Landtagswahlkreis Freudenstadt

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Wahlkreis 45: Freudenstadt
Landtagswahlkreise BW 2011 WK45.svg
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 45
Wahlberechtigte 88.922
Wahlbeteiligung 67,5 %
Wahldatum 13. März 2016
Wahlkreisabgeordneter
Name Norbert Beck
Partei CDU
Stimmanteil 30,3 %

Der Wahlkreis Freudenstadt (Wahlkreis 45) ist ein Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasst den gesamten Landkreis Freudenstadt. Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert. Änderungen, die den Wahlkreis Freudenstadt betrafen, gab es seitdem keine.[1]

Wahl 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landtagswahl 2016
Wahlkreis 45 Freudenstadt
 %
40
30
20
10
0
30,3 %
21,3 %
17,6 %
13,5 %
10,8 %
6,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-15,5 %p
+4,8 %p
+17,6 %p
+5,9 %p
-9,7 %p
-3,1 %p

Die Landtagswahl 2016 hatte folgendes Ergebnis:[2][3]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2011
Stimmen in %
Norbert Beck CDU 30,3 45,8
Wolf Hoffmann Grüne 21,3 16,5
Roland Tischbein AfD 17,6
Timm Kern FDP 13,5 7,6
Uta Schumacher SPD 10,8 20,5
Stefan Dreher DIE LINKE 1,9 2,4
Joachim Herzog ALFA 1,1
Dirk Witzelmaier Tierschutzpartei 1,0
Martin Raible REP 0,9 1,7
Sascha Schmidt ödp 0,7 0,9
Claudio Schäl PIRATEN 0,6 2,1
Dominik Stürmer NPD 0,5 1,5

Wahl 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:[4][5]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006
Stimmen in %
Landtagswahl 2001
Stimmen in %
Norbert Beck CDU 45,8 44,6 50,4
Axel Lipp SPD 20,5 18,5 26,0
Cihan Polet Grüne 16,5 07,1 05,3
Timm Kern FDP 07,6 19,8 12,8
Rolf Eberhard DIE LINKE 02,4 WASG: 1,8
Lothar Seidemann REP 01,7 03,5 03,9
Rudolf Schützinger NPD 01,5 00,9
Cornelia Bechert ödp 00,9 00,5 00,6
Walter Schäuffele PBC 01,2 03,3 01,0
Jörn Lentes PIRATEN 02,1

Abgeordnete seit 1976[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg hat jeder Wähler nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.[6] Dabei gibt es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen werden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt. Die bis zur Landtagswahl 2006 gültige Regelung sah eine Zuteilung dieser Mandate nach absoluter Stimmenzahl auf Ebene der Regierungsbezirke vor, und benachteiligte deswegen den Wahlkreis Freudenstadt als einen der nach Bevölkerungszahl kleinsten Wahlkreise erheblich. Dennoch gelang es dem früheren Oberbürgermeister von Horb am Neckar, Michael Theurer (FDP), zweimal, ein Zweitmandat für seine Partei zu gewinnen, wofür ein deutlich über dem Landesergebnis der Partei liegendes Wahlkreisergebnis erforderlich war.

Den Wahlkreis Freudenstadt vertraten seit 1976 folgende Abgeordnete im Landtag:

Partei Art des Mandats Gewählte
CDU Erstmandat Norbert Schneider 1976, 1980, 1984, 1988, 1992
Carmina Brenner 1996, 2001, 2006, Mandat niedergelegt im September 2007
Norbert Beck, nachgerückt am 19. September 2007, 2011, 2016
FDP Zweitmandat Michael Theurer 2001, 2006, Mandat niedergelegt im August 2009[7]
Timm Kern 2011, 2016

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlkreiseinteilung von 1975 (PDF; 344 kB)
  2. Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl am 13. März 2016 Wahlkreis 45 Freudenstadt. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Abgerufen am 8. April 2016.
  3. Wahlvorschläge für die Landtagswahl am 13. März 2016. Abgerufen am 8. April 2016.
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis (Abgerufen am 20. April 2011)
  5. Innenministerium Baden-Württemberg: Wahlvorschläge für die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 27. März 2011. S. 48. (PDF, 180 kB, abgerufen am 3. April 2011)
  6. Landtag Baden-Württemberg: Erläuterung des Wahlrechts
  7. Nachrücker für Michael Theurer war Friedhelm Ernst aus dem Wahlkreis Bruchsal