MediaMarktSaturn Retail Group

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Media-Saturn-Holding GmbH
Wortmarke MediaMarktSaturn.jpg
Rechtsform GmbH
Gründung 24. November 1979
Sitz Ingolstadt, Bayern, Deutschland
Leitung Pieter Haas
Mitarbeiter rd. 65.000 (2015/16)[1]
Umsatz 22 Mrd. EUR (2015/16)[1]
Branche Elektronikeinzelhandel
Website www.mediamarktsaturn.com

Die MediaMarktSaturn Retail Group ist eine deutsche Elektronik-Fachmarktkette und die größte Europas.[2] Sie präsentierte sich bis Februar 2017 unter dem Namen Media-Saturn-Holding, unter dem sie weiterhin juristisch firmiert.[3] Das Unternehmen fasst die zuvor eigenständigen Elektrohandelsketten Media Markt und Saturn (früher Saturn-Hansa) zusammen. Im März 2011 wurde der Onlinehändler redcoon durch die MMSRG übernommen, da es bisher nicht mit Erfolg gelungen war, einen eigenen Onlineshop aufzubauen.[4] Das Unternehmen gehört zum Ceconomy-Konzern (ehemals Metro Group). Die Hauptverwaltung befindet sich in Ingolstadt.

Unternehmensgeschichte und Beteiligungsverhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saturn-Logo.svg
aktuelles Saturn-Logo
Logo Saturn alt.svg
altes Saturn-Logo


Media-Markt-Logo

Eigene Unternehmen Media Markt oder Saturn gibt es entgegen einer weit verbreiteten Annahme nicht mehr, lediglich die beiden Marken existieren unabhängig voneinander fort. Die Arbeitsteilung der Marken sieht vor, dass Saturn-Geschäfte häufig in Innenstädten platziert werden, während Media-Märkte eher in „auf der grünen Wiese“ liegenden Einkaufszentren eingerichtet werden.

Gesellschaftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der MediaMarktSaturn-Konzern ist gesellschaftsrechtlich dezentral organisiert. Die einzelnen Märkte werden als rechtlich selbstständige Unternehmen geführt, deren Kapitalmehrheit jeweils der MediaMarktSaturn Retail Group gehört. Die Geschäftsführer der Märkte sind Minderheitsbeteiligte (i. d. R. von 10 Prozent) und können in Grenzen über Warensortiment, Preise und Werbung mitentscheiden.

Die bekannten Werbekampagnen der Marken Media Markt, Saturn und redcoon werden von der internen Marketing-Organisation redblue Marketing GmbH in München konzipiert. Der Name bezieht sich auf die Hausfarben der beiden Marken. Die Werbeausgaben der MediaMarktSaturn-Gruppe beliefen sich 2007 auf rund 500 Millionen Euro.[5]

1988 beteiligte sich die Kaufhof Warenhaus AG mit einer Mehrheit von 54 Prozent an der Holding der 1979 gegründeten Media-Märkte. Media Markt übernahm 1990 die konkurrierende Handelskette Saturn, an der Kaufhof bereits beteiligt war. Die Kaufhof Holding AG wurde 1996 mit der Metro Cash & Carry, der Deutschen SB-Kauf AG und der Asko Deutsche Kaufhaus AG (an denen eine Metro-Beteiligungsgesellschaft zuvor jeweils Anteile gehalten hatte) zur Metro AG verschmolzen. Seit der Verschmelzung zur MediaMarktSaturn Retail Group werden Media Markt und Saturn als eigenständige Marken in einem zentral gesteuerten Konzern geführt.

Der Metro-Konzern hielt nunmehr 75,41 Prozent am Kapital der Media-Saturn-Holding GmbH. Die Metro Holding ist ihrerseits als AG formal eigenständig, faktisch hält jedoch der Beteiligungskonzern Franz Haniel & Cie. GmbH die Fäden in der Hand und entscheidet bei strukturellen Fragen der Metro Holding.[6] Seit Januar 2013 verfügt die Metro über rund 78 % der Anteile. Weitere 21,67 % gehören der Familie Kellerhals über ihre indirekt gehaltene Beteiligungsfirma Convergenta Invest.[7][8]

Bis zum 31. Dezember 2006 war Leopold Stiefel – einer der Gründer von Media Markt – Geschäftsführer und Gesellschafter der Media-Saturn-Holding. Seit dem 1. Januar 2011 fungierte Horst Norberg als Geschäftsführer. Er trat am 6. Mai 2014 mit sofortiger Wirkung zurück. Seitdem hat Pieter Haas die Geschäftsleitung inne.[9][10]

