Irchenrieth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Irchenrieth
Irchenrieth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Irchenrieth hervorgehoben

Koordinaten: 49° 37′ N, 12° 14′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Verwaltungs­gemeinschaft: Schirmitz
Höhe: 425 m ü. NHN
Fläche: 5,27 km2
Einwohner: 1535 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 291 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92699
Vorwahl: 09659
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 127
Gemeindegliederung: 1 Gemeindeteil
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 12
92718 Schirmitz
Website: www.irchenrieth.de
Erster Bürgermeister: Josef Hammer[2] (CSU)
Lage der Gemeinde Irchenrieth im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis BayreuthLandkreis SchwandorfWeiden in der OberpfalzLandkreis TirschenreuthLandkreis Amberg-SulzbachGeorgenbergPleysteinNeustadt am KulmPressathTrabitzEschenbach in der OberpfalzBechtsriethWindischeschenbachWeiherhammerWaldthurnWaidhausVohenstraußTheisseilTännesbergStörnsteinSchwarzenbach (Oberpfalz)SchlammersdorfSchirmitzPüchersreuthPirkParksteinNeustadt an der WaldnaabMantel (Markt)Luhe-WildenauLeuchtenbergKohlberg (Oberpfalz)KirchenthumbachKirchendemenreuthIrchenriethGrafenwöhrFlossenbürgFloß (Oberpfalz)EtzenrichtEslarnAltenstadt an der WaldnaabSpeinsharter ForstManteler ForstVohenstraußHeinersreuther Forst (Oberpfalz)TschechienVorbachSpeinshartMoosbach (Oberpfalz)Karte
Über dieses Bild
Irchenrieth (2014)

Irchenrieth ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irchenrieth liegt in der Planungsregion Oberpfalz-Nord.

Es gibt nur den Gemeindeteil und die Gemarkung Irchenrieth.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irchenrieth gehörte zur Landgrafschaft Leuchtenberg, später zum Gericht Leuchtenberg des Kurfürstentums Bayern. Die Landgrafschaft Leuchtenberg war 1712/14 endgültig an Bayern gefallen. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1978 die Gemeinde Bechtsrieth eingegliedert.[4] Seit dem 1. Januar 1994 bildet Bechtsrieth mit Trebsau nach einem Bürgerentscheid und der Zustimmung des Bayerischen Landtages wieder eine eigene Gemeinde.[5][6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0635 Einwohner, davon 274 in Irchenrieth und 361 in Bechtsrieth
  • 1970: 0786 Einwohner, davon 298 in Irchenrieth und 488 in Bechtsrieth
  • 1987: 0657 Einwohner
  • 1991: 1729 Einwohner mit Bechtsrieth
  • 1995: 0864 Einwohner
  • 2000: 0897 Einwohner
  • 2004: 1117 Einwohner
  • 2005: 1130 Einwohner
  • 2006: 1159 Einwohner
  • 2007: 1155 Einwohner
  • 2008: 1147 Einwohner
  • 2009: 1168 Einwohner
  • 2010: 1165 Einwohner
  • 2011: 1177 Einwohner
  • 2012: 1220 Einwohner
  • 2013: 1239 Einwohner
  • 2014: 1308 Einwohner
  • 2015: 1365 Einwohner
  • 2016: 1401 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 1588 auf 1480 um 108 bzw. um 6,8 %; bereinigt um den Verlust von Bechtsrieth ergibt sich zwischen 1995 und 2018 allerdings ein Zuwachs um 616 Einwohner bzw. um 71,3 %.

Politik und Öffentliche Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2008 Josef Hammer (CSU).[7] Vorgänger war Albert Gruber (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahlen seit 2014 ergaben folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen:

Partei 2020[8] 2014[9]
% Sitze Sitze
CSU 86,3 10 11
SPD 13,7 2 1

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Irchenrieth
Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt, darin balkenweise drei durchgehende blaue Spickel, in Gold balkenweise ein gezinnter roter Turm mit Sockelkante am Schildrand und drei pfahlweisen goldenen Rundbogenfenstern und ein pfeilgezungter weißzähniger roter Drachenrumpf.“[10]

Dieses Wappen wird seit 1980 geführt.

Wappenbegründung: Die drei blauen Spitzen sind vom Familienwappen der Pfreimder hergeleitet, die von 1529 bis 1706 das auf Gemeindegebiet liegende Landsassengut Trebsau innehatten. Dieses Bild steht stellvertretend für den gesamten Adelsbesitz in der Gemeinde. Die Tingierung des Schildhaupts in Blau und Silber erinnert zugleich an die Zugehörigkeit der Gegend um Irchenrieth zur Landgrafschaft Leuchtenberg, deren Wappen in Blau einen silbernen Balken zeigte. An prominenter Stelle im Schild steht der Turm, ein Symbol für die heilige Barbara, der Patronin der Pfarrkirche von Irchenrieth, um die namengebende Ortschaft der Gemeinde hervorzuheben. Der Drachenrumpf ist die geminderte Schildfigur aus dem Klosterwappen von Waldsassen und soll an alte grundherrschaftliche Verbindungen erinnern.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 249 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 412. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Im Jahr 1999 bestanden acht landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 196 Hektar, davon waren 136 Hektar Ackerfläche.

Seit 1969/72 befindet sich ein Heilpädagogisches Zentrum mit angeschlossenen Werkstätten, Kindergarten, Förderschule, Tagesstätte und Wohnheim in Irchenrieth. Der Förderschwerpunkt liegt auf der geistigen Entwicklung und fördert Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in den Bereichen Kognition und Wahrnehmungsverarbeitung mit erheblichen Entwicklungsverzögerungen und Entwicklungsrückständen und mit tiefgreifenden Entwicklungsstörungen im autistischen Bereich, die an anderen Schularten auch mit Unterstützung durch die mobilen sonderpädagogischen Dienste nicht ausreichend gefördert werden können. Die Schule ist staatlich anerkannt und befindet sich in privater Trägerschaft.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Irchenrieth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Irchenrieth. In: BayernPortal. Bayerisches Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 7. April 2021.
  3. Gemeinde Irchenrieth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 16. April 2021.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 652.
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands
  6. Gesetz vom 9. November 1993, GVBl S. 830
  7. Bürgermeister. Gemeinde Irchenrieth, abgerufen am 26. August 2020.
  8. Gemeinderatswahl Irchenrieth 15. März 2020, Vorläufiges Ergebnis, 15.03.2020. Abgerufen am 27. November 2020.
  9. http://irchenrieth.de/Sites/Gemeinde/Gemeinderat
  10. Eintrag zum Wappen von Irchenrieth in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  11. http://www.hpz-irchenrieth.de/heilpaedagogisches-zentrum/