Meißenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Meißenheim
Meißenheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Meißenheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 25′ N, 7° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 151 m ü. NHN
Fläche: 21,33 km²
Einwohner: 3788 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km²
Postleitzahl: 77974
Vorwahl: 07824
Kfz-Kennzeichen: OG, BH, KEL, LR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 075
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 10
77974 Meißenheim
Webpräsenz: www.meissenheim.de
Bürgermeister: Alexander Schröder (SPD)
Lage der Gemeinde Meißenheim im Ortenaukreis
Ill (Elsass) Ill (Elsass) Frankreich Landkreis Rastatt Baden-Baden Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Landkreis Freudenstadt Rheinau (Baden) Lauf (Baden) Sasbach Landkreis Rastatt Landkreis Rottweil Schwarzwald-Baar-Kreis Achern Achern Achern Appenweier Bad Peterstal-Griesbach Berghaupten Biberach (Baden) Durbach Ettenheim Fischerbach Friesenheim (Baden) Gengenbach Gutach (Schwarzwaldbahn) Haslach im Kinzigtal Hausach Hofstetten (Baden) Hohberg Hornberg Kappel-Grafenhausen Kappel-Grafenhausen Kappelrodeck Willstätt Kehl Kehl Kippenheim Kippenheim Kippenheim Lahr/Schwarzwald Lauf (Baden) Lauf (Baden) Lautenbach (Ortenaukreis) Mahlberg Mahlberg Mahlberg Meißenheim Mühlenbach (Schwarzwald) Neuried (Baden) Nordrach Oberharmersbach Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberwolfach Offenburg Ohlsbach Oppenau Ortenberg (Baden) Ottenhöfen im Schwarzwald Renchen Renchen Ringsheim Ringsheim Rust (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (gemeindefreies Gebiet) Sasbach Sasbach Sasbach Sasbachwalden Schuttertal Schutterwald Schwanau Seebach (Baden) Seelbach (Schutter) Steinach (Ortenaukreis) Willstätt Willstätt Wolfach Zell am Harmersbach RheinKarte
Über dieses Bild

Meißenheim ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ortenaukreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meißenheim liegt in der Oberrheinischen Tiefebene direkt am Rhein und damit an der deutsch-französischen Grenze, etwa 13 km von Lahr entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Neuried, im Osten an Friesenheim und die Stadt Lahr, im Süden an Schwanau und im Westen an die elsässische Gemeinde Gerstheim.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Kürzell

Zur Gemeinde Meißenheim mit der ehemals selbstständigen Gemeinde Kürzell gehören die beiden gleichnamigen Dörfer. Im Gemeindeteil Kürzell liegen die abgegangenen Ortschaften Hoschweier, Kenle, Merzweier, Mietershofen und Vastolfsweier, und im Gemeindeteil Meißenheim liegen die abgegangenen Ortschaften Äußerer und Innerer Hilbertshof auf die heute eine Flurname hindeutet.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1267 wurde Meißenheim erstmals urkundlich erwähnt. Zunächst gehörte der Ort als Lehen des Bistums Straßburg den Herren von Geroldseck, um dann im 14. Jahrhundert an die Herren von Hattstadt überzugehen. 1464 kaufte der Straßburger Bürger Bernhard Wurmser das Dorf. Es blieb bis 1805 im Besitz seiner Familie und kam dann im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses an das Großherzogtum Baden.

