Lambertsberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lambertsberg
Lambertsberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lambertsberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 5′ N, 6° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 480 m ü. NHN
Fläche: 3,66 km2
Einwohner: 370 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54649
Vorwahl: 06554
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 254
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Webpräsenz: www.lambertsberg.de
Ortsbürgermeisterin: Maria Oest-Bartholome
Lage der Ortsgemeinde Lambertsberg im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
BW

Lambertsberg ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in der Südeifel, am Rande des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks. Sie besteht aus den Ortsteilen Lambertsberg und Greimelscheid. Zum Ortsteil Lambertsberg gehört auch der Wohnplatz „Im nächsten Busch“.[2]

56 % des Gemeindegebietes werden landwirtschaftlich genutzt, 35 % sind von Wald bestanden (Stand 2011).[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nordwesten grenzt Lambertsberg an Hargarten, im Osten an Plütscheid, im Süden an Mauel und im Westen an Waxweiler.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 1794 gehörte Lambertsberg zum Kondominium Pronsfeld, Greimelscheid dagegen gehörte zum Kurfürstentum Trier. Die verwaltungsmäßige Teilung der beiden Orte blieb auch, nachdem 1794 französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer einnahmen. Lambertsberg gehörte bis 1814 zur Mairie Waxweiler im Wälderdepartement, Greimelscheid zur Mairie Dingdorf im Saardepartement. Ebenso in der preußischen Zeit nach 1815: Lambertsberg gehörte von 1816 an zur Bürgermeisterei Waxweiler, Greimelscheid zur Bürgermeisterei Dingdorf, beide gehörten zum Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier.[4]

Lambertsberg und der heutige Ortsteil Greimelscheid wurden im Pfarrbezirk Lambertsberg im Bistum Trier vereint. Die erste urkundliche Erwähnung von Greimelscheid fand 1288 statt. Lambertsberg ist aus dem 1408 erstmals erwähnten Obergreimelscheid entstanden und wurde im 16. Jahrhundert umbenannt. Lambertsberg und Greimelscheid wurden zwar lediglich durch die heutige Landstraße getrennt, die aber auch die staatliche und kirchliche Grenzlinie für die verschiedenen Institutionen bildete.

Die heutige Ortsgemeinde wurde am 1. Januar 1968 aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Greimelscheid (damals 143 Einwohner) und Lambertsberg (206 Einwohner) neu gebildet.[5]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Lambertsberg bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 96
1835 165
1871 160
1905 155
1939 178
Jahr Einwohner
1950 185
1961 186
1970 232
1987 299
2005 345

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Lambertsberg besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Lambertsberg
Wappenbeschreibung:

„In Rot ein silberner Göpel, vorne ein silberner Bischofsstab und eine silberne Lanze, hinten vier silberne vierstrahlige Sterne, je pfahlweise zu zweien schräg versetzt.“[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert sind die Wallfahrtskirche St. Lambertus aus dem 15. Jahrhundert mit einer Außenkanzel aus dem Jahr 1618 und ein ehemaliges Marktkreuz von 1623 auf dem Kirchenvorplatz.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lambertsberg ist heute eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde, die im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden jedoch eine höhere Wirtschaftskraft aufweist. Mehrere Handwerksbetriebe und zwei Bauunternehmen zeichnen sich für die im Vergleich zur Südeifel hohe Anzahl von 31 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen (2011) verantwortlich.[3]

Seit 1971, als noch 30 landwirtschaftliche Betriebe gezählt worden waren, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 260 ha auf 180 ha (2010) abgenommen, die von 6 Betrieben bewirtschaftet wurden.[3]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durchquert wird die Ortschaft von der Landesstraße 12, die sie unter anderem mit Waxweiler und der 3 km östlich liegenden Anschlussstelle Waxweiler/Schönecken der Bundesautobahn 60 verbindet.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fastnacht: Der Lambertsberger Nachtumzug galt als einer der größten Fastnachtsumzüge der Südeifel bzw. des Kreises Bitburg-Prüm. Der Umzug fand traditionell am Karnevalsfreitag gegen Abend statt. Aus Platzgründen wird der Umzug heute nicht mehr ausgerichtet.
  • 1. Sonntag im August: Antik- und Trödelmarkt am Gemeindehaus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lambertsberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Januar 2010, S. 61, abgerufen am 24. September 2015 (PDF; 2,3 MB).
  3. a b c d Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm: Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden (Online PDF)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (= Statistische Bände. Band 393). Bad Ems 2006, S. 184 (online; PDF; 2,6 MB [abgerufen am 24. September 2015]).
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Wappenbeschreibung-/begründung. Ortsgemeinde Lambertsberg, abgerufen am 24. September 2015.