Pleystein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Pleystein
Pleystein
Deutschlandkarte, Position der Stadt Pleystein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 39′ N, 12° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Verwaltungs­gemeinschaft: Pleystein
Höhe: 548 m ü. NHN
Fläche: 36,1 km²
Einwohner: 2436 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92714
Vorwahl: 09654
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 147
Stadtgliederung: 29 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Neuenhammer Straße 1
92714 Pleystein
Webpräsenz: www.pleystein.de
Bürgermeister: Rainer Rewitzer (CSU)
Lage der Stadt Pleystein im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Bayreuth Landkreis Schwandorf Weiden in der Oberpfalz Landkreis Tirschenreuth Landkreis Amberg-Sulzbach Georgenberg Neustadt am Kulm Pressath Trabitz Eschenbach in der Oberpfalz Bechtsrieth Windischeschenbach Weiherhammer Waldthurn Waidhaus Vohenstrauß Theisseil Tännesberg Störnstein Schwarzenbach (Oberpfalz) Schlammersdorf Schirmitz Püchersreuth Pirk Parkstein Neustadt an der Waldnaab Mantel (Markt) Luhe-Wildenau Leuchtenberg Kohlberg (Oberpfalz) Kirchenthumbach Kirchendemenreuth Irchenrieth Grafenwöhr Flossenbürg Floß (Oberpfalz) Etzenricht Eslarn Altenstadt an der Waldnaab Speinsharter Forst Manteler Forst Vohenstrauß Heinersreuther Forst (Oberpfalz) Tschechien Vorbach Speinshart Moosbach (Oberpfalz)Karte
Über dieses Bild
Pleystein (2014)

Pleystein ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab in Bayern und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Pleystein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pleystein liegt im Oberpfälzer Wald, eingebettet in das Zottbachtal. Der 801 m hohe Fahrenberg grenzt im Nordwesten an das Stadtgebiet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Pleystein. Sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Georgenberg, Waidhaus, Eslarn, Moosbach, Vohenstrauß und Waldthurn.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Pleystein hat 29 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich wurde die Siedlung zuerst 1242 erwähnt, jedoch stand zu dieser Zeit bereits die Burg auf dem Quarzfelsen inmitten der Siedlung. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ging Pleystein an die Landgrafen von Leuchtenberg über.

Auf ihre Fürsprache hin verlieh Kaiser Ludwig Pleystein 1331 die Nürnberger Stadtrechte. 1395 wurde die Pfarrei St. Sigismund gegründet.

1400 wurde die Stadt von den pfälzischen Truppen teilweise eingenommen, die Altstadt und die Burg auf dem Rosenquarzfelsen widerstanden denn Angriffen. Allerdings mussten die Verteidiger, der Landgraf von Leuchtenberg und seine Söhne, die gefangengenommen Bürger der Neustadt auslösen.[3] und während der Hussiteneinfälle dreimal zerstört. Im Dreißigjährigen Krieg fielen 1634 die Truppen des Kroaten-Obersten Marco Corpes in die Stadt ein, plünderten sie und verbrannten 48 Häuser, auch das Rathaus und das Amtshaus. Im Herbst desselben Jahres brach die Pest aus.

Pleystein nach Merian um 1644–1650

Das 19. Jahrhundert brachte eine Serie von Großbränden. 1842 verbrannten 8 Häuser mit Nebengebäuden und dem Brand von 1848 fielen 55 Häuser zum Opfer. 11 Häuser und 12 Nebengebäude wurden 1899 eingeäschert. Die größte Brandkatastrophe traf die Stadt am 10. Juli 1901. Das Feuer, das in der damaligen Grabenmühle ausbrach, vernichtete 72 Haupt- und 78 Nebengebäude, auch die beiden Kirchen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich die Bevölkerungszahl durch den Zuzug von Flüchtlingen. Heute zählt Pleystein mit den eingemeindeten Ortsteilen etwa 2.700 Einwohner. Seit 1957 ist Pleystein staatlich anerkannter Erholungsort. Seit 1978 ist Pleystein Sitz der Verwaltungsgemeinschaft. 1979 wurde es als Kleinzentrum ausgewiesen.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurden im Rahmen der Gebietsreform in Bayern die bis dahin selbstständigen Gemeinden Lohma und Miesbrunn sowie Teile der aufgelösten Gemeinden Bernrieth eingegliedert. Am 1. Juli 1972 folgten Teile der ehemaligen Gemeinde Burkhardsrieth.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 setzt sich der Stadtrat von Pleystein so zusammen:

CSU SPD FW Gesamt
2014 7 3 4 14

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Schwarz über grünem Dreiberg ein rot gekrönter und rot bewehrter goldener Löwe, in der Mitte überdeckt mit einem schmalen Balken, der zweireihig mit silbernen und blauen Rauten belegt ist.

Das Wappen ist seit 1556 bekannt.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinden Bor u Tachova in Tschechien und Gamlitz in der Südsteiermark (Österreich) sind Partnergemeinden von Pleystein.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrtskirche Heiligkreuz

Bauwerke und Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die neubarocke Wallfahrtskirche Heiligkreuz (Kreuzbergkirche) wurde 1904 fertiggestellt. Die vorhergehende, 1814 errichtete Wallfahrtskirche war 1901 niedergebrannt. Neben der Kirche befinden sich die Bauten des Salesianerklosters.
  • Die neugotische Stadtpfarrkirche St. Sigismund wurde ebenfalls nach dem großen Brand von 1901 bis 1904 erbaut.
  • Kriegerdenkmal mit Marienstatue
  • St.-Nepomuk-Statue von 1731 am Marktplatz
  • Bergkirche St. Ulrich im Ortsteil Burkhardsrieth
  • Viele Kapellen, Wegkreuze und Marterln

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtmuseum (neben der Stadtpfarrkirche) mit wechselnden Ausstellungen und großer Mineraliensammlung, der Lehnerschen Sammlung
  • Katharinas Puppenhaus (Hagenmühle bei Pleystein)

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Pleystein an der ehemaligen Bahnstrecke Neustadt (Waldnaab)–Eslarn ist stillgelegt.

Im Süden verkehrt die Autobahn A6 mit der Anschlussstelle 75 „Pleystein“.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pleystein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111107/165449&attr=OBJ&val=984
  3. Siegfried Poblotzki, Geschichte der Stadt und Herrschaft Pleystein 1968 und 1980
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 587.
  5. Mindat – Mineralfundort Kreuzberg (Rose quartz cliff), Pleystein, Vohenstrauß, Oberpfälzer Wald, Upper Palatinate, Bavaria, Germany (englisch)