Herzfeld (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Herzfeld führt kein Wappen
Herzfeld (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Herzfeld hervorgehoben
Koordinaten: 50° 8′ N, 6° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 499 m ü. NHN
Fläche: 2,67 km2
Einwohner: 40 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54619
Vorwahl: 06559
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 240
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Webpräsenz: www.herzfeld-net.de
Ortsbürgermeister: Klaus Dingels
Lage der Ortsgemeinde Herzfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Herzfeld ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt in der westlichen Eifel, unmittelbar südlich der Gemeinde Leidenborn, rund 5 km vom Dreiländereck Deutschland–LuxemburgBelgien entfernt. Nachbargemeinden sind Leidenborn im Osten, Sengerich im Südosten, Eschfeld im Süden, Harspelt im Westen sowie Lützkampen im Nordwesten. Fast drei Viertel der Gemeinde werden landwirtschaftlich genutzt, über 20 Prozent sind Waldfläche.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Herzfeld ein Weiler, der zur Meierei Harspelt, dann zur Meierei Leidenborn in der Herrschaft Dasburg gehörte. Um 1800 wurden vier Haushalte (Feuerstellen) mit 30 Einwohnern gezählt. Zu Herzfeld gehörten die beiden Höfe „Locherhof“ und „Hof Neuesberg“ mit zusammen 8 Einwohnern.[2][3]

Im Zusammenhang mit den Napoleonischen Kriegen kam die Region 1794 unter französische Verwaltung und gehörte von 1798 an zur Mairie Leidenborn im Kanton Prüm im Saardepartement. Herzfeld wurde eine eigenständige Gemeinde. Kirchlich gehörte Herzfeld zur Pfarrei Großkampen, welche zum Dekanat Stablo im Bistum Lüttich gehörte.[2] Nachdem das Rheinland im Jahre 1815 aufgrund der Verträge des Wiener Kongresses an das Königreich Preußen kam, gehörte Herzfeld zur Bürgermeisterei Leidenborn in dem 1816 neu geschaffenen Kreis Prüm.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Herzfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 30
1835 40
1871 38
1905 59
1939 67
1950 54
Jahr Einwohner
1961 41
1970 41
1987 40
1997 37
2005 40
2015 40

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Herzfeld besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist ein um 1830 erbautes Wohnhaus mit Kniestock; der fünfachsige Wohnteil mit anschließendem Backhaus zeigt spätklassizistische Motive.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzfeld ist heute eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde. Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist eine Schreinerei. Seit 1971, als noch 8 landwirtschaftliche Betriebe gezählt worden waren, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 198 ha auf 264 ha (2005) zugenommen, die von 4 Betrieben bewirtschaftet wurden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Herzfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Johann Friedrich Schannat: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel, Band 4, 1854, S. 267 (Google Books)
  3. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830, S. 882 (Google Books)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Eifelkreis Bitburg-Prüm. Mainz 14. September 2014, S. 34 (PDF; 1,6 MB [abgerufen am 23. September 2015]).