Anna Bergendahl

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Anna Bergendahl während eines Auftritts auf dem „LOVE Stockholm“-Festival (Juni 2010)
Anna Bergendahl während eines Auftritts auf dem „LOVE Stockholm“-Festival (Juni 2010)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Yours Sincerely
  SE 1 Gold 23.04.2010 (14 Wo.)
Something to Believe In
  SE 13 02.11.2012 (3 Wo.)
Singles[1][2]
Release Me (live)
  SE 58 17.10.2008 (1 Wo.)
Save Up All Your Tears
  SE 57 14.11.2008 (1 Wo.)
(I've Had) The Time Of My Life
(Duett mit Kevin Borg)
  SE 36 21.11.2008 (1 Wo.)
Bleeding Love
  SE 60 21.11.2008 (1 Wo.)
Over the Rainbow
  SE 53 28.11.2008 (1 Wo.)
This Is My Life
  CH 62 13.06.2010 (1 Wo.)
  SE 1 Platin 05.03.2010 (17 Wo.)
Ashes to Ashes
  SE 56Gold 08.02.2019 (… Wo.)

Anna Henrietta Bergendahl (* 11. Dezember 1991 in Stockholm[3]) ist eine schwedische Sängerin. Bekanntheit erlangte sie durch ihre Teilnahme an der schwedischen Castingshow Idol (2008). 2010 nahm sie mit dem englischsprachigen Titel This Is My Life am Eurovision Song Contest 2010 teil.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochter eines Arztes und einer Lehrerin wurde im Stockholmer Stadtteil Hägersten geboren und wuchs mit drei älteren Geschwistern in Nyköping und Katrineholm auf. Inspiriert vom Disney-Film Der König der Löwen und alten Langspielplatten ihres Vaters, begann sich Bergendahl schon früh für die Musik zu begeistern und öffentliche Gesangsauftritte zu absolvieren. Als musikalische Vorbilder nennt sie Tracy Chapman, Norah Jones, John Mayer, Van Morrison, Damien Rice sowie die schwedischen Künstlerinnen Lisa Ekdahl und Jill Johnson.

Im Alter von zehn Jahren schrieb sie erste eigene Songs.[3] Zwei Jahre später nahm Bergendahl an dem vom privaten Fernsehsender TV4 ausgestrahlten Programm Super Troupers (2004) teil, eine Musiksendung für Kinder. Dort trat die 12-Jährige neben später so bekannten Nachwuchskünstlern wie Amy Diamond und Jonathan Fagerlund auf. Mit dem Titel „Play That Funky Music“ hatte sie aber gegenüber der ein Jahr älteren Frida von Schewen das Nachsehen.

Einem breiten schwedischen Fernsehpublikum rief sich Bergendahl, die seit ihrem achten Lebensjahr auch Gitarre spielt,[4] 2008 mit der Teilnahme an der fünften Staffel der TV4-Castingshow Idol in Erinnerung. Bei der schwedischen Version von Pop Idol präsentierte sie unter anderem Songs von Oh Laura (Release Me), ABBA (Mamma Mia), Tommy Körberg (Stad i Ijus), Cher (Save Up All Your Tears), Leona Lewis (Bleeding Love), Tina Turner (Simply The Best) und Eva Cassidy (Over the Rainbow). Für ihre Interpretation von Balladen gelobt,[5] belegte die 16-Jährige beim Sieg des fünf Jahre älteren Kevin Borg einen fünften Platz. Ihre im Rahmen der Castingshow veröffentlichten Singles konnten sich in den schwedischen Charts platzieren.

Bergendahl beim „LOVE Stockholm“-Festival (Juni 2010)

Im Mai 2009 gab Bergendahl bekannt, einen Vertrag mit der Plattenfirma Lionheart Records abgeschlossen zu haben und an ihrem Debütalbum zu arbeiten.[6] Ein Jahr später nahm sie das erste Mal am schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil, dem vom öffentlich-rechtlichen Fernsehsender SVT organisierten Melodifestivalen. Mit der von Bobby Ljunggren und Kristian Lagerström komponierten englischsprachigen Ballade This Is My Life galt die blonde Künstlerin bei den schwedischen Buchmachern als Favoritin auf den Sieg.[7] Am 13. März gewann Anna Bergendahl dann auch im Stockholmer Globen das Melodifestival mit 31 Punkten Vorsprung vor Salem Al Fakir (Keep On Walking).[8] Damit vertrat sie Schweden beim 55. Eurovision Song Contest am 27. Mai 2010 in Oslo im zweiten Halbfinale, konnte sich aber zum ersten Mal in der Geschichte des ESC für Schweden nicht für das zwei Tage später stattfindende Finale qualifizieren. Sie erreichte mit 62 Punkten den elften Platz und lag fünf Punkte hinter der zehntplatzierten Formation Jon Lilygreen & The Islanders aus Zypern, die das Finale erreichte.[9]

This Is My Life führte vom 5. März bis zum 1. April 2010 die schwedischen Single-Charts an.[10] Ihr Debütalbum Yours Sincerely wurde am 21. April 2010 von Lionheart Records veröffentlicht und stieg zwei Tage später auf Platz eins der schwedischen Album-Charts ein. Auf dem Spitzenplatz hielt es sich jedoch nur eine Woche.[10]

2019 bewarb sich Bergendahl mit dem Lied Ashes To Ashes erneut beim Melodifestivalen, dem schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest in Israel.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Yours Sincerely (2010)
  • Something to Believe In (2012)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Release Me (2008)
  • Save Up All Your Tears (2008)
  • (I've Had) The Time Of My Life (Duett mit Kevin Borg, 2008)
  • Bleeding Love (2008)
  • Over the Rainbow (2008)
  • This Is My Live (2010)
  • The Army (2010)
  • Live and Let Go (2012)
  • Ashes To Ashes (2019)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anna Bergendahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: Schweden / Schweiz
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: SE
  3. a b Biografie (Memento vom 18. April 2010 im Internet Archive) bei anna-bergendahl.se (aufgerufen am 13. März 2010)
  4. Siim, Jarmo: Sweden’s Anna melts hearts on stage bei eurovision.tv, 3. Mai 2010 (aufgerufen am 4. Mai 2010)
  5. Holmberg, Kalle: En smått förtvivlad Anna Bergendahl fick lämna "Idol" bei dn.se, 21. November 2008 (aufgerufen am 13. März 2010)
  6. Granström, Klas: ”Idol”-Alice och Anna har fått skivkontrakt bei aftonbladet.se, 21. Mai 2009 (aufgerufen am 13. März 2010)
  7. Borodin, Alexander: Sweden: All bookmakers agree bei oikotimes.com, 11. März 2010 (Artikel depubliziert)
  8. Holmberg, Kalle: Anna Bergendahl vann med ”This is my life” bei dn.se, 13. März 2010 (aufgerufen am 14. April 2010)
  9. Bakker, Sietse: Exclusive: The Semi-Final results! bei eurovision.tv, 30. Mai 2010 (aufgerufen am 30. Mai 2010)
  10. a b Rangliste bei sverigetopplistan.se (schwedisch; aufgerufen am 20. Mai 2010)