Gesellschafterstreit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Convergenta Invest, die Beteiligungsfirma der Familie Kellerhals, befindet sich seit 2011 in erbitterten Gesellschafterstreitigkeiten mit der Mehrheitsgesellschafterin Metro AG. Diese mündeten zwar in mehrere Entscheidungen des OLG München und des Bundesgerichtshof.[11][12][13] Die Auseinandersetzung zwischen den Gesellschaftern konnte dadurch aber nicht beigelegt werden. Convergenta Invest schlug daher Ende 2016 vor, dass der Investor Clemens Vedder in den gesellschaftsrechtlichen Streitigkeiten zwischen Convergenta Invest und Metro als Mediator aktiv wird[14]. Nach einem Bericht des Manager Magazins nahm Metro diesen Vorschlag an, Vedder wurde Mediator in dieser Auseinandersetzung.[15] Auch der Schlichtungsversuch blieb ohne Erfolg. Vedder hatte laut einem weiteren Bericht des Manager-Magazins als Schlichtungsvorschlag beiden Seiten unterbreitet, dass Metro Kellerhals seine MSH-Anteile für rund 2,6 Mrd. EUR abkaufen solle. Kellerhals willigte in diesen Schlichtungsvorschlag ein, jedoch wurde dieser Vorschlag von Metro abgelehnt.[16]

Beirat Media-Saturn-Holding GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Hintergrund einer schleppenden Geschäftsentwicklung bei Metro-Saturn, insbesondere im Online-Handel, beschloss die Gesellschafterversammlung der Media-Saturn-Holding GmbH mit den Stimmen der Mehrheitsaktionärin, der Metro AG, in 2011 einen Beirat einzurichten[17]. In diesem konnten wichtige Gesellschafterentscheidungen nur noch mit einfacher Mehrheit getroffen werden.[18] Zuvor konnten diese aufgrund besonderer Vetorechte von Kellerhals/Convergenta (für wichtige Entscheidungen bedarf es 80 % der Stimmen) nur mit Zustimmung beider Gesellschafter, nämlich Convergenta und Metro AG, getroffen werden. Über den neu eingerichteten Beirat konnte Metro AG nun diese Entscheidungen auch ohne Zustimmung von Kellerhals treffen. Die Einrichtung eines solchen Beirats war in der Satzung für den Fall vorgesehen, dass sich der letzte Gründer-Gesellschafter aus dem operativen Geschäft zurückzieht - dies war mit dem Rückzug von Leopold Stiefel Ende 2006 der Fall gewesen.[19]

Convergenta sah darin eine unzulässige Umgehung ihrer Gesellschafterrechte und focht den Gesellschafterbeschluss dagegen zunächst vor dem Landgericht Ingolstadt und dann vor dem OLG München an. Sie verlor diese Klage, da das OLG München für die Einrichtung des Beirats eine ausreichende Grundlage in dem Gesellschaftsvertrag sah.[20]

Metro ließ im Anschluss daran in einem schiedsgerichtlichen Verfahren feststellen, dass der Beirat für bestimmte Geschäftsführungsmaßnahmen ausschließlich zuständig ist und für Beschlüsse des Beirats die einfache Mehrheit nach Köpfen ausreicht (d.h. Kellerhals kein Vetorecht hat).[21] Dazu gehören Entscheidungen über das Budget, den Kauf und Verkauf von Töchtern, Mietverträge sowie Personalien wie die Berufung von Geschäftsführern der Landesgesellschaften[22]. Für andere Entscheidungen braucht Metro aufgrund des ursprünglichen Schiedsspruchs weiterhin eine Mehrheit von 80 Prozent – wie etwa für die Bestellung oder Abberufung von Geschäftsführern der Media-Saturn-Holding[23].

Kellerhals/Convergenta klagte gegen die Vollstreckbarkeit dieses Schiedsspruchs, hatte damit aber nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 16. April 2015 keinen Erfolg.[24]

Abstimmungsverhalten Metro in Gesellschafterversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem weiteren Gesellschafterstreit ging es um die (vermeintliche) Pflicht der Metro AG, in der Gesellschafterversammlung in einem bestimmten Sinne abzustimmen. Anlass war eine Abstimmung Ende 2012 über verschiedene Standortmaßnahmen wie die  Eröffnung neuer Standorte von Mediamarkt/Saturn im In- und Ausland und dem Neuabschluss von Mietverträgen. In der Gesellschafterversammlung der Media-Saturn-Holding stimmte Metro in neun Fällen gegen die jeweilige Standortmaßnahme mit der Begründung, es sei hierfür kein Gesellschafterbeschluss notwendig, vielmehr könne dies die Geschäftsführung alleine entscheiden. 

