Desselbrunn

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Desselbrunn
Wappen von Desselbrunn
Desselbrunn (Österreich)
Desselbrunn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 17,37 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 13° 46′ OKoordinaten: 48° 1′ 20″ N, 13° 46′ 21″ O
Höhe: 421 m ü. A.
Einwohner: 1.807 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 104 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4693
Vorwahl: 07673
Gemeindekennziffer: 4 17 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Desselbrunn 37
4693 Desselbrunn
Website: www.desselbrunn.at
Politik
Bürgermeister: Ulrike Hille (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
8
7
4
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Desselbrunn im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Desselbrunn im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Desselbrunn ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 1807 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Desselbrunn liegt auf 421 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,8 km, von West nach Ost 6,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 17,4 km². 21,8 % der Fläche sind bewaldet, 66,7 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 17 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Berg (11)
  • Brauching (27)
  • Bubenland (113)
  • Desselbrunn (334)
  • Deutenham (86)
  • Edt (20)
  • Fallholz (217)
  • Feldham (28)
  • Haus (19)
  • Hofstätten (14)
  • Hub (30)
  • Oberhaidach (11)
  • Sicking (159)
  • Traunwang (33)
  • Unterhaidach (33)
  • Viecht (292)
  • Windern (263)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Desselbrunn und Windern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1581 Einwohner, 2001 dann 1534 Einwohner.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Zwischen zwei je dreimal von innen nach außen von Silber und Blau gespaltenen, oben auswärts gebogenen Flanken in Grün über einem silbernen, gequaderten und blau gefüllten Brunnen ein goldenes Hufeisen. Die Gemeindefarben sind Blau-Gelb-Grün

Der Brunnen im 1985 verliehenen Gemeindewappen steht für den Ortsnamen und die Gründungslegende, das Hufeisen verweist auf den seit 1946 alljährlich im November zu Ehren des Pfarrpatrons abgehaltenen Leonhardiritt. Die beiden silber-blauen Flanken symbolisieren die Lage des Gemeindegebietes zwischen Ager und Traun.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sage nach wurde Desselbrunn von Herzog Tassilo gegründet, als er sich auf der Jagd in den Wäldern zwischen Ager und Traun verirrte, erschöpft eine Quelle fand und zum Dank eine Kirche stiftete. Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Um 1210 wird er in den Traditionen des Stiftes Reichersberg als "Tesselbrun" (= Brunnen des Tassilo) erwähnt. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Die Gemeinde war bis Ende 2004 Teil des Gerichtsbezirks Schwanenstadt und wurde per 1. Jänner 2005 Teil des Gerichtsbezirks Vöcklabruck.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister
  • bis 2008 Anton Stiegler (ÖVP)
  • seit 2008 Ulrike Hille (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Desselbrunn: Die alte Pfarrkirche ist ein spätgotischer Sakralbau mit einem mächtigen Turm, dessen Zwiebeldach in der Barockzeit aufgesetzt wurde. Der zweigeschossige Hochaltar wurde 1802 vom Lambacher Bildhauer Joachim Ertl errichtet.
  • 'Schloss Windern: Eine mit zwei Rundtürmen bewehrte hohe Mauer umschließt das Vierturm-Schloss mit schönem Säulenportal. Der im 16. und 17. Jahrhundert entstandene Besitz der Grienthaler, Moser und Polheimer - kurze Zeit auch in der Hand des Adam Graf von Herberstorff - ist nach einem Brand 1817 erneuert worden. Die Schlosskapelle zum Hl. Nepomuk-Gemälde von Bartolomeo Altomonte, 1769, besitzt drei Rokokoaltäre und Ausstattung aus der Erbauungszeit. Seit 1888 wurde Windern durch die Freiherrn von Gagern in gutem Zustand erhalten.
  • Traunfall

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Desselbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 7. Nachtrag (1984-1987), in Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 4, 1988, S.224 f. (PDF)