Daleiden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Daleiden
Daleiden
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Daleiden hervorgehoben
Koordinaten: 50° 4′ N, 6° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 452 m ü. NHN
Fläche: 15,59 km2
Einwohner: 866 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54689
Vorwahl: 06550
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 213
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Webpräsenz: www.daleiden.de
Ortsbürgermeister: Herbert Maus
Lage der Ortsgemeinde Daleiden im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Berkoth Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

Daleiden ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an. Daleiden ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daleiden liegt im Islek in unmittelbarer Nähe (6,6 km) zur luxemburgischen Grenze. Der höchste Punkt befindet sich auf der hohen Hardt (505 m).

Zur Gemeinde gehören auch die Weiler und Wohnplätze Bermichthof, Bommert, Burtdell, Falkenauel, Feder, Kalenbornerhof, Laarberg, Neuhof, Schwabert, Vor der Höh, Zingent und Zinglersseif.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Daleiden 1222 als zur Abtei Prüm gehörig. An den Ausbruch der Pest 1636 und die damit verbundenen Verluste an Menschenleben erinnern mehrere Gedenkkreuze aus dieser Zeit.

Der Ort gehörte bis 1794 zur Meierei Eschfeld-Arzfeld in der Herrschaft Dasburg, die Teil des Herzogtums Luxemburg war.[4] Nach der Annexion der Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, durch französische Revolutionstruppen wurde die Gemeinde Daleiden 1795 dem Kanton Arzfeld im Departement der Wälder zugewiesen. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das vormals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our dem Königreich Preußen zugesprochen. Unter der preußischen Verwaltung kam Daleiden 1816 zum neu errichteten Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier und wurde Sitz der Bürgermeisterei Daleiden. 1843 bestand Daleiden aus 106 Häusern mit 645 Einwohnern. Alle Einwohner waren katholisch.[5]

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort evakuiert und bei Kampfhandlungen schwer verwüstet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Daleiden, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 464
1835 764
1871 830
1905 744
1939 761
1950 731
Jahr Einwohner
1961 700
1970 688
1987 803
1997 908
2005 917
2015 866

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Daleiden besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat: [6]

Wahl SPD CDU FWL Gesamt
2014 5 7 12 Sitze
2009 5 7 12 Sitze
2004 3 5 4 12 Sitze
  • FWL = Freie Wählerliste Daleiden e. V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Daleiden
Wappenbeschreibung: „In neunmal von Silber und Blau geteiltem Schilde, belegt mit golden gekröntem, doppelschweifigem, rotem Löwen ein silberner Schildfuß mit schräg liegendem, rotem Bischofsstab mit Krümme nach unten, über silbernen Wellen.“[7]
Wappenbegründung: Die ehemalige Landherrschaft über Daleiden war das Herzogtum Luxemburg, deshalb dessen Wappen hier im Schilde. Der Schildfuß zeigt ein Attribut des Pfarrpatrons, St. Willibrordus (Quelle unter einem Stab).

Das Wappen wurde vom Unkeler Bürgermeister a. D. Decku entworfen. Der Ortsgemeinde Daleiden wurde am 4. Oktober 1967 die Genehmigung zur Führung eines Gemeindewappens durch das Ministerium des Inneren von Rheinland-Pfalz erteilt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenansicht des Friedhofdenkmals
Innenansicht des Friedhofdenkmals
  • Aufgrund der Landschaft und vieler Wanderwege ist Daleiden bei den Touristen, besonders der älteren Generation, sehr beliebt.
  • Naturschutzgebiet „Tal der 1000 Schmetterlinge“.
  • Im Haus ISLEK, einem umgebauten typischen Eifeler Quereinhaus, werden mit Hilfe eines mittels Beamer angestrahlten 3D-Geländemodells der Region historische, geologische und geografische Informationen dargestellt. Das im Innenbereich restaurierte Haus beherbergt auch eine kleine Bibliothek und ein kleines Museum. Das Haus ist für Besucher und Schulklassen nach Absprache mit dem Bürgermeister geöffnet.
  • Am Rande Daleidens befindet sich der Ehrenfriedhof Daleiden für über 3000 im Zweiten Weltkrieg gefallene Soldaten. Er ist der größte Friedhof dieser Art in Rheinland-Pfalz. Von dort kann man das ganze Dorf überblicken.
  • Die Pfarrkirche mit Turm von 1331. Am Kirchplatz: Pestkreuz (1623) und Trinitarierkreuz.
  • Am alten Friedhof: Grabmal des Pfarrers Michael Bormann (1795–1860), Autor der ersten Geschichte des Klöppelkrieges.[8]
  • Die Willbrorduskapelle (18. Jh.) mit nahegelegener Quelle wird mit dem Heiligen Willibrord in Verbindung gebracht wegen angeblicher Heilkraft gegen eine „Wildes Feuer“ genannte Hauterkrankung
  • Die Aloysiuskapelle
  • Antennenanlage in der Elkes
Siehe auch

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 24. Juli 1987 wurde das Naturschutzgebiet „Ginsterheiden im Irsental bei Daleiden“ mit der Nummer NSG-7232-003 ausgewiesen.[9]
Siehe auch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 60 (PDF; 2,3 MB)
  4. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn, Hermann Behrend, 1898, S. 36
  5. Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Band 2, Trier, Lintz, 1846, S. 63 (Google Books)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Wappenerklärung. Abgerufen am 28. September 2016.
  8. Cf. Bormann, Michael, 1842. Beitrag zur Geschichte der Ardennen, Theil 2. F. Lintz, Trier.
  9. Die Naturschutzgebiete in Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 28. September 2016.