Kellerhals/Convergenta ging hiergegen mit einer Anfechtungs- und Feststellungsklage vor. Der Bundesgerichtshof wies diese Klage in einem Urteil vom 12. April 2016 jedoch ab.[25][26] Metro sei als Gesellschafterin grundsätzlich in ihrem Stimmverhalten frei. Eine Pflicht zur Abstimmung in einem bestimmten Sinne bestehe nur dann, wenn zur Verfolgung der Interessen der Gesellschaft keine andere Stimmabgabe denkbar ist, andernfalls nur schwere Nachteile entstehen und die eigenen Interessen des Gesellschafters dahinter zurückstehen müssen. Dies sei im vorliegenden Fall bei der Ablehnung der geplanten neun Standortmaßnahmen auch angesichts der Größe der Mediamarkt/Saturn-Gruppe nicht ersichtlich gewesen.[27]  Auch habe Metro mit ihrem Abstimmungsverhalten nicht rechtsmissbräuchlich gegenüber der Minderheitsgesellschafterin Convergenta Invest / Kellerhals gehandelt.[28]

Aufspaltung der Metro AG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 wurde bekannt, dass die Dachgesellschaft der MediaMarktSaturn Retail Group, die Metro AG, ab Mitte 2017 in zwei eigenständige Unternehmen aufgeteilt wird. Kellerhals/Convergenta hat bekanntgegeben, gegen diese Aufspaltung zu klagen.[29] Er begründet dies damit, dass die Aufspaltung nur dazu diene, ihn zu schädigen, nur den Großaktionären der Metro AG nütze und steuerlich nachteilhaft sei.[30] Das OLG Düsseldorf entschied am 22. Juni 2016, dass die von Kellerhals erhobenen Anfechtungsklagen einer Eintragung der Aufspaltung ins Handelsregister nicht entgegenstehen.[31]

Am 12. Juli 2017 wurde das übrige Geschäft der Metro Group als Metro Wholesale & Food Specialist AG abgespalten. Der Elektronikbereich mit den Marken Media Markt, Saturn und Redcoon verblieb in der Metro AG, die heute als Ceconomy am Markt auftritt und in Ceconomy AG umbenannt werden soll.

Marke „Media Markt“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Media Markt in Weiterstadt
Media Markt in Goslar
Media-Markt-Verkaufsautomat am Hamburger Flughafen

Media Markt wurde im Jahr 1979 von den vier Unternehmern Leopold Stiefel, Walter Gunz, Erich Kellerhals und Helga Kellerhals in München gegründet.[32] Ihre Idee war die Einrichtung eines großflächigen Elektromarktes als Gegenstück zu Elektroeinzelhändlern und dem Versandhandel. Am Samstag, dem 24. November 1979, wurde der erste Markt im Euro-Industriepark in München eröffnet. Bis 1985 entstanden neun weitere Märkte nahe München.

1989, nach der Beteiligung der Kaufhof AG, begann die Expansion zunächst ins benachbarte Ausland.

Am 17. November 2010 wurde der erste Media Markt in der Huai Hai Road, Shanghai (China) eröffnet. Bis 2012 folgten sechs weitere Märkte in Fernost, die zusammen mit Foxconn über ein Joint Venture realisiert wurden und den Einstieg in den chinesischen Markt vereinfachen sollten.[33][34] Im Januar 2013 wurde bekannt, dass Media Markt sich aus China zurückzieht, da die Metro-Gruppe das für die weitere Expansion notwendige Kapital nicht aufbringen könne.[35] Die Abkehr vom chinesischen Markt erfolgte binnen weniger Monate: Die meisten Filialen wurden zum 11. März geschlossen, lediglich eine Filiale in Shanghai blieb noch bis zum 30. April geöffnet, um Kundenservice bieten zu können. Der telefonische Support wurde zum 30. Juni eingestellt.[36]

Heute gibt es über 900 Media- und Saturn Märkte in 15 Ländern.

Land Dortiger
Markenname
Markt-
eintritt
Märkte
Deutschland Media Markt + Saturn 1979 261
Belgien Media Markt 2002 23
Griechenland Media Markt 2005 10
Italien Media World 1991 110
Niederlande Media Markt 2000 49
Österreich Media Markt + Saturn 1990 32
Polen Media Markt + Saturn 1998 52
Portugal Media Markt 2004 10
Russland Media Markt 2006 63
Schweden Media Markt 2006 28
Schweiz Media Markt 1994 28
Spanien Media Markt 1999 73
Türkei Media Markt 2007 53
Ungarn Media Markt 1997 24
Luxemburg Saturn 2008 2

Ein Media Markt hat ein Sortiment von durchschnittlich 45.000 Artikeln, unter anderem aus den Bereichen Telekommunikation, Computer, Fotografie, HiFi und Elektrogeräte.