Meißenheim gehörte früher zum Landkreis Lahr, mit dem es 1973 im neuen Ortenaukreis aufging. Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Kürzell nach Meißenheim eingemeindet.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Straßburger Lehen, wurde von der Familie Wurmser in Meißenheim die Reformation eingeführt. Auch heute noch ist der Ort überwiegend evangelisch geprägt. Neben den beiden evangelischen Kirchen (für jeden Ortsteil eine) gibt es in Kürzell aber auch eine römisch-katholische und im Hauptort eine neuapostolische Gemeinde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Meißenheim bildet mit der Gemeinde Schwanau eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Meißenheim

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 brachte bei einer Wahlbeteiligung von 58,33 % folgendes Ergebnis:

1
4
5
4
Von 14 Sitzen entfallen auf:
  • Gruppe für Umwelt und Leben : 1
  • Freie Liste : 4
  • FW: 5
  • P M+K (Pro Meissenheim u. Kürzell) : 4
Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
35,7 %
(+3,1 %p)
30,9 %
(-0,6 %p)
25 %
(-2,4 %p)
8,5 %
(-0,4 %p)
P M+K
FL
GUL
2009

2014

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Für Kürzell besteht ein eigener Ortschaftsrat.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold eine roter Ring.“ Es handelt sich dabei um einen Wendelring und bildet wahrscheinlich das alte Dorfzeichen ab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirchenchor, Posaunenchor, Musikverein, Männergesangsverein, Jagdhornbläser, Fanfarenzug, Zitherensemble Zith-A5

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

evangelische Kirche Meißenheim
Kirche St. Laurentius in Kürzell, Architekt: Hans Voß
  • Evangelische Auferstehungskirche Meißenheims, barocke Kirche von 1766 mit Silbermann-Orgel. Der Altarraum der Kirche wurde 2003 von Christoph Manuel Beysser und Markus Artur Fuchs neu ausgestattet.[3]
  • Kürzell besitzt mit St. Laurentius eine Kirche im klassizistischen Stil. Erbaut 1829 bis 1830 von Hans Voß besitzt die Kirche dank durchaus reicher Detailarbeit und einem niedrigen Turmdach eine barocke Ausstrahlung - dieser Aspekt macht sie zu einer ungewöhnlichen Kirche im eigentlich für eine kraftvolle, monumentale Wirkung bekannten Weinbrenner-Stil. Die Kirche war bis 1962 gemeinsam von der evangelischen und katholischen Kirche als Simultankirche genutzt worden.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meißenheim:

  • Riedhof mit Christopherus-Kapelle, Kreuzweg, Oster- und Weihnachtskuppel, Teich und Biotop.
  • Mühlbachpromenade mit Ruhepavillons, Aussichtspunkten und Biotop.
  • Baggersee mit Sandstrand und Schollenhütte mit Grillmöglichkeit

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meißenheim war bis 1959 durch die Mittelbadische Eisenbahn (KehlSeelbach (Schutter)) an das Schienennetz angebunden. Die Bundesstraße 36 durchquert die Gemarkung Meißenheims.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Friederike-Brion-Schule besteht in Meißenheim eine Grundschule. Im Ortsteil Kürzell gibt es zudem eine Schule für lernbehinderte Kinder. In beiden Ortsteilen gibt es je einen evangelischen Kindergarten, in Kürzell auch einen in Trägerschaft der römisch-katholischen Kirchengemeinde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Joseph Gießler (1854–1923), geboren in Kürzell, Landgerichtsdirektor und badischer Landtagsabgeordneter (Zentrum)
  • Ferdinand Kopf (1857–1943), geboren in Kürzell, Rechtsanwalt, Landtagsabgeordneter
  • Karl Fischer (1871–1931), Politiker (DNVP), Landtags- und Reichstagsabgeordneter
  • Karl Hoppe (1889−1963), Politiker (SPD, KP), Mitglied des Saarländisches Landtags
  • Werner Schwärzel (* 1948), Motorradrennfahrer, Weltmeister in der Seitenwagenklasse 1982.
  • Ewald Meier, Bundestrainer im Fahrsport

weitere Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friederike Brion (1752–1813), die Jugendliebe Goethes wurde in Meißenheim bestattet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Georg Schilher: Chronicon Meissenheimense. Heidelberg 1844 (E-Kopie).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Meißenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 416–417
  3. http://www.ekiba.de/html/content/meissenheim_prinzipalien779.html?t=7cf300dca5cd6fd3ef8cb5ac2a81522d&tto=f39d5b5c&&