer: 4 17 42
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wredeplatz 2
5310 Mondsee
Website: www.tiefgraben.at
Politik
Bürgermeister: Johann Dittlbacher (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
15
6
4
15 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Tiefgraben im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Tiefgraben im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Tiefgraben ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 3966 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016). Die Gemeinde gehörte bis 1. Juli 2013 zum Gerichtsbezirk Mondsee, seither zum Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiefgraben liegt auf 740 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,9 km, von West nach Ost 7,8 km. Die Gesamtfläche beträgt 38,2 km², 52,1 % der Fläche sind bewaldet, 41,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind: Gaisberg, Guggenberg, Hof, Tiefgraben.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen at tiefgraben.png

Blasonierung:

Geteilt durch einen blauen, oben golden gesäumten Balken, darin ein silberner Einbaum; oben in Grün eine silberne, dreifach gebogene, gestürzte Spitze, unten in Gold eine blaue, steigende Spitze.“

Die Gemeindefarben sind Gelb-Blau-Weiß.

Das Gemeindewappen wurde 1985 verliehen. Das obere Drittel verweist auf die Lage der Gemeinde im Tal der Zeller Ache, das vom Kolomannsberg im Westen und vom Lackenberg im Osten begrenzt wird und erklärt damit auch den Ortsnamen.[1]

Die beiden blauen Felder stehen für den Mondsee und den Irrsee, die die südliche bzw. nördliche Gemeindegrenze bilden. Der typische Mondseer Einbaum wurde schon in der Jungsteinzeit am Mondsee verwendet und hat sich bis heute erhalten.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Dittlbacher von der ÖVP.

Die drei Nachbargemeinden von Mondsee Innerschwand, St. Lorenz und Tiefgraben haben ein gemeinsames Gemeindeamt im „Rathaus“ am Wredeplatz in Mondsee (ähnlich einer deutschen Verwaltungsgemeinschaft).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2722 Einwohner, 2001 dann 3071 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Tiefgraben

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tiefgraben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dies gilt aber als nachträgliche Umdeutung, seit alters her war Tiefgraben die Ortslage am Mondseeberg und Lackenberg, als Höhenlage also durchaus erstaunlich; der Name dürfte also den Graben des Steinerbachs und die Passlandschaft am Wildmoos bezeichnen.
    Vergl. etwa die Beschriftung der Karte S. Schütz, F. Müller: Mappa von dem Land ob der Enns. Im Jahr 1781 reducirt und gestochen von C. S. Schütz und geschrieben von F. Müller 1787 (online bei DORIS, Thema Erste Landesaufnahmen); der Ortsname wird bis heute am Nordwestkmm des Mondseebergs verortet.
  2. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 7. Nachtrag (1984–1987). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 4, 1988, S. 245 (PDF)