Bekannt geworden ist die Marke vor allem durch den seit 1995 mit großem Werbeaufwand verbreiteten Slogan „Ich bin doch nicht blöd!“ (in anderen europäischen Ländern z. T. mit leichten Abwandlungen), der als Hauptmotto aber immer durch weitere Mottos wie „Saubillig und noch viel mehr“ begleitet wird.[37] Seit Oktober 2015 nutzt Media Markt den Slogan „Hauptsache ihr habt Spaß!“ in den Werbespots. Zuständig für die Spots ist erstmals die Hirschen Group. Ein Werbespot greift das Trikotsponsoring beim FC Ingolstadt 04 auf.[38]

Marke „Saturn“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saturn-Markt im Leipziger Hauptbahnhof
Zweigeschossiger Saturn-Markt im Einkaufszentrum Limbecker Platz in Essen
Saturn-Kaufhaus in der Hamburger Mönckebergstraße
Saturn-Markt in Madrid (Spanien)
Saturn-Filiale in der Münchner Innenstadt
Saturn-Markt mit charakteristischem orangem Lichttor

Märkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Saturn-Hansa-Markt wurde im Juli 1961 vom Ehepaar Waffenschmidt am Kölner Hansaring eröffnet. Auf 120 m² wurden vorwiegend an „Diplomaten aus aller Welt“ unterhaltungselektronische Artikel verkauft. 1968 gründeten die beiden die Firma Hansa-Foto. Seit 1969 konnten auch Privatkunden bei „Saturn“ und „Hansa-Foto“ einkaufen. 1972 eröffneten die Waffenschmidts das erste technische Kaufhaus in Köln mit der nach eigenen Angaben „größten Schallplattenschau der Welt“. Anfang der 1980er Jahre entstand eine große Filiale auf der Theresienhöhe in München, 1985 folgte eine Filiale in Frankfurt am Main unter Beteiligung der Kaufhof-Gruppe. Saturn wurde 1990 durch die Holding des Media Marktes erworben, beide gingen in der MediaMarktSaturn Retail Group auf. Die Saturn-Märkte wurden wie Media-Märkte dezentralisiert.

1992 gab es sieben Saturn-Hansa-Märkte (Köln, Frankfurt, München, Dortmund, Hannover, Nürnberg, Gelsenkirchen).

Üblicherweise beträgt die Fläche eines Marktes zwischen 2.100 m² und 10.000 m². Eine Ausnahme (und gleichzeitig der größte zusammenhängende Elektronikfachmarkt der Welt) findet sich mit 18.000 m² in Hamburg. Dessen Entstehung hängt mit der Fusion der Marken Horten und Kaufhof Mitte der 1990er Jahre zusammen: In Hamburg hätten damit zwei Kaufhof-Warenhäuser unmittelbar nebeneinander in sehr guter Lage in der Mönckebergstraße direkt am Hauptbahnhof gestanden. Da Saturn ebenso wie Kaufhof dem Metro-Konzern angehört, besetzte man das ehemalige Horten-Kaufhaus 1999 mit dem Elektromarkt aus eigenem Haus.

Im Mai 2015 eröffnete im Untergeschoss der Schlosshöfe Oldenburg der bisher kleinste Saturn-Markt Deutschlands, mit einer Fläche von nur 2.000 m², zumal die Metro Group bekanntgegeben hat, auf kleinere Flächen in Media- und Saturn-Märkten Wert zu legen[39]. Bei einigen Filialplanungen wird die Bekanntgabe nicht berücksichtigt (z. B. in Bielefeld durch Auszug aus der heute geschlossenen Galeria Kaufhof zugunsten des Neubaus der City-Passage, welcher eineinhalb Jahre dauert).

Per 1. Juli 2011 wurden die 36 SATURN-Märkte in Frankreich an die HTM Group verkauft.

Im September 2012[40] wurde bekannt, dass aufgrund ausbleibenden Erfolgs die Saturn-Märkte in der Schweiz in Media Märkte umfirmiert werden sollen, was aber von Unternehmensseite weder bestätigt noch dementiert wurde. Tatsächlich hat Saturn Schweiz im Jahre 2011 20 Millionen Franken Verlust eingefahren. Außerdem wurde eine für Anfang Oktober 2012 geplante Kampagne „3 Jahre SATURN in der Schweiz“ zurückgezogen, ein entsprechender Newsletter jedoch noch falsch versendet. Am 8. Oktober 2012 erklärte Carsten Sommer, Chef von Saturn Schweiz, dass weiterhin an der Marke „Saturn“ in der Schweiz festgehalten werde, es gebe keinerlei Beschlüsse für einen Rückzug und Umfirmierungen.[41]

Gut sechs Monate nach der Erklärung, mit der Marke „Saturn“ in der Schweiz weiter expandieren zu wollen, wurde am 9. April 2013 der Rückzug mit der Marke aus der Schweiz bekanntgegeben. Nun hieß es, dass vier der sechs Schweizer Standorte bis Juli 2013 in „Media Märkte“ umgewandelt werden sollen, die beiden Standorte in Spreitenbach und Winterthur würden höchstwahrscheinlich aufgegeben. Zwei weitere geplante neue Standorte sind derzeit sistiert und sollen 2014 als „Media Markt“-Standorte realisiert werden.[42][43]

