Kabinett Kraft I

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Das Kabinett Kraft I bildete vom 15. Juli 2010 bis zum 21. Juni 2012 die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands und die Partei Bündnis 90/Die Grünen formten nach der Landtagswahl 2010 eine Minderheitsregierung, die sich auf keine eigene parlamentarische Mehrheit stützen konnte. Das Kabinett von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft arbeitete daher bei der Verabschiedung von Gesetzen mit wechselnden Mehrheiten.[1][2]

Am 14. März 2012 wurde der Haushaltsentwurf des Kabinetts von der Mehrheit der Landtagsabgeordneten abgelehnt. Infolgedessen erklärte Kraft, Neuwahlen herbeiführen zu wollen.[3] Noch am selben Tag beschloss der Landtag Nordrhein-Westfalen einstimmig seine Selbstauflösung. Die Neuwahl fand am 13. Mai 2012 statt.

Amt Name Partei Staatssekretäre[4]
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft SPD Franz-Josef Lersch-Mense (Leiter der Staatskanzlei)
Thomas Breustedt (Regierungssprecher)
Stellvertreterin der Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann B’90/Grüne
Finanzen Norbert Walter-Borjans SPD Rüdiger Messal
Inneres und Kommunales Ralf Jäger SPD Hans-Ulrich Krüger
Justiz Thomas Kutschaty SPD Brigitte Mandt (bis 25. Januar 2012)
Karl-Heinz Krems (ab 26. Mai 2012)
Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr Harry Voigtsberger SPD Günther Horzetzky
Horst Becker (Parlamentarischer Staatssekretär, bis 14. März 2012)
Innovation, Wissenschaft und Forschung Svenja Schulze SPD Helmut Dockter
Arbeit, Integration und Soziales Guntram Schneider SPD Wilhelm Schäffer
Zülfiye Kaykin
Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Ute Schäfer SPD Klaus Schäfer
Schule und Weiterbildung Sylvia Löhrmann B’90/Grüne Ludwig Hecke
Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Johannes Remmel B’90/Grüne Udo Paschedag
Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter Barbara Steffens B’90/Grüne Marlis Bredehorst
Bundesangelegenheiten, Europa und Medien Angelica Schwall-Düren SPD Marc Jan Eumann

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RP 15. März 2012: 608 Tage rot-grüne Minderheitsregierung
  2. Steffen Ganghof, Christian Stecker, Sebastian Eppner, Katja Heeß: Flexible und inklusive Mehrheiten? Eine Analyse der Gesetzgebung der Minderheitsregierung in NRW. Zeitschrift für Parlamentsfragen (43) 4.2012 (2012): 887-900.
  3. Rot-Grün in NRW am Ende - der Tag im Überblick. Süddeutsche Zeitung. 14. März 2012. Abgerufen im 15. März 2012.
  4. Staatssekretäre sind laut Landesverfassung keine Regierungsmitglieder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]