Jens Harzer

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Jens Harzer (* 14. März 1972 in Wiesbaden) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jens Harzer besuchte die Otto-Falckenberg-Schule in München. Anschließend wurde er 1993 von Dieter Dorn, in dessen Ensemble er 16 Jahre arbeitete, zunächst an die Münchner Kammerspiele und danach ans Bayerische Staatsschauspiel übernommen. Unter Dorns Intendanz spielte er Hauptrollen in Roberto Zucco von Koltès (Regie: Christian Stückl), im Urfaust und im Torquato Tasso von Johann Wolfgang von Goethe sowie im Amphitryon von Heinrich von Kleist sowie in Martin Kusejs Inszenierung den „Woyzeck“.

Eine weitere Zusammenarbeit mit Christian Stückl führte ihn jährlich von 2001 bis 2004 nach Salzburg, wo er bei den dortigen Festspielen im Jedermann von Hugo von Hofmannsthal „den Tod“ mimte. 2008 spielte Harzer in der Bühnenversion von Verbrechen und Strafe von Dostojewski in der Salzburger Inszenierung von Andrea Breth die Hauptrolle. Auf der Berlinale 2006 war er in zwei Filmen zu sehen: in Requiem von Hans-Christian Schmid und in der Hauptrolle des Filmdramas Der Lebensversicherer von Bülent Akinci. 2011 spielte er die Rolle Ich in Peter Handkes Immer Noch Sturm, das bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde.[1] 2012 sprach er den Stephen Dedalus im Hörspiel Ulysses nach James Joyce, dem mit einer Laufzeit von mehr als 22 Stunden bis dahin längsten Hörspiel des Südwestrundfunks und einer der aufwändigsten Hörspielproduktionen der ARD.

Seit 2009 ist Jens Harzer festes Mitglied des Ensembles am Thalia Theater in Hamburg. Auf der Frühjahrs-Mitgliederversammlung der Akademie der Künste Berlin am 25. Mai 2013 wurde er als neues Mitglied in die Sektion Darstellende Kunst gewählt.[2]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Jens Harzers Darstellung in Salzburg 2004 in Eines langen Tages Reise in die Nacht von Eugene O’Neill schrieb die Süddeutsche Zeitung, er besitze „... James-Dean-Qualitäten, ...dieser fiebrige Schauspieler mit der Aura eines seltsamen Heiligen... Harzer zuzusehen, ist suchtgefährdend.“[3]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wie soll man denn das bitte spielen? in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 14. August 2011, Seite 23
  2. Akademie der Künste Berlin – AdK-Blog vom 27. Juni 2013, abgerufen am 17. Juli 2013
  3. Dössel, Christine: Guten Morgen, liebe Sorgen. In: Süddeutsche Zeitung, 16. August 2004, S. 13.