Odelzhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Odelzhausen
Odelzhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Odelzhausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 19′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Dachau
Verwaltungs­gemeinschaft: Odelzhausen
Höhe: 499 m ü. NHN
Fläche: 30,44 km2
Einwohner: 4965 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85235
Vorwahl: 08134
Kfz-Kennzeichen: DAH
Gemeindeschlüssel: 09 1 74 135
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 14
85235 Odelzhausen
Webpräsenz: www.odelzhausen.de
Bürgermeister: Markus Trinkl (FW/BGO)
Lage der Gemeinde Odelzhausen im Landkreis Dachau
Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Freising Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis München Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm München Altomünster Bergkirchen Dachau Erdweg Haimhausen Hebertshausen Hilgertshausen-Tandern Karlsfeld Markt Indersdorf Odelzhausen Petershausen Pfaffenhofen an der Glonn Schwabhausen (Oberbayern) Sulzemoos Vierkirchen (Oberbayern) WeichsKarte
Über dieses Bild

Odelzhausen ist eine Gemeinde im westlichen Landkreis Dachau (Regierungsbezirk Oberbayern). Sie ist seit 01. Januar 2017 eine Einheitsgemeinde mit eigener Verwaltung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odelzhausen hat 14 Ortsteile: Dietenhausen, Ebertshausen, Essenbach, Gaggers, Hadersried, Höfa, Lukka und Todtenried, Miegersbach, Roßbach, Odelzhausen, St. Johann, Sittenbach, Sixtnitgern, Taxa

Gemarkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren folgende Gemarkungen: Ebertshausen, Höfa, Odelzhausen, Sittenbach, Taxa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • erste Nennung des Ortes als „Otolteshusir“ 814 n. Chr. in den Traditionen des Hochstifts Freising
  • Der Name kam von Otolt oder Odholt, dem Sippenältesten, der etwa um 600 n. Chr. oder früher gelebt hat.
  • Der Ort wurde an der Glonn (Bach) gebaut, weil es dort ausreichend Ackerfluren und Weideflächen zur Gründung einer bäuerlichen Existenz gab.
  • Odelzhausen hat ein Schlossgut, das als Burg bereits 1247 erbaut worden war. Die Besitzer wechselten häufig, es gab adelige und bürgerliche Besitzer, solche, die nur an der dort ansässigen Brauerei und solche, die nur an den dazugehörigen Ländereien interessiert waren. Momentan befindet sich im Schloss ein Hotel und eine Gastwirtschaft.
  • Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die alte, mittlerweile unpassierbare Römerstraße durch die Landstraße von München über Dachau, Odelzhausen und weiter nach Friedberg und Augsburg ersetzt
  • Im ausgehenden Mittelalter war Odelzhausen bereits kein reines Bauerndorf mehr: 1468 bestand es bereits aus acht Bauernhöfen und sieben Söldnern (Gastwirt etc.).
  • erstmals 1440 taucht die Bezeichnung „Hofmark“ für das Dorf auf, eine Hofmark ist ein dörflicher Immunitätsbezirk, deren Inhaber niedere Gerichtsbarkeiten selbst ausüben durften
  • Während des 30-jährigen Krieges gab es schwere Opfer, die Kirche war ausgebrannt und das Schloss war geplündert worden.
Marienkapelle[2] in Taxa
  • Das Kloster Taxa im Ortsteil Taxa war 1665 einer der meistbesuchten Wallfahrtsorte in Altbaiern (damalige Schreibweise), 1802 wurde das Kloster dem Erdboden gleichgemacht, zuvor alle Besitztümer versteigert, 1848 wurde eine kleine Kapelle an der Stelle des ehemaligen Klosters erbaut.
  • Seit ca. 1700 gibt es in Odelzhausen eine Schule.
  • Seit 1803 besitzt Odelzhausen das Marktrecht.
  • Am 1. März 1923 wurde Odelzhausen zur Pfarrei erhoben.
  • Im Jahre 2014 fand das Jubiläumsfestjahr 1200 Jahre Odelzhausen statt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemals selbständige Gemeinde Taxa wurde am 1. April 1971 eingegliedert. Ebertshausen folgte am 1. Juli 1972.[3] Am 1. Januar 1976 kam Sittenbach hinzu.[4] Schließlich wurde am 1. Mai 1978 noch Höfa eingegliedert.[5] Ab 01. Mai 1978 bildete war Odelzhausen der Sitz der gleichnamigen Odelzhausen und auch deren Mitglied; weiter gehörten ihr Pfaffenhofen an der Glonn und Sulzemoos an. Dieser Zusammenschluss wurde einvernehmlich zum 31. Dezember 2016 aufgelöst, jede Gemeinde hat seither eine eigene Verwaltung.

Bereits am 1. Januar 1931 wurden die Orte Roßbach und Sixtnitgern nach Sittenbach eingemeindet.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2030 Einwohner
  • 1970: 2323 Einwohner
  • 1987: 3211 Einwohner
  • 1991: 3495 Einwohner
  • 1995: 3909 Einwohner
  • 2000: 3998 Einwohner
  • 2005: 4182 Einwohner
  • 2010: 4312 Einwohner
  • 2015: 4965 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2008: 1. Bürgermeister: Konrad Brandmair (CSU), 2. Bürgermeister: Johann Heitmair (CSU), 3. Bürgermeister: Roderich Zauscher (BGO)

Kommunalwahl 2014: 1. Bürgermeister: Markus Trinkl (parteilos), 2. Bürgermeister: Johann Heitmair(CSU), 3. Bürgermeister: Wolfgang Steininger (FW)

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammensetzung aufgrund der Kommunalwahl 2014:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau ein roter Schrägbalken, der mit drei silbernen heraldischen Rosen mit goldenen Butzen und goldenen Kelchblättern belegt ist; oben ein achtstrahliger goldener Stern, der mit einem silbernen Ei belegt ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Benedikt

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odelzhausen liegt an der Bundesautobahn 8 Stuttgart–München.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grund- und Mittelschule Odelzhausen [7]
  • Staatliche Realschule Odelzhausen [8]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Epitaph für Maximilian Emanuel de Veritá, Graf de la Selva in Brogno (1747)
  • Johannes Mathesius (1504–1565), Pfarrer und lutherischer Reformator (Erzieher auf Schloss)
  • Hans Wilhelm Hundt (1560–1630), Herr auf Sulzemoos und Odelzhausen
  • Abraham a Sancta Clara (1644–1709), katholischer Prediger und Poet der Barockzeit
  • Ludwig Kandler (1856–1927), deutscher Maler (Gemälde zur Ausgestaltung der Kirche)
  • Sebastian Bauer (1867–1931), katholischer Geistlicher und Politiker (Pastor in Odelzhausen)
  • Gerhard Hund (* 1932), Mathematiker und Informatiker, lebte von 2007 bis 2012 in Odelzhausen
  • Vinzenz Schweis (* 1935), Malermeister lebt seit 1946 in Odelzhausen. Erbauer des Sportgeländes, Sportheimes und Tribüne in Odelzhausen, Ehrenvorsitzender des SVO.
  • Willi Winkler (* 1957 in Sittenbach), deutscher Journalist

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kapelle Maria Stern und St. Augustinus in Taxa - (Hans Schertl)
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 444.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 570.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 571.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 465.
  7. http://www.vs-odelzhausen.de/
  8. http://www.rs-odelzhausen.de/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Odelzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien