Harel Skaat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Harel Skaat beim Eurovision Song Contest in Oslo (2010)

Harel Skaat (hebräisch ‏הראל סקעת‎; * 8. August 1981 in Kfar Saba bei Tel Aviv) ist ein israelischer Sänger und Musiker. Er belegte 2004 den 2. Platz in der populären israelischen TV-Talentshow Kochav Nolad. Sein erstes Album erreichte Platin-Status in Israel. Im Mai 2010 vertrat er Israel beim Eurovision Song Contest in Oslo.

Biographie[Bearbeiten]

Bereits als Kind gewann Harel Skaat einen Sängerwettbewerb; später war er sowohl in der offiziellen Musikgruppe seiner Schule als auch seiner Heimatstadt aktiv. 2002 begann er ein Studium am Beit Zvi (Hochschule für darstellende Künste) in Ramat Gan. Während seines zweiten Studienjahrs bewarb er sich für die israelische TV-Show Kochav Nolad.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Die Fernsehsendung Kochav Nolad (dt: "Ein Star wird geboren") ist vergleichbar dem deutschen Pendant Deutschland sucht den Superstar oder American Idol und brachte bereits Erfolgssängerinnen wie Schiri Maimon hervor. Harel Skaat galt schnell als eindeutiger Favorit, unterlag im Finale aber Harel Moyal. Dennoch ist er seitdem einer der erfolgreichsten Musiker Israels, erhielt Platin für sein erstes Album Harel Skaat[2] und errang mehrere wichtige nationale Preise, bspw. den Israel Music Award[3]. Bei der Wahl des Sängers und Lieds des Jahrzehnts 2000 - 2009 errang er Platz 2, "ואת" (Ve'at, dt.: "Und du") von seinem ersten Album kam auf Platz 4.[4] 2009 erschien sein zweites Album "דמויות" (Dmuiot, dt.: "Gestalten"), das Goldstatus erhielt. 2012 veröffentlichte er sein drittes Album mit dem Titel "שוב מאושר" (Shuv me'ushar, dt.: "Wieder glücklich").

Eurovision Song Contest[Bearbeiten]

Ende Dezember 2009 gab die IBA, die staatliche israelische Rundfunkorganisation, bekannt, dass Harel Skaat Israel beim Eurovision Song Contest vertreten würde.[5] Das israelische Fernsehpublikum und mehrere Fachjurys wählten am 15. März 2010 aus vier Liedern den Song "מילים" (Milim, dt.: Worte) aus, mit dem Harel Skaat am 27. Mai 2010 sein Land im zweiten Halbfinale vertrat und das zwei Tage später stattfindende Finale erreichte.[6] Dort belegte er einen 14. Platz. Des Weiteren gewann Harel Skaat in Oslo den Marcel Bezençon Awards in der Kategorie „Press Award“ (bester Song; gewählt von allen akkreditierten Journalisten) sowie der Kategorie „Artistic Award“ (beste Performance; gewählt von den europäischen Kommentatoren). Außerdem haben die beiden Komponisten seines Songs Milim den „Composer Award“ (gewählt von allen teilnehmenden Komponisten) gewonnen. Damit gingen 2010 zum ersten und bisher einzigen Mal alle Auszeichnungen des Marcel Bezençon Awards an ein und dasselbe Land.[7]

Privatleben[Bearbeiten]

Im Oktober 2010 hat Skaat sich als homosexuell geoutet.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Harel Skaat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Biographie auf offizieller Webseite. Abgerufen am 3. April 2010
  2. Ilan Mester, Harel Skaat: Israel's promising export, Ynetnews, 9. Feb. 2010. Abgerufen am 3. April 2010
  3. Levy, Sasha: Skat, Peles Win At Israel Music Awards, BillboardBiz, 9. Feb. 2007. Abgerufen am 3. April 2010
  4. Biographie auf offizieller Webseite. Abgerufen am 3. April 2010
  5. Glen Webb, Israel: Harel Skaat to Oslo, www. eurovision.tv, 29. Dez. 2009. Abgerufen am 3. April 2010
  6. Glen Webb, Israel: Harel Skaat to sing Milim in Oslo, www. eurovision.tv, 15. März 2010. Abgerufen am 3. April 2010
  7. Gustav Dahlander, Israeli grand slam in the Marcel Bezençon Awards, www.eurovision.tv, 30. Mai 2010. Abgerufen am 16. Mai 2011
  8. Nevo, Asaf (22 October 2010). "הראל סקעת מודה בנטיותיו המיניות [Harel Skaat Comes Out]" (in Hebrew). mako. http://www.mako.co.il/entertainment-celebs/local/Article-c4f837bbb61db21006.htm&sCh=3d385dd2dd5d4110&pId=978777604. Retrieved 22 October 2010.