Per Ende Juni 2013 wurden schließlich die Saturn-Filialen in Spreitenbach und Winterthur geschlossen, die übrigen vier Filialen in Media-Märkte umfirmiert.[44][45]

Auch in Ungarn wurde die Marke Saturn zugunsten von Media Markt aufgegeben. Seit dem 1. November 2012 firmieren die vormaligen ungarischen Saturn-Läden als Media Märkte.[46]

Am 29. November 2012 wurde in Kiel der 150. Saturn-Markt eröffnet.[47]

Am 29. August 2013 wurde im Skyline Plaza der 151. Saturn-Markt in Deutschland eröffnet.[48]

Anfang Oktober 2013 wurde bekannt, dass sich Saturn ebenfalls aus Belgien zurückzieht. Der Saturn-Markt in Antwerpen wird geschlossen, die Filialen in Courtrai, Brügge, Wilrijk und Lüttich firmieren in Media Markt um.[49]

Am 24. Oktober 2013 gab die Media Saturn Holding bekannt sich bis zum Jahresende mit der Marke Saturn aus der Türkei zurückzuziehen. Die 5 bestehenden Märkte werden mit dem kompletten Personal in Media Markt umgewandelt. Dies passiert aus strategischer Überlegung, um somit langfristig die Marktführerschaft in der Türkei zu behalten.

Am 27. Juni 2014 wurde durch die MediaMarktSaturn Retail Group bekanntgegeben, auch die 13 niederländischen Saturn-Märkte in Media Märkte zum Herbst 2014 umflaggen zu wollen. Alle Jobs sollen erhalten bleiben und die Marke Media Markt mit dann insgesamt 45 Märkten in den Niederlanden gestärkt werden.

Wie im Juli 2014 bekannt wurde, werden auch die Saturn-Märkte in Italien in Media Märkte (dortiger Markenname Media World) in diesem Jahr noch umgewandelt. Dies ist Anfang 2015 vollzogen wurden.

Derzeit gibt es europaweit etwa 190 Saturn-Märkte in vier Ländern.

Land Märkte
Deutschland 155
Luxemburg 2
Österreich 15
Polen 17

Marketing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saturn warb 1999 und 2000 mit dem Slogan „Das gibt’s doch gar nicht.“. Damals wurde die fiktive Figur Blue verwendet.

Von 2002 bis 2007 warb Saturn mit dem Werbespruch „Geiz ist geil“ und löste damit eine deutschlandweite Debatte über Konsumverhalten und die Situation der deutschen Wirtschaft aus. Der Slogan ging schnell in den allgemeinen Sprachgebrauch über. Entwickelt wurde der Slogan von der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt.

Ab Ende Oktober 2007 wurde der Werbespruch „Wir lieben Technik. Wir hassen teuer“,[5] ab Ende Dezember 2007 „Wir hassen teuer“, in Werbespots unterlegt mit dem alten Soundlogo, verwendet.

Ab dem 24. Oktober 2009 warb Alice Cooper für Saturn. Als Werbeslogan wurde „Saturn – Sternhagel-Günstig“ ausgewählt. Ab dem 25. Oktober 2010 – also bis auf einen Tag genau zum einjährigen Jubiläum des neuen Werbeträgers – wurde Alice Cooper von Bill Kaulitz, Sänger der Band Tokio Hotel, unterstützt. Dazu wurden erneut von Scholz & Friends Spots in Los Angeles gedreht. Diese neue Kampagne lief unter dem Titel „Jetzt rockt’s richtig“ bis Ende Dezember 2010.

Seit dem 1. Januar 2011 warb Saturn zum 50. Geburtstag mit Michael Buffer als neuem Werbeträger. Dazu wurde der Werbespruch „Geil ist geil“ verwendet, der auf den älteren „Geiz ist geil“ referiert. Ziel dieser Wiederaufnahme sei es gewesen, die ursprüngliche Botschaft „zu erweitern und zu verstärken“.[50] Musikalisch unterlegt wurde die Kampagne vom Opus-Lied Live is life. Ausgestrahlt wurden die Spots in Funk und Fernsehen bis Ende 2011.

Dem schließt sich der derzeitige Slogan „Soo! muss Technik“ mit neuem Soundlogo an.

Ab dem 19. Oktober 2013 erschien bundesweit eine neue Werbekampagne, die MC Fitti mit seinem Song „#futuretechnik“ als Testimonial unterstützt. Hauptfigur der Kampagne ist der Saturn-Mitarbeiter Tech-Nick, gespielt von Antoine Monot, Jr. Diese Figur spricht in den Werbespots bis Ende 2015 nicht, sondern nickt die Antwort zu jeder Frage. Die Einleitung lautet: „Bei Technikfragen Tech-Nick fragen!“. Der Schluss lautet: „Abgenickt von Tech-Nick“. Der Slogan „Soo! muss Technik“ bleibt erhalten. Seit 2016 spricht "Tech-Nick" in den Spots auch.

Marke „redcoon“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

redcoon ist ein Discount-Onlineshop mit Sortimentsschwerpunkt Unterhaltungselektronik. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Aschaffenburg agiert heute in mehreren Ländern Europas. Es wurde 2003 von dem früheren MediaMarkt-Manager Reiner Heckel gegründet. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2007/2008 bei 138 Mio. Euro.

Im März 2011 wurde eine Übernahme durch die MediaMarktSaturn Retail Group (Metro AG) bekannt, der es bisher nicht mit Erfolg gelungen war, einen eigenen Onlineshop aufzubauen.[51] Der Kaufpreis betrug rund 125 Mio. EUR.[52]

redcoon-Minderheitsaktionär Majdic hat in Österreich zahlreiche Abholshops seines Versands in unmittelbarer Nähe von MediaMarkt-Häusern angesiedelt.

Seit November 2012 wirbt das Unternehmen u. a. mit den Models Micaela Schäfer, Jordan Carver und Gina-Lisa Lohfink, mit dem Claim „So viel billig gab’s noch nie!“, einer ironischen Anspielung auf das öffentliche Image der werbenden Persönlichkeiten. Des Weiteren ist auch Alfons Schuhbeck als Werbeträger verpflichtet worden.

Laut mehreren Berichten des Manager-Magazins strebt die MSH-Holding nun eine Rückabwicklung des Redcoon-Kaufs an. Kommerzieller Hintergrund seien die hohen operativen Verluste von Redcoon: So habe Redcoon im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Rohertragsverlust von 45,2 Mio. EUR erwirtschaftet. Der EBIT-Verlust lag im gleichen Geschäftsjahr bei 120,3 Mio. EUR.[53] Die MSH-Holding habe daher die Alteigentümer auf Erstattung des Kaufpreises und der Verluste in Höhe von bis 300 Mio. EUR verklagt. Als Grund für die Klage werden angebliche Kartellrechtsverstöße angeführt. Ein erstes Urteil zugunsten der MSH-Holding gegen einen der Alteigentümer sei bereits ergangen.[54]

Interne Marketing-Organisation redblue[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die redblue Marketing GmbH ist die interne Marketing-Organisation der MediaMarktSaturn-Gruppe. Sie koordiniert die Markenkommunikation für Media Markt, Saturn und redcoon.

Unternehmensprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die redblue ging aus der ehemaligen Werbeabteilung der Marke Media Markt Deutschland hervor und wurde am 1. April 2000 in München gegründet. Seither entwickelt sie Werbekonzepte und sorgt für deren Umsetzung und Schaltung in allen Medien. Der Name redblue bezieht sich auf die Hausfarben der beiden in insgesamt 15 Ländern betreuten Marken Media Markt und Saturn: Deutschland, Österreich, Belgien, Luxembourg, Schweiz, Spanien, Griechenland, Ungarn, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden, Russland und Türkei.

Die redblue Marketing GmbH beschäftigt rund 440 Mitarbeiter. Die Geschäftsführer der Firma sind Manfred Bosch, Marcus Koch und Christian Heß.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

redblue kümmert sich innerhalb der Unternehmensgruppe für die Marken MediaMarkt und Saturn international um die Bereiche Communication, Brand, Digital, CRM, Data Analytics und Media.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irreführende Werbemethoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel ohne Mehrwertsteuer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Media Markt steht wegen zum Teil verbotener Werbeaktionen in der Kritik. So wurde 2005 in einer Werbeaktion versprochen, Artikel „ohne Mehrwertsteuer“ (genau genommen handelte es sich um einen Rabatt in Höhe des Mehrwertsteuersatzes) zu verkaufen. Stattdessen wurden die Preise für diese Artikel vorher erhöht, um de facto den Normalpreis zu erzielen. Ein Konkurrent hatte gegen eine Filiale in Mannheim geklagt. Das Gericht gab ihm recht:

„Das Oberlandesgericht bestätigte mit seinem am Donnerstag veröffentlichten Urteil eine Entscheidung des Landgerichts Mannheim. Es sei irreführend, mit der Herabsetzung eines Preises zu werben, wenn dieser zuvor nicht verlangt worden sei.“[55]

Lockvogelangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie auch bei anderen Handelskonzernen mit aggressiven Werbestrategien wird bei der MediaMarktSaturn Retail Group die Irreführung der Kunden durch Lockvogelangebote kritisiert. Artikel werden zu extrem günstigen Preisen großflächig beworben, sind aber nach kürzester Zeit ausverkauft, obwohl das geltende Recht dies verbietet – nach der Rechtsprechung zum Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) müssen beworbene Sonderangebote mindestens zwei Tage erhältlich sein. Verbraucherschützer kritisieren, dass dieses bei Media Markt und Saturn häufig nicht gewährleistet sei. Der Konzern bestreitet das und spricht von vereinzelten Ausnahmen trotz großer Vorräte. Der konkrete Nachweis solcher Fälle ist generell schwierig, da Verbraucherschützer keinen Zugriff auf die Lieferdaten der Unternehmen haben und diese selbst die tatsächlichen Zahlen geheim halten.[56] Als Durchbruch gegen diese Methoden sehen Verbraucherschützer einen Beweisbeschluss des Landgerichts Ingolstadt an, mit dem erstmals die MediaMarktSaturn Retail Group als Verantwortliche für die Werbung der vielen formal unabhängigen Märkte angesehen wird.[57]

Preisgarantie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenfalls von Verbraucherschützern und Medien kritisch betrachtet wird die Tatsache, dass die unter Slogans wie „Wer hat die besten Preise? Wir!“ beworbenen Angebote häufig gar nicht günstiger sind als die der Wettbewerber, weder im Vergleich zu Internet-Versandhändlern noch zu anderen Ladengeschäften.[58] So ergaben etwa Stichproben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Raum München, dass Media- oder Saturn-Märkte in 15 von 21 Fällen teurer waren als örtliche Konkurrenten. In Berlin war dies in mehr als der Hälfte der Fälle so.[59] Die MediaMarktSaturn Retail Group begegnete den Vorwürfen mit einer „Preisgarantie“, die Käufern eine Rückerstattung der Preisdifferenz verspricht, wenn sie in einem anderen Geschäft das Produkt zu einem günstigeren Preis finden. Darüber, ob und wie oft Kunden im unübersichtlichen Markt für Elektro- und Elektronikgeräte nach dem Kauf noch Preise recherchieren und diese Garantie tatsächlich in Anspruch nehmen, wurden bislang keine Zahlen veröffentlicht.[60]

0-%-Finanzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurden 0-%-Finanzierungen durch die spanische Bank Banco Santander kritisiert. Es wird nur auf einen Hinweis im Kleingedruckten eine Kreditausfallversicherung abgeschlossen, die 10 % kostet.[61]

Schließungen von Märkten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den 2. Oktober 2013 kündigte Media Markt die Schließung all seiner Geschäfte und des Online-Angebots an. Angesichts der kurz zuvor erfolgten Insolvenz der Praktiker AG erzeugte die Werbung den Eindruck, dass auch Media Markt zahlungsunfähig sein könnte und somit ein Ausverkauf bevorstünde. Tatsächlicher Hintergrund war jedoch die jährliche Inventur in den Filialen der Kette.[62]

Systematische Abmahnungen gegen Konkurrenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Kritik geriet Media Markt 2006 ebenfalls durch sein offensives wettbewerbsrechtliches Vorgehen gegen Konkurrenz-Unternehmen. Betroffen sind vor allem Online-Händler, deren Produktbeschreibungen oder Allgemeine Geschäftsbedingungen nicht den rechtlichen Vorgaben entsprechen.[63] Kritiker sehen darin eine systematische Strategie des Unternehmens zur Verdrängung anderer Anbieter und zur Erhöhung des eigenen Marktanteils.[64] Auch in der ZDF-Sendung WISO vom 4. Dezember 2006 wurde der Vorwurf geäußert, dass Media Markt mittels Abmahnungen gezielt versuche, kleinere Mitbewerber vom Markt zu drängen. So seien angeblich Mitarbeiter des Konzerns beauftragt worden, sich besonders im Internet auf Webseiten der Konkurrenz umzusehen und dann Abmahnungen zu verschicken. Insgesamt sollen bereits etwa 1000 Abmahnungen von Media Markt verschickt worden sein.

Verwendung eines Lieds von Rio Reiser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit dem Jahr 2006 ausgestrahlten Media-Markt-Werbespots enthalten ein Lied mit dem Text „Saubillig und noch viel mehr“. Das Lied ist eine Umdichtung des Titels König von Deutschland von Rio Reiser. Freunde und Anhänger Reisers haben sich über den Missbrauch des Lieds zu Werbezwecken beklagt, da Reiser bekennender Anti-Kapitalist war und nun nach seinem Tod in eine Rolle gedrängt werden sollte, die er zu Lebzeiten ablehnte.[65]

Abmahnung gegen Kritiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Media Markt mahnte Ende 2006 einen Blogger ab und bedrohte ihn mit massiven Strafzahlungen, weil er die vermeintlich aggressive Media-Markt-Werbung parodiert hatte. Der damalige Media-Markt-Anwalt Joachim Steinhöfel setzte eine einstweilige Verfügung gegen den Internet-Publizisten durch, die ihn unter Androhung von 250.000 Euro Ordnungsgeld dazu zwang, die Werbeparodie aus dem Netz zu nehmen. Als Mittel zur Durchsetzung wählte der Konzern den juristischen Vorwurf der „Verunglimpfung“ der „Unternehmenspersönlichkeit“ Media Markt. Eine Entscheidung in der Sache selbst in einem Hauptsacheverfahren gibt es bislang nicht.

