Puchkirchen am Trattberg

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Puchkirchen am Trattberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Puchkirchen am Trattberg
Puchkirchen am Trattberg (Österreich)
Puchkirchen am Trattberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 7,72 km²
Koordinaten: 48° 4′ N, 13° 34′ OKoordinaten: 48° 3′ 41″ N, 13° 34′ 27″ O
Höhe: 558 m ü. A.
Einwohner: 1.050 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 136 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4849
Vorwahl: 07682
Gemeindekennziffer: 4 17 27
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Puchkirchen 3
4849 Puchkirchen am Trattberg
Website: www.puchkirchen.at
Politik
Bürgermeister: Anton Hüttmayr (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(13 Mitglieder)
9
4
Von 13 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Puchkirchen am Trattberg im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Puchkirchen am Trattberg im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Ortskern mit Pfarrkirche
Ortskern mit Pfarrkirche
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Puchkirchen am Trattberg ist eine Gemeinde im österreichischen Bundesland Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 1050 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Das zuständige Bezirksgericht ist in Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Puchkirchen am Trattberg liegt auf 557 m Höhe im Hausruckviertel zwischen dem Hausruck im Norden und dem Salzkammergut im Süden. Sie liegt auf dem Trattberg, der dem Göbelsberg im Süden vorgelagert ist. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 2,8 km, von West nach Ost 5 km. Die Gesamtfläche beträgt 7,7 km². 22,1 % der Fläche sind bewaldet, 67,5 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Einzige Katastralgemeinde ist Puchkirchen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 868 Einwohner, 2001 dann 948 Einwohner.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des 1984 verliehenen Gemeindewappens: Schräggeviert von Rot und Gold; oben ein goldenes, wachsendes, am oberen Schildrand anstoßendes, lateinisches Endrautenkreuz; unten ein silberner, aufrechter Bohrmeißelkopf; rechts und links je ein grünes, schräg nach außen gestelltes Buchenblatt. Die Gemeindefarben sind Gelb-Grün-Gelb.

Kreuz und Buchenblätter symbolisieren als redendes Wappen den Ortsnamen. Der Bohrmeißel erinnert an die als „Puchkirchen 1“ bezeichnete erste erfolgreiche Tiefbohrung nach Erdöl in Oberösterreich im Jahre 1956, die an der Gemeindegrenze zu Neukirchen an der Vöckla erfolgte.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Schriftliche Quellen aus dieser Zeit können Puchkirchen nicht sicher zugeordnet werden. Im Jahre 1480 wird der Ort in einem Urbar der Herrschaft Frankenburg zum ersten Mal gesichert erwähnt. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1816 wieder bei Österreich ob der Enns, wurde dieses Kronland 1918 zum Bundesland Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat insgesamt 13 Mitglieder: 9 von der ÖVP und 4 von der FPÖ

Bürgermeister seit 1945
  • 1945-1946 Johann Stadlbauer (ÖVP)
  • 1946-1949 Anton Kaiser (ÖVP)
  • 1949-1961 Johann Kinast (ÖVP)
  • 1961-1979 Josef Schlager (ÖVP)
  • 1979-2001/02 Adolf Gaisbauer (ÖVP)
  • 2002-2007 Barbara Anna Moritz (ÖVP)
  • seit 2007 Anton Hüttmayr (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Puchkirchen am Trattberg
  • Pfarrkirche Puchkirchen am Trattberg: Die katholische Pfarrkirche wurde erstmals 1480 urkundlich erwähnt. Sie ist dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht und wurde in den Jahren 2000/2001 unter Mitwirkung der Gemeindemitglieder neu gestaltet.
  • 1784 hörte Puchkirchen auf, eine Filiale der Pfarre Neukirchen an der Vöckla zu sein, und wurde "Lokalie". 1806 wurde die Pfarre neuerlich an Neukirchen angeschlossen, ehe die "Lokalie" 1847 wiedererrichtet wurde. Vollpfarrei ist Puchkirchen seit 1891.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Puchkirchen wird ein unterirdisches Gaslager der RAG in ehemaligen Öllagern in einer Tiefe von bis zu 1.600 m betrieben, die zur Reserve dienen. Dabei wird angeliefertes Erdgas wieder mit einem Druck von 100 - 120 bar in die Erde gepumpt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Fraunberger: Familien- und Hausnamen der Einwohner von Puchkirchen am Trattberg, 1977.
  • Festschrift zur Verleihung des Gemeindewappens und zur 200-Jahr-Feier der Pfarre. Hrsg. Gemeinde Puchkirchen. Gestaltung: Josef Kaltenbrunner, 1984.
  • Josef Kaltenbrunner: Puchkirchen am Trattberg im Zweiten Weltkrieg (1939-1945). Eine kleine Gemeindegeschichte anlässlich 70 Jahre Kriegsende 2015., 2015. (online)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Puchkirchen am Trattberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 7. Nachtrag (1984-1987). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 4, 1988, S. 234 (PDF; 7,4 MB)