Landtagswahlkreis Bietigheim-Bissingen

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Wahlkreis 14: Bietigheim-Bissingen
Landtagswahlkreise BW 2011 WK14.svg
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 14
Wahlberechtigte 124.674
Wahlbeteiligung 74,5 %
Wahldatum 13. März 2016
Wahlkreisabgeordnete/r
Name
Foto des Abgeordneten

Daniel Renkonen
Partei Grüne
Stimmanteil 32,1 %

Der Wahlkreis Bietigheim-Bissingen (Wahlkreis 14) ist ein Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasste bei der letzten Landtagswahl 2016 die Gemeinden Affalterbach, Benningen am Neckar, Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Erdmannhausen, Erligheim, Freiberg, Freudental, Gemmrigheim, Großbottwar, Hessigheim, Ingersheim, Kirchheim am Neckar, Löchgau, Marbach am Neckar, Mundelsheim, Murr, Oberstenfeld, Pleidelsheim, Steinheim an der Murr und Walheim aus dem Landkreis Ludwigsburg.

Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert.[1] Das Gebiet des Wahlkreises Bietigheim-Bissingen unterliegt starkem Bevölkerungswachstum durch Suburbanisierung, so dass der Wahlkreis seit 1976 mehrfach verkleinert werden musste. Zur Landtagswahl 1992 wurde die Gemeinde Tamm dem Wahlkreis Ludwigsburg zugeordnet, zur Landtagswahl 2006 die Gemeinde Sachsenheim dem Wahlkreis Vaihingen. Seit der Landtagswahl 2011 gehört die Gemeinde Bönnigheim zum Wahlkreis Vaihingen.

Wahl 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landtagswahl 2016
Wahlkreis 14 Bietigheim-Bissingen
 %
40
30
20
10
0
32,1 %
25,7 %
15,0 %
13,0 %
9,2 %
2,3 %
2,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
+7,1 %p
-12,5 %p
+15,0 %p
-11,1 %p
+4,0 %p
± 0,0 %p
+1,2 %p

Die Landtagswahl 2016 hatte folgendes Ergebnis:[2][3]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2011
Stimmen in %
Daniel Renkonen Grüne 32,1 25,0
Fabian Gramling CDU 25,7 38,2
Roland Mackert AfD 15,0
Thomas Reusch-Frey SPD 13,0 24,1
Dieter Baumgärtner FDP 09,2 05,2
Walter Kubach Die Linke 02,3 02,3
Stefan Eisele Die PARTEI 01,0
Franz Rapf ALFA 00,9
Stefan Kohlrusch REP 00,5 01,7
Sascha Dirk NPD 00,4 00,7

Wahl 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:[4]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006
Stimmen in %[5]
Manfred Hollenbach CDU 38,2 41,5
Daniel Renkonen Grüne 25,0 11,4
Thomas Reusch-Frey SPD 24,1 26,3
Monika Chef FDP 05,2 11,4
Walter Kubach Die Linke 02,3 WASG: 2,6
Alexander Eichel PIRATEN 01,9
Rolf Schlierer REP 01,7 03,6
Walter Frölich ödp 00,8 00,3
Sascha Dirk NPD 00,7 00,5
Sonstige 02,4

Abgeordnete seit 1976[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg hat jeder Wähler nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.[6] Dabei gibt es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen werden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt. Die bis zur Wahl 2006 gültige Regelung sah eine Zuteilung dieser Mandate nach absoluter Stimmenzahl auf Ebene der Regierungsbezirke vor. Deswegen konnten bislang vergleichsweise viele Bewerber aus dem Wahlkreis Bietigheim-Bissingen, der sich darüber hinaus zu einem Prominentenwahlkreis entwickelte, ein Landtagsmandat erringen.

Den Wahlkreis Bietigheim-Bissingen vertraten seit 1976 folgende Abgeordnete im Landtag:

Partei Art des Mandats Gewählte
CDU Erstmandat Lothar Späth 1976, 1980, 1984, 1988, Mandat niedergelegt zum 31. Juli 1991
Manfred List, nachgerückt am 1. August 1991; 1992, 1996
Annette Schavan 2001, Mandat niedergelegt zum 30. September 2005
Manfred Hollenbach, nachgerückt am 1. Oktober 2005; 2006, 2011
Zweitmandat Heike Dederer, Übertritt von den Grünen am 25. Januar 2005
Fabian Gramling 2016
Grüne Erstmandat Daniel Renkonen 2016
Zweitmandat Waltraud Ulshöfer-Eckstein 1984
Michael Jacobi 1988, 1992, 1996
Heike Dederer 2001, Übertritt zur CDU am 25. Januar 2005
Franz Untersteller 2006
Daniel Renkonen 2011
SPD Zweitmandat Claus Weyrosta 1976, 1980, 1984, 1988, 1992
Harald B. Schäfer 1996, Mandat niedergelegt zum 4. Juni 1996
Christine Rudolf, nachgerückt am 5. Juni 1996; 2001, 2006
Thomas Reusch-Frey 2011
FDP Zweitmandat Wolfgang Weng 1980, Mandat niedergelegt zum 31. März 1983
Doris Natusch, nachgerückt am 11. April 1983
Monika Chef 2006
REP Zweitmandat Rolf Schlierer 1992, 1996

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlkreiseinteilung von 1975 (PDF; 344 kB)
  2. Vorläufiges Ergebnis der Landtagswahl am 13. März 2016 Wahlkreis 14 Bietigheim-Bissingen. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Abgerufen am 15. März 2016.
  3. Wahlvorschläge für die Landtagswahl am 13. März 2016. Abgerufen am 15. März 2016.
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis
  5. umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011
  6. Landtag Baden-Württemberg: Erläuterung des Wahlrechts