Werbung mit Uwe Seeler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2008 startete der Konzern eine auf Hamburg und Umgebung begrenzte Werbekampagne, mit HSV-Idol Uwe Seeler als „Tiefpreis-Trainer“ für den „Hamburger Schnäppchen Verein“. Dazu verwendete der Konzern plakativ die Abkürzung HSV, die für den Hamburger Sport-Verein steht. Der Vereinsvorstand beauftragte daraufhin Anwälte, dies zu unterbinden. Katja Kraus vom Vereinsvorstand begründete die Maßnahme: „Im Zusammenhang mit der Marke HSV ist Schnäppchen etwas, mit dem wir Probleme haben.“[66] Kurz darauf fanden sich ähnliche Plakate im Stadtbild, auf denen der Konzern für den Hamburger Sensations Verein warb, jedoch die Abkürzung HSV nicht weiter verwendete. Bei einigen Fans des Fußball-Bundesligisten stieß auch diese Form der Werbung auf Ablehnung.[67]

Ausschließlicher Verkauf von Intel-PCs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Nachforschungen der Financial Times Deutschland hat sich die MediaMarktSaturn Retail Group bereits im Jahr 1999 gegenüber Intel verpflichtet, ausschließlich PCs mit Intel-Prozessoren zu vertreiben. Dafür erhielt die Holding allein 2007 von Intel 85 Millionen Euro an Einkaufsrabatten und Werbekostenzuschüssen.[68] Die europäischen Kartellbehörden ermittelten wegen Wettbewerbsverzerrung. Intel wurde wegen dieser und anderer wettbewerbsrechtlicher Verstöße von der europäischen Wettbewerbskommission im Mai 2009 zu einer Geldstrafe von 1,06 Milliarden Euro verurteilt.[69]

Die Handelskette sei durch Intels Rabatt-System dazu bewegt worden, nur unwesentliche oder gar keine Computer mit AMD-Prozessoren im Sortiment zu führen. Laut EU-Kommission habe Intel seit 1997 direkte und indirekte Zahlungen an MSH geleistet. Die Zahlungen waren an die Bedingung geknüpft, sofern möglich, ausschließlich Intel-Systeme anzubieten. Diese Klausel wurde 2002 geändert, behielt aber laut einem MSH-Angestellten Gültigkeit. Die Änderung dieser Klausel wurde von Intels Rechtsabteilung gefordert.[70]

Nach Firmendiebstählen Leibesvisitationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Krems an der Donau in Niederösterreich wurden nach Diebstählen beim Media Markt, die durch Mitarbeiter begangen worden sein sollen, nicht nur Taschenkontrollen, wie in vielen Unternehmen üblich, sondern auch Leibesvisitationen an allen Mitarbeitern durchgeführt. Die Gewerkschaften sehen dieses Vorgehen als Verletzung der Menschenwürde.[71] In der Folge meldeten auch Angestellte anderer Filialen in Österreich diese Vorgangsweise. Von Firmensprechern wurde diese Vorgehensweise den Sicherheitsfirmen angelastet.[72]

Kartellverfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Juni 2014 gibt die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) eine Entscheidung des Kartellgerichts vom 23. April 2014 (6 Kt 19/14) gegen die Media-Saturn BeteiligungsgmbH bekannt. Wegen vertikalen Preisabstimmungen der Endverkaufspreise mit der Elektronikindustrie im Zeitraum zwischen Oktober 2009 und Anfang 2013 wurde eine Geldbuße von 1.230.000 Euro verhängt.[73]

Konkurrenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die US-amerikanische Best-Buy-Gruppe ist weltweiter Marktführer bei Umsatz im Bereich Unterhaltungselektronik. MediaMarktSaturn und Best Buy machen sich bisher (Stand Mai 2016) nur in der Türkei Konkurrenz. Die Einkaufsgemeinschaft Euronics ist der zweitgrößte Mitbewerber in Europa.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Media-Saturn-Holding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b [1]
  2. Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle. In: Süddeutsche Zeitung, 21. Februar 2009
  3. MediaMarktSaturn Retail Group. Abgerufen am 9. März 2017.
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