Landolfshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Landolfshausen
Landolfshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Landolfshausen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 32′ N, 10° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Samtgemeinde: Radolfshausen
Höhe: 191 m ü. NHN
Fläche: 16,22 km2
Einwohner: 1040 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37136
Vorwahl: 05507
Kfz-Kennzeichen: GÖ, DUD, HMÜ, OHA
Gemeindeschlüssel: 03 1 59 023
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Dorfgemeinschaftshaus 1
37136 Landolfshausen
Webpräsenz: www.landolfshausen.de
Bürgermeister: Michael Becker[2]
Lage der Gemeinde Landolfshausen im Landkreis Göttingen
Staufenberg Hann. Münden Scheden Bühren Niemetal Jühnde Dransfeld Adelebsen Friedland Rosdorf Göttingen Bovenden Gleichen Landolfshausen Seulingen Waake Seeburg Ebergötzen Duderstadt Obernfeld Rollshausen Rüdershausen Rhumspringe Wollershausen Gieboldehausen Wollbrandshausen Bodensee Krebeck Walkenried Bad Sachsa Bad Lauterberg im Harz Herzberg am Harz Herzberg am Harz Herzberg am Harz Hattorf am Harz Hattorf am Harz Wulften am Harz Elbingerode Hörden am Harz Osterode am Harz Bad Grund (Harz) Harz (Landkreis Göttingen) Harz (Landkreis Göttingen) Harz (Landkreis Göttingen) Landkreis Goslar Landkreis Northeim Landkreis Northeim Hessen Thüringen Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Landolfshausen ist eine Gemeinde in Südniedersachsen in der Samtgemeinde Radolfshausen im Landkreis Göttingen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landolfshausen liegt an der Suhla, etwa 18 km östlich von Göttingen und zehn Kilometer westlich von Duderstadt. Die Nachbargemeinden sind Ebergötzen, Seulingen, und Waake.

Zu Landolfshausen gehören die Ortsteile Mackenrode, Potzwenden und Falkenhagen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung Landolfshausens findet man in den Traditiones Fuldenses, in welcher der Ort unter dem Namen Lantolfshausen geführt wird, sowie in den Güterlisten des Hildesheimer Michaelisklosters und des Klosters Reinhausen. Die von Bischof Bernward von Hildesheim ausgestellte Urkunde datiert auf das Jahr 1022 und wird heute als Fälschung angesehen.[3] In diesem Dokument wird zudem das, während der spätmittelalterlichen Wüstungeperiode aufgelassene Dorf Svechusen im Leinegau angesprochen, welches sich unmittelbar in der Nachbarschaft des damaligen Landwardeshusen befand. Eine weitere, benachbarte Wüstung war das, ebenfalls im Spätmittelalter aufgelassene Dorf Drudewenshusen.

Während des Spätmittelalters war Landolfshausen Bestandteil der Herrschaft Plesse, dies geht aus einem Bericht hervor, welcher aussagt, dass die Vertreter der Herren von Plesse Gottschalk der Ältere sowie sein Bruder Jan und Gottschalks Sohn Gottschalk 1395 dem Stift zu Pöhlde ihr halbes Dorf zu Radeleveshusen mit dem Zehnten, Vorwerk, sowie allen Frucht- und Geldzinsen für 56 Göttinger Mark verkauften. Mit diesem Betrag lösten die Plesser wiederum ihre Dörfer Valckenhagen (Falkenhagen), Landolfshausen und Radeleveshusen ein, die zwischenzeitlich im Besitz von Heinrich von Stockhausen waren.[4] Darüber hinaus ist bezeugt, dass die Herren von Plesse das Gericht Landolfshausen mitsamt der wüsten Ortschaft Svechusen gekauft haben. Sie machten das umliegende, stellenweise wüstgefallen Land, wieder urbar und verlehnten es als Erbzinsgut von 124 ½ Morgen.

Später, Mitte des 19. Jahrhunderts, zählte der Ort zum ehemaligen Amt Radolfshausen. Gemeinsam mit der nahe gelegenen Trudelshäuser Mühle bildete es einen Gemeindeverband und zählte insgesamt 636 Einwohner, die in 106 Häusern wohnten[5] während um das Jahr 1818 das Dorf lediglich 526 Einwohner hatte.

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Falkenhagen, Mackenrode und Potzwenden eingegliedert.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten beiden Gemeinderatswahlen am 11. September 2011[7] und am 10. September 2006 führten zu folgenden Ergebnissen:

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
Gemeinderatswahl
2011
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
66,31 %
(+1,21 %p)
33,69 %
(-1,21 %p)
2006

2011

SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 66,31 7 65,10 7
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,69 4 34,90 4
Gesamt 100,0 11 100,0 11
Wahlbeteiligung in % 73,03
Landolfshausen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Landolfshausen gibt es die Original Landolfshäuser Blasmusikanten.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Turn und Sport Verein Landolfshausen hat circa 600 aktive und passive Mitglieder. Hervorzuheben sind die Sektionen Fußball, Handball und Tischtennis.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landolfshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. [1] www.landolfshausen.de, abgerufen am 5. Dezember 2011
  3. Otto Fahlbusch: Der Landkreis Göttingen in seiner geschichtlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Heinz Reise-Verlag, Göttingen 1960, S. 189.
  4. Johann Georg Leuckfeld: Antiquitates Poeldenses, Oder Historische Beschreibung des vormahligen Stiffts Poelde, Præmonstratenser Ordens. Gottfried Freytag, Wolfenbüttel 1707, S. 80.
  5. ,Friedrich Wilhelm Harseim, C. Schlüter: Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Hrsg.: Friedrich Wilhelm Harseim, C. Schlüter. Schlütersche Hofbuchdruckerei, Hannover 1848, S. 82.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 208.
  7. http://wahlen.kds.de/2011kw/Daten/152403_000